Schlemmen im Schnee
Der Einkehrschwung am Pistenrand ist für Wintersportler fast so wichtig wie eine gut präparierte Abfahrt. Wir haben Restaurants in über 2000 Meter Höhe getestet. Ein kulinarischer Wegweiser durch die Alpen
von Hans Eckart Rübesamen
Angefangen hat die hochalpine Gourmet-Szene in der Gipfelstation der Corviglia-Bahn über Sankt Moritz. Hartly Mathis, ein erfahrener Küchenchef, suchte nach neuen Herausforderungen. Kann man auch auf 2400 Meter Höhe Trüffel, Gänseleber und Champagner in höchster Qualität servieren?, fragte er sich. Man kann, wie er bald bewies. Und sein Beispiel machte Schule. Sieben himmelstürmende Restaurants und Gourmet-Hütten in den Alpen stellen wir vor: drei in der Schweiz, zwei in Italien und je eines in Österreich und Deutschland.
Hartly Mathis steht zwar nicht mehr am Herd, aber sein Sohn, Reto Mathis, ist ein würdiger Nachfolger in der Gipfelstation. Seinem Charme erliegen die Damen nahezu ohne Widerstand. Und die Herren eigentlich auch. Nur können sie es nicht so deutlich zeigen. Weil ja meist sie die Rechnung zahlen müssen. Das Restaurant heißt nun "Mathis on the rocks", von hier aus hat man einen prächtigen Blick auf die Dreitausender der Bernina.
Heute hängt vor den Fenstern allerdings eine dicke Nebelsuppe. Die Leute mit Zottelpelz und Gucci-Sonnenbrille sind unten in ihren Hotels geblieben. Trotzdem ist das Lokal gut gefüllt. Bei der schlechten Sicht versäumt man draußen nichts. Am großen Ecktisch hat sich der Skikurs aus dem noblen "Hotel Suvretta" festgesetzt. Und während man sich in anderen Hütten bei "Pflümli" oder "Willi" verbrüdert, stößt man hier mit Champagner aus der Magnum-Flasche an. Auf der anderen Seite sitzen drei finster blickende Russen und schweigen sich an. Ihren vorhergehenden Verhandlungen mit einer sehr geduldigen Dame vom Service war zu entnehmen, daß sie die Echtheit des hier ausgegebenen Kaviars anzweifeln. Nun haben sie die Vorspeise "Carrousel Foie gras" - Entenlebermarmor, Rauch- und Graved Lachs, Hummer - ohne Kaviar verspeist und warten auf das Hauptgericht. Ihre düsteren Mienen rühren vermutlich daher, daß sie sich noch kein Bild machen können, was sie sich unter "Caprese vom Hummer und schwarzem Trüffel mit Fleur de Sel und Olio verde al Basilico" vorzustellen haben. Auch reich sein will gelernt sein.
Wir sind überhaupt nicht reich. Für die Einkehr in Reto Mathis' Edellokal haben wir entsprechend angespart und gönnen uns nun Hummerrahmsüppchen, Fettucine mit Gänselebersauce und Trüffel. Als Hauptgericht böte sich das Rindsfilet "Gioacino Rossini" mit frisch gebratener Entenleber, Champignons und Trüffelsauce an. Doch schon gesättigt, wenden wir uns nur noch dem üppigen Dessert-Büfett mit seinen Crèmes, Soufflés und Torten zu.
Die Weinkarte listet 200 große Namen auf. Wir überlassen die Wahl der Kellnerin und bereuen es nicht. Stunden später schweben wir wie im Blindflug über die Piste nach St. Moritz hinab, ein paar unfreiwillige Loopings inklusive. Als Autofahrer hätte man uns längst den Führerschein entzogen.
Kulinarisch weniger elitär, an Höhenmetern dafür um so überragender (3500 Meter) ist Europas höchstes Drehrestaurant, das "Mittelallalin" über Saas Fee in den Walliser Alpen. Bei herzhaftem Zürcher Geschnetzeltem mit Rösti, Saltimbocca Milanese und anderen bodenständigen Gerichten dreht man sich um 360 Grad und gleitet dabei sanft an den gleißenden Viertausendern, dem Hochadel der Schweizer Bergwelt, vorbei. Mancher hat hier schon bei zwei, drei Schnäpsen Lust bekommen, dem greifbar nahen Allalinhorn (4027 Meter) aufs Haupt zu steigen - und es dann bitter bereut.
Statt Eis zum Dessert empfiehlt sich ein Besuch im Eispavillon nebenan, wo es Gletscher zum Anfassen, skurrile Eisskulpturen und sogar eine Eiskapelle gibt.
Rund um den Arlberg fehlt es nicht an feinen Gourmetadressen. Ein Unikum aber ist die "Verwallstube" auf dem Galzig (2185 Meter) über St. Anton: Österreichs höchstgelegenes Zwei-Hauben-Restaurant. Die Küche verdankt die Auszeichnung durch den Restaurantführer "GaultMillau" ihren Fischgerichten, wobei man sich fragt, wie Steinbutt und Seeteufel der weite Weg aus den Tiefen des Meeres bis zu den Höhen der österreichischen Skiberge - die letzte Teilstrecke erfolgt mit der Seilbahn - bekommen sein mag. Aber verwöhnte Gourmets erwarten das Ungewöhnliche.
Wem der Sinn nach landestypischen Gerichten steht, hat die Wahl zwischen getrüffelten Bandnudeln sowie Hirschkalbssteak mit Morcheln und Orangenrotkraut. Man gehe jedoch vor dem Restaurantbesuch auf die Piste! Denn nach einem typisch üppigen "Verwallstuben"-Mahl ist niemand mehr in der Lage, die Valluga mit eleganten Schwüngen zu bewältigen.
Daß die Tiroler Gastronomie weniger schlecht ist als ihr Ruf, will auch die neue "Kristall-Hütte" in der Skiregion Hochfügen-Hochzillertal beweisen. Man hat zu diesem Zweck einen renommierten Koch von der Insel Sylt und einen kundigen Winzer aus Österreich zu Hilfe gerufen, die dafür sorgen sollen, daß das kulinarische Niveau der Hütte der ansehnlichen Höhenlage (2147 Meter) mindestens gleichkommt.
Die Ambitionen sind groß, und es ist zu hoffen, daß anspruchsvollere Gourmets unter den Skifahrern künftig auch im Zillertal fündig werden. Die Werbetrommel jedenfalls wird mit Charity-Events und Champagner-Verkostungen schon fleißig gerührt.
Jenseits des Brenners macht sich der segensreiche Einfluß Italiens auf die Küchenkultur schon seit längerem bemerkbar. Besonders im Hochabteital (Alta Badia) um Corvara und St. Kassian, wo die Einheimischen ladinisch sprechen, konzentrieren sich die kulinarischen Höhepunkte.
Drei davon, alle im Tal liegend, sind jeweils mit einem Michelin-Stern gekrönt: das "St. Hubertus" (im "Hotel Rosa Alpina", St. Kassian), das "La Siriola" (im "Hotel Ciasa Salares", Armentarola) und die "Stüa de Michil" (im "Hotel La Perla", Corvara). Doch hoch hinauf hat sich nur einer gewagt: Moritz Craffonara, der in seinem "Club Moritzino" (2077 Meter) gern gegrillte Langusten, Spaghetti mit geraspeltem Thunfischrogen oder Adria-Scampi auf Birnenbett auffahren läßt - zu genießen auf der rundum verglasten Sonnenterrasse mit grandiosem Dolomitenpanorama oder im kaminbefeuerten Blockhaus. Hier kann man auch abends tafeln: Eine Pistenraupe liftet die Gästeschar bergauf, heimwärts geht es dann auf Skiern über die mit Scheinwerfern beleuchtete Piste - was ideal ist, um die gerade verspeisten Kalorien schnell wieder abzuarbeiten.
Emilio Comici, Extremkletterer mit vielen Erstbegehungen, würde die Welt nicht mehr verstehen, käme er heute an der nach ihm benannten "Comici-Hütte" (2153 Meter) über Wolkenstein/Gröden vorbei. Denn die "Hütte" im Zentrum eines gut vernetzten Pistenreviers ist Treffpunkt der italienischen Schnee-Schickeria und Laufsteg glutäugiger Schönheiten in knappen Skianzügen. Und weil die Gäste so streng auf ihre Linie achten müssen, speist man hier vorzugsweise erlesene Fischgerichte.
Die Wirtsleute besitzen ein ergiebiges Fischzuchtbecken in der Adria-Lagune von Grado. Und so tischen sie mit großem Erfolg Antipasti aus dem Meer auf, außerdem Spaghetti alle Vongole, Doraden und Branzini, dazu weiße Qualitätsweine aus dem Friaul. Über alldem ragt die gewaltige Felsenmauer des Langkofelmassivs empor, die unerbittlich zurückwirft, was eine Band in die Bergwelt hinausdröhnt, ob Salsa, Tango oder Schlagerschmalz. Ohne "la bella musica" kein Pistenvergnügen in den Dolomiten.
Zu nennenswerter Höhe schwingt sich in Bayerns Bergen allein die Zugspitze (2962 Meter) auf. Die Gastronomie im Gebiet bleibt meist zwischen Bockwurst mit Kartoffelsalat und Erbsensuppe unterhalb des kulinarischen Mittelmaßes stecken. Erkennbare Bemühungen auf bayerischem Boden gibt es nur im Allgäu.
Mit dem Marktrestaurant "Nebelhorn" auf dem Oberstdorfer Hausberg (2224 Meter) und der "Pizza und Pasta"-Einkehr auf dem Fellhorn (circa 2000 Meter) wird nun der Versuch unternommen, in Lokalitäten modernen Typs ein qualitätvolles, abwechslungsreiches Angebot zu etablieren und Appetit auf etwas Gutes zu machen. Ein Anfang, immerhin.
Restaurant-Test in über 2.000m Höhe
- snowflat
- Moderator
- Beiträge: 16035
- Registriert: 12.10.2005 - 22:27
- Skitage 25/26: 3
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Hat sich bedankt: 249 Mal
- Danksagung erhalten: 3471 Mal
- Kontaktdaten:
Restaurant-Test in über 2.000m Höhe
Heute in der Welt am Sonntag abgedruckt (hm, lecker ...):
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
- Turm
- Wurmberg (971m)
- Beiträge: 1080
- Registriert: 29.11.2004 - 20:46
- Skitage 25/26: 0
- Ski: nein
- Snowboard: ja
- Ort: Kuchl
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
Re: Restaurant-Test in über 2.000m Höhe
Die Gastronomie auf der Zugspitze ist bestenfalls als Nahrstoff, aber nicht als Essen zu bezeichnen, es ist geradezu eine Frechheit, was hier an Lebensmitteln teuer und schlecht an den Mann (Frau) gebracht wird.snowflat hat geschrieben:Heute in der Welt am Sonntag abgedruckt (hm, lecker ...):
Zu nennenswerter Höhe schwingt sich in Bayerns Bergen allein die Zugspitze (2962 Meter) auf. Die Gastronomie im Gebiet bleibt meist zwischen Bockwurst mit Kartoffelsalat und Erbsensuppe unterhalb des kulinarischen Mittelmaßes stecken. Erkennbare Bemühungen auf bayerischem Boden gibt es nur im Allgäu.
Es nutzt meiner Meinung nach nichts, wenn es 5 Hauben Hütten gibt, in denen man mit seinen Skiklamotten sich dann doch nicht so recht wohl fühlt und die Mehrzahl der Hütten eine Verpflegung anbieten, die weit entfernt von dem ist, was man eigentlich von dem hohen Preis, den man ja sowiso bezahlt erwartet.
Wo sind die gutbürgerlichen Hütten. Die Hütten mit den selbstgemachten Brathkartoffeln mit Spiegelei. Es muss nicht immer Fisch sein, der schon 3 Herzinfarkte hatte bis er am Berg angekommen ist. Aber ich erwarte zumindest eine anständig zubereitete Mahlzeit. Leider falle ich aber immer wieder auf schlechtes Essen herein...
Feeling down when the winter has come
frozen feet and the snowflakes are falling
I don't like the town when the winter has come
dirty streets and it's cold outside
IRONIE!
frozen feet and the snowflakes are falling
I don't like the town when the winter has come
dirty streets and it's cold outside
IRONIE!
↓ Mehr anzeigen... ↓
- Dachstein
- Mount Everest (8850m)
- Beiträge: 9461
- Registriert: 07.10.2005 - 19:49
- Skitage 25/26: 0
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Ort: Salzburg
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 7 Mal
Wie oben schon geschrieben: wer gut und sauteuer Essen will, möge sich an den Arlberg begeben. Besonders in Lech kann man schon schön Kohle loswerden. Oberlech ist mir da in Erinnerung geblieben. Dort at man eine Dichte an feinen Häusern, die schon beachtlich ist.
Nur: warum schauen die Portionen in diesen Häusern der Geldvernichtung immer so übersichtlich aus?
MFG Dachstein
Nur: warum schauen die Portionen in diesen Häusern der Geldvernichtung immer so übersichtlich aus?
MFG Dachstein
Skitage 2012/13: 62 Stubaier Gletscher 11.10.12 Kurzbesuch, Hintertuxer Gletscher - 8.11.12 - Nach getaner Arbeit..., KSH 15.11.12 - Überm Nebelmeer, Obertauern (S) / 26.11.2012 / (Noch) klein, aber fein, Loferer Alm 8.12.12 - 8er Schwarzeck, Flachauwinkl - Kleinarl 9.12.12 - eine unbekannte Seite...,Schiwelt 13.12.12 - ein kalter Skinachmittag, Verbindungsbahn Alpbachtal 14.12.12,Dachstein West - 24.12.12 Antiweihnachtsstressski, Zinken, 31.12.12 --Jahresendski--, Heutal, 9.1.13 - Spaß im Schnee in der Näh', Rauris 9.1.13, Gemischte Gefühle, Gaißau Hintersee - 16.1.13 *Nebelflucht* Zauchensee 23.1.13, Reitherkogel 24.1.13 - Nachtschi überm Inntal, SFL - Ersatz Stubaier Gletscher 25.1.13, Fanningberg 2.3.13, Silvretta - Arena 24. / 25. 4. 13 - Ischg(ei)l, Sölden 5.5.13 - und die wollen wirklich zusperren?!
- Turm
- Wurmberg (971m)
- Beiträge: 1080
- Registriert: 29.11.2004 - 20:46
- Skitage 25/26: 0
- Ski: nein
- Snowboard: ja
- Ort: Kuchl
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
Damit DU nicht so dick wirst. In unserer von Wohlstand geplagten Gesellschaft ist das ein Segen ..Dachstein hat geschrieben:
Nur: warum schauen die Portionen in diesen Häusern der Geldvernichtung immer so übersichtlich aus?![]()
Feeling down when the winter has come
frozen feet and the snowflakes are falling
I don't like the town when the winter has come
dirty streets and it's cold outside
IRONIE!
frozen feet and the snowflakes are falling
I don't like the town when the winter has come
dirty streets and it's cold outside
IRONIE!
↓ Mehr anzeigen... ↓
- schifreak
- Jungfrau (4161m)
- Beiträge: 4469
- Registriert: 22.11.2002 - 06:59
- Skitage 25/26: 0
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Ort: München Giasing
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 4 Mal
Essen
Hi, man geht ja zum schifahrn und net um zu schlemmen aufm Berg--
und i muaß sagn, hab noch nie was zu beanstandn ghabt - in den Kitzbühlern - und wer zum Arlberg fahrt, der weiß, was auf ihn zukommt ; da iss glaub ich am besten, wenn mas Mitagessen mitnimmt... z.B. a Wurschtsemml oder auch zwei...
und i muaß sagn, hab noch nie was zu beanstandn ghabt - in den Kitzbühlern - und wer zum Arlberg fahrt, der weiß, was auf ihn zukommt ; da iss glaub ich am besten, wenn mas Mitagessen mitnimmt... z.B. a Wurschtsemml oder auch zwei...
Fabi,alpiner Schifreak
TSC 2012-13, Stand 20.01.2013 - 17 Sektionen Bike, 20 Schitage in Tirol ; Zillertal, Stubaital, Ötztal, Kitzbühel,Schiwelt , Schijuwel Alpbach ;
TSC 2012-13, Stand 20.01.2013 - 17 Sektionen Bike, 20 Schitage in Tirol ; Zillertal, Stubaital, Ötztal, Kitzbühel,Schiwelt , Schijuwel Alpbach ;
↓ Mehr anzeigen... ↓
- buzi
- Vogelsberg (520m)
- Beiträge: 720
- Registriert: 07.10.2005 - 00:59
- Skitage 25/26: 0
- Ski: nein
- Snowboard: nein
- Ort: Studium: Malsch(bei KA), sonst: Schömberg/Nordschwarzwald
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
Ich war in der "Superhütte" in Hochkaltenbach. Also da gibts schon ein paar nette Sachen auf der Karte, aber auch etwas Erschwinglicheres, aber auch nicht billig. Die Weinkarte liest sich gut und teilweise teuer. Man kann da locker mit Skisachen reinhocken, das ist ja auch so gewollt. Es gibt nett eingerichtete Sitzecken die aber Skistiefel tauglich sind und in der Mitte der Hütte einen großen offenen Runden Kamin um den man sich drumherum anordnen kann, wenn man da noch ein Plätzchen findet, ich hatte Pech, zu viele kuschelnde Paare.
Auf dem Berggipfel unweit der Hütte trohnt eine riesige Spinne aus Schott und ich habe vergessen ein Foto zu machen ich könnt mich....
Nur eins ist mir aufgefallen und das ist (fast) ÜBERALL so, wo man mit Skistiefeln durch die Gegend dappt:
WARUM ZUM HENKER MUSS MAN IMMER BESCHISSENE TREPPEN STEIGEN, WENN MAN(N) AUFS KLO MUSS????
Das müsst doch denen auch mal auffallen, dass vor allem Kinder reihenweise da runterpurzeln und jeder Skifahrer am Motzen ist...
Grüßle Buzi
Auf dem Berggipfel unweit der Hütte trohnt eine riesige Spinne aus Schott und ich habe vergessen ein Foto zu machen ich könnt mich....
Nur eins ist mir aufgefallen und das ist (fast) ÜBERALL so, wo man mit Skistiefeln durch die Gegend dappt:
WARUM ZUM HENKER MUSS MAN IMMER BESCHISSENE TREPPEN STEIGEN, WENN MAN(N) AUFS KLO MUSS????
Das müsst doch denen auch mal auffallen, dass vor allem Kinder reihenweise da runterpurzeln und jeder Skifahrer am Motzen ist...
Grüßle Buzi
- schifreak
- Jungfrau (4161m)
- Beiträge: 4469
- Registriert: 22.11.2002 - 06:59
- Skitage 25/26: 0
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Ort: München Giasing
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 4 Mal
Klo im Keller
Das würd ich auch mal gern wissen- ob das so sein MUSS ?
ich glaub, in der Holzalm ( Brixen ) iss die Toi... im EG
komischerweise, die W C s in den Bergbahngebäuden sind fast alle ebenerdig erreichbar, nur in den Hütten sinds im Keller
ich glaub, in der Holzalm ( Brixen ) iss die Toi... im EG
komischerweise, die W C s in den Bergbahngebäuden sind fast alle ebenerdig erreichbar, nur in den Hütten sinds im Keller
Fabi,alpiner Schifreak
TSC 2012-13, Stand 20.01.2013 - 17 Sektionen Bike, 20 Schitage in Tirol ; Zillertal, Stubaital, Ötztal, Kitzbühel,Schiwelt , Schijuwel Alpbach ;
TSC 2012-13, Stand 20.01.2013 - 17 Sektionen Bike, 20 Schitage in Tirol ; Zillertal, Stubaital, Ötztal, Kitzbühel,Schiwelt , Schijuwel Alpbach ;
↓ Mehr anzeigen... ↓
-
Jay
- Moderator a.D.
- Beiträge: 5019
- Registriert: 11.07.2002 - 01:06
- Skitage 25/26: 0
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Hat sich bedankt: 1042 Mal
- Danksagung erhalten: 460 Mal
Naja, da kann ja jeder selber drauf kommen, wie es dazu kommt. Toiletten neben jede Menge Platz weg und sind noch dazu ein ständiger Ort der Unruhe und Massenbewegung. Wenn ich all das im Erdgeschoss habe, ist das für den Betriebsablauf reichlich störend. Oder willst du dort Plätze opfern und diese dann nur über eine Treppe erreichbar in den Keller verlegen?
Ich meine mich erinnern zu könne, dass die Tegia Larnags in Laax auch immer eine sehr exquisite Küche hatte und auch abends geöffnet war (nur zu Fuß erreichbar). Ist das noch immer der Fall?
Jakob
Ich meine mich erinnern zu könne, dass die Tegia Larnags in Laax auch immer eine sehr exquisite Küche hatte und auch abends geöffnet war (nur zu Fuß erreichbar). Ist das noch immer der Fall?
Jakob
- snowflat
- Moderator
- Beiträge: 16035
- Registriert: 12.10.2005 - 22:27
- Skitage 25/26: 3
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Hat sich bedankt: 249 Mal
- Danksagung erhalten: 3471 Mal
- Kontaktdaten:
Dazu wieder aus "Die Welt":
UND
Wintersport
Skihütten für Feinschmecker
Wurst und Pommes Frites bis zum Abwinken: In vielen Bergrestaurants in den Alpen herrscht kulinarischer Notstand. Doch zum Glück gibt es Ausnahmen. Ein Überblick.
Von Bettina Laude
Skifahren macht hungrig. Und die Zeiten, als man sich in den Alpen mit Spaghetti bolognese begnügen musste, sind auch vorbei. Wir stellen Ihnen fünf Orte in Österreich, der Schweiz und Italien vor, wo Sie im Skigebiet von Gourmet-Führern empfohlene Hütten finden.
Vom kleinen Matterhorn in den feinen Schweizer Wintersportort führt die Talabfahrt an einem Weiler vorbei, der aus einem Walliser Werbefilm stammen könnte: kleine, sonnenverbrannte Holzhäuschen mit dicken Schneemützen. Das Dörfchen Zum See ist so sonnenverwöhnt, dass man auch am winterlichen Nachmittag noch auf der Terrasse sitzen kann. Und das sollte man. Denn von hier aus hat man einen atemberaubenden Blick auf das 4478 Meter hohe Matterhorn. Das gleichnamige Holzhäuschen Zum See ist ein richtiges "Pistenbeizli", wie die Schweizer sagen. Verwittert, gemütlich, einladend. Die Wirte Max und Greti Menning bieten sowohl Mediterranes als auch Deftiges aus dem Wallis an. Und das in so guter Qualität, dass "Gault-Millau" eine Haube (13 Punkte) vergab. Zur Spezialität des Hauses zählen provenzalisches Lammfilet, Fischsuppe sowie Rösti und Käseschnitten. Heiß begehrt sind auch die Cremeschnitten. "Die Gäste reservieren bei uns als Erstes ihre Cremeschnitten und dann erst ihren Tisch", sagt Greti Menning.
Erreichbar mit der Kleinmatterhornbahn, Tel. 0041/27/967 20 45, www.zumsee.ch, tägl. 12-17 Uhr.
An der Piste vom Schlegelkopf-Lift steht ein Holzhaus, das aussieht, als stamme es aus der Zeit, als Lech noch Tannberg am Lech hieß und die Bergbauern im Winter von der Außenwelt abgeschnitten waren. Heute gilt das romantische Dorf in Vorarlberg als einer der edelsten Alpen-Orte. Anders als in St. Moritz oder Kitzbühel gibt es hier keine Champagnerpartys, dafür aber beste Küche in urigem Ambiente. Wie in der Rud Alpe, die die Skifahrer mit Spezialitäten der Region versorgt, etwa Lecher Frischkäse mit Kürbiskernöl, geschmorten Kalbswangerln mit Butterspätzle und natürlich allerlei Strudeln.
Die Tester von "Gault-Millau" bewerteten Küchenchef Christoph Wagners Gerichte mit 12,5 Punkten (eine Haube gibt es ab 13 Punkten). Der Koch aus Wien bietet hauptsächlich österreichische Gerichte an, die er für die Abendkarte mit mediterranem Einfluss verfeinert. Und wenn in den rustikalen Stuben das Kaminfeuer flackert und Wagner feine Schnäpse anbietet, verbringt so mancher Wintersportler den Rest des Tages am Schlegelkopf. Ins Dorf kann man dann mit geschulterten Ski zu Fuß stapfen.
Tannberg 185, Tel. 0043/5583/41 825, www.rud-alpe.at, täglich von 9.30 bis 19 Uhr, Dienstag und Donnerstag auch abends geöffnet.
Ein paar Kilometer weiter westlich, in St. Anton am Arlberg, gibt es eine Berghütte, in der sich Feinschmecker wie im Himmel fühlen. Denn die Verwallstube auf dem Galzig liegt nicht nur auf 2185 Meter Höhe, sie hat auch eine Küche, die der "Gault-Millau" mit zwei Hauben (16 Punkte) ausgezeichnet hat. Die Restaurant-Tester loben besonders die "Harmonie der Aromen". Allerdings hat man pro Tag nur vier Stunden Zeit, um Meeresspezialitäten wie Cappuccino von Curry mit Jakobsmuschelspieß oder St. Peterfisch mit Kokosschaum zu genießen, denn die Verwallstube mit ihrem fantastischen Blick auf die Gipfel von Patteriol, Scheibler, Parseier und Valluga hat nur mittags geöffnet. "Wir sind ein zwangloser Ort der gehobenen Gastronomie auf dem Berg", sagt Küchenchef Bernhard Neuhold.
Erreichbar mit der Galzig- Gondel, Tel. 0043/5446/235 25 10, täglich von 11 bis 15.30 Uhr.
Als "kulinarischen Gipfel" bezeichnet Matthias Bruhin sein Restaurant im Davoser Skigebiet Parsenn. Der Berg Weissfluh ist immerhin 2883 Meter hoch, und seine Pisten stellen hohe Anforderungen an Skifahrer und Snowboarder. Hohe Anforderungen stellt Bruhin auch an sich und sein Team. Frisch und saisonal soll die Küche sein, Schnelles für zwischendurch bieten, aber auch Besonderes. Deswegen gibt es zwei Speisekarten. Eine mit rustikalen Snacks wie Rösti mit Davoser Bergkäse und Spiegelei. Und eine für Winterurlauber, die Feineres möchten. Zum Beispiel pochierten Steinbutt auf Federkohl mit hausgemachten Hummerravioli oder Mille feuille vom Himbeerparfait mit Panna-cotta-Schaum. Jeder Gast sitzt im selben Speiseraum mit Panoramafenstern - egal von welcher Karte er wählt. Die Gourmet-Bibel "Guide Michelin" bewertete die Küche von Bruhins Weissfluhgipfel als "überdurchschnittlich", "Gault-Millau" vergab 12 Punkte.
Erreichbar mit der Seilbahn bis Weissfluhjoch, dann weiter mit der Gipfel-Gondel, Tel. 0041/81/417 66 44, täglich geöffnet, ab 9 Uhr Frühstück, von 11 bis 15.30 Uhr warme Küche.
Sie gilt als eine der schönsten Pisten in den Dolomiten: die Armentarola-Abfahrt. Durch verschneite Wälder geht es zwölf Kilometer vom Lagazuoi runter nach St. Kassian. Doch so schön die Fahrt ist, man sollte Zwischenstopps einlegen. Weil man auf den Felsen ringsum Gämsen entdecken kann. Und weil man kurz vor Ende der Abfahrt eine Alm vor hoch aufragenden Felswänden passiert, auf der die Scotoni-Hütte steht. Auf der Sonnenterrasse werden kleine Gerichte ab sechs Euro serviert. Drinnen brutzelt Wirt Christian Agreiter auf einem großen Holzkohlegrill T-Bone-Steaks und Koteletts. Dazu gibt es Polenta und Krautsalat. Und eine exquisite Weinauswahl. Circa 200 Positionen führt die Weinkarte, darunter edle Tropfen aus der Toskana. Für das Magazin "Feinschmecker" gehört die Scotoni-Hütte nicht zuletzt deswegen zu den besten Adressen in Südtirol.
Alpe Lagazuoi, Tel. 0039/0471/84 73 30, täglich geöffnet.
UND
Quelle: www.welt.deAprès-Ski
Schmankerl für Skifahrer
Erst Schussfahrt, dann Schlemmen: Wo Skilaufen in der Steiermark und in Tirol am besten schmeckt.
Dunkelgrünes Kürbiskernöl, roséfarbener Schilcher, handgeschöpfte Zotter-Schokolade mit Trester oder Chili: Wenn man etwas mit der Steiermark verbindet, dann sind es die kulinarischen Botschafter, die auch über die Landesgrenzen hinaus frischen Wind in die Gastronomie gebracht haben. Das südöstliche Bundesland ist ein ausgesprochenes Genussland. Kein Gasthaus, in dem man neben dem beliebten Vogerlsalat - Feldsalat mit Kernöl - nicht auch vorzüglichen Strudel, Knödel oder Buchteln bekommt; keine Alm, die nicht köstliche Kasnocken oder Steirerkrapfen auftischt. Ob es an den hochwertigen Produkten oder der Nähe zu Italien liegt - um die 50 Küchenchefs hat Gault Millau mit Hauben ausgezeichnet.
Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann sich mittlerweile auch beim Wintersport in der Dachstein-Tauern-Region mit gehobener steirischer Küche verwöhnen lassen. Bereits in der zweiten Saison lädt das Gebiet Schladming/Rohrmoos zur vierten Disziplin, dem Winterschlemmen, ein. Abgesehen von 13 Skihütten auf der Planai, die sich als "Genuss-Spechte" verstehen und steirische Schmankerl-Gerichte wie Krapfen mit Steirerkas' oder Holzofenbrat zum Einheitspreis von 7,90 Euro anbieten, liefern sich viele der insgesamt 87 Hüttenwirte ein regelrechtes Topf-an-Topf-Rennen. Dabei dürfen auch die steirischen Weine nicht fehlen. Für die sorgen die Winzer der Südsteiermark, die im Januar unter dem Motto "Ausgesteckt ist's" Welschriesling und Sauvignon in die Berge bringen. Anfang April heißt es speziell auf der Kessleralm "Wein im Schnee". In der 1540 Meter hoch gelegenen Loserhütte im Ausseerland, wo schon Sissi und später Helmut Kohl zu Gast waren, begeistert Wirt Heli König dagegen mit Kaiserschmarrn, Loserpfandl und Zirmschnaps.
Tiroler Spezialitäten und Gourmet-Menüs
Wenn die Steiermark auch damit wirbt, dass das Skifahren hier am besten schmeckt - der Polit-Promi-Faktor unter den Feinschmeckern ist in Tirol wesentlich höher. Bundespräsident Horst Köhler verbrachte seinen Winterurlaub zum Beispiel auf der im vergangenen Jahr eröffneten Kristallhütte im Zillertal auf 2147 Metern Höhe. Hier werden nicht nur Tiroler Spezialitäten und Fondues in lässiger Lounge-Atmosphäre serviert. Für anspruchsvolle Gourmets bastelt Drei-Hauben-Koch Mario Lohninger gerade am Kristall-Menü 2007. Mit Sushi-Kreationen, Ochsenbackerl, Kärntner Schlutzkrapfen oder Pizza mit Hendl will er unter dem Motto "Eat.Drink & Help" auch einen sozialen Beitrag - ein Teil der Einnahmen aus dem Menü gehen unter Schirmherrschaft von Eva Köhler an einen karitativen Verein. Am 15. Dezember wurde das Menü feierlich präsentiert und wird seitdem den ganzen Winter über serviert. Am 15. Januar werden außerdem 20 Topwinzer aus aller Welt zur Weinverkostung erwartet. Gerhard Schröder und Vladimir Putin ließen es sich derweil in der Verwallstube im Gebiet von St. Anton am Arlberg schmecken, die das höchste Zwei-Hauben-Lokal ist. Das Restaurant in der Galzig-Bergstation hat sich vor allem mit Fischspezialitäten profiliert. An jedem Freitag werden hier von 19 bis 24 Uhr romantische Gourmetdinner veranstaltet, zu denen man in der Gondel durch die nächtliche Bergwelt schweben kann. Klassisch tirolerisch geht es wiederum auf der Angerer Alm am Kitzbüheler Horn zu, die Mitglied der Qualitätsunion Tiroler Wirtshäuser ist. Mit Blick auf den Wilden Kaiser serviert Wirtin Annemarie Foidl, die auch renommierte Sommelière ist, im Berggasthaus abendliche Feinschmeckermenüs mit erstklassigen Weinen. Hit ist ein Madeira-Wein aus dem Jahr 1795, andere Tropfen kommen aus dem Zarenkeller Masandra.
Hausmannskost auf hohem Niveau gibt es schließlich im neuen "Gipfelhaus" auf der obersten Etage des Wurmkogl im Skigebiet Hochgurgl: In 3080 Metern Höhe liegt das architektonisch an die Bergspitzen angepasste Aussichtsrestaurant mit Panoramabar. Da isst auch das Auge mit.
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
- Baldwin
- Großer Müggelberg (115m)
- Beiträge: 205
- Registriert: 23.12.2006 - 20:43
- Skitage 25/26: 0
- Ski: ja
- Snowboard: ja
- Ort: Rottweil
- Hat sich bedankt: 3 Mal
- Danksagung erhalten: 4 Mal
Dem alltäglichen Mittagsansturm auf die Restaurants, egal ob Imbissbude oder Nobel-Fresstempel, ums mal salopp auszudrücken, scheinen die unverschämt hohen Preise ja recht wenig auszumachen
Aber wenn man bereit ist Abstriche zu machen, kann man sich ganz gut selbst verpflegen - bei Verzehr in der Gondel verliert man noch nicht mal Zeit *gg*
Kennt eigentlich jemand ein Restaurant in einem Skigebiet, wo man für 5 €uro mehr als einen Teller Suppe erhält?
Aber wenn man bereit ist Abstriche zu machen, kann man sich ganz gut selbst verpflegen - bei Verzehr in der Gondel verliert man noch nicht mal Zeit *gg*
Kennt eigentlich jemand ein Restaurant in einem Skigebiet, wo man für 5 €uro mehr als einen Teller Suppe erhält?
- PB_300_Polar
- Alpspitze (2628m)
- Beiträge: 2779
- Registriert: 11.11.2004 - 17:57
- Skitage 25/26: 0
- Ski: nein
- Snowboard: nein
- Ort: Karlsruhe
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
Zu dem sogenannten Nahrstoff auf der Zugspitze möchte ich etwas sagen.
Ich war auf dem Gipfelrestaurant der deutschen Seite:
-schlechte Qualität
- nicht sehr freundlich
das Restaurant auf der östereichischen Seite, war angeblich geschlossen (laut Schild), war jedoch geöffnet:
-freundlich
- Essensqualität gut
Ich war auf dem Gipfelrestaurant der deutschen Seite:
-schlechte Qualität
- nicht sehr freundlich
das Restaurant auf der östereichischen Seite, war angeblich geschlossen (laut Schild), war jedoch geöffnet:
-freundlich
- Essensqualität gut
Der Schnee kommt.....
- snowflat
- Moderator
- Beiträge: 16035
- Registriert: 12.10.2005 - 22:27
- Skitage 25/26: 3
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Hat sich bedankt: 249 Mal
- Danksagung erhalten: 3471 Mal
- Kontaktdaten:
Quelle: FocusSki-Gastronomie: Schlemmen am Pistenrand
Gulaschsuppe, Germknödel, Jagatee – so sieht für viele Skiurlauber eine typische Mittagsmahlzeit am Berg aus. Doch es geht auch anders. Spitzenküche mit Gipfelblick dürfen Schleckermäuler etwa am österreichischen Arlberg, im Hochzillertal sowie einigen anderen Skigebieten erwarten.
Von FOCUS-Online-Autor Christian Haas
Auf der Karte der Arlberger „Galzig Verwallstube“ stehen etwa Yellow-Tuna mit Shiitake-Sackerl, Sprossensalat und Wasabicreme oder Jakobsmuschel-Spieße auf Romanosalat. Die hohe Kunst des Küchenchefs Bernhard Neuhold sorgte 2007 erneut für die Auszeichnung „höchstes Haubenrestaurant Europas“ – die Kritiker von Gault Millau verliehen wieder zwei Hauben. Und damit Glamour. Sogar der russische Präsident Putin und Ex-Bundeskanzler Schröder schwebten bereits des Öfteren mit der Gondelbahn ins 2085 Meter hoch gelegene Restaurant ein.
Prominente Besucher stehen auch im Gästebuch der „Kristallhütte“ im Hochzillertal. Horst Köhler sowie seine österreichischen und tschechischen Amtskollegen haben schon mehrmals ihren Urlaub in dem urig-modernen 8-Zimmer-Chalet verbracht. Vermutlich schätzen sie den ungewöhnlichen Mix aus Edelhütte, Kulturforum und Gourmetrestaurant. Charity-Essen mit Sterneköchen, Wein- und Champagnerverkostungen, Jazz-Brunchs und Vernissagen stehen immer wieder auf dem Programm der nur per Ski und Ski-Doo erreichbaren Hütte. Die bekommt übrigens in der Saison 2007/08 mit der „Kristall Lounge“ eine attraktive Erweiterung. Dort haben die Gäste die Qual der Wahl, wo sie ihr 5-Gänge-Menü verdauen wollen: an der Feuerstelle oder im Whirlpool, auf den beheizten Wasserbetten oder in den kuscheligen Sofagarnituren.
Mit der Pistenraupe auf die Edelhütte
Auch in anderen Teilen Tirols kann sich die Mittagspause schnell zum tagesfüllenden Programmpunkt ausdehnen. Wer im Tiroler Serfaus umhercarvt, der sollte dringend einen Stopp in der „Skihütte Masner“ einplanen, einem Gourmettempel, der schon mehrere kulinarische und architektonische Auszeichnungen erhalten hat. Praktisch: Nicht-Skifahrer können sich dreimal die Woche mit einer umgebauten Pistenraupe auf die abgelegene Edelhütte chauffieren lassen.
Höchster Genuss in den Rockies
Den Transportservice im Pistenbully bietet auch das Bergrestaurant „Startgels Alpenrose“ im schweizerischen Flims-Laax, das mit hausgemachter Pasta, Hirsch und Lammrücken beeindruckt. Überhaupt Flims-Laax: Hier warten gleich noch vier weitere Edelrestaurants im Skigebiet auf anspruchsvolle Kundschaft. Das „Tegnia Larnags“ schafft es auch in diesem Jahr wieder auf 14 Gault-Millau-Punkte – was man der urigen Bauernhütte von außen niemals abkaufen würde.
Im 2486 Meter hoch gelegenen Gourmettempel „La Marmite“ auf der Corviglia oberhalb von St. Moritz stehen Trüffel- und Kaviar-Spezialitäten hoch im Kurs, im italienischen Alta Badia begeistert der „Club Moritzino“ mit delikaten Fischgerichten, die Moritz und Silvana Craffonara täglich frisch von der Adria anliefern lassen.
Schlemmen auf 3450 Meter
Den Titel „höchstgelegenes Gourmetrestaurant der Welt“ beansprucht jedoch ein Vertreter aus den Rockies: die „Alpenglow Stube“ im Skigebiet von Keystone/Colorado bringt es auf runde 3450 Meter. Die lange Auffahrt lohnt sich, das merkt man schon bei der Begrüßung. Freundliche Hostessen nehmen Skifahrer und deren Skischuhe in Empfang und bieten dafür flauschige Hausschuhe an. Mit denen geht es an den Kamin zum Welcome-Drink und im Anschluss an die festlich gedeckten Tische. Dort warten feinste Pasta, Steak und Wildspezialitäten. Wem in der mittäglichen Skipause der Sinn nach Lachs, Karibu-Steak und Elchfilet steht, hat im hoch gelobten Seven Glaciers Restaurant am Mount Alyeska eine hundertprozentige Trefferchance. Obendrein wird der einmalige Blick auf – nomen est omen – sieben Gletscher serviert.
WEITERE INFORMATIONEN
Restaurant Galzig Verwallstube, A-6580 St. Anton am Arlberg, Tel. +43/54 46/2 35 25 01
Kristallhütte, A-6272 Kaltenbach/Zillertal, Postfach 4, Tel. +43/6 76/88 63 24 00, www.kristallhuette.at
Skihütte Masner, A-6534 Serfaus, Tel. +43/54 76/6 20 30
Startgels Alpenrose, CH-7017 Flims, Tel. +41/81/9 11 58 48
Tegnia Largans, CH-7032 Laax, Tel. +41/81/9 27 99 10
La Marmite, Mathis Food Affairs, Corviglia, CH-7500 St. Moritz, Tel. +41/81/8 33 63 55, www.mathisfood.ch
Club Moritzino, Piz La Ila, I-39030 La Villa Badia, Tel. +39/04 71/84 74 03, www.moritzino.it
Alpenglow Stube, Hwy 6, Keystone, CO 80435 (Colorado), Tel. +1/86 65 25-12 33
Seven Glaciers Restaurant, 1000 Arlberg Rd., Alyeska Prince Hotel, Girdwood, AK 99587 (Alaska), Tel. +1/90 77 54-22 37, www.alyeskaresort.com
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
- Fab
- Disteghil Sar (7885m)
- Beiträge: 7947
- Registriert: 28.07.2007 - 13:11
- Skitage 25/26: 0
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Ort: Tauperlitz (Bayern)
- Hat sich bedankt: 34 Mal
- Danksagung erhalten: 687 Mal
Die Höhengastronomie in Zermatt ist wirklich beachtlich.
Beachtlich gut:
Zum See, wie erwähnt. Die fränkisch-steirische Mischung macht es halt
(wie bei mir) Lustig find ich den 3 posts vorher beschriebenen"atemberaubenden" Blick aus Matterhorn. In Wirklichkeit sieht man in Zum See fast nix davon.
Furi: "Gitz Gädi"
"Hotel Schwarzsee" + unglaubliches Panorama
"Fluhalp" In der Hauptsaison mit live Band, Sonnenterasse
in Findeln mit Superaussicht u. guter Küche:
"Findler Hof b. Heidi u. Franz", "Chez Vrony","Adler", "Enzian" u. in Eggenalp "Paradies"
"Kulmhotel Gornergrat" das Panorama ist wie im "Rest. Rothorn" (Küche jetzt o.k.) konkurrenzlos!
m. E. beachtlich schlecht:
"Käsestube Furgg" war 3 x dort. Käse schmeckte wie Fensterkitt.
Abfütterungsstation Self-Service im Trockenen Steg. Hat aber große Kapazität, da im Matterhorngebiet nicht viel ist.
Beachtlich gut:
Zum See, wie erwähnt. Die fränkisch-steirische Mischung macht es halt
Furi: "Gitz Gädi"
"Hotel Schwarzsee" + unglaubliches Panorama
"Fluhalp" In der Hauptsaison mit live Band, Sonnenterasse
in Findeln mit Superaussicht u. guter Küche:
"Findler Hof b. Heidi u. Franz", "Chez Vrony","Adler", "Enzian" u. in Eggenalp "Paradies"
"Kulmhotel Gornergrat" das Panorama ist wie im "Rest. Rothorn" (Küche jetzt o.k.) konkurrenzlos!
m. E. beachtlich schlecht:
"Käsestube Furgg" war 3 x dort. Käse schmeckte wie Fensterkitt.
Abfütterungsstation Self-Service im Trockenen Steg. Hat aber große Kapazität, da im Matterhorngebiet nicht viel ist.
- snowflat
- Moderator
- Beiträge: 16035
- Registriert: 12.10.2005 - 22:27
- Skitage 25/26: 3
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Hat sich bedankt: 249 Mal
- Danksagung erhalten: 3471 Mal
- Kontaktdaten:
Quelle: Süddeutsche ZeitungPistenverpflegung: Gourmets in Skistiefeln
Selbstbedienungsrestaurants sind noch immer elementarer Bestandteil des Pistenbetriebs - doch die Nachfrage für gute Küche wächst.
Von Jana Meduna
Auf der Terrasse der Kristallhütte in Kaltenbach (Tirol) kann man erstklassige Küche mit Blick auf das Hochzillertal genießen.
Foto: Kristallhütte
Im Norden und Osten: Grau. Im Süden und Westen: Grau. An diesem Tag im Dezember ist das Panorama vor der Glasfassade einheitlich trist. Für graue Tage, in denen der Wind den Schnee vor sich her treibt und Nebelwolken über den Pisten hängen, ist das Panorama-Restaurant am Rand des Mölltaler Gletschers nicht gebaut.
Die mächtige Konstruktion aus Glas und Stahl in 2800 Metern Höhe ist eher für die glitzernden Tage gedacht, an denen die Sonne über dem Schareck leuchtet. 3123 Meter ist der Gipfel des Skigebietes hoch, die Tourismusvermarkter sprechen gern von "Kärntens höchstem Skivergnügen".
Klaus Laber schaut trotz des Wolkenvorhangs ziemlich vergnügt. Der Küchenchef und Leiter des Selbstbedienungs-Restaurants Eissee war auf dieses Wetter eingestellt. Er muss es ja sein bei seiner wöchentlichen Jonglage mit riesigen Mengen von Fleisch, Salaten, Eiern, Gemüse und Getränken.
Täglich muss er abschätzen, ob eher 450 oder 4500 Gäste in sein gewaltiges SB-Restaurant kommen. Wenn über Mittag das Wiener Schnitzel ausginge, wäre das eine Katastrophe, meint Laber. "Deshalb", sagt er, "sehe ich den Wetterbericht öfter an als meine Frau".
Der 41-Jährige hat sich im Nichtraucherzimmer an einen der Holztische gesetzt. Das gläserne SB-Restaurant ist modern eingerichtet, hier ist Zweckmäßigkeit wichtiger als Gemütlichkeit. Ein Teil des Bodens besteht aus Granitstein, der andere aus Teppichware, die gelben Sitzpolster sind leicht abwaschbar, unter dem Glasdach verlaufen dicke Belüftungsrohre, an der Wand hängen die Gemälde eines jungen Kärntner Künstlers.
Laber hat sich mit der Großküche erst anfreunden müssen. Gelernt hat der Kärntner in einem Vier-Sterne-Betrieb im Tal. "Beim Würzen der Speisen ging die Menge von Prise auf Faust, das war eine große Umstellung", sagt er.
Wie aber passt das zusammen? Qualitätsküche und SB-Restaurant? Kreatives Kochen und Schnelligkeit? Massenverköstigung, die nicht nach Kantinenküche schmeckt? Alles eine Frage der Organisation, glaubt Laber, wichtig sei zum einen die Qualität der Produkte, zum anderen das rationelle Arbeiten, "kein Weg umsonst".
Das beginnt bei Kalkulation, Bestellung und Transport. Am Morgen, bevor die Ski- und Snowboardfahrer die Plätze der Stollenbahn besetzen, werden die Waren von 1200 auf 2200Meter Höhe gefahren und dann in die Sechsergondel der Eisseebahn geladen, die "zum höchst gelegenen Wintergarten Österreichs" führt, wie Martha Schultz das Gletscherrestaurant nennt.
"Der Wellnessgedanke hat sich auch auf die Pisten übertragen. Die Skifahrer wollen nicht mehr nur Erbsensuppe mit Würstchen von Aldi, sondern hochwertiges Essen. Handgemachte Erbsensuppe und Würste vom Fleischer aus der Region", sagt die Geschäftsführerin der Seilbahnbetriebe am Mölltaler Gletscher. "Aber die Gäste wollen auch, dass es flott geht."
Das Gletscherrestaurant soll die Massen bedienen, die in Skistiefeln Tabletts mit Apfelstrudel und Kaffee oder Gulaschsuppe zu ihren Plätzen tragen. Ob die Porzellantassen dabei überschwappen, und die Tabletts bekleckern, ist nicht so wichtig. Wichtig aber, betont Laber, sei die leichte Küche, schwere Mehlpampfsoßen wolle keiner mehr essen, dafür würden regionale Speisen wie Tauernlamm oder -rind bevorzugt.
Am Buffet des Eissee-Restaurants stehen 14 Salate zur Auswahl, dazu Kürbiskern- oder Olivenöl, Balsamico und mehrere Karaffen mit Dressingsoßen. Torten, Tiramisu und Topfenstrudel sind hausgemacht, in der Großküche auf 2800 Metern Höhe. Brot, Semmeln und auch das Weihnachtsgebäck hat Laber ebenfalls dort zubereitet. Geschmacksverstärker, behauptet der Koch, benütze er nicht, auch kein Glutamat zum Gemüse.
Und auf den Hinweis nach dem doch etwas üppigen Preis von 7,70 Euro für ein Paar Frankfurter Würstchen mit zu schlaffen Pommes antwortet er, dass man erstens den Transportweg vom Tal zum Gletscherrand bedenken müsse und zweitens die Tatsache, dass die Würstchen aus einer regionalen Fleischerei stammen.
Umfrage: Pisten-Verpflegung wird immer wichtiger
Laut der Studie "T-Mona, Urlauber in Österreich", die von der Österreich-Werbung in Auftrag gegeben wurde, ist den Gästen die Verpflegung auf den Pisten in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden. In der Top-Ten der ausgeübten Tätigkeiten im Winterurlaub gaben 69 Prozent der 10.500 im Winter befragten Touristen das Skifahren an, 66 Prozent das Ausprobieren von regionaltypischen Speisen und Getränken.
Etliche Skigebiete wie etwa Kitzbühel oder Ischgl haben sich mit exquisiten Hütten und Angeboten auf den Pisten längst auf die gestiegenen Ansprüche eingestellt. Im Zillertal kreiert Drei-Sterne-Koch Mario Lohninger Menüs. In der Steiermark haben sich auf der Planei 13 Hütten zusammengetan, die sich Genussspechte nennen.
Der Tiroler Skiort Sölden bietet unter dem Stichwort Gourmet-View auf der Aussichtsplattform am Gaislachkogel auf Vorbestellung wahlweise Austern mit Champagner oder Ötztaler Marinde, eine traditionelle Nachmittagsjause mit Speck und Käse. Im Januar kocht dort zudem Sarah Wiener im Gletscherrestaurant Goldene Gams. Das Wochenende Ski&Gourmet samt Skipass gibt es zum Paketpreis für 259 Euro.
Und im Tiroler Skiort Serfaus entstand an der Mittelstation der Komperdell-Seilbahn vor drei Jahren die exklusive Skilounge mit offenem Kamin und roten Ledercouches, in der die Gäste als erstes die klobigen Skischuhe gegen leise Filzpantoffeln tauschen und dann exklusive Weine samt Zigarren aus dem Humidor bestellen können.
Restaurantleiter Hansjörg Thurnes bestätigt, "dass der Wintergast in den vergangenen Jahren mehr Wert auf gute Qualität beim Essen legt". Der Gast sei zudem flexibler als früher, esse an einem Tag Hamburger und besuche am nächsten Tag das teuerste Lokal mit gutem Wein.
Daher, findet Thurnes, "stehen die Selbstbedienungshütten auf den Pisten nicht im Widerspruch zum Exklusivitäts-Trend - solange die Qualität und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen". Das sieht der Chef der edlen Bar nicht anders als Klaus Laber in seinem SB-Glaspalast.
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!