Bombendrohung in Sölden: Disco mit 500 Personen geräumt

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snowflat
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Bombendrohung in Sölden: Disco mit 500 Personen geräumt

Beitrag von snowflat »

Bombendrohung in Sölden: Disco mit 500 Personen geräumt

"Es wird eine Katastrophe geben", drohte ein Mann am Telefon. Es wurde aber kein Sprengsatz gefunden.

Bild
Besitzer Michael Gurschler vor der Disco.
Bild: Köchler


An die 500 Gäste tummelten sich in der Diskothek. Bis 22.55 Uhr ahnte niemand, dass es hinter den Kulissen bereits hektische Aktivitäten gab.

Der Anruf bei der Polizeiinspektion Imst kam kurz nach 22 Uhr. Eine männliche Stimme teilte mit, dass in der Diskothek eine Phosphor-Natrium-Bombe sei, die zwischen 23 und 23.30 Uhr explodieren würde.

Die Polizei reagierte schnell: Der Anruf wurde lokalisiert, er kam aus einer Telefonzelle beim Postplatz in Sölden – nur wenige Meter von der Disko entfernt.

Die Polizeistreife, die kurz darauf bei der Telefonzelle eintraf, konnte den Anrufer nicht mehr finden, dafür aber eine Frau aus Deutschland, die eine erste vage Pesonenbeschreibung abgab: männlich, sehr groß, blonde, kurze Haare.

In der Zwischenzeit wurde mit der Behörde beraten und dann die Konsequenz gezogen: die Evakuierung der Diskothek. Um 22.55 Uhr, fünf MInuten vor dem „Ultimatum“ des Anrufers, wurde das Lokal von Polizeibeamten und mit Unterstützung des Geschäftsführers geräumt.

In nur fünf Minuten waren die 500 Gäste draußen – die Polizei ist denn auch voll des Lobes über die „Disziplin und das Verständnis“ der Lokalbesucher.

Auch Besitzer Michael Gurschler ist froh, dass die Situation so unkompliziert über die Bühne gegangen ist. „Es gab keine Panik und keine Ausschreitungen. Die Leute sind ganz ruhig vor das Lokal gegangen“, erzählt Gurschler.

Dort konnten sie aber nicht bleiben. Das Lokal wurde kleinräumig abgesperrt, die Leute mussten auf die andere Straßenseite. „Unsere Leute haben sie dort sogar noch etwas mit Getränken versorgt“, berichtet Gurschler.

Die Polizeibeamten und der Geschäftsführer untersuchten das Lokal, Hinweise auf eine Bombenlegung konnten nicht gefunden werden.

Kurz nach Mitternacht wurde das Lokal dann wieder freigegeben. „Die meisten Gäste kamen wieder“, freute sich Gurschler. „Viele hatten ja noch ihre Jacken im Lokal.“

Die Fahndung lief gestern auf Hochtouren. Zuerst galt es, die Zeugin wiederzufinden, die eine Adresse angeben hatte, die in Sölden nicht existiert. Die Frau wurde schließlich am Abend gefunden, die Befragung dauerte bei Redaktionsschluss noch an. Die Telefonzelle wurde von der Spurensicherung untersucht.

Am Abend gab die Polizei dann auch das Tonband frei, auf dem der Anruf gespeichert ist. Hinweise in dieser Sache nimmt die Polizeiinspektion Sölden unter 059133/7108 entgegen.
Quelle: tirol.com
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!

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