Die Idee
basiert in Grunde genommen auf einer Vorliebe Alpenkönigs für Atlanten und Straßenkarten aller Art, im besonderen ein simpler Italien Straßenatlas, der neben seiner Hauptaufgabe als Routenplaner auch dazu verwendet wurde, "versteckte" bzw. weniger bekannte Liftanlagen/Schigebiete ausfindig zu machen. Nebenbei weckte im Laufe der Zeit das Alpinforum durch vereinzelte Berichte aus eben solchen Regionen, das Interesse, nicht selbst einmal solche Gebiete aufzusuchen.
Eher per Zufall, bei einem gemeinsamem Schitag von Thomas K und Alpenkönig Mitte Februar in der Schiwelt , kam auch dieses Thema zur Sprache und wir beschlossen bald gemeinsame Sache zu machen. Nach etlichen Mails, ein paar Treffen und zusätzlichen Infomaterial stand die Route und der Zeitpunkt fest, wobei bei Thomas K der Schwerpunkt der Planung bei den Straßenverbindungen lag, Alpenkönig hingegen für die Auswahl der Schigebiete zuständig war. Zusätzlich half uns während der gesamten Reise ein Navigationssystem den richtigen Weg zu finden. Wobei man zugeben muß, meistens aber nicht immer - hätten wir alles befolgt, würde ich jetzt diesen Bericht nicht mehr schreiben.
Die Ausführung
Der Tag X kam schnell näher und am 27 05 war es endlich soweit. Die Koffer wurden gepackt und nach einer gemeinsamen Warm Up Tour (siehe Bericht Kampenwand) und leckerem Abendessen im Hause Thomas K, brachen wir am folgenden Morgen zeitig um 0400 Uhr Richtung Italien auf.
Aufgrund eines kleinen Datenübertragungsproblems (gelle Thomas
... Einleitung oder Backstage hinter den Kulissen...
Wie alles begann. Ganz ursprünglich hat alles mit einem Bild von Alpenkönig im Rateforum angefangen. Das zeigte den alten Sonnschwendtschlepper / Going in der Schiwelt. Mit ein bisschen raten habe ich das Ding dann erraten. Alpenkönig erwähnte nebenbei, er würde im Februar in der Skiwelt unterwegs sein. Ich hatte eigentlich vor, die Skiwelt zu boykottieren. Haben sie mir doch glatt diese niedlichen, putzigen Schlepper mit ihren Bergstationen im Wald ins Jenseits befördert und statt dessen so ein fixgeklemmtes 4er Ungetüm hingepflanzt. Natürlich mit brachialer Station ohne viel Wald... Trotzdem ließ ich mich zu einem Power-Ski-Tag mit Alpenkönig überreden => siehe Berichte. Während so einer längeren Liftfahrt mit der Hausbergbahn (die aufgrund ihrer mörderischen Geschwindigkeit geradezu prädestiniert ist) meinte Alpenkönig, er wolle im Sommer mal nach Italien. Lifteschauen (respektive suchen), berg gehen und Pässe fahren. Da ich zu diesem Zeitpunkt bereits im Sommer nichts mehr vorhatte (hing mit der holden Weiblichkeit zusammen), war ich begeistert. Allein wollte ich diesen Sommer auch nirgends rumgurken. Macht keinen Spaß. Tja, und so entwickelte Alpenkönig eine Liste der zu besuchenden Skigebiete, während ich mich auf Italienisch-Kenntnisse, technische Ausstattung und Alpenpässe spezialisierte. Der Stand der Planungen wurde überwiegend per Email ausgetauscht, jedoch gab es auch Meetings – in Lofer zum Skifahren und am Traunstein, Klettersteig.
Nach einem fulminanten Auftakt => siehe Kampenwandbereicht – ging es dann am Samstag um 4:00 Uhr in Bad Häring los. Für mich leider schon um 2:50 Uhr, da ich erst von Ebbs nach Bad Häring musste.
Ab da lasse ich Dir das Wort... Danke!
Tag 1, Sa 28 05, Trient bis Asiago
Route: Ebbs - Innsbruck - Brenner - Bozen - Trient
Trotz aller Planung kam es bereits am ersten Tag zu einer kurzfristigen Änderung der Route. Sowohl Trient mit seiner (fast) innerstädtischen Pendelbahn nach Sardagna als auch der Monte Bondone wurden zusätzlich ins Programm aufgenommen.
Kurz zur Legende:
Jedes (Schi)Gebiet wird in dem jeweiligen Kartenausschnitt durch die entsprechende Zahl gekennzeichnet. In diesem Falle Karte 1 mit der Pendelbahn Trient - Sardagna (1) und Monte Bondone (2)
Teil 1 Pendelbahn Trient - Sardagna
Die Verlauf der Pendelbahn von der Talstation, direkt an der Etsch gelegen, Richtung Endpunkt Sardagna. Eine Seilbahn, die von der Brennerautobahn nicht einsehbar ist, da genau dieser Abschnitt untertunnelt ist.
Talstation
Hersteller Hölzl, die Kabinen fassen 13 + 1 Personen, nur die Tal- und Bergstation waren besetzt, die Fahrt selber fand ohne Personal statt
atemberaubender Blick auf Trient und recht hoher Luftstand
Halbzeit auf der 1200 langen Strecke, die ohne Stütze 400 Hm überwindet. Fahrtdauer 4 Minuten
Die Bergstation in Sardagna, einer kleinen Ortschaft, auf knapp 600m
Zwei Informationskarten in Sardagna von der bereits mehrfach umgebauten Bahn, deren Ursprünge in den 20er Jahren liegen
Der Abfahrtsplan (15-Minuten-Takt, von 0700 - 2230 Uhr) und das Ticket, das nach 70 Minuten seine Gültigkeit verliert. Da innerstädtisches Verkehrsmittel, sehr günstig, eine einfache Fahrt kostet 0,90¤. So macht Seilbahnfahren erst richtig Spaß! Nicht zu vergessen die Zeitersparnis, die eine solche direkte Verbindung mit sich bringt. Thomas K brauchte für dieselbe Strecke auf kurviger Straße gute 10 Minuten länger.
Teil 2 Monte Bondone
Route: Trient - Monte Bondone (Vason) - Endpunkt auf "Paßhöhe" direkt unterhalb der 4 KSB auf 1650m Höhe. Recht beeindruckende Fahrt, auf der man schnell an Höhe gewinnt und bald mit wunderbaren Tiefblicken auf das Etschtal samt Trient belohnt wird. Stolze Höhendifferenz bis zu unserem Umkehrpunkt von beinahe 1500m, die nicht nur von Autofahrern, sondern vor allem an den Wochenenden von vielen Radfahrern genützt wird. Wobei der herkömmliche Radfahrer der etwas falsche Ausdruck sein mag, großteils kämpften sich muskelbepackte (kein Wunder bei diesen Strecken) BikerInnen mit High-Tech-Geräten (meist Rennräder) in die Berge.
Der Hausberg der Trienter
Leider wurde der Korblift mittlerweile ersatzlos abgebaut. Neu (Bj.2003) die sehr lange 4 KSB Rocce Rosse, die lt. meiner Wandkarte zwei (fixe) Sesselbahnen ersetzt haben muß. Mit Doppelmayr der erste Fremdhersteller auf diesen von Graffer dominierten Berg. Was ja auch angesichts der Nähe zu Trient kein Wunder ist/war.
Die Anlagen - besonderen Applaus verdient der Name 3-Tre für eine DSB
DSB 3-Tre Tal
typische Graffer Rundrohrstützenkonstruktion älteren Datums
Recht auffallend die Abspannung, die in die Stahlbauplattform (aufgrund der Steilheit des Geländes) der Talstation integriert wurde.
Die Sesselbahnen unterhalb des 2090m hohen Pallons.
Graffer 1 links - 3 SB Palon bis zum Gipfel
Graffer 2 rechts - 2 SB Canalon nicht ganz bis zum Gipfel
Talstation einer Graffer neueren Bautyps (bezogen auf die Anlagen, die wir von Graffer gesehen haben)
Die Niederhalterstützen beider Bahnen im Vergleich
4 KSB Rocce Rosse im letzten Drittel mit Bergstation knapp unterhalb des Palons
Welchen bekannten Gebirgsstock kann man da wohl erkennen?
Techn. Daten: L 2320m HU 809m - mehr Infos findet man auf einer einschlägig bekannten Seite
Wohl ein Unikum - die Doppelgraffer Montesel - Bombast a la Eiberg - und noch vor der Erfindung der 4er Sesselbahnen
Die 2 x DSB mit ihren markanten Bergstationen
Die Reste eines ehemaligen Korbliftes
a.) Talstation und
b.) Trasse
Bis auf einige Fundamente (im Bereich der damaligen Straßenüberquerungen) wurde die Anlage restlos entfernt.
Falls jemand Bilder von diesem Teil besitzt, bitte posten, ebenso von Interesse wären natürlich auch techn. Daten, Zeitpunkt der Einstellung, usw.... das übliche halt