Ziel dieses Schitages war der mittlerweile vom Schibetrieb "befreite" Sonnwendstein und die Südseite des Stuhlecks. Da wir dieses Mal zwei Autos zur Verfügung hatten, entschlossen wir uns ein Auto in Maria Schutz abzustellen und den Sonnwenstein über den Hirschenkogel in Angriff zu nehmen. dadurch reduziert sich der Aufstieg auf knapp 200hm. Auffahrt mit dem Blauen Blitz ging problemlos ohne Wartezeit, danach Abfahrt auf der Familienpiste bis zur Abzweigung des gepsurten Wanderweges zum Sonnwenstein. Mit den Fellen ging's dann in ca.45 min zum ersten "Etappenziel" dem Erzkogel, ein unscheinbarer Gipfel in unmittelbarer Nähe zum Sonnwendstein. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, wolkenlos und windstill, was aüßest selten der Fall ist. Nach einer kurzen Fotosession Abfahrt über den Gipfelhang, danach kurzer Aufstieg zu einer der zahlreichen Rinnen auf der SO Seite, leider nicht mehr komplett unverspurt. Die Schneebeschaffenheit war noch ganz brauchbar, auf den dierkt in der Sonne liegenden Hängen tlw. schon ein wenig schwerer Schnee, bedingt auch durch die in den vergangenen Tagen herrschende Inversionwetterlage (+Grade in Regionen um 1000-1500m). Am Ziehweg nach Maria Schutz herrschte dichtes Gedränge der zahlreichen Tourengeher, durch die Einstellung des Liftbetriebes dürfte der Sonnwendstein ein beliebter Gipfel geworden, letztes Jahr bei Liftbetrieb hab ich selten so viele Leue erlebt!
In Maria Schutz der fast schon obligate Besuch des Kirchenwirtes, danach Start der zweiten Etappe - der Stuhleck.
Um uns knapp 600hm mit den Tourenschiern zu ersparen, parkten wir diesmal ein Auto im Fröschnitztal am Fuße des Pfaffensattels und fuhren mit dem anderen Auto nach Spital/Semmering, wo mittlerweile die Parkplätze rar geworden waren. Die Fahrt mit er Stuhleckbahn konnten wir ohne Wartezeit in Angriff nehmen, am Weißenelflift mußten wir ca.15min warten, an der Steinbachalmbahn betrug die Wartezeit ca. 5min.
Da noch genug Zeit war entschlossen wir uns zur Befahrung des Lyragrabens, diesmal die Direttissima. Es ist immer wieder verblüffend wie schnell sich die Schneebeschaffenheit ändern kann, hatten wir letzte Woche noch feinsten Pulver, herrschten dieses Mal mehr oder weniger Pistenverhältnisse, erst im Wald gab's den von uns so geliebten Pulver.
Nach dieser Abfahrt nahmen wir unser eigentliches Ziel, die Abfahrt über die Südseite zum Pfaffensattel und weiter ins Fröschnitztal in Angriff. Nach der Auffahrt mit der Promibahn, Weißenelflift und Steinbachalmlift kurzer Aufstieg zum Gipfel und Abfahrt Richtung Spitaler Alm um in einer Rinne Richtung Pfaffensattel abzufahren, was leider nicht möglich war, da eine Lawine (wie wir später erfuhren erstmals seit 1983) abgegangen war. So verlegten wir die Abfahrt weiter südlich, wobei die Schneeverhältnisse eher bescheiden waren, im baumfreien harter windgepresster im Wald auf Grund der Südlage sehr feuchter Schnee. Aber was soll's auch diese Verhältnisse gehören dazu. Nach diesen ersten knapp 500hm Abfahrt, Aufstieg zum Pfaffensattel und kurze Einkehr auf ein kühles "Blondes" im am Wochenende geöffneten Gasthaus direkt am Sattel. Nach dieser kurzen Stärkung nahmen wir den letzten Teil in Angriff, die Abfahrt durch den Wald ins Fröschnitztal, hier hatten wir nun af Grund der Nordlage des Hanges endlich den ersehnten Pulver.
Fazit: ein gelungener Schitag bei traumhaften Wetter
Hier noch ein paar Impressionen
Sonnwendstein, Stuhleck (AT) / 14.01.2006
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Sehr schön, schade, daß ich keine Zeit hatte, waren ja viele HM Abfahrt mit verhältnismäßig wenig Aufstieg. Ich glaube, Ihr habt ja die Ostalpencard, damit muß man auch nicht über die Preispolitik bei eventuellen Einzelfahrten nachdenken.
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Daß wir echt waren, werde ich auch noch erfinden! (Josef Zoderer)
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