www.tirol.comMiederer Serleslifte werfen ihren Geschäftsführer raus
Der Aufsichtsrat warf Georg Danzl raus und bestellte Christian Felder als Geschäftsführer der Hochserleslifte. Und er soll noch weitere Posten antreten.
Um 13 Uhr beginnt die Sitzung. Um 13.30 Uhr ist Georg Danzl seinen Job los. Der Aufsichtsrat der Betreibergesellschaft der Hochserleslifte Mieders kündigt ihn am Dienstag und stellt gleich darauf seinen Nachfolger ein: Christian Felder, Bürgermeister von Gschnitz. Er fusionierte die Skiregion Lech, war zwei Jahre bei der Wintersport Tirol AG beschäftigt.
Felder soll, soweit ein informeller Plan, auch die Geschäfte des Elferliftes in Neustift übernehmen. Neustifts Bürgermeister Peter Schönherr bestätigt, der jetzige Geschäftsführer habe bereits gekündigt. Und eventuell könne Felder auch die noch nicht gegründete Infrastruktur- und Dienstleistungsgesellschaft leiten.
Der Rausgeschmissene sieht sich als Opfer einer politischen Intrige. "Ich habe einen Vertrag mit der Gesellschaft: So lange ich am Lift beteiligt bin, steht mir der Job des Geschäftsführers zu." Und er sei enttäuscht, fühle sich von ehemaligen Weggefährten verraten: Er habe die Bahn aus dem Tal der Tränen gezogen, habe sie in die Gewinnzone gesteuert. "Und nun, als Dank, schmeißen sie mich raus."
Vizebürgermeister Harald Ullrich vertritt die Gemeinde Mieders in der Betreibergesellschaft. Er sagt, er verstehe Danzls Aufregung nicht: "Wir suchten seit eineinhalb Jahren seinen Nachfolger per Zeitungsannoncen. Er wusste, dass er das nicht ewig macht."
Danzl habe die geschäftlichen Vorgaben erreicht, sagt Ullrich. Aber er habe auch Glück gehabt - speziell mit dem Wetter. Ullrich nennt als Hauptgrund für den Rauswurf, es brauche wieder "Teamarbeit in dem Unternehmen". Danzl habe sehr eigensinnig die Geschäfte geführt.
Der Rausgeschmissene will nun versuchen, sein privates Geld aus der Gesellschaft abzuziehen. "Schließlich muss ich für den Kredit Zinsen zahlen."
Miederer Serleslifte werfen ihren Geschäftsführer raus
- Jens
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Tiefschnee muss gewalzt sein
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Es wurde wieder ein Geschäftsführer rausgeschmissen.
Das Ergebnis dieses Jahr ist negativ, es wurde auch bereits mit Konkurs spekuliert.
Aus Götzens gäbe es einen neuen Investor, der das Skigebiet übernehmen will, aber den Stubaiern wäre es natürlich lieber, wenn ihr Skigebiet in "ihrer" Hand bliebe..
.. ziemliches Hick-Hack also.
.. glaub also nicht, daß das mit den 2 neuen 4er Sesseln so schnell was wird ;-)
Das Ergebnis dieses Jahr ist negativ, es wurde auch bereits mit Konkurs spekuliert.
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Jay
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Quelle ist tirol.com
Panik im Stubaital: Angst vor Lift-Pleite
Zweimal Geschäftsführer gewechselt - die Finanzen liegen im Argen bei den Bergbahnen in Mieders.
Die unangenehme Post häuft sich im Briefkasten von Markus Lener. Von Geschäftspartnern erhält er Mahnungen, so genannte Zahlungserinnerungen. Grund für die Misere ist die finanzielle Bedrängnis, in der sich die Bergbahnen Mieders, auch Serleslifte genannt, mit ihren Krediten befinden. Denn Lener ist Miteigentümer. Und als solcher steckt er in Schwierigkeiten.
"Es kann sein, dass die Bahnen bis zum Jahresende mehrere hunderttausend Euro Minus machen", sagt Lener. Lener fürchtet um seine Existenz - die ist gekoppelt an das Wohl und Wehe der Bergbahnen. Wenn sich nämlich Banken an den Gesellschaftern schadlos halten, dann muss Lener zum Beispiel tief in die Tasche greifen: "Dann darf ich jährlich 12.000 bis 13.000 Euro zahlen. Ich wäre am Ende und könnte mein Restaurant gleich zusperren. Diese Zahlungen kann ich mir nicht leisten."
Lener und sein Mitgesellschafter Georg Danzl machen für die Finanzmisere der Bergbahnen vor allem die Entscheidungen des 50-Prozent-Eigentümers - die Gemeinde Mieders - verantwortlich. "Heuer wurde bereits zweimal der Geschäftsführer gewechselt. Außerdem wurden heuer 18 statt wie sonst üblich 13 Mitarbeiter beschäftigt. Und frühere Möglichkeiten einer Umschuldung wurden nicht wahrgenommen", kritisiert Lener.
Was ihm und Danzl besonders aufstößt, ist der Name des jetzigen Geschäftsführers: Franz Weichinger. Ihm trauen sie nicht zu, die finanziellen Probleme der Serleslifte in den Griff zu bekommen. "Der hat schon einmal alles hingeschmissen", erinnert Lener daran, dass Weichinger (übrigens auch ein Lifteigentümer) bereits einmal Geschäftsführer der Bergbahnen in Mieders war. Die NEUE bat Weichinger um eine Stellungnahme zur Causa Bergbahnen, doch dazu war er nicht bereit.
Wie soll's weitergehen? Lener und Danzl sprechen sich für einen Verkauf an den Betreiber der geplanten neuen Mutterer-Alm-Bahn aus. Der habe angeboten, den Betrieb zu kaufen und die Schulden zu übernehmen. Doch die Gemeinde neige zu einer Stubaitallösung, zu einem Zusammengehen mit den Elferliften.
Jedenfalls hätte bei der gestrigen Gemeinderatssitzung über die Zukunft der Serleslifte diskutiert werden sollen, aber: "Wir haben diesen Tagesordnungspunkt abgesetzt. Ich möchte zuerst alle Unterlagen auf dem Tisch haben. Und das braucht Zeit", erklärt Bürgermeister Ernst Leitgeb gegenüber der NEUEN.
- snowflat
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Quelle: TTMieders: Serleslifte hängen weiter in der Schwebe
Nach einem Jahr Verhandlungen kommen die Lifte nicht zur Ruhe. Die nächsten Tage entscheiden. Wer steigt bei den Serlesbahnen ein, wer aus? Diese Fragen sind noch immer nicht geklärt.
Was passiert mit den Serlesbahnen in Mieders? Die Anwort auf diese entscheidende Frage steht seit einem Jahr aus. Nach der für die Gesellschaft schlimmen Wintersaison 2006/07 ging es in unzähligen Verhandlungen um eine neue Struktur für die Bergbahnen.
Konkursgefahr gebannt
Allgemeiner Wunsch: Die Agrargemeinschaft Mieders als größter Grundeigentümer und Betreiber der Sommerrodelbahn sollte schon vor Beginn dieser Saison einsteigen. Doch das ist bisher noch nicht der Fall.
Stattdessen musste der Tourismusverband als Gesellschafter einspringen. Eine 2006 abgegebene Haftungserklärung für einen 250.000-Euro-Kredit wurde schlagend.
"Wir haben der Gesellschaft empfohlen, die Haftung einzulösen, um die Zahlungsfähigkeit aufrechtzuerhalten", erklärt Aufsichtsratschef Franz Wegscheider. Der TVB habe dafür eine Rücklage gebildet.
Auch TVB-Obmann Sepp Rettenbacher bestätigt, dass das notwendig gewesen sei, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Der TVB-Vorstand habe dem Aufsichtsrat auch einen Antrag für einen weiteren Kredit über 265.000 Euro vorgelegt.
"Das sollte eine letztmalige Zahlung sein, dann wäre die Sache für uns erledigt gewesen", spricht Rettenbacher davon, dass sich der TVB aus der Gesellschaft zurückziehen wolle.
Doch der Aufsichtsrat sah das anders. "Es geht um eine Beteiligung und die ist Sache der Vollversammlung", sieht Wegscheider das Kontrollorgan als falsche Adresse. Einig sind sich der Aufsichtsratschef und der Obmann, dass sich der Verband keine Dauerbelastung leisten könne.
Die Verantwortung für die stockenden Verhandlungen mit der Agrargemeinschaft sehen sie beim Gegenüber. Wegscheider: "Die Agrargemeinschaft versucht zu taktieren, wir wollen jetzt aber schwarz auf weiß sehen, was sie bereit ist zu tun."
Auch Rettenbacher vermutet, dass die Agrarier die Entscheidung im Streit mit der Gemeinde abwarten wollen. "Wir sind immer in der Mitte drinnen", fordert auch Rettenbacher endlich verbindliche Zusagen. Einen ersten Schritt sieht er in einem Brief des Agrar-Obmanns Gotthard Jenewein. "Aber der Vertrag fehlt immer noch."
Dafür will die Agrargemeinschaft nicht verantwortlich sein. "Ich weise jede Schuld von uns", betont Obmann Gotthard Jenewein. Ein fertiger Pachtvertrag sei "zerredet" worden.
"Die Agrar wird sicher helfen, wenn es gewünscht wird, aber gewisse Leute haben vielleicht geglaubt, sie machen es besser", mutmaßt Jenewein. Bedingung sei jedoch immer gewesen, dass zuerst die Altlasten bereinigt werden.
Gemeinde wartet ab
Abwartend gibt sich der Miederer Ortschef Ernst Leitgeb. Auch von ihm kam Kritik am Zögern der Agrargemeinschaft. Inzwischen sieht er aber Fortschritte. "Die Verhandlungen laufen."
In der kommenden Woche finden sowohl eine Vollversammlung der Agrargemeinschaft als auch eine Gemeinderatssitzung statt. Im Ortsparlament will sich Leitgeb die Zustimmung für weitere finanzielle Zuschüsse der Gemeinde holen, "wenn auch der Tourismusverband sein Paket erfüllt".
Danach sollen möglichst alle Beteiligten an einen Tisch, wünscht sich nicht nur Bürgermeister Leitgeb.
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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- snowflat
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Quelle: TTFeilschen um Anteile an Serlesliften hält Mieders in Atem
Die Vorstellungen zu den Serlesliften gehen weit auseinander. Die Gespräche um eine Lösung für die Miederer Serleslifte haben begonnen, doch die Fronten scheinen schon ganz am Anfang festgefahren.
Zur Erinnerung: Der Plan sieht vor, dass die Agrargemeinschaft als finanzstarkes Zugpferd einsteigt. Doch wie stark, darüber scheiden sich die Geister. "Wir wollen 52 Prozent", beruft sich Agrarobmann Gotthard Jenewein auf einen Beschluss seiner Vollversammlung.
"Drittellösung"
Ganz andere Vorstellungen hat Bürgermeister Ernst Leitgeb. Er plädiert für eine Drittellösung mit Gemeinde, Tourismusverband und eben Agrargemeinschaft. Sein Argument: "Wir haben nichts zu verschenken." Schließlich habe die Gemeinde bisher insgesamt rund zwei Millionen Euro in den Lift investiert. Erst vor Kurzem beschloss der Gemeinderat ein weiteres Darlehen über 265.000 Euro. "Wir zahlen, also wollen wir auch mitreden", steht für den scheidenden Bürgermeister außer Frage.
Gespalten ist man auch im Vorstand des Tourismusverbandes, wie Obmann Sepp Rettenbacher nicht verschweigt. "Meine persönliche Meinung ist, dass wir jetzt noch einmal eine Zahlung leisten und uns dann zurückziehen." Nicht alle seine Vorstandskollegen teilen diese Meinung. Entscheiden müsste aber die Vollversammlung.
Agrarobmann Gotthard Jenewein kann sich mit einer Drittelung der Anteile "nicht anfreunden. Das werden sie dann ohne uns machen müssen." Jenewein wundert sich auch über den Bürgermeister, schließlich sei er bei der Vollversammlung anwesend gewesen und die Gemeinde habe als Agrar-Mitglied der Lösung zugestimmt.
Leitgeb hingegen spricht von einem "Grundsatzbeschluss", weitere Gespräche sollen folgen.
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Re: Miederer Serleslifte werfen ihren Geschäftsführer raus
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