Prominente Experten geben Ihre Empfehlungen für Skiorte ab.
Wie man sieht, sind die Geschmäcker zum Glück verschiedenMit besten Empfehlungen von unseren prominenten Experten:
Welcher Skiort paßt zu mir?
Der passende Skiort für jeden Typ – von Abfahrer bis Romantiker. REISE BILD und prominente Ski-Experten geben Tips, wo's am schönsten ist.
Von Willi Bogner, Ex-Skirennläufer und Mode-Designer, mit Ehefrau Sonja
Für Abfahrer: St. Moritz, Zermatt und Aspen
Seit über 50 Jahren fahre ich Ski, und immer zieht es mich in dieselben Orte: nach St. Moritz und Zermatt, ganz in unserer Nähe, aber auch in die USA und nach Kanada.
In Moritz habe ich zwei Lieblinge: Piz Lagalb und Piz Corvatch. Die Lagalb (kaum Wartezeiten an der Bahn) bietet bei 1000 Höhenmetern eine der letzten Buckelpisten Europas und eine gut präparierte Hauptabfahrt. Der Corvatch verbindet Gletscher-Touren und tolle Abfahrten in schöner Landschaft. Pflicht ist ein Stopp in der Alpetta-Hütte auf einen Café Alpette (Kaffee mit Schnaps). Das autolose Zermatt ist in Verbindung mit Cervinia für den Frühling absolut zu empfehlen. Es gibt endlose Pisten (5 bis 6 Kilometer lang!) und Hotels in alles Preisklassen.
In der alten Western-Stadt Aspen/Colorado herrscht immer noch eine Art Goldgräberstimmung. Die Pisten sind nicht so schwer, dafür trifft man lustige Leute. Das zwei Autostunden entfernte Vail hat einen unendlichen Skizirkus mit gepflegten Pisten, höflichem Liftpersonal und kaum Wartezeiten. Extrem: der „Giant Step“, eine steile Piste direkt über dem Dorf.
Der absolute Knaller ist für mich Heli-Skiing in CMH (Canadian Mountain Holidays) in British Columbia. Diese meist als Wochen-Urlaub organisierten Touren sind top. Jeweils zwei Skilehrer betreuen zehn Skifahrer. Durch die Flüge ist man lange auf der Piste – Genußskifahren im Pulverschnee! Heli-Skiing, das heute nicht mehr das Image des ganz Exklusiven hat, ist wegen der breiten Ski auch was für weniger geübte Leute.
Mehr Infos: www.canadianmountainholidays. com
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Von Oliver Geissen, TV-Moderator
Für Familien: Patergassen in Österreich
Wenn ich mit meiner Familie mal so richtig ausspannen möchte, fahre ich am liebsten für ein paar Tage ins „Almdorf Seinerzeit“ im österreichischen Patergassen. Das Almdorf, das sind urige Hütten mit dem Komfort eines Spitzenhotels. Man hat die Wahl zwischen der klassischen Almhütte (wunderbar nostalgisch mit offenem Kamin und ganz viel Holz) oder dem Jagdhaus, das ein wenig komfortabler eingerichtet ist und eine klasse Aussicht ins Tal bietet.
Weiteres Highlight: die „Holzknechthütte“. Dort werden alle Gerichte auf offenem Feuer zubereitet. Unser Favorit ist die Lammkrone mit Glutkartoffeln und anschließend die leckeren Palatschinken.
Mein ultimativer Relax-Tip für die ganze Familie: das Heubad. Erst ein Kräuterbad mit Nackenmassage, und dann geht’s zu entspannten Träumen ab ins Heubett!
Und damit die Kinder sich nicht langweilen: Holzhacken, Rodeln, Skifahren, Forellenangeln und und und – es ist immer was los!
Komfort-Chalet für 2 Personen ab 200 Euro/Tag. Mehr Infos: „Almdorf Seinerzeit“, Fellacheralm, 9564 Patergassen, Tel. 0043/4275/7201, www.almdorf.com
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Von DJ Ötzi, Sänger
Für Singles: St. Johann und Ischgl in Österreich
Mein Geheimtip ist das 55 Kilometer von Salzburg entfernte „Alpendorf“ bei St. Johann im Pongau (anschauen unter: www.alpendorf.biz ). Hier findet man kostengünstige Pensionen, aber auch 5-Sterne-Hotels.
Klasse: Im urgemütlichen Dorf kennt wirklich jeder jeden. Zum Après-Ski müssen Sie auf die Oberforsthofalm, das ist der Party-Hot-Spot! Aktuelle Veranstaltungs-Termine finden Sie zum Beispiel unter www.oberforsthofalm.at . Absolut angesagt auch in diesem Winter: Natürlich Ischgl! Nicht nur wegen der wilden Nächte, sondern weil die weitläufigen Pisten für Anfänger und Profis gleichermaßen geeignet sind.
Wunderschön verrückt: die „Trofaner Alm“, www.trofana.at .
Meine Klassiker für den Après-Ski:
1. „Lürzer Alm“, Obertauern, Salzburger Land: Schon mal den Termin für die Saison-Eröffnung vormerken! Ab dem 2.12.2005 geht der Lürzer Alm Zirkus wieder los, z. B. in der „Schirmbar“ oder im „United People of Obertauern“, der In-Bar im Hotel „Frau Holle“!
2. „Mooser Wirt“, St. Anton, Vorarlberg: „Schiiiiiiifoan, Schifoan …“ – täglich ab 15.30 Uhr bebt die Hütte! Dann kommen vor allem Après-Ski-Klassiker auf den Plattenteller!
3. „Kuhstall“, Ischgl, Tirol: die heißeste Adresse in Tirol. Unbedingt vorab auf der lustigen Homepage unter www.kuhstall.at vorbeischauen.
4. „Schirmbar“, „Fire & Ice“ und „Almrausch“, Sölden, Ötztal/Tirol: Das Bermuda-Dreieck liegt mitten im Ort, direkt vor dem Hotel „Liebe Sonne“. Hier dauert das Winterfest von 15 bis 3 Uhr nachts und ist garantiert die längste Party Söldens!
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Von Erol Sander, Schauspieler
Für Romantiker: Courchevel
Eigentlich reicht es mir schon, mit meiner Frau Caroline zusammen zu sein. Das ist Romantik pur! Klappt natürlich am besten, wenn wir beide frei haben. Zum Beispiel bei einem entspannten Winterurlaub in Courchevel.
Courchevel ist ein zauberhafter Skiort in den französischen Alpen. Wer sich dort mal ein richtig romantisches Wochenende gönnen möchte, der mietet sich im „Hotel Byblos“ (www.byblos.com ) ein. Leider hat diese Luxus-Herberge ihren Preis: eine Übernachtung inkl. Halbpension kostet um 390 Euro p. P.
Es gibt aber auch sehr hübsche Studios und Chalets, die Sie schon ab 66 Euro p. P./Tag buchen können. Mehr Infos: www.courchevel.com .
Mein Tip für ein Dinner zu zweit: das „Le Panoramic“ von Eric und Sandrine Durandard. Vom Restaurant aus hat man – wie der Name schon sagt – einen herrlichen Blick auf die tiefverschneite Alpenlandschaft. Und die französische Küche ist auch einfach köstlich! Tisch-Reservierung unter Tel. 0033/479 08 00 88.
Zum Schluß noch ein Tip, der gar nichts kostet. Caroline und ich lieben es, gemeinsam mit dem Sessellift herumzufahren. Einfach aneinandergekuschelt dasitzen und die klare Luft und die tolle Aussicht genießen.
Das geht natürlich auch in Altabadia in den Dolomiten (Italien) oder in Kitzbühel in Österreich – noch zwei Orte zum Verlieben. Aber da Caroline Französin ist, fahren wir doch meist in ihre Heimat ...
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Von Evi Sachenbacher, Olympiasiegerin
Für Langläufer: Reit im Winkl, Trysil und Muonio
Von den vielen Loipen, die ich kenne, empfehle ich zuerst die bei mir daheim in Reit im Winkl, wo ich teilweise auch trainiere. Von den 80 Kilometer gespurten Strecken hat man einen gigantischen Blick auf das Bergpanorama. Neu ist die 2 Kilometer lange Wellness-Loipe im Langlaufstadion. Hier muß man einzelne Stationen durchlaufen, bei denen man Technik-Übungen macht oder die innere Ruhe finden soll.
Eine schöne Strecke ist auch die mittelschwere „Chiemgau-Loipe“ über ca. 30 Kilometer, von Reit im Winkl über Seegatterl Richtung Ruhpolding bis zum Weitsee. Wer eine kleine Pause braucht, besucht die „Sachenbacher-Alm“ (gehört Evis Vater Sepp, 48J.).
„Natur pur“ gibt’s auch im nur 200 Kilometer nördlich von Oslo gelegenen Trysil. Ich kann nur empfehlen, eine Hütte zu mieten. Die meisten haben offenen Kamin, Sauna, beheizten Steinboden und eine Galerie zum Schlafen. Die Loipen sind perfekt präpariert – der Schnee ist phantastisch. Und wer Glück hat, begegnet unterwegs sogar einem Elch.
Noch ein Tip für Naturliebhaber: Muonio (Finnland) liegt nördlich des Polarkreises in Lappland. Wir sind dort mit der Mannschaft jedes Jahr zur Saison-Vorbereitung. In Muonio gibt es über 200 Kilometer Loipen (60 davon beleuchtet) in verschiedenen Schwierigkeitsgraden.
Wer sich einmal ein besonderes Restaurant-Erlebnis gönnen möchte, sollte im Restaurant „Polar Kota“ in Muonio essen. Die Karte bietet für jeden etwas – von traditionellen Gerichten Lapplands (z. B. Rentiergeschnetzeltes) bis zu Salat und Steak.
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Von Rosi Mittermaier, Olympiasiegerin und Bestseller-Autorin
Für Nordic Walker: Garmisch und Tirol
Der Boom des Nordic Walkings ist auch im Winter nicht aufzuhalten. Da gibt es viel zu reizvolle Touren … Den Eibsee bei Garmisch in 90 Minuten umrunden zum Beispiel – ein Gefühl wie in Kanada. Speziell für Leute, die die Einsamkeit lieben.
Start ist am Eibsee-Parkplatz. Und nach acht Kilometern einkehren in der urigen „Eibsee-Alm“ (Fitness-Salat) oder im vornehmen „Eibsee-Hotel“ (asiatische Küche). Für die Höhen-Tour braucht man etwa zwei Stunden. Mit der Hausbergbahn rauf und dann dem ausgeschilderten Weg Richtung Kreuzeck folgen. Nach einem Einkehrschwung in der Kreuzalm weiter zur Hochalm. Ins Tal
zurück kommen Sie mit der Osterfelderbahn. Mehr Infos: www.garmisch-partenkirchen.de
In der Tiroler Bergwelt des Wilden Kaiser mit dem atemberaubenden Panorama rund um Going, Ellmau, Scheffau, Westendorf und Brixen im Thale sind 250 Kilometer tauglich für Winter-Nordic-Walking. Wer Glück hat, trifft hier auch mal den „Kaiser“ Franz Beckenbauer. Mehr Infos: www.wilderkaiser-brixental.at
„Winterzauber“ – für die Seiser Alm in Südtirol gibt es keinen besseren Slogan. Im Schlerngebiet (60 Kilometer für Winter-Nordic-Walking geeignet) scheint im Winter die Sonne öfter als anderswo. Wer Mut hat, kann bis auf 2000 Meter hinaufgehen. Mehr Infos: www.schlern-gebiet.com
Quelle: http://www.bild.t-online.de/BTO/index.html