Kunstschnee-Riese plant Werk in Tirol

Medienberichte rund um den Wintersport: Aktuelle TV-Tipps, Presseartikel, Unfallmeldungen und Diskussionen zu Nachrichten aus der Alpinwelt.
Antworten
Benutzeravatar
Jens
Wildspitze (3774m)
Beiträge: 3960
Registriert: 26.08.2002 - 11:31
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: nähe Würzburg
Hat sich bedankt: 784 Mal
Danksagung erhalten: 180 Mal

Kunstschnee-Riese plant Werk in Tirol

Beitrag von Jens »

Kunstschnee-Riese plant Werk in Tirol

Der Schneekanonen-Hersteller TechnoAlpin plant ein Werk in Innsbruck.
Weltweit werden nirgendwo mehr Pistenkilometer beschneit als in Tirol.
Einen Pistenkilometer mit einer Beschneiungsanlage auszurüsten, kostet rund 700.000 Euro.
Bild: TechnoAlpin

"Wir werden in Tirol stark ausbauen", erzählt Arno Hafner von TechnoAlpin Österreich. Teile der Maschinen des Bozner Beschneiungsriesen sollen künftig in einem neuen Werk in Tirol gefertigt werden, der gesamte Vertrieb des 150-Mitarbeiter-Unternehmens werde über Innsbruck laufen.

Derzeit beschäftigt TechnoAlpin am Tiroler Standort acht Mitarbeiter. "Das werden sicher viel mehr werden", stellt Hafner in Aussicht.

"Beim technischen Schnee ist Tirol ganz klar Vorreiter", erzählt er vom Beschneiungsdrang der heimischen Pistenbetreiber. "Die Gäste schauen heute neben Liften und Gastronomie absolut auf die Schneesicherheit", erklärt Hafner, warum hierzulande kaum noch ein Skigebiet ohne entsprechende Anlage auskommt.

Je Pistenkilometer lassen die Skigebiete dafür rund 700.000 Euro springen, kaufen Kanonen, Pumpen, richten Speicherseen ein. "Wir haben heuer doppelstellige Zuwachsraten und ein Auftragsvolumen von 50 Millionen Euro weltweit", berichtet Hafner von Projekten in Europa, Russland, Nord- und Süd-amerika.

Daneben versuche man derzeit in China Fuß zu fassen, Ozeanien konnten die Südtiroler bereits von den Vorteilen der künstlichen Schneeerzeugung überzeugen.

"In Neuseeland etwa laufen mehrere Großprojekte. Wir sind weltweit Marktführer", sagt Hafner. Die Schneekanone der Zukunft müsse dabei vor allem eines können: Das glitzernde Weiß auch bei relativ warmen Temperaturen ausspucken.

Zwei Grad unter Null und eine Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent sind notwendig, um den technischen Schnee herzustellen. Pro Kubikmeter kostet dieser dann rund drei Euro.
www.tirol.com

Antworten

Zurück zu „Medienberichte“