Meldung in den Nachrichten des ORF Radios (Ö1) am 11.5.05:
Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen konnte nun eine Abschwächung des Golfstroms (der "Heizung" Nordwesteuropas) auch gemessen werden, Vermutungen diesbezüglich gab es schon seit Längerem. Als Indiz für die Abschwächung gilt das verminderte Absinken von Kaltwasser vor Grönland.
Auswirkungen auf das Klima auf den Britischen Inseln werden möglicherweise schon in 20 Jahren messbar sein.
Also: Investitionen in Skigebiete in den Voralpen und auf den britischen Inseln könnten sich langfristig lohnen!
Und unser Hochkar (für nicht Ortskundige: "Fast-Gletscher" in Niederösterreich auf 1400 bis 1800 m mit Saisonschluß meist am 1. Mai) wird dann endlich ein Ganzjahresskigebiet.
Also wenn man die aktuellen Temperaturen betrachtet, könnte man schon meinen, dass wir im Moment die ersten Auswirkungen zu spüren bekommen. Mitte Mai jede Nacht Frost und auch tagsüber kaum über 8°C ist schon komisch für die Jahreszeit.
Leider sah das vor 10 Tagen noch ganz anders aus. Bei +10 Grad auf 2800m Höhe hätte man am 1. Mai 2005 auch vermuten können, dass die Gletscher schon bis 2010 Geschichte sind.
den ganzen klimapropheten traue ich sowieso nicht. wer weiß denn schon wie das wetter in 10 jahren wirklich wird? niemand, außer der liebe gott.
War um 8 oder 9 in den Nachrichten, im Gegensatz zu früheren Vermutungen gab´s diesmal aber angeblich richtige Messungen, die eine Abschwächung nachweisen, ob es damit wirklich etwas auf sich hat, weiß ich natürlich nicht....
Nuno hat geschrieben:Wieder mal ist es zehn Tagen etwas kühler, kommt jetzt der Eiszeit. Was wird es im Sommer wieder, wenn es mal 3 Tagen hinter einander 30+ grad ist,?
Die Forscher vermuten doch keine Eiszeit aufgrund der aktuellen unterdurchschnittlicheren Temperaturen. Sie haben die stärke des Golfstroms gemessen (Fragt mich nicht wie man sowas macht) und darauf ihre These begründet. Die Auswirkungen würden sich eh erst in Jahren abzeichnen!
bisher hieß es immer: das ding wird irgendwann mal zusammenbrechen, das ist das erste mal (unabhängig davon ob oder ob nicht ...) dass von richtigen zeiten und vor allem davon gesprochen wird, dass er schon zusammenbricht, und auch ein argument (tiefenströmung vor grönland ...) hervorgebracht wird, das wenigstens n bissle fundiert erscheint ....
McMaf hat geschrieben:
Die Forscher vermuten doch keine Eiszeit aufgrund der aktuellen unterdurchschnittlicheren Temperaturen. Sie haben die stärke des Golfstroms gemessen (Fragt mich nicht wie man sowas macht) und darauf ihre These begründet. Die Auswirkungen würden sich eh erst in Jahren abzeichnen!
Das kannst du dir alles auf Video ansehen bei "The day after Tomorrow"
Außerdem wie wollen Forscher das Wetter vorhersagen wenn sie es nichtmal schaffen uns das Wetter für die kommende Woche exakt vorraus zu sagen?
Nuno hat geschrieben:Wieder mal ist es zehn Tagen etwas kühler, kommt jetzt der Eiszeit. Was wird es im Sommer wieder, wenn es mal 3 Tagen hinter einander 30+ grad ist,?
Die Forscher vermuten doch keine Eiszeit aufgrund der aktuellen unterdurchschnittlicheren Temperaturen. Sie haben die stärke des Golfstroms gemessen (Fragt mich nicht wie man sowas macht) und darauf ihre These begründet. Die Auswirkungen würden sich eh erst in Jahren abzeichnen!
Das geht auch nicht über Die Wissenschaftler. Mir war schon vor 10 Jahren bekannt dass das eine mögliche Konsequenz der Abschmelzung in Grönland und Nordeiskappe war. Mir war nur aufgefallen das die Nachrichten immer der Temperaturabweichung verfolgen
letztes winter gabt er fur 1 wöche 30 bis 50 cm schnee im der Niederlande... war fur 50 jahre nicht vorgekommen!!! ich denke das ein kleines eiszeit er ankommt...!
bergfex hat geschrieben:
Das kannst du dir alles auf Video ansehen bei "The day after Tomorrow"
Den Film habe ich im Kino gesehen. Habe dann aber anscheinend nicht gerafft wie die die Stärke des Stroms messen. Weiß nur, dass die die Temperaturen von Hochseebojen gemessen haben die überall im Atlantik verteilt waren. In dem Film sind diese Temperaturen dann schlagartig gesunken, was ich für total unrealistisch halte. So unrealistisch wie den ganzen Film!
Die Forscher messen u.a. die Menge Eis die abschmilzt. Salzreiches Wasser ist leichter als kaltes, salzarmes Wasser, das Schmelzwasser senkt ab, ein Vacuum entsteht, was gefüllt wird mit Wasser das vom süden her einfliesst. Auf dieser Weise treibt die Abschmelzung die Golfstrom an. Das wegfallen der Antrieb könnte innerhalb kurzer Zeit das Klima in Europa total ändern, aber noch immer dauert das ein paar Jahren, nicht ein paar Stunden.
Mir war nur aufgefallen das die Nachrichten immer der Temperaturabweichung verfolgen
Exakt das habe ich auch bemerkt: da gab es zwei Tage im Mai mit 30 Grad und schon kamen irgendwelche 'Experten' mit der Horror - Prognose nach der 2005 'der heisseste Sommer in der Geschichte' werden soll. Dann fallen die Temperaturen für wenige Tage unter den Durchschnitt (ja, ich muss auch jeden Abend unsere Blumen ins Haus tragen , die Frühwerte in Maribor liegen in diesen Tagen nur knapp über Null) und schon werden die Eiszeit - Propheten laut. Ich glaube weder den einen noch den anderen . Wobei mir natürlich wesentlich lieber wäre falls die letzteren recht behalten .
Those who would give up essential liberty to purchase a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety !
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Skisaison 2025/26: aktuell 10 Skitage = 4 x Kitzsteinhorn, 2 x Mölltaler, 4 Berge, 1 x Obertauern, Zauchensee
Na ja, es gibt halte eine alte Kluft zwischen der Wisschenschaft und den Medien. Sachlich wirklich fundierte Aussagen mit ausreichend Raum für Erläuterungen findet ohnehin allenfalls in wisschenschaftlichen Zeitschriften (im Unterschied zu Fachzeitschriften, die meist eher sehr aufwendig erarbeitete Werbung sind). Für Schlagzeilen taugen aber fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse, die meist unspektakulär sind und eines gewissen Maßen an Erläuterungen bedürfen, üblicherweise nicht. Also kommen eher die krassen Szenarien durch oder doch gleich "Wir sind Papst"!
Wie dem auch sei: dass es Klimaveränderungen gibt, ist unbestritten, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse leigen dazu seit langem vor. Gestritten wird über Ursachen und Folgen, ersteres ist in bestimmten Bereichen wohl bereits ganz gut untersucht, letzteres bietet immer noch Anlass zu kontroversen Diskussionen.
Wie dem auch sei: der Filter, der bedingt, dass derartige Meledungen zu uns duchdringen, wenns man besonders kalt oder warm für die Jahreszeit ist, liegt nicht in der Wissenschaft veranlagt, sonder in deren medialem Echo.
Ist zwar schon eine Weile her, hier aber der genaue Artikel aus science.ORF.at:
Macht erlahmender Golfstrom Europa kälter?
Das nordwestliche Europa verdankt sein mildes Klima dem zyklisch auftretenden Golfstrom, der mit seinem warmen Wasser Palmenwachstum in Irland ermöglicht. Doch der bisher verlässlich arbeitende Wasserkreislauf scheint zunehmend gestört. Die klimatischen Folgen für Europa sind derzeit noch nicht absehbar - und könnten Nordwesteuropa um fünf Grad kälter machen.
Der Wasserstrom aus den Tiefen des Nordpolarmeeres in den Atlantischen Ozean, als Teil des Golfstrom-Zyklus, ist seit 1950 vermutlich um mindestens 20 Prozent zurück gegangen, wie Bogi Hansen und Kollegen vom Faroese Fisheries Laboratory, Faröer-Inseln, in der aktuellen Ausgabe von Nature berichten (Nature 411, S. 927-930; 2001).
Anhaltender Trend mit negativen Folgen?
Die Folgen aus diesem beobachteten Rückgang hängen allerdings zusätzlich vom Verhalten anderer Zulaufquellen ab. Wird dieser Rückgang nicht durch einen erhöhten anderweitigen Zustrom kompensiert, so könnte der Wasserfluss in die Tiefen des Atlantischen Ozeans in ähnlichem Ausmaß reduziert werden.
Da die vom Golfstrom transportierte Wärme das besonders milde Klima im nordwestlichen Europa bewirkt, könnte der Trend, sofern er andauert, tiefgreifende Folgen für das europäische Klima nach sich ziehen.
Der Golfstrom. Eine 1513 von dem spanischen Seefahrer Ponce de León beschriebene, warme Meeresströmung im nördlichen Atlantischen Ozean. Der Golfstrom entsteht aus der Vereinigung von Floridastrom und Antillenstrom nördlich der Bahamainseln. Er verläuft als 30-50 Kilometer breites Stromband mit Geschwindigkeiten bis zu 2,5 m/s bis Kap Hatteras, wo er durch das Nordamerikanische Becken bis südlich der Neufundlandbank fließt. Der Wassertransport beträgt 50 Millionen m3/s am Ausgang der Floridastraße und nimmt bis südlich von Neufundland auf maximal 150 Mio. m3/s zu, wobei die warmen Wassermassen bis zu 1.500 Meter Tiefe reichen. Der Golfstrom ist Teil des Golfstromsystems, das mit seinen bis nach Spitzbergen reichenden warmen Strömungen das Klima Nordwesteuropas entscheidend beeinflusst.
Immer weniger Wasser
Wie ein riesiger Kreislauf fließt kaltes und deshalb dichteres Wasser aus der Nordpolregion am Meeresboden des Atlantik in Richtung Tropen, steigt dort auf, erwärmt sich und strömt in der Nähe der Oberfläche als Golfstrom nach Norden zurück, um dort erneut abzusinken.
Ohne die permanente Wärmezufuhr des Golfstroms würde es kalt und feucht in Europa, England wäre im Durchschnitt wohl um fünf Grad Celsius kälter. Das komplexe System hat sich im Laufe der Klimaevolution mehrmals verändert und damit die Witterung Europas entscheidend verändert.
Aussagekräftiger Wasserstrom bei Shetland-Inseln
Ein Drittel dieser Wasser muss die 840 Meter tiefe Meeresenge zwischen den Shetland- und den Färöer-Inseln passieren. Diesen Wasserfluss hat jetzt das Team um Bogi Hansen genau berechnet. Ausgehend von existierenden hydrografischen Daten untersuchten sie mittels des sogenannten "Acoustic Doppler Current Profiler" (ADCP) kontinuierliche Geschwindigkeitsprofile im Wasserfluss.
Die Auswertung ergab, dass das kalte Tiefenwasser an dieser Stelle mit Geschwindigkeiten zwischen mehreren Zentimetern und mehr als einem Meter pro Sekunde nach Süden fließt. Doch die wirkliche Überraschung brachten die Ergebnisse über die jährlichen Durchflussmengen.
Die Strömungsverhältnisse im Atlantik
Die Hauptmasse des Südäquatorialstroms wird durch die Form Südamerikas in den nördlichen Atlantik abgedrängt, wo er mit dem Nordäquatorialstrom Quellströmung für den Golfstrom wird. Ein Teil biegt vor Erreichen der Neufundlandbank nach Süden ab und verbleibt als Golfstrom-Rezirkulation im westlichen Atlantik. Ein Zweig biegt im Bereich der Azoren nach Süden um und geht in den Kanarenstrom über, ein weiterer Teil fließt als Atlantischer Strom in die west- und nordeuropäischen Gewässer. Der Atlantik hat im Norden im Ostgrönland- und Labradorstrom, im Süden in der Südpolardrift teil am polaren Zirkulationssystem. Von diesen Strömen sind Südäquatorialstrom, Karibische Strömung und Golfstrom sehr beständig mit 75 Prozent Strömungskonstanz und Geschwindigkeiten von zwei km/h.
Deutliche Abnahme sichtbar
Zwischen Ende 1995 und Sommer 2000 konnten die Wissenschaftler eine Abnahme des kalten Tiefenwasser-Stroms von zwei bis vier Prozent pro Jahr feststellen. Während der zurückliegenden 50 Jahre ist die Gesamtwassermenge dabei um nahezu 20 Prozent zurückgegangen - d.h. dass sich dieser Trend immer mehr verstärkt hat.
In Zusammenhang bringen das Wissenschaftler mit der Tatsache, dass die arktischen Eismassen infolge der globalen Klimaerwärmung zurück gehen.
Immer mehr Süßwasser im Nordatlantik
Die schrumpfenden Eismassen bringen immer größere Mengen an Süßwasser in den Nordatlantik ein. Die Dichte des so verdünnten Salzwassers nimmt zunehmend ab und kann deshalb nicht mehr so leicht in die Tiefe sinken. Genau das ist aber für die Aufrechterhaltung des Golfstrom-Zyklus von entscheidender Bedeutung.
Untersuchungen norwegischer Forscher scheinen den Negativtrend zu bestätigen: Der Salzgehalt in der Meeresstraße zwischen den Färöer- und Shetland-Inseln ist innerhalb der letzten zwanzig Jahre um 0,02 Gramm pro Liter gesunken.
Ursachen noch nicht geklärt
Bei der Beurteilung der vorliegenden Ergebnisse herrscht allerdings unter den Forschern noch Zurückhaltung. Es sei nicht auszuschließen, dass es längerfristig zu einer Verlagerung des Nordatlantischen Tiefenstroms kommt. Die kalten Wassermassen würden dann eventuell auf anderen Wegen nach Süden strömen.
Wäre aber tatsächlich eine Abnahme im Strom kalten Wassers nach Süden zu verzeichnen, könnte das stark abkühlende Wirkung auf die Witterung in Europa haben. Dann würden in Irland Bedingungen wie im heutigen Norwegen herrschen.
zwei sachen:
1) diese studien und forschungsarbeiten sind umstritten. ein teil der wissenschafter glaubt an die(se) theorie(n), die anderen sagen, dass eine eiszeit nicht so schnell kommen wird. solange sich das wetter bei uns nicht großartig ändern, ist mir das alles egal.
2) immer mehr süßwasser. das kommt nicht nur von den polen (:D), sondern auch von den großen flüssen! laut einiger forscher nimmt der abfluss des jenisei in russland stetig zu.
Was ich mich dabei immer frage ist: Wenn es also dann so warm geworden ist und der Golfstrom abbricht und Europa eine neue Eiszeit beschehrt, dann müsste dadurch das Klima dcoh auch global beeinflußt werden. Sprich: Wenn die Temperauren in Europa stark zurück gehen, müssten die Temperaturen global gesehen auch zurückgehen (Wenn auch nicht so stark und auch nicht so schnell). Dann könnte sich der Golfstrom doch wieder aufbauen. Es könnte so eine Art Kreislauf "schwacher Golfstrom = kalt" - "wieder stärkerer Golfstrom = warm" geben. Gut ich bin da kein Wissenschaftler und weiß auch nicht über welche Zeiträume diese Entwicklungen passieren würden. Das war halt immer nur das was ich mich in dem Zusammenhang gefragt habe. Kann das jemand klären wie sich das verhält?
Golfstrom klappt zusammen, neune Eiszeit in Nordeuropa--> größere Rückstrahlung über dem Eis--> Selbstkühlung.
Kühleres Wasser---> größere Löslichkeit von CO2 in Wasser--> verstärktes Planktonwachsen in den Ozeanen, wobei zu beachten ist, das manches Arten davon auch aussterben werden....----> Ablagerungen von Kohlenstoff in den Ozeantiefen---> Neue Fossile Lagerstätten+Abnahme der Kohlenstoffdioxidkonzentration in der Athmosphäre.... Es muss aber beachtet werden, dass die tropischen Gewässer weniger CO2 aufnehemen(weil wärmer), daher ist das ein sehr langsamer Entzug des Kohlenstoffes. Weiterhin haben wir ein verstärktes Wachstum unserer Noch Regenwälder und auch gemäßigten breiten Wälder durch mehr CO2 und längere Wachstumsperioden--> Weitere Entzug....>>>>>>> Neue Kaltzeit auf dem Planeten
Die nächste Eiszeit wird ganz sicher kommen, nur wann, das weiß keiner so genau...
In meiner Vorlesung in Strömungsmechanik meinte unser Prof dass es im moment eine Abkühlungsphase wäre, die periodisch auftritt, diese Abkühlung würde aber durch den Ttreibhauseffekt im Mom aufgefressen und der wirkliche Temperaturanstieg käm dann Ende dieses, Mitte nächstes Jahrzehnt.... ob dass dann reicht, dass der Golfstrom zusammenbricht und der Nordpol im Sommer eisfrei sein würde, kann man noch nicht sagen....
Hmm, ich glaube das ist schwierig zu sagen, obe das einen Einfluss auf das gesamte Klima der Erde hat. Das Klima ist so komplex, dass kann man nur sehr schwierig voraussagen.