Kärnten: "SCHNEE-EURO"
Liftkosten: Hoteliers sollen mitzahlen
Um die Liftpreise geringer zu halten, fordern die Kärntner Liftbetreiber nun Land und Hotellerie auf, mitzuzahlen. Die Hotellerie winkt ab, möglich sei dies nur, wenn die Hotels in den Betreibergesellschaften vertreten sind.
Für Familien ein teurer Spaß
Zwischen 60 und 90 Euro wird eine Familie mit zwei Kindern im kommenden Winter für einen Skitag bezahlen. Familienkarten können das Vergnügen im Schnee etwas billiger machen. Trotzdem - viele Familien werden sich das Skifahren einfach nicht mehr leisten können.
Ein Umstand, der den Seilbahnbetreibern wohl bewusst ist. Aber auch ihre Investitionen in die Qualität der Anlagen müssten sich rechnen, sagt Wolfgang Löscher, der Sprecher der Kärntner Seilbahnwirtschaft. Heuer haben die Kärntner Betriebe insgesamt 22 Millionen investiert.
Erhöhung um rund einen Euro
Nicht nur die Anlagen, vor allem die Beschneiung kosten Geld. Bis zu 20 Prozent ihres Jahresumsatzes investieren die Skigebiete in die Schneeerzeugung, das sind insgesamt zehn Millionen Euro im Jahr.
In Kärnten steigen die Liftpreise in der kommenden Saison um im Schnitt um einen Euro pro Erwachsenen-Tageskarte. Dies sei eine moderate Anpassung, meint Löscher: "Grenze ist für uns die Inflationsrate, darüber werden die Preise nicht erhöht."
Liftbetriebe wollen Unterstützung
Um die hohen Kosten zu decken, fordern die Betriebe finanzielle Unterstützung von der öffentlichen Hand oder den Betrieben. Immerhin stelle man mit den Liftanlagen die Basis für den Wintertourismus zur Verfügung, so Löscher.
Hoteliers winken ab
Die Hoteliers wollen von einem so genannten "Schnee-Euro" nichts wissen, sagt Anton Wrann, Sprecher der Kärntner Hoteliers: "Eine Mitfinanzierung ist problematisch. Im Sommer kommen dann die Golfanlagen und die Bäder."
Dass sich die Hoteliers nicht ganz aus der Verantwortung stehlen können, sei ihnen aber bewusst. Wrann: "Die beste Lösung wäre, wenn die Hoteliers, wie am Arlberg, in den Betreibergesellschaften der Liftanlagen vertreten wären."
Verhandlungen mit der Politik
Über eine Subvention wird auch mit der Politik verhandelt. Eine eigenständige Kärntner Lösung wird es aber voraussichtlich nicht geben, demnächst werden Seilbahnwirtschaft und Hoteliersvereinigung auf Bundesebene miteinander verhandeln.
Quelle: http://kaernten.orf.at/stories/68810/
Kärnten: "SCHNEE-EURO"
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Kärnten: "SCHNEE-EURO"
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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Jay
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Ausnahmsweise mal am Saisonende wird das Thema wieder aufgegriffen:
Bergbahnen beharren auf Beschneiungs-Euro
Der 17. Bergbahn- und Tourismusgipfel will Licht in die Zukunft der Seilbahnwirtschaft bringen. Die Kunstschnee-Nutznießer sollen mitzahlen.
Artikeltext: "Vertical Design" ist der Titel des heurigen Tourismus Forums Alpenregionen (TFA), das der Schweizer Roland Zegg 1988 ins Leben gerufen hat. Rund 100 Seilbahner suchen drei Tage lang in der Tourismushochburg neue Ideen und Ansätze für den langfristigen Weiterbestand der Seilbahnen und des Wintertourismus.
Einschlägiger Tenor: Schnee ist zum Überleben der Regionen lebensnotwendig, Beschneiung unerlässlich. Im Unterengadin finanzieren die Bergbahnen Motta Naluns die Beschneiung gemeinsam mit der Gemeinde über das Bodenerlös-Konto. Die Bergbahnen zahlen darauf jährlich Entschädigungen für Baurechte und Bodennutzung ein, die 27 Prozent der Auktionärs-Dividende betragen. "Die Gemeinden zahlen einen Beitrag von 360.000 Franken für die Mitfinanzierung der Beschneiung der Talabfahrten", führt Jon Domenic Paolini, Gemeindepräsident von Scuol und Verwaltungsrat der Bergbahnen Motta Naluns Scuol-Ftan-Sent AG, aus.
Eine andere Version präsentiert Silvia Casutt vom Verwaltungsrat der Bergbahnen Weiße Arena AG: "Fakt ist, dass Gemeinden bessere Zinsen für Kredite bekommen als Bergbahnen. 2003 wurde die Finanz Infra AG mit den Gemeinden Flims, Laax, Falera und den Bergbahnen gegründet." Diese Gesellschaft hat die Beschneiungs-Infrastruktur für 25 Jahre übernommen und sich zu Investitionen verpflichtet, die Gemeinden haben eine Bürgschaft von 17 Millionen Franken übernommen. "Die Zinsen bleiben in der Region und nicht bei den Banken", sagt Casutt.
Den "Beschneiungs-Euro" bringt Helmut Lamprecht von der Seilbahn-Fachgruppe der Tiroler Wirtschaftskammer ins Spiel: "Die Grundsicherung der Beschneiung frisst ein Achtel der Bergbahnen-Umsätze. Wir wollen, dass diese Kosten auf alle Nutznießer wie etwa Hotellerie und Tourismus verteilt werden." Es soll kein generelles Modell über Tirol gestülpt werden, sondern maßgeschneidert für die Regionen sein.<
Quelle: TT
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Re: Kärnten: "SCHNEE-EURO"
Diesmal wieder zu Saisonbeginn
Hotels sollen für Kunstschnee mitzahlen
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