Neues Kapital für den Ausbau des Zuozer Skigebietes
Generalversammlung der SSZ AG genehmigt Kapitalerhöhung
Der Bau einer Vierersesselbahn als neue Zubringeranlage ins Skigebiet, der Ersatz des Skiliftes Pizzet durch eine Dreiersesselbahn und der Bau einer Beschneiungsanlage für die neue Zubringerbahn sind die vordringlichen Investitionen der Sessel- und Skilifte Zuoz AG (SSZ AG).
Nachdem sich die Gemeinde La Punt Chamues-ch im vergangenen Frühjahr gegen eine finanzielle Beteiligung am Ausbau ausgesprochen hatte, mussten die verschiedenen Projekte vorerst um ein Jahr zurückgestellt werden und die Suche nach Kapital ging von Neuem los. Der Förderverein Sessellifte Zuoz entschied in diesem Sommer, den Mitgliederbeitrag anzuheben. Das erlaubte ihm, bei der Bank neues Geld aufzunehmen. Kapital, das in Form von Aktienzeichnungen der SSZ AG zu Gute kommen soll.
AK-Erhöhung gutgeheissen
Die Gesellschaft selber hat nun an der kürzlich durchgeführten Generalversammlung entschieden, ihr Aktienkapital von 0,79 Mio. Franken auf maximal 5,2 Mio. Franken aufzusto-cken. Dies durch die Herausgabe von höchstens 88 200 voll zu liberierenden Namenaktien mit einem Nennwert von 50, und einem Bezugspreis von 100.– Franken pro Aktie. Die Zeichnungsfrist läuft noch bis am 20. Februar. Neben dem Förderverein haben sich in diesem Frühjahr bereits die Gemeinden Zuoz, Madulain und S-chanf verpflichtet, Aktien zu zeichnen. Auch Zernez und der Kanton werden sich finanziell am Ausbau des Skigebietes beteiligen.
Gemäss SSZ AG-Verwaltungsratspräsident Luis A. Wieser sollte damit der Weg frei sein, mit den Bauarbeiten im kommenden Frühjahr starten zu können. Zwar liegt die Konzession noch nicht vor, diese sollte gemäss Wieser in Kürze eintreffen. Noch abgeschlossen werden müssen die Verhandlungen mit den Grundeigentümern. Der Verwaltungsrat zeigt sich optimistisch, dass dies in kurzer Zeit gelingen wird. Bereits im vergangenen Herbst abgeschlossen werden konnten die Arbeiten an der Beschneiungsanlage Pizzet.
Ausgeglichene Rechnung trotz wenig Schnee
Das was die Aktionäre an der Versammlung über das abgelaufene Geschäftsjahr zu hören bekamen, war nicht allzu erfreulich. Einmal mehr haben die äusseren Bedingungen, sprich der fehlende Schnee, zu einer sehr schwierigen Saison geführt. «Ohne Beschneiung hätten die Anlagen keinen einzigen Tag in Betrieb genommen werden können», heisst es im Jahresbericht. Der Skilift Albanas konnte erst am 26. Januar geöffnet werden, am 15. März war bereits wieder Schluss und Minderfrequenzen von 46 Prozent gegenüber dem bereits schwachen Vorjahr waren die Folge. «Hätten wir gewusst, dass weitere Niederschläge ausbleiben, hätte uns der Mut gefehlt, den Skilift Albanas in Betrieb zu nehmen», schreiben die Verantwortlichen.
Ohne diese Anlage wäre die SSZ AG auf ein ähnlich miserables Ergebnis zugesteuert wie im Winter 2001/01, als der Skilift Albanas wegen Schneemangel die ganze Saison still stand. Die Anlagen Pizzet und Crasta/Survih konnten gegenüber dem Vorjahr an Frequenzen zulegen. Total wurden auf allen Anlagen 408 155 Frequenzen registriert, das waren 2,15 Prozent mehr als im Vorjahr. Die internen Verkehrseinnahmen gingen um 2,8 Prozent zurück, während die Einnahmen aus dem Pool der Bergbahnen ENGADIN/St. Moritz um 5,6 Prozent unter Vorjahresniveau lagen. Unter dem Strich konnte den Aktionären eine ausgeglichene Rechnung präsentiert werden, dies nach Vornahme der betriebsnotwendigen Abschreibungen.
Quelle: Engadiner Post Autor: Reto Stifel
Ort: 7524 Zuoz
Datum: 02.01.2006
Rubriken: Politik, Sport
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Saison 06/07: 32 Skitage