Geschäftsführer Bernhard Schöpf und Betriebsleiter Gerhard Neurauter von den Imster Bergbahnen staunten nicht schlecht, als sie einen Anruf von der Bezirkshauptmannschaft erhielten: Ein anonymer Brief sei eben eingetroffen, in dem schwere Vorwürfe gegen die Bergbahnen in Bezug auf Umweltverschmutzung erhoben werden.
In der Pistenbully-Garage würden ungehindert Altöl und Reste der ehemaligen Dieselzapfanlage ins Erdreich laufen und ähnliches. Als Beweis legte der anonyme Schreiber ein Foto bei, das einen großen Ölfleck unter dem Pistenbully zeigt. "Wir waren total platt, als uns die BH angerufen hat. Wir sind sofort in die Garage gelaufen und haben die Bescherung gesehen", schildert Neurauter. Allerdings könne der Fleck noch nicht lange dort sein, wie auch Schöpf bestätigt: "Zur Zeit sind wir ziemlich oft in der Garage, weil hier Umbauarbeiten für das neue Alpin-Center geplant sind. Der Fleck ist ganz frisch. Wir gehen von Sabotage aus. Jemand hat das Öl mit Absicht ausgeschüttet."
Die Bezirkshauptmannschaft habe die Garage sofort unter die Lupe genommen und keine gravierenden Mängel festgestellt. "Wir können mit Bestätigungen lückenlos nachweisen, dass wir das ganze Öl ordnungsgemäß entsorgt haben", wehrt sich Schöpf. Die Bergbahnen sind sofort in die Gegenoffensive gegangen und haben Anzeige gegen Unbekannt erstattet.
Nicht erfreut über die Vorgänge in Hochimst ist Bürgermeister Gerhard Reheis: "Dem anonymen Schreiber scheint der Mut gefehlt zu haben. Wenn wirklich etwas an der Geschichte dran wäre, hätte er die Vorwürfe direkt bei der Gemeinde deponieren können, ohne dass wir seinen Namen preisgeben."
Die Bergbahnen tappen noch im Dunkeln, wer den Ölfleck verursacht hat. Vermutungen gibt es keine.
Renate Schnegg
Anonyme Anzeige gegen Imster Bergbahnen
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Aus der Tiroler Tageszeitung: