Fieberbrunn: Über eine Stunde am Liftsessel ausgeharrt

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snowflat
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Fieberbrunn: Über eine Stunde am Liftsessel ausgeharrt

Beitrag von snowflat »

Fieberbrunn: Über eine Stunde am Liftsessel ausgeharrt

Schrecksekunde für 17 Skifahrer am Dienstag in Fieberbrunn: Ein Sessellift gab nach einer Windböe den Geist auf. Die Passagiere wurden abgeseilt.

"Wir haben gesehen, wie es einen Sessel aufgedreht hat, und dann sind wir gestanden", erzählt Anton Wechselberger. Der 24-jährige St.Jakober saß Dienstagmittag mit zwei Fieberbrunnerinnen und einem Deutschen auf einem Sessellift des Hochhörndllifts, als plötzlich nichts mehr ging. Doch nicht nur ihre Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt, sondern auch die weiterer 13 Skifahrer.

"Eine Windböe hat einen Sessel in Schwingung versetzt. Eine Bedienstete hat das gesehen und den Lift sofort abgeschaltet", schildert Anton Niederwieser, Prokurist der Fieberbrunner Bergbahnen. Da ein Sessel klemmte, war an eine Weiterfahrt nicht zu denken.

"Wir haben sofort die Bergemaßnahmen eingeleitet", erklärt Niederwieser. Mit Hilfe des Teams des Hubschraubers C4 und der Bergrettung wurden die Wintersportler aus ihrem luftigen Gefängnis befreit. "Es war zuerst ziemlich kalt, dann hat aber die Sonne geschienen", überstand Wechselberger das Abenteuer unverletzt. Von Panik sei keine Rede gewesen. "Ich bin am Hubschraubertau geborgen worden. Das würde ich sofort wieder machen", war für Wechselberger die ganze Sache eher ein Abenteuer. Auch die anderen Skifahrer reagierten ähnlich. "Es hat überhaupt keine Probleme gegeben. Viele der Passagiere haben die ganze Aktion als spannend bezeichnet", betont Niederwieser.

Es dauerte dann doch eine Stunde, bis alle Skifahrer wieder festen Boden unter den Füßen hatten. "Es ist alles geordnet abgelaufen", ist auch C4-Pilot Andreas Berger voll des Lobes.

Die 17 durchfrorenen Skifahrer wurden in die umliegenden Hütten auf einen Tee und eine Jause eingeladen. "Wer einen Anspruch geltend macht, bekommt die Tageskarte ersetzt", betont Niederwieser.

Die Bahn selber wird heute Mittwoch noch nicht laufen. "Wir gehen auf Nummer sicher und lassen das Seil untersuchen", erklärt der Bergbahnchef die weitere Vorgehensweise.
Quelle: Tiroler Landeszeitung
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!

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