Schweiz
Welche Krise? Aufbruchstimmung in Zermatt
Von Konrad Mrusek
28. September 2005 An einem schönen Morgen ist man in Zermatt selten allein auf dem Balkon. "Come on out, darling", ruft der amerikanische Nachbar im Hotel "Mont Cervin", "that's what we came to Switzerland for." Obwohl das Matterhorn längst zum globalen Reklamesymbol geworden ist, obwohl es Banken und Schokoladenhersteller dutzendfach als Werbeträger vereinnahmen, dieser Star unter den Bergen macht Touristen noch immer zu begeisterten Frühaufstehern. Und wenn sie das Horn wenigstens einmal im Morgenlicht sehen, hat sich offenbar eine ganze Schweizreise gelohnt. So verzückt reagieren nicht allein Amerikaner: Am Anblick der felsigen Pyramide, die gleichzeitig schroff und erhaben ist, können sich viele nicht satt sehen, sie macht fast süchtig.
Auch Zermatt selbst kennt im Angesicht des Matterhorns keine Grenzen. Der Lockruf des Berges ist wie eine schier unerschöpfliche Geldquelle. Der Tourismus wuchert daher immer weiter in die Bergwiesen hinein. Schon seit langem wartet man auf einen Sommer, in dem keine Kräne mehr zu sehen sind. Doch auch in diesem Jahr drehen sie sich, klettern neue Hotels und Ferienhäuser die Hänge hinauf. Dabei ist schon jetzt die Zahl der Betten mit vierzehntausend mehr als doppelt so groß wie die Zahl der Einwohner. Das Dorf ist somit, touristisch gesehen, eine Großstadt: Es rangiert hinter Zürich und Genf auf dem dritten Platz im Schweizer Fremdenverkehr.
Renovieren, fusionieren, jubilieren.
Zeitweise stotterte die gut geölte Tourismus-Maschine. Vor fünf Jahren zum Beispiel gab es eine Krise, als einige Betriebe der Burgergemeinde (Vereinigung der Alteingesessenen) wegen des Debakels im Walliser Kurort Leukerbad ebenfalls in Finanznöte gerieten und Notverkäufe tätigen mußten. Dann spürte auch dieser Ort wegen der vielen internationalen Kunden die Terrorangst. Doch inzwischen boomt das Reisegeschäft im hinteren Mattertal wieder stärker denn je. 2004 war ein Rekordjahr mit 1,8 Millionen Übernachtungen.
Daher wird in Zermatt gebaut und renoviert, fusioniert und jubiliert. Die Seiler-Gruppe, mit ihren vier Häusern das Urgestein der Zermatter Hotellerie, feiert in diesem Jahr das hundertfünfzigjährige Bestehen. Sie tut dies nicht allein mit Festen und mit Konzerten, sondern auch mit einem finanziellen Kraftakt: Für vierzehn Millionen Franken wurde das Fünf-Sterne-Haus Mont Cervin prächtig umgebaut. Seiler verkaufte dazu die restlichen Aktien an der "Riffelalp", die nun allein der Sandoz-Stiftung gehört. Weil es nun neue Suiten gibt und ein erweitertes Wellness-Angebot, nennt sich das Mont Cervin nun "Palace". Dennoch ging die sehr persönliche Atmosphäre nicht verloren.
Blamage wegen Baumängeln
Ehrgeiz zeigt Zermatt auch bei der weiteren Erschließung der Berge. Nach der Fusion der sechs Seilbahnen zum größten Schweizer Bergbahn-Unternehmen vor drei Jahren gab es jetzt einen Zusammenschluß auf Schienen: Die mehr als hundert Jahre alte Gornergrat-Bahn wurde von der viel größeren Matterhorn-Gotthard-Bahn übernommen, die die Verbindung in das Unterland nach Visp und Brig herstellt. Die fusionierten Bahnen können viel mehr Kapital in neue Projekte stecken, was sich auch bei der Renovation der Bergstation auf dem Gornergrat zeigt. Da sollen die Gäste nicht mehr bloß Gletscher schauen, sondern auf dreitausend Metern auch durch eine Einkaufspassage bummeln.
Gebaut wird auch beim Bahn-Terminal in Täsch, wo die Gäste ihr Auto abstellen. Hier entsteht ein Parkhaus mit zweitausend Stellplätzen. Die Aufbruchstimmung hat sogar dafür gesorgt, daß das ehemalige Projekt des Künstlers Heinz Julen ("Into the Hotel"), das stolz über dem Ort thront, wegen diverser Baumängel aber jahrelang eine Blamage war, im Dezember endlich fertig wird - unter einem anderen Besitzer und unter neuem Namen. Es heißt jetzt "Hotel Omnia".
Boom dank Basistunnel
Der Boom in Zermatt hat Gründe, die nicht allein in der guten Auslastung der 116 Hotels liegen. Es gibt weniger Grabenkämpfe unter den 21 führenden Familien der Burgergemeinde, die mit dem Boden auch den Tourismus kontrollieren. Die Finanzkrise hatte somit eine heilsame Wirkung im lokalen Filz. Eine andere Ursache für den Boom ist nicht hausgemacht, sondern das Ergebnis eines nationalen Projekts: Das Bergdorf rückt näher heran an die Schweiz, weil in zwei Jahren die erste Etappe der "Neuen Alpentransversale (Neat)" am Lötschberg fertiggestellt ist.
Nicht allein für Ausländer ist Zermatt bisher ein mühsames Ziel, weil es so weitab in den Bergen liegt. Auch ein Zürcher braucht 4,5 Stunden mit der Bahn; daher fährt er zum Skifahren lieber nach Graubünden, also etwa nach Davos oder St. Moritz. Im Jahre 2007 verkürzt sich die Fahrzeit von Zürich nach Zermatt auf etwa drei Stunden, weil dann der Basistunnel unter dem Lötschberg die Züge nicht mehr nötigt, zwischen Frutigen und Kandersteg in Kehrtunneln eine Kletterfahrt auf Schienen zu machen. Die neue, 34 Kilometer lange Bahnröhre, die vor drei Monaten durchbrochen wurde, verändert vieles im Wallis: Für die Berner, die bisher nach Grindelwald oder Wengen fuhren, ist dann der Gornergrat - zumindest zeitlich gesehen - ebenso weit entfernt wie das Jungfraujoch. Und Brig wird mit einer Stunde Fahrzeit fast zu einem Vorort von Bern.
Den Deutschen geht es schlecht
Roland Imboden, Direktor von Zermatt Tourismus, kann die Fahrzeitverkürzungen, die es in zwei Jahren gibt, schon jetzt auf die Minute genau beziffern. "Die Eröffnung des Basistunnels ist für uns ein Meilenstein, denn wir sind dann nur noch einen Katzensprung von den Schweizer Zentren entfernt." Dies werde zwar nicht den Tagestourismus fördern, sagt er, denn die Anfahrt nach Zermatt sei dafür weiterhin zu lang. Doch Imboden hofft auf erheblich mehr Wochenendgäste und rechnet in den Randzeiten der Wintersaison mit mehr Besuchern. So sieht es auch Wolfgang Pinkwart, der Generaldirektor der Seiler-Gruppe. Gerade er hätte nichts einzuwenden gegen reiche Zürcher, denn in letzter Zeit spürte die Schweizer Luxushotellerie deutlich, daß es den Deutschen weniger gutgeht.
Mit Hilfe des Tunnels will Imboden noch eine andere, zahlungskräftige Klientel anlocken - Kongreßtouristen. Weil Zermatt so weit weg ist von den Flughäfen Zürich oder Genf, tagen Manager und Ärzte lieber in Davos oder Interlaken. Das soll sich bald ändern; im Juni übte der Ort bereits das neue Kongreßgeschäft mit einer Veranstaltung des World Economic Forum. Imboden denkt nicht an große Tagungen, sondern an Seminare mit vielleicht vierhundert Teilnehmern. Er schließt nicht aus, daß man bei einem späteren Umbau des Bahnhofareals dort auch ein kleines Tagungszentrum integriert.
Kein Klumpenrisiko
Die schnellere Schweizer Bahn erleichtert es Zermatt, eine Strategie zu verfolgen, die man bereits seit ein paar Jahren praktiziert: Das Werben um Einheimische. Weil ausländische Kunden nicht mehr so zuverlässig sind, Terror, Krisen oder Epidemien den internationalen Tourismus zeitweise lähmen, interessiert man sich in Zermatt nun mehr für die Heimat. Im Vorjahr gab es eine sommerliche Schnäppchenaktion mit einer Bank, um das teure Image des Ortes zu korrigieren. Der Anteil Schweizer Gäste stieg damit von 36 auf 46 Prozent. Imboden hält langfristig eine Quote von vierzig Prozent für ideal. Auf Deutsche entfallen noch 22 Prozent der Gäste (früher waren es 28 Prozent), Engländer bringen es auf einen Anteil von acht, Amerikaner und Japaner auf jeweils sechs Prozent. "Wir haben kein "Klumpenrisiko" mehr, wenn es irgendwo auf der Welt zu Krisen kommt", sagt Imboden.
Als Wintersportort ist Zermatt in einer Hinsicht außergewöhnlich: Er ist auch eine Sommerfrische. Die meisten Hotels bleiben offen, und die Bahnen fahren. Die Sommereinnahmen sind zwar geringer, weil man nicht die hohen Winterpreise kassieren und die Betten nicht so gut belegen kann. Mit etwa fünfzig Prozent ist die Auslastung aber recht beachtlich für einen Ski-Ort. Der Nachteil ist indessen, daß die meisten Gäste nur kurz bleiben, im Durchschnitt bloß zwei Tage, während es im Winter fünf sind. Das will man nun ändern. Dabei besinnt sich der Ort auf eine Tradition, die er vor vier Jahrzehnten abreißen ließ - auf Musik-Festivals. In den sechziger Jahren gab zum Beispiel der seinerzeit berühmteste Cellist, Pablo Casals, häufiger Meisterkurse in Zermatt. Heute jedoch ist eher Gstaad das Ziel für jene, die im Sommer in den Schweizer Alpen nach dem Wandern Musik hören wollen.
Angst vor kalten Betten
Eine bessere Erreichbarkeit birgt auch Risiken, gerade für einen bereits so stark gewachsenen Ort: Der Verkehrsdruck nimmt weiter zu, was sich zum Beispiel daran zeigte, daß die Bürger jüngst in einer Volksabstimmung für einen Ausbau der Straße bis zum Ortseingang stimmten. Das Autoverbot in Zermatt ist damit jedoch noch nicht in akuter Gefahr. Mit der Beschleunigung der Anfahrt wächst aber die Nachfrage nach Ferienwohnungen.
Die Hoteliers in Zermatt, aber auch Roland Imboden, sehen den Boom bei Zweitwohnungen mit Grausen. Die Angst vor den "kalten Betten", wie man die nur zeitweise genutzten Appartements nennt, hat nicht nur ästhetische Gründe. Geschlossene Fensterläden zieren einen Ort nicht gerade, machen ihn, wie man im Tessin und Engadin sehen kann, gelegentlich zur Geisterstadt. In Zermatt fürchtet man jedoch mehr die finanziellen Folgen: Wohnungsbesitzer lassen weniger Geld im Dorf als Hotelgäste, verteuern aber das Wohnen für die Einheimischen.
Argwohn und Neid
Schon jetzt kostet eine komfortable Ferienwohnung in Zermatt rund eine Million Franken. Für den Quadratmeter Bauland werden etwa 1500 Franken verlangt, umgerechnet 1000 Euro. Das entspricht dem Preisniveau von Zürich. Dabei wurde die Nachfrage bereits künstlich verknappt: Im Gegensatz zu anderen Schweizer Ferienorten gibt Zermatt seine Ausländerkontingente zurück, erlaubt also nur Schweizer Käufer. Deren Interesse an Wohnungen mit Matterhornblick ist aber bereits so groß, daß Zermatt eine Vorschrift erließ, wonach ein Drittel jedes neuen Hauses nun ganzjährig bewohnt sein muß.
Jene Besucher, die seit Jahren das Wuchern des Bergdorfes argwöhnisch verfolgen, fragen sich schon seit langem, warum die Gemeinde nicht Wiesen aus der Bauzone nimmt? Die Antwort ist simpel: Bei den hohen Grundstückspreisen könnte die Gemeinde die Vermögensminderung durch eine Rückstufung kaum ersetzen. Vermutlich hätte ein solches Ansinnen auch politisch kaum Chancen. Denn die Zermatter haben einen schlechten Ruf: Sie gelten bei den Schweizern als geldgierige Bergler. Damit unterscheiden sie sich nur wenig von den übrigen Wallisern. Auch über die kursieren etliche Schweizer Klischees. Eines davon besagt: "Der älteste Walliser ist der Neid."
Wer stoppt die Baukräne?
"Die Problematik mit den kalten Betten ist bei uns noch nicht so schlimm wie in anderen Regionen", sagt Imboden, "doch die Zukunft macht uns angst." Die Lage könnte sich zum Beispiel schlagartig ändern, wenn der jetzige Heimatschutz fällt, Ausländer also nicht mehr am Erwerb von Ferienwohnungen gehindert werden können. Imboden fürchtet, daß die Europäische Union im Rahmen der Verträge über die Personenfreizügigkeit derartige Lockerungen erzwingen könnte. Dann bliebe Zermatt wohl nur eines: Den Boom durch strengere Vorschriften beschneiden, wie es etwa jüngst im Oberengadin geschah. Hier wurde ein Volksbegehren angenommen, das den Bau neuer Zweitwohnungen für alle begrenzt, für Schweizer und Ausländer. Erst eine solche Vorschrift wird vermutlich die Kräne in Zermatt stoppen.
Text: F.A.Z., 29.09.2005, Nr. 227 / Seite R11
Welche Krise? Aufbruchstimmung in Zermatt
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Jay
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Welche Krise? Aufbruchstimmung in Zermatt
Ein schöner Artikel über den Ort Zermatt aus der Frankfurter Allgemeinen:
- trincerone
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Es sind genau diese Feinheiten, wo mir die EU immer graut! Freizügigkeit schön und gut, aber wenns nun mal besonders beliebte Gegenden gibt, wo nicht genug Platz für alle ist: dann beschränkt mans halt auf die Einheimischen. Wo ist denn das Problem? Finde die bestehenden Regelungen, dass Ausländer keine Ferienwohnungen erwerben dürfen, völlig in Ordnung. Und ich gebe Imboden und dem Artikel völlig recht in bezug auf die "Geisterstadt"problematik. Wer mal nicht direkt in der Hauptsaison in einem süd-franz. Badeort war, kennt das. Grauenhaft!Den Boom durch strengere Vorschriften beschneiden, wie es etwa jüngst im Oberengadin geschah. Hier wurde ein Volksbegehren angenommen, das den Bau neuer Zweitwohnungen für alle begrenzt, für Schweizer und Ausländer. Erst eine solche Vorschrift wird vermutlich die Kräne in Zermatt stoppen.
- Downhill
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Wobei ich nicht verstehe, was der Unterschied ist ob ein Züricher oder ein Münchner sich eine Zweitwohnung hinstellt (ersteres ist ja derzeit noch erlaubt, wie ich das sehe).
Wenn dann gleiches Recht für alle Fremden, bzw. genereller Baustopp für Zweitwohnungen, so wie im Engadin eben.
Wenn dann gleiches Recht für alle Fremden, bzw. genereller Baustopp für Zweitwohnungen, so wie im Engadin eben.
Dove vai senza sci?
Wege entstehen, indem man sie geht.
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No, das seh ich aber ganz anderst! Das Problem bezüglich der kalten Betten ist natürlich dasselbe. Aber im Prinzip hat für mich ein Schweizer auch ein größeres Anrecht, sich in der Schweiz irgendwo eine Ferienwohnunh zu bauen / kaufen, als ein Deutscher, Engländer oder Ami.Wenn dann gleiches Recht für alle Fremden, bzw. genereller Baustopp für Zweitwohnungen, so wie im Engadin eben.
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Ich sehe das Ganze zweischneidig:
Einerseits rücken wir alle im Rahmen der Globalisierung bzw Europäischen Union (auch wenn die Schweiz hier nur zunehmend mit der EU zusammenarbeitet) näher zusammen, somit wären alle gleich zu behandeln und nationale Bevorzugungen eigentlich ungerecht, andererseits gibt es bestimmte Regionen/Orte mit einem ungewöhnlich hohen Anreiz bzw Zulauf an Zweitwohnsitzen, die diesen hohen absoluten Wert an Interessenten nicht verkraften können und dadurch auch Ihren eigentlichen Reiz verlieren würden. Hier nicht angesprochen sind die im erwähnten Artikel angerissenen Fakten (z.B. Grundstückspreise) für die einheimische Bevölkerung.
Hier hilft nur eine regionale Beschränkung (oder auch Priorisierung?) für die Zukunft (s. Volksbegehren) da die "Ampeln" bezüglich Europa eher auf grün gestellt sind - mit allen VOR- aber auch NACHteilen!
Einerseits rücken wir alle im Rahmen der Globalisierung bzw Europäischen Union (auch wenn die Schweiz hier nur zunehmend mit der EU zusammenarbeitet) näher zusammen, somit wären alle gleich zu behandeln und nationale Bevorzugungen eigentlich ungerecht, andererseits gibt es bestimmte Regionen/Orte mit einem ungewöhnlich hohen Anreiz bzw Zulauf an Zweitwohnsitzen, die diesen hohen absoluten Wert an Interessenten nicht verkraften können und dadurch auch Ihren eigentlichen Reiz verlieren würden. Hier nicht angesprochen sind die im erwähnten Artikel angerissenen Fakten (z.B. Grundstückspreise) für die einheimische Bevölkerung.
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Warum? Warum können wir nicht ein gemeinsames Europa schaffen, dass nationale Unterschiede anerkennt? Warum muss der deutsche Joghurtbecher der gleichen Norm entsprechen wie der griechische? Und warum sollte eine absolute völlig uneingeschränkte Freizügigkeit herrschen(was ja im Moment auch gar nicht der Fall ist im übrigen)? Ist es nicht viel sinnvoller, alle diese Dinge in dem Rahmen zu ermöglichen, der möglichst allen Interessen gerecht wird?somit wären alle gleich zu behandeln und nationale Bevorzugungen eigentlich ungerecht
- Polz
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@trincerone: Ich gebe Dir völlig recht, schön wäre es wenn man ein solches Europa hinkriegen würde. Allerdings stehen wir da leider erst sehr weit am Anfang.
Aktuell ist es leider so dass, die Bürokraten aus Brüssel sich mit den wirklich wichtigen Themen wie Joghurtbecher und Bananengrössen oder Ausschnitten von Dirndlblusen (ist wohl jetzt vom Tisch!) beschäftigen, oder aber jeder nur europäische Vereinheitlichungen vorantreibt, die seinem nationalen Wohl dienen, nachteilige Regelungen aber bewusst unterläuft oder blockiert.
Deshalb auch mein Punkt mit einer Priorisierung von Ansprüchen/Freiheiten. Ich glaube nur so wird man zukünftig einerseits Europa als Ganzes aber auch nationalen und regionalen Befindlichkeiten der Betroffenen gerecht werden und vorallem die breite Mehrheit auch überzeugen können - was ja aktuell auch nicht gerade der Fall ist.
Aktuell ist es leider so dass, die Bürokraten aus Brüssel sich mit den wirklich wichtigen Themen wie Joghurtbecher und Bananengrössen oder Ausschnitten von Dirndlblusen (ist wohl jetzt vom Tisch!) beschäftigen, oder aber jeder nur europäische Vereinheitlichungen vorantreibt, die seinem nationalen Wohl dienen, nachteilige Regelungen aber bewusst unterläuft oder blockiert.
Deshalb auch mein Punkt mit einer Priorisierung von Ansprüchen/Freiheiten. Ich glaube nur so wird man zukünftig einerseits Europa als Ganzes aber auch nationalen und regionalen Befindlichkeiten der Betroffenen gerecht werden und vorallem die breite Mehrheit auch überzeugen können - was ja aktuell auch nicht gerade der Fall ist.
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