Kurze Seilbahngeschichte Vorarlbergs

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Gletscherfloh
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Kurze Seilbahngeschichte Vorarlbergs

Beitrag von Gletscherfloh »

Aus dem ORF-on Vorarlberg (dort auch einige historische Fotos):
Die Seilbahngeschichte in Vorarlberg
Vorarlberg ist ein Wintersportland. An schönen Wochenenden pilgern tausende Wintersportler in die Skiregionen. Um 1900 begann die Erschließung unserer Berge. Die erste mechanische Aufstiegshilfe gab es am Bödele.

Begonnen hat alles am Bödele: Auf den Lank konnte man sich schon 1908 mit einem Schlitten ziehen lassen - es war die erste mechanische Aufstiegshilfe des Landes.
Und auch die erste Seilbahn wurde nicht im Hochgebirge, sondern in der Nähe einer Stadt gebaut: Die Pfänderbahn in Bregenz eröffnete 1927.
Der erste Schlepplift folgte dann am Arlberg, 1937 in Zürs.
Der erste Sessellift ging 1947 in Tschagguns in Betrieb.

Skilift-Boom folgte
In den folgenden Jahren gab es einen richtigen Skilift-Boom, erinnert sich der ehemalige Leiter der Seilbahnabteilung des Landes, Wolfgang Allgeuer. Es gab eine klare Trennung, die Einersessellifte hat die Firma Steurer in Doren gemacht, Schlepplifte produzierte Doppelmayr, sagt Allgeuer.

Zahl der Lifte zurückgegangen
Bedenken gegen einen weiteren Ausbau wurden erst Ende der Siebziger laut, als im Montafon und im Brandnertal immer neue Projekte geplant wurden. Die Landesregierung reagierte daraufhin: Ein Fremdenverkehrskonzept wurde beschlossen, das aus Umweltschutz-, aber auch aus wirtschaftlichen Gründen neuen Erschließungen Grenzen setzte. Tatsächlich stagnierte die Zahl der Lifte und ging zuletzt soagr zurück, weil einige kleine Gemeindelifte stillgelegt wurden.

Zahl der transportierten Wintersportler steigt
Was nicht zurückging, ist die Zahl der transportierten Wintersportler. Im Gegenteil: Größere Gondeln, schnellere Lifte und der Bau von Vierer-, Sechser- und schließlich Achtersesselbahnen ermöglichen den Transport von immer mehr Menschen in immer kürzerer Zeit auf die Berge.

Die Transportkapazität aller Aufstiegshilfen stieg von acht Millionen Personenmeter pro Stunde im Jahr 1955 auf knapp 100 Millionen, also um mehr als das Zehnfache.

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