Doch Aufweichung des Gletscherschutzes?

Neuigkeiten zur Infrastruktur in Skigebieten weltweit: Informationen und Diskussionen über neue Lifte, Pisten, Beschneiung und Bauprojekte.
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k2k
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Doch Aufweichung des Gletscherschutzes?

Beitrag von k2k »

"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)

Gast

Beitrag von Gast »

Habt ihr mal die User-Kommentare aus Tirol zu diesem Thema gelesen? Der Hammer oder? Da sind die kleineren Dissonanzen hier im Forum echt mager dagegen. Die wollen sich gegenseitig aus Tirol vertreiben lassen usw...!!!
Emilius3557
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Beitrag von Emilius3557 »

Letzter Post: Ich. :D
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Raph
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Beitrag von Raph »

ja, das sit ja nicht mehr schön!
Das sind hald die, die von Seilbahnen usw. keine Ahnung haben und meinen, s´Maul aufreißen zu müssen.
Emilius3557
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Beitrag von Emilius3557 »

Ich finde der Stil der Äußerungen dort konterkariert das, was der ORF unten als Bitte und Anweisung hingeschrieben hat. Das finde ich ist eine Gefahr der Anonymität des Internets. Wenn bei jeder dieser Äußerungen z.B. Dipl. Ing. Hans Huber aus H. im H-Tal in Tirol dastehen würde, würde da niemand so aufs Blech hauen, bzw. die anderen User so angreifen.
Tyrolens

Beitrag von Tyrolens »

Ich bin mir nicht sicher, ob Wachstum wirklich immer die Rettung für alle Probleme ist. Ist ja etwas merkwürdig, dass wegen jedem "Problem" gleich eine Vergrößerung des Skigebiets gefordert wird.
Und wenn´s so wäre, wo soll das alles hinführen? Zu einem Verdrängungswettkampf bei dem zum Schluß nur mehr ein paar wenige wirklich große Skigebiete übrigbleiben? Was, wenn die Piztaler erweitern dürfen? Dürfen dann die Stubaier und Ötztaler auch erweitern? Und dürfen daraufhin auch die Piztaler wieder erweitern?

Auf jeden Fall sollen die Piztaler einmal schön ihre Bilanzen auf den Tisch legen. Würde mich interessieren, ob´s denen wirklich so schlecht geht. Es ist ja eine alte Weisheit, dass sämtliche Touristiker sehr gerne jammern. Und zwar immer und wegen allem.

Im übrigen ist es ohnehin nur eine Frage der Zeit, bis auch der Pitztaler Gletscher weggeschmolzen ist. Und dann?

Peinlich ist natürlich auch, dass die Änderung im TirNatschG jetzt hinfällig ist. Eigentlich schade, wo doch extra für die Piztaler der § für den Gletscherschutz abgeändert wurde. Tja, so werden halt in Tirol Gesetze gemacht. Wenn die Lobby schreit, wird so schnell wie möglich abgeändert...
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k2k
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Beitrag von k2k »

Tja, das ist leider nicht nur in Tirol so. Geld regiert die Welt, und zwar gegen jede Vernunft...
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miki
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Beitrag von miki »

Ja, di Kommentare zum Thema Gletscherschutz in Tirol.orf.at sind wirklich die Spitze! Da Deutsch nicht meine Muttersprache ist, konnte ich meine Sprachkenntnisse um einiges erweitern 8-), z. B.:
Du bist ja ein wirklich selten dummes Kamel; Kaum über den Rand Deiner Oase hinausschauend
Zurück zum Thema: ich finde es sehr positiv, das über neue Gletscherprojekte endlich offen diskutiert wird. Und ausnahmsweise muss ich dem Gschwentner sogar recht geben: die Pitztaler sollen endlich zugeben, das es um (ganz legitime) Erweiterungswünsche geht und nicht mit dem sehr fragwürdigen 'Sicherheitsargument' versuchen, die Talabfahrt durchzuboxen. Wenn das politische Klima in Tirol wirklich so ist, wie es im ORF Artikel dargestellt wird (ÖVP und FPÖ dafür, SPÖ teilweise, die grünen selbtverständlich dagegen), sollte es ja kein so grosses Problem sein, das Gesetz zu ändern! Ich jedenfalls freue mich schon auf die Talabfahrt Pitztal, neue Fernerkogelbahn, Verbindung Pitztal-Sölden, Erschliessung Gepatschferner, ... 8-). Obwohl - es kann ja sehr vieles noch passieren! Wie steht es schon in der Murphy'schen Gesetzen? Wenn es irgendeinen Weg gibt, eine wichtige Entscheidung zu verhindern, wird ihn eine gute Bürokratie schon finden!
@Tyrolens:
Dürfen dann die Stubaier und Ötztaler auch erweitern?
Ich glaube nicht. In einem der Artikel auf orf.at (ist leider nicht mehr online) war explizit von Pitztal und Kaunertal die Rede, die nach Meinung von Van Staa gegenüber dem Stubai, Zillertal und Ötztal aufholen sollten. Man soll es positiv sehen: durch den Bau der Gletscherbahnen vor etwa 20 Jahren hat man dem hinteren Pitztal eine Lebensgrundlage gesichert. Wenn man jetzt durch den Bau von 2 - 3 Liften und einigen Pistenkilometern dem Tal die Existenz für weitere 20 Jahre sichert, ist der Natureingriff mehr als gerechtfertigt!
Im übrigen ist es ohnehin nur eine Frage der Zeit, bis auch der Pitztaler Gletscher weggeschmolzen ist. Und dann?
Nix dann! Erstens ist es keinesfalls bewiesen, das der Gletscherschwund so weitergeht. Es gab ja immer schon Schwankungen innerhalb kurzer Zeit. Vielleicht haben wir in 20 Jahren sogar eine 'kleine Eiszeit' :-) ? Und zweitens - sollte wirklich das schlimmste passieren und es wird in den kommenden Jahrzehnen noch empfindlich wärmer? In diesem Fall sind die heutigen Gletscherskigebiete die wirklichen Gewinner! Der Sommerskilauf
wäre dann natürlich nicht mehr möglich, was aber wirtschaftlich nicht sehr schlimm ist. Dafür kämen aber mehr Besucher im Winter, da viele der niedrig gelegenen Skigebiete dann keinen Schnee mehr haben. Viele Wetterforscher sind der Meinung, das es im Falle einer wesentlichen Erwärmung in Mitteleuropa im Winter sogar mehr Niederschlag geben wind als heute, nur leider unterhalb 1500 oder 2000 m als Regen. Auf 3000 m wird es aber immer noch schneien! Als begeisterter Skifahrer hoffe ich, das es nicht soweit kommt, wäre ich aber Direktor eines Gletscherskigebietes, würde ich jeden Tag beten, das die grosse Erwärmung so schnell wie möglich kommt.
Gast

Beitrag von Gast »

Ist ja nett, dass du Herrn Gschwendtner auch mal zustimmst... :D

Mich würden die Bilanzen auch mal interessieren bzw. die Beurteilung der Bilanzen durch einen Fachmann, der sagen kann, wie es bei denen betriebswirtschaftlich ausschaut.

Hmm, ob ich als Gletscherbahndirektor um Erwärmung beten würde? Ich glaube, dass die mit der momentanen Lage ganz zufrieden sein können. Im Vorwinter und Spätfrühling haben sie ein Angebots-Oligopol, sie können selbst bestimmen wie lange der Skibetrieb läuft (weil Schnee ja bis Anfang Juli meistens reicht) und im Hochwinter können sie Schneegarantie anbieten.
Ich bin auch der Meinung, dass die Gletschergebiete und alle hochgelegenen Gebiete auch bei weiterer Erwärmung noch am ehesten weiter machen können (außer es kommt zu großen Fels-Stürzen deswegen oder ähnliche Erosionserscheinungen die das verhindern). Das Argument "Kein Ausbau am Pitztaler, weil der Gletscher eh wegschmilzt" könnte man ja auf jedes Skigebiet demnach anwenden. "Keine neuen Lifte, weil es irgendwann keinen Schnee mehr gibt". Auch wenn die Gletscher weiterabschmelzen, wird in Hochlagen noch sehr viel sicherer Schnee geben, als weiter unten.

Das Sicherheitsargument fand ich genau wie Miki auch sehr fadenscheinig. Man muss es sagen: im Vergleich zu Ötz-, Stubai- und Zillertal (oder auch Kitzsteinhorn) sind die Erweiterungswünsche durchaus legitim. Aber ich verstehe auch Naturschützer die der Meinung sind, dass man weitere Erschließungen auch endlich einmal verhindern sollte.

Warum reicht es nicht, eine zweite Zubringerbahn (welcher Art auch immer) zu bauen und im bisherigen Gebiet die Kapazitäten heutigen Möglichkeiten anzupassen (Pisten nicht sehr voll aber riesige Wartezeiten)?

Emilius3557
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Beitrag von Emilius3557 »

The same procedure as every time... :D
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Raph
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Beitrag von Raph »

@ marius: Warum klappt´s denn beim 2. Post immer und beim ersten nicht?? :D
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Jojo
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Beitrag von Jojo »

Ja da bin ich ja dann mal gespannt, wie der Herr Gschwendtner in Ischgl entscheidet!
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