Kärnten stellt Ultimatum für Nassfeld-Seilbahn

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der grüne bus
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Kärnten stellt Ultimatum für Nassfeld-Seilbahn

Beitrag von der grüne bus »

Kärnten stellt Ultimatum für Nassfeld-Seilbahn
Nachdem es außer einigen Absichtserklärungen und Grundsatzverträgen bisher keine konkreten Entscheidungen über den Bau einer Seilbahn von Italien auf das Nassfeld gibt, droht Kärnten jetzt, die Geldmittel anderweitig einzusetzen.


Kooperation bei 45-Millionen-Projekt
Seit elf Jahren wird die Erschließung des Skigebietes Nassfeld auf italienischer Seite diskutiert und geplant. Geht es nach den aktuellen Plänen, soll eine Seilbahn die italienische Skifahrer von Pontebba (Friaul) aus auf das Nassfeld bringen.

Das 45-Millionen-Projekt wurde immer wieder als "wesentlich für die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Nassfelds" gefeiert und kommt jetzt in die entscheidende Phase. Der Anteil von Friaul beträgt 16 Millionen Euro.

Ultimatum der Geldgeber bis Ende März
Nachdem bereits eine gemeinsame kärntnerisch-italienische Firma gegründet worden war, drängen jetzt Kärnten und vor allem die Hypo-Alpe-Adria-Bank als wichtigster Geldgeber die friulanischen Partner zu einer rechtsgültigen Entscheidung bis Ende März.


Hypo-Chef: "Es muss Nägel mit Köpfen geben"
Es müsse nach den diversen bilateralen Grundsatzerklärungen jetzt endlich "Nägel mit Köpfen" geben, stellt Hypo-Vorstand Wolfgang Kulterer jetzt die Italiener vor ein Ultimatum. Andernfalls würde Kärnten das für die Nassfeld-Seilbahn vorgesehene Geld eben anderswo investieren.

"800.000 Euro seit 1995 investiert"
"Dass wir bis 31. 3. wissen wollen, was das Land Friaul will. Ich glaube, wenn ein Projekt zehn Jahre läuft ist es einmal Zeit, zu entscheiden. Es ist kein Ultimatum, wir wollen eine klare Antwort. Seit 1995 haben wir als Hypo-Gruppe in Summe 800.000 Euro investiert in Vorprojektstudien, es gibt einen Rahmenvertrag, 2005 gab es eine Arbeitsgruppe. Jetzt kommen wieder neue Änderungswünsche, die wir nicht mehr akzeptieren. Es sind alle Voraussetzungen da, das Projekt sehr schnell umzusetzen. Wenn man es nicht will, dann halte ich nichts von Verzögerungstaktik."


"Projekt wird teurer"
"Es ist vorgesehen, auch auf Wunsch von Friaul, die Talstation nach Pontebba hineinzusetzen und die Kosten, die man sich ohne Straße erspart, in das Projekt investiert. Das Projekt wird um zehn bis 15 Millionen Euro teurer sein, diese Mehrkosten hat die Region Friaul zu übernehmen, denn das ist ein Impuls für die Region."

Kulterer ist sicher, dass es eine klare Aussage geben werde. Wenn die Entscheidung positiv ausfalle, dauere es immer noch zwei Jahre. Wenn die Friulaner nein sagen, werde das Projekt nicht mehr umgesetzt.
Quelle: http://kaernten.orf.at
...und der grüne bus fährt und fährt und fährt...

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