Tägliche Kontrollen 06.12.2005
"Steirische Pisten sind lawinensicher"
In der Steiermark schließen Experten einen Lawinenabgang auf gesicherten Pisten aus, auch wenn ein Restrisiko bleibt. Für die Sicherheit auf den Skipisten sorgen Liftbetreiber und die Lawinenkommissionen mit täglichen Kontrollen.
Erstes Schneeprofil am frühen Morgen
Beispiel Präbichl, sieben Uhr früh: Lange bevor die ersten Skifahrer ihre Skier anschnallen, sind die Lawinenkommission und Liftbetreiber bereits im Einsatz. Man kennt die Hänge, die gefährlich werden könnten. Behutsam wird mit der Schaufel senkrecht der Schnee bis zum Boden abgegraben um ein Schneeprofil zu erhalten.
"Beim Schneeprofil sieht man den Aufbau der Schneedecke, wie hoch der Neuschneezuwachs ist, ob zwischen eine Harschschichte ist und die Festigkeit des Schnees", sagt Ernst Puchner von der Lawinenkommission Vordernberg.
Schneebretter werden abgesprengt
Wenn die Gefahr eines Lawinenabganges besteht, wird das Schneebrett rechtzeitig abgesprengt, erklärt Christian Schwab von den Präbichl Bergbahnen:
Sprengseilbahnen
"Prinzipiell ist es so, dass jeder Seilbahnbetreiber ganz genau die lawinengefährdeten Hänge kennt. Wir haben, um diese Hänge in den Griff zu bekommen, Sprengseilbahnen. Das heißt, wir führen den Sprengsatz mittels Seilbahnen zu den Sprengpunkten hin. Dort detoniert der Sprengstoff, und die Druckwelle, die nach unten geht, löst die Lawine künstlich aus."
Lawinenabgang auf Piste ausgeschlossen
Ein Lawinenabgang auf einer präparierten Piste sei so gut wie ausgeschlossen, sagen die Experten. Im Prinzip könnte nur vom ungesicherten Gelände aus ein Schneebrett auf die Piste gelangen. Doch das halten Experten in der Steiermark für nahezu unmöglich.
Unterschied Steiermark-Tirol
"Wenn man Tirol mit der Steiermark vergleicht, so ist aufgrund der Topographie, also der Hangsteilheit, die Wahrscheinlichkeit in Tirol höher, das dort eine Lawine auf die Piste abgleitet", sagt Arnold Studeregger vom steirischen Lawinenwarndienst.
In der Steiermark seien die Liftbetreiber und Experten der Lawinenkommissionen außerdem sehr gut ausgebildet, betont Studeregger.
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Jay
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Steiermark.orf.at berichtet:
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Sowas find ich total geschmacklos und fast wider den guten Sitten, wenn man im Umfeld eines Unglücks dann Werbung machen will ...
Ausserdem macht das überhaupt keinen guten Eindruck wenn sich sogar die Behörden dafür hergeben.
Ausserdem stimmts sowieso nicht ganzt. Es gibt auch Beispiele von Lawinenabgängen/Lawinenunglücken im gesicherten Bereich in der Steiermark. Richtig ist, dass in vielen der steirischen Gebieten, die gänzlich unterhalb der Waldgrenze liegen, die Lawinengefahr selten bis nie mal ein Thema ist.
Ausserdem macht das überhaupt keinen guten Eindruck wenn sich sogar die Behörden dafür hergeben.
Ausserdem stimmts sowieso nicht ganzt. Es gibt auch Beispiele von Lawinenabgängen/Lawinenunglücken im gesicherten Bereich in der Steiermark. Richtig ist, dass in vielen der steirischen Gebieten, die gänzlich unterhalb der Waldgrenze liegen, die Lawinengefahr selten bis nie mal ein Thema ist.
- Bogner
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Was ist denn das für eine Aussage, kann man es nun ausschließen oder bleibt ein Restrisiko...? Was sind denn das für "Experten"?In der Steiermark schließen Experten einen Lawinenabgang auf gesicherten Pisten aus, auch wenn ein Restrisiko bleibt.
Ziemlich stumpfsinnig und geschmacklos der Bericht. Auch der Verweis auf die sehr gute Ausbildung der Lawinenkomission und Liftbetreiber ist schon fast eine Frechheit. Es wird wohl kaum einen Liftbetreiber und Mitglied einer Lawinenkommission geben, die sich nicht bestens in ihrem Gebiet auskennen!
Das erinnert etwas an die Oberösterreich-Werbung im Lawinenwinter 1998/1999. Als in Tirol wirklich an jedem Eck eine Lawine abging warben die OÖ mit lawinensicheren Skigebieten. Fand ich etwas deplatziert...!