von orf.atGipfelfrevler 07.08.2005
Innsbrucker Bergsteigern reicht es
Innsbrucker Bergsteiger rufen nun zum "Kampf gegen die Gipfelfrevler" auf. Im Karwendel reißen in letzter Zeit immer wieder unbekannte Frevler Gipfelkreuze aus den Verankerungen, beschädigen Seilsicherungen und übermalen Wegmarkierungen.
Täter sind bislang unbekannt
Über Täter und Motive gibt es nur Vermutungen, möglicherweise handelt es sich um Protest gegen angeblichen Massentourismus.
Das Gipfelkreuz auf der Kaltwasserkarspitze ist mittlerweile verschwunden
Innsbrucker Bergsteiger sehen Motiv
Den unbekannten Tätern ist das Karwendel offensichtlich zu überlaufen. Hier ist ein jeder Bergsteiger, Wanderer und Mountainbiker zu viel. Das wäre nach Ansicht der Bergsteiger aus Innsbruck ein mögliches Motiv für die Vandalenakte.
Großes Naturschutzgebiet
Der Alpenpark Karwendel ist einer der ältesten grenzüberschreitenden Natürschutzgebiete Europas und hat fast 1000 km² zwischen Inntal, Seefelder Plateau und Achental. Zum Großteil handelt es sich um unberührte Natur und ist somit ein Paradies für Wanderer und Kletterer. Hier liegen Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete und Ruhezonen zusammen.
500 Euro Belohnung
Der Bergsport- und Skiverein Hötting hat jetzt jedenfalls eine Belohnung zur Ausforschung der Vandalen ausgesetzt, 500 Euro lassen die Bergfexen springen. Hinweise sind an die Polizeiinspektion Seeeld zu richten. Der Aufruf richtet sich besonders an Bergfreunde im benachbarten Bayerischen Raum. Dort nämlich vermuten die Tiroler die Unbekannten.
Greenpeace läßt grüßen!