Bescheidener Gewinn begeistert
Gute Stimmung an der 40. Generalversammlung der Skilift Oberegg-St. Anton AG
Oberegg. Am vergangenen Freitag fand im Restaurant «Zum Wilden Mann» in Oberegg die Jubiläums-GV der Skilift Oberegg-St. Anton AG statt. Die Anlagen sind saniert, die Zukunft scheint gesichert. Ebenalp- und Kronbergbahn bieten einen Sondervorteil an für Inhaber von Saisonabonnementen.
Rolf Rechsteiner
Wer für diesen Winter eine Saisonkarte für den Oberegger Skilift löst, kann bei den Innerrhoder Bergbahnen mit Winterbetrieb günstiger Ski fahren. Die Halbtageskarte berechtigt für den ganzen Tag zur Benützung aller Anlagen. Diese Aktion ist von den Bergbahnen angeboten worden wegen einer Serie schneearmer Winter, welche die Abwanderung der Skisportler in höher gelegene Gebiete oder ins Vorarlberg be-flügelte.
Eine Win-Win-Situation wird erhofft: Wenn auf 1100 Metern zu wenig Schnee liegt, können die Verhältnisse am Kronberg und auf der Ebenalp durchaus attraktiv sein. Doch dies will zuerst einmal erkannt sein.
Gewinn erwirtschaftet
Diese Aktion war nicht das einzige «Zückerchen», das die Jubiläums-GV versüsste. Den Aktionären bietet sich die Möglichkeit, Saisonabonnemente zu reduziertem Tarif oder wahlweise Freibillette zu beziehen. Finanzchef Walter Bischofberger wies darauf hin, dass vermehrt Senioren ihre Aktien im Sinne einer Spende an die AG zurückgeben, weshalb kleinere Posten jederzeit zu haben wären. Erfreut konnte der Versammlungsführer auf einen ordentlichen Winter (den dritten in Folge) zurückblicken. Der Saisonstart im Dezember dauerte zwar nur drei Tage, aber von 26. Januar bis zum 15. März lag durchgehend genug Schnee. Mit 88 777 Beförderungen konnte eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr erzielt werden. Es resultierte ein bescheidener Gewinn von rund 5200 Franken, der auf das Gewinn-/Verlustkonto vorgetragen wurde. Den Verantwortlichen wurde Entlastung erteilt.
Die Begeisterung über das Ergebnis ist verständlich: Zwischen 1988 und 2002 gab es sieben «schwierige» Winter, ihrer zwei erlaubten keinen einzigen Betriebstag. Diese Negativserie zwang zu einer Rettungsaktion (2001/02), die unter anderem einen Kapitalschnitt und eine Aufstockung des Aktienkapitals erforderlich machte. Seither konnten sämtliche anstehenden Revisionen vorgenommen werden, wie VR-Präsident Erwin Sonderegger ausführte. Die Anlage sei fit gemacht für die kommenden Jahre. Grosses Lob zollte er der Zivilschutzorganisation ZSO und den Auftrag gebenden Bezirksbehörden, die einen dringend nötigen Holzschlag und eine Sanierung des Trassees in Fronarbeit ermöglicht hatten.
Der Präsident nutzte die Gelegenheit, auf vierzig Jahre Firmengeschichte zurückzublicken. Dabei verteilte er viel Lob und beglückwünschte allen voran Toni Schmid (Bürki), welcher seit vollen vier Jahrzehnten zuerst als Mitarbeiter, die meiste Zeit aber als Betriebsleiter dabei war. Die fünf aktuell Beschäftigten vereinigen 105 Dienstjahre auf sich, wofür ihnen viel Applaus zuteil wurde. Fünf Verwaltungsräte (im Ehrenamt) bringen es gemeinsam auf 87 Jahre Tätigkeit für den Lift.
Ein wenig Geschichte
Die Initiative zur Gründung des Unternehmens ging aus von «Ochsen»-Wirt Paul Bischofberger, Bäckermeister Anton Schmid, Baumeister Paul Sonderegger und Richard Pfister, Wirt im Alpenhof auf St. Anton. Sie scharten ein Männergremium um sich, dem Geschäftsleute aus dem Dorf angehörten und schlossen sich zu einer einfachen Gesellschaft zusammen mit dem Ziel, eine Aktiengesellschaft zu gründen. Mit den in Frage kommenden Grundeigentümern sicherten sie im März 1965 mittels Grunddienstbarkeitsvertrag das Bau- und Durchleitungsrecht. Im ersten Trimester konnten 161 Aktionäre zum Zeichnen von Namenaktien gewonnen werden.
Die Gründungsversammlung der Skilift Oberegg-St. Anton AG fand am 23. August 1965 im «Rössli» auf St. Anton statt im Beisein von 94 Aktionären. Erwin Bischofberger beliebte als erster Präsident.
Bescheidener Gewinn begeistert in Oberegg St. Anton
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Aus Tagblatt.ch