Quelle: ORFISCHGL: Wer schickt den Heli
Wie alle Tiroler Notarzthubschrauber soll ab April auch der Notarzthubschrauber der privaten Schenk Air von der Leitstelle des Landes zu den Einsätzen eingeteilt werden. Eine Maßnahme bei der Ischgler nicht mitspielen wollen.
Chaotischen Situationen
Aber auch andere private Hubschrauber in Tirol werden von der jeweils eigenen Firma disponiert. Das führe zu chaotischen Situationen, manchmal seien zwei Hubschrauber zum selben Patienten unterwegs, sagt Dr. Herbert Walter, Leiter Katstrophenschutz Tirol.
Landesleitstelle bestimmt
Herbert Walter: "Es kann auch vorkommen, dass Hubschrauber den Patienten nur dann mitnehmen, wenn eine entsprechende Versicherung besteht. Ziel des Landes Tirol ist es, dass grundsätzlich das letzte Wort die integrierte Landesleitstelle hat." Die Ischgler wehren sich und fürchten Nachteile, wenn das Land bestimmt.
Nachteile für die Gäste
Serafin Siegele, der Pistenchef in Ischgl erklärt:"Rund um uns sind zahlreiche Skigebiete für die der Hubschrauber angefordert werden kann. Damit wäre der Hubschrauber sicher öfter nicht mehr für unsere Gäste nicht mehr ." In den nächsten Monaten wollen die Ischgler noch mit dem Land verhandeln.
Der Hubschrauber von Schenk Air gehört zur Privatklinik von Dr. Schenk in Schruns und ist nur sieben Flugminuten von der Idalpe bei Ischgl entfernt. Auf der Idalpe betreibt Dr. Schenk eine Sanitätsstation mit Notarzt.
Ein lukratives Geschäft, denn Patienten die privat versichert sind werden mit dem Hubschrauber nach Schruns geflogen sofort operiert und am nächsten Tag wieder auf die Idalpe zurückgeflogen. Wer nicht privat versichert ist, kommt nach Zams oder Innsbruck. Das disponiert der Stützpunktleiter.
Hoffentlich einigen sie sich so, dass der Patient auf der Piste nicht der Leidtragende ist.