Rekordwinter für die alpinen Helfer
Lawinen, Pistenrowdytum und Suchaktionen: Im vergangenen Winter hatte das Team der Alpingendarmerie um Martin Hautz Hochsaison.
Ein Blick in die brandneue Alpinstatistik der Gendarmerie belegt: "Wir haben einen neuen Rekordwinter hinter uns", bestätigt Alpingendarm Martin Hautz im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung.
Der Chefinspektor weiß, wovon er spricht. Die verunglückten Wintersportler lassen die Zahlen der Unfallstatistik für den Bezirk Kitzbühel naturgemäß jedes Jahr in die Höhe schnellen. "Im vergangenen Winter sind wir zu insgesamt 304 Alpinunfällen ausgerückt", schildert Hautz, "das übertrifft alles bisher Dagewesene im Bezirk."
Der extrem lawinenreiche Winter machte dem alpinen Einsatzteam des Bezirksgendarmeriekommandos heuer besonders zu schaffen. Bei 17 Abgänge wurden die Alpingendarmen zu Ermittlungen herangezogen. "Darunter waren auch drei Lawinentote zu beklagen", bedauert Hautz. Neben der Bergung des tödlich verunglückten Tourengehers in Hochfilzen und eines Variantenfahrers unterhalb der 3-S-Bahn im Saukasergraben hielt in Kitzbühel die Suchaktion nach dem vermissten Variantenfahrer aus Salzburg die alpinen Einsatzkräfte in Atem: Vom Steinbergkogel bis zum Pengelstein wurde das gesamte Gebiet knapp vier Wochen lang durchkämmt.
Mit einem tödlich verunglückten Skifahrer in Hopfgarten und einem 14-jährigen Snowboarder, der im Kitzbüheler Ehrenbachgraben tödliche Verletzungen erlitt, verloren auf den Pisten im Bezirk zwei weitere Menschen ihr Leben.
Den Großteil der Unfälle machten allerdings die 242 Skiunfälle aus, bei denen zwei oder mehrere Skifahrer zusammengeprallt sind. Nicht unerheblich ist die Zahl der Unfälle mit Fahrerflucht auf den Skipisten: "In 91 Fällen ist der Unfallverursacher bzw. der zweite Unfallbeteiligte unbekannt", erläutert Hautz. 17 Variantenunfälle abseits der Piste machen die Alpinstatistik komplett.
Bewältigt wurde das Arbeitspensum - im tirolweiten Vergleich der angezeigten Alpinunfälle liegt der Bezirk Kitzbühel heuer erstmals hinter Landeck an der zweiten Stelle - von neun Alpingendarmen und drei weiteren externen Exekutivbeamten. "Norbert Amraser vom Posten Kitzbühel hat allein in 53 Alpinunfällen ermittelt", lobt Hautz.
Sein besonderer Dank gilt aber auch den zahlreichen Bergrettern, Flugrettern und Mitarbeitern der Seilbahn- und Liftunternehmen im Bezirk: "Die Zusammenarbeit hat wie immer hervorragend geklappt."
Alexandra Fusser
24.05.2005 19:50
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Jay
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Tiroler Tageszeitung:
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Krass, dass auch immer einige tödliche Unfälle auf der Piste passieren. Das kann ja dann nichts mit Lawinen zu tun haben oder? Das waren ja dann wohl schwere Stürze oder Leute sind zusammengestossen. Schlimm schlimm... Ich bin immer mehr am Überlegen, mir einen Helm zu kaufen. Aber dafür gibt es ja ein anderes Topic...
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Jay
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Die Stürze müssen nicht unbedingt so schwer sein. Einmal an der falschen Stelle ausgehebelt, dazu noch eine unglückliche Landung und ein ungesicherter Baumstumpf und schon kann es passiert sein. Traurig, aber so etwas geht leider schneller als man denkt und da sind gute und bewusst fahrende Skifahrer nicht von ausgeschlossen.br403 hat geschrieben:Krass, dass auch immer einige tödliche Unfälle auf der Piste passieren. Das kann ja dann nichts mit Lawinen zu tun haben oder? Das waren ja dann wohl schwere Stürze oder Leute sind zusammengestossen. Schlimm schlimm...
Jakob
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Ja, stimmt. Aber letztendlich ist jeder Sport gefährlich, oder man kann sich auch das Genick brechen, wenn man nur vor die Tür geht, und unglücklich die Treppe runterfällt. Aber deswegen würde ich das Skifahen nicht aufgeben, ein gewisses Risiko ist halt immer mit dabei....
Ich fand das eben nur interessant, dass doch auch auf normalen Pisten einige Tote gibt.
Ich fand das eben nur interessant, dass doch auch auf normalen Pisten einige Tote gibt.