Das neue Einfallstor in den Skigroßraum Kitzbühel nimmt Formen an.
Ein Lkw um den anderen rollte dieser Tage nach Hollersbach im Pinzgau. Sie waren mit knallroten Kabinen beladen, die für die neue "Panoramabahn Kitzbüheler Alpen" bestimmt sind. Eine Achter-Umlaufseilbahn, die im Dezember den Betrieb aufnehmen wird. Binnen zwölf Minuten können dann bis zu 2000 Fahrgäste pro Stunde zur Bergstation befördert werden. Der Bauzeitenplan sieht im Frühjahr und Sommer die Errichtung der Stationsgebäude vor, im November sollen alle Arbeiten vollendet sein.
Der Endpunkt steht auf dem Resterkogel (auch Resterhöhe genannt). Von dort aus wird der Anschluss an den Kitzbüheler Skigroßraum geboten. Schon längst vereinbart ist ein Kartenverbund mit der Bergbahn AG Kitzbühel.
Die Idee zu der Seilbahn ist möglicherweise in einer Weinlaune entstanden. Im Internat (
www.panoramabahn.at) kann nachgelesen werden, dass bei einer Silvesterfeier in einer Hütte gegenüber dem Resterkogel der Vorschlag aufgetischt wurde, den Berg zu erschließen.
Hinter dem Projekt steht eine "Panoramabahn Kitzbüheler-Alpen GmbH." Als Geschäftsführer wirkt der in Hollersbach beheimatete Franz Wieser, der auch als einziger Gesellschafter für die Stammeinlage von 100.000 Euro sorgte.
Weitere Namen scheinen im Firmenbuch nicht auf. Bei Wieser handelt es sich um einen Geschäftspartner von Kitzbühels Ex-Bürgermeister Horst Wendling, der wiederum Aufsichtsratsvorsitzender der Bergbahn AG Kitzbühel ist.