Ich find's schon irgendwie bemerkenswert, daß so eine Meldung sofort hier in D über den Äther geblasen wird - fehlt nur noch der Hinweis auf die bösen Variantenfahrer und Tourengeher.Die Zahl der Lawinentoten in Österreich hat sich mit 48 Toten im vergangenen Winter gegenüber dem Vorjahr versechsfacht. Als Grund nannten die Behörden den schneereichen Winter.
Zahl der Lawinentoten in A hat sich versechsfacht
- k2k
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Zahl der Lawinentoten in A hat sich versechsfacht
Kam soeben im Radio (SWR3
):
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)
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Die Versechsfachung eines Wertes gegenüber dem Vorjahr ist natürlich eine nette Schlagzeile, die natürlich von Deutschen Medien (Bild) auch dazu verwendet werden könnte, über die Gefährdung der braven Touristen durch die bösen Österreichischen Berge herzuziehen.
Im Ernst: die Zahl der Lawinentoten ist naturgemäß starken jährlichenSchwankungen unterworfen, durch die teils enormen Schneemassen - vor allem auch in Gegenden, die bisher nicht als so stark gefährdet bekannt waren - gab es heuer einen Spitzenwert, der in letzter Zeit (glaube ich) nur von dem Katastrophenwinter mit den Lawinen in Galtür übertroffen wurde. In dieser Gegend ist heuer auch vergleichsweise wenig passiert, auch gab es keine wesentlichen großen Lawinenkatastrophen mit vielen Opfern, aber man konnte ab Ende Jänner eigentlich fast jeden Tag mit einer Lawinenmeldung mit Verschütteten rechnen.
Im Ernst: die Zahl der Lawinentoten ist naturgemäß starken jährlichenSchwankungen unterworfen, durch die teils enormen Schneemassen - vor allem auch in Gegenden, die bisher nicht als so stark gefährdet bekannt waren - gab es heuer einen Spitzenwert, der in letzter Zeit (glaube ich) nur von dem Katastrophenwinter mit den Lawinen in Galtür übertroffen wurde. In dieser Gegend ist heuer auch vergleichsweise wenig passiert, auch gab es keine wesentlichen großen Lawinenkatastrophen mit vielen Opfern, aber man konnte ab Ende Jänner eigentlich fast jeden Tag mit einer Lawinenmeldung mit Verschütteten rechnen.
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Die Meldung hängt wohl damit zusammen, dass diese Tage über die "offizielle" Zusammenfassung der Lawinenunglücke berichtet wurde. Siehe z.B. die Meldung von ORF-on (Tirol):
Über die etwas hysterische Berichterstattung der Medien beim Thema Lawinenunglücke hatten wir ja hier im Forum recht häufig Diskussionen. Die Zahl der Lawinentoten war diesen Winter allerdings in der Tat im langjährigen Vergleich aussergewöhnlich hoch.48 Lawinentote in diesem Winter Mittwoch, 04.05.05
Die Wintersaison 2004/05 hat bisher in Österreich 48 Lawinenopfer gefordert. 26 davon kamen allein in Tirol ums Leben. Im Zeitraum 2003/04 waren "nur" acht Todesopfer verzeichnet worden.
26 in Tirol
Laut Innenministerium waren von Gendarmerie und Polizei in den vergangenen Monaten mehr als 150 Lawinenereignisse registriert worden.
In Salzburg verloren dabei acht Menschen ihr Leben. In Vorarlberg wurden sechs Todesopfer verzeichnet. In der Steiermark starben fünf und in Oberösterreich zwei Menschen den "weißen Tod". In Kärnten wurde ein tödlicher Lawinenabgang festgehalten.
Anzahl der Skiunfälle gestiegen
Auch die Anzahl der Skiunfälle ist im Vergleichszeitraum gegenüber dem Vorjahr gestiegen. 2.316 Skiunfälle im organisierten Skiraum mit Verdacht auf Fremdverschulden weist die Statistik auf.
Dabei verletzten sich 2.930 Menschen, 43 Personen starben. 730 Unfälle mit "Fahrerflucht" habe es im organisierten Skiraum gegeben, so die Statistik des Innenministeriums. Dabei habe das Pistenvergnügen ein Todesopfer und 384 Verletzte gefordert.
Liftbeförderung
In Zusammenhang mit der Liftbeförderung sei es zu 215 Unfällen mit insgesamt 126 Verletzten gekommen, gab das Innenministerium bekannt.
Abseits der Pisten beim Variantenskilauf seien bei 314 Unfällen insgesamt 222 Verletzte verzeichnet worden, 17 Menschen starben.