Trotz höherer Pistenfrequenz: Verletzungsrisiko gesunken

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snowflat
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Trotz höherer Pistenfrequenz: Verletzungsrisiko gesunken

Beitrag von snowflat »

TROTZ HÖHERER PISTENFREQUENZ

Verletzungsrisiko gesunken
Das Verletzungsrisiko beim Skifahren und Snowboarden ist in den vergangenen sieben Jahren um einen Prozentpunkt auf 0,7 Prozent gesunken, obwohl sich die Frequenzen fast verdoppelt haben.


Wintersportstudie der Paracelsus-Universität
Das ist das Ergebnis einer Wintersportstudie, die vom 17. Jänner bis 27. Februar 2005 von der Salzburger Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) im Pinzgau in den Skiregionen Zell am See, Saalbach-Hinterglemm-Leogang und Kaprun erstellt und am Donnerstag in Salzburg präsentiert wurde.

"Verletzung erst nach 140 Skitagen"
"Das Schlagwort 'Schlachtfeld Piste' stimmt nicht. Von 1.000 Personen verletzen sich nur sieben beim Skifahren, bei fast allen anderen Sportarten sind es über zehn von 1.000", räumte PMU-Rektor Herbert Resch mit den "Vorurteilen" auf.

Weshalb derzeit ein geringeres Verletzungsrisiko besteht als 1998, wo nach einer ÖSV-Studie ein Risiko von 0,8 Prozent vorlag, begründet der Leiter der aktuellen Wintersportstudie, Erwin Aschauer, mit den gut präparierten und ausgebauten Pisten und der Absicherung von Gefahrenstellen. Erst nach etwa 140 Skitagen müsse der Einzelne mit einer Verletzung rechnen.


Anzahl der Verletzten seit 1992 konstant
"Bei schönem Wetter und guten Pistenverhältnissen ist das Sturzrisiko geringer, obwohl mehr Personen auf der Piste sind. Die Leute fahren langsamer und passen mehr auf. Bei schlechtem Wetter erhöht sich das Risiko, egal, wie viele Wintersportler unterwegs sind", erläuterte Aschauer.

Obwohl die Nächtigungs- und Beförderungszahlen in der Testregion in den vergangenen 13 Jahren stark gestiegen seien, "ist die Anzahl der Verletzten bei uns seit 1992 konstant geblieben", betont Unfallchirurg Heinrich Thöni vom KH Zell am See.

Helm senkt Verletzungsrisiko um die Hälfte
Die Studie brachte ein weiteres, interessantes Detailergebnis: Wer sich mit "Protektoren" schützt, also beispielsweise einen Helm aufsetzt oder Handgelenksschützer verwendet, bei dem verringert sich das Verletzungsrisiko um 50 Prozent. Am sichersten sind Carver unterwegs.

Seit Einführung dieser modernen Skier ist die Zahl der Oberkörper und Kopfverletzungen allerdings auf zehn Prozent gestiegen. 42 Prozent aller Verletzungen beim Pistensport betreffen die Beine.


Junge unter 20 haben höchstes Risiko
Am meisten Verletzungen ereignen sich auf den rot markierten Pisten. 18 Prozent der Skifahrer und zehn Prozent der Snowboarder gaben als Unfallursache eine Kollision an.

Entgegen bisherigen Meinungen gibt es keine bestimmte Tageszeit, an der die Unfälle besonders häufig passieren. Besonders gefährdet sind Ski- und Snowboardfahrer, die jünger als 20 Jahre sind.

Ein Drittel aller befragten Verletzten waren mit Leihgeräten unterwegs. "Diese Sportler sind nicht so geübt", erklärt Aschauer.

Gut 2.000 Ski- und Snowboardfahrer erfasst
Im Erfassungszeitraum der 28.000 Euro teuren Studie - 14.000 Euro schoss das Land zu - verzeichneten die Seilbahnen eine Frequenz von 14,4 Millionen Beförderungen.

Dazu wurden erstmals die Daten von insgesamt 2.261 verletzten Ski- und Snowboardfahrern aus 39 Nationen, welche im Krankenhaus Zell am See beziehungsweise von einem Saalbacher Arzt versorgt wurden, gesammelt und in Relation zu den tatsächlichen Pistenbewegungen gebracht.

Mit Einberechnung einer Dunkelziffer wurde daraus das Verletzungsrisiko von 0,7 Prozent ermittelt. Zudem machten in einer Feldbefragung 1.251 unverletzte Pistensportler Angaben über Ausrüstung, Fitness und Verhalten.

Quelle: http://salzburg.orf.at/stories/76640/
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!

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