Der Tirolerkogel gilt trotz seiner niedrigen Seehöhe (1377m) als lawinenanfällig (selbst die Strasse zwischen Türnitz und Annaberg muss ab un an gesperrt werden). Trotzdem erschüttert ein derartiger Unfall, weil man letztlich doch nicht damit rechnet, dass auf einem derartigen Familienausflugsziel (am Gipfel ist eine Hütte) so was tragisches passiert ...Skitourengeher von Lawine getötet
In Türnitz im Bezirk Lilienfeld ist Sonntagnachmittag ein Skitourengeher von einer Lawine erfasst und getötet worden. Die Leiche des Mannes wurde am Nachmittag von Bergemannschaften geborgen.
Trotz Lawinenwarnstufe 4 auf Tour gegangen
Der Unfall ereignete sich am Tirolerkogel in Türnitz, wo Lawinenwarnstufe 4 gilt. Der Mann war als Vorfahrer mit einer Tourengehergruppe von sechs Personen unterwegs. Er wollte als Erster Richtung Türnitz abfahren, als sich ein Schneebrett löste und ihn begrub.
Ehe die Rettungsmannschaften mit der Suche beginnen konnten, musste mit einem Erkundungsflug erkundet werden, ob sich nicht noch weitere Schneebretter lösen können.
Tödliches Lawinenunglück in Niederösterreich
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Tödliches Lawinenunglück in Niederösterreich
Aus dem ORF-on:
- gerrit
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Zitat ist nicht ganz richtig. Der Mann konnte sofort von seinen Kameraden ausgegraben werden, dürfte allerdings von den Schneemassen gegen einen Baum gedrückt worden sein und war an den Verletzungen (wahrscheinlich Bruch der Wirbelsäule) gestorben. Das Unglück ereignete sich auf einer Abfahrtsvariante von der "Kalten Kuchl" nach Osten in steilem Waldgelände, der Mann war ein sehr erfahreren Alpinist.
Erinnerungen: meine Berichte seit 2005 (bzw. 1983)
Daß wir echt waren, werde ich auch noch erfinden! (Josef Zoderer)
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gernot
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hier der artikel aus der nön
Schneebrett riss Mann in den Tod
GEGEN BAUM GESCHLEUDERT / St. Pöltner Touren-Schifahrergruppe löste Lawine in Türnitz aus. Ein 43-jähriger wurde dabei tödlich verletzt.
ST. PÖLTEN / Der Jahrhundert-Schnee im Voralpengebiet hat ein Todesopfer gefordert - der 43-jährige St. Pöltner Thomas B. ist bei einer Schitour auf den Tirolerkogel tödlich verunglückt. B., ein erfahrener Alpinist und Kletterer, war mit fünf Kameraden im Gemeindegebiet von Türnitz über die Weidenau Richtung Tirolerkogel unterwegs. „Die sechs Tourengeher haben eine gute, nicht gefährliche Spur am Annaberger Haus vorbei Richtung Kuchlalm gezogen“, erzählt Helmut Frießenbichler von der Bergrettung St. Pölten.
Bei der Abfahrt wählte die Gruppe einen steilen Nordosthang durch den Wald, das sogenannte Stern-Gassl. Dabei löste sich ein Schneebrett, das die ersten drei der Gruppe mit sich riss. Zwar wurden sie nicht verschüttet, Thomas B. prallte allerdings gegen einen Baum. Er war sofort tot.
Seine Kameraden alarmierten die Bergrettung. Die St. Pöltner Retter waren nur eine Dreiviertelstunde vom Unglücksort entfernt auf Streifendienst und damit rasch zur Stelle. Rettungshubschrauber Christophorus 5 barg Thomas B., seine Kollegen blieben zum Glück unverletzt.
Wie riskant Schitouren gegenwärtig sind, bringt Michael Hochgerner, der Lilienfelder Bezirkspolizeikommandant und Chef der NÖ Alpinpolizei, auf den Punkt: „Bei Lawinenwarnstufe vier braucht der Tourengeher viel Erfahrung, Routine und Beurteilungsvermögen, um sich im freien Gelände gefahrlos bewegen zu können.“
@gerrit kennst du die abfahrt, wie "waldig" ist die abfahrt, freier schlag oder (hoch)wald?
Schneebrett riss Mann in den Tod
GEGEN BAUM GESCHLEUDERT / St. Pöltner Touren-Schifahrergruppe löste Lawine in Türnitz aus. Ein 43-jähriger wurde dabei tödlich verletzt.
ST. PÖLTEN / Der Jahrhundert-Schnee im Voralpengebiet hat ein Todesopfer gefordert - der 43-jährige St. Pöltner Thomas B. ist bei einer Schitour auf den Tirolerkogel tödlich verunglückt. B., ein erfahrener Alpinist und Kletterer, war mit fünf Kameraden im Gemeindegebiet von Türnitz über die Weidenau Richtung Tirolerkogel unterwegs. „Die sechs Tourengeher haben eine gute, nicht gefährliche Spur am Annaberger Haus vorbei Richtung Kuchlalm gezogen“, erzählt Helmut Frießenbichler von der Bergrettung St. Pölten.
Bei der Abfahrt wählte die Gruppe einen steilen Nordosthang durch den Wald, das sogenannte Stern-Gassl. Dabei löste sich ein Schneebrett, das die ersten drei der Gruppe mit sich riss. Zwar wurden sie nicht verschüttet, Thomas B. prallte allerdings gegen einen Baum. Er war sofort tot.
Seine Kameraden alarmierten die Bergrettung. Die St. Pöltner Retter waren nur eine Dreiviertelstunde vom Unglücksort entfernt auf Streifendienst und damit rasch zur Stelle. Rettungshubschrauber Christophorus 5 barg Thomas B., seine Kollegen blieben zum Glück unverletzt.
Wie riskant Schitouren gegenwärtig sind, bringt Michael Hochgerner, der Lilienfelder Bezirkspolizeikommandant und Chef der NÖ Alpinpolizei, auf den Punkt: „Bei Lawinenwarnstufe vier braucht der Tourengeher viel Erfahrung, Routine und Beurteilungsvermögen, um sich im freien Gelände gefahrlos bewegen zu können.“
@gerrit kennst du die abfahrt, wie "waldig" ist die abfahrt, freier schlag oder (hoch)wald?
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Das Sterngassl ist ein mäßg steiler eigentlich baumfreier Graben, der sich von der Hochfläche bis in ein von Türnitz erreichbares Traisen-Nebental erstreckt, ist an und für sich eine Standardabfahrt in diesem Gebiet. Hab allerdings aus direkter Quelle die Information, daß sich das Unglück nicht direkt im Sterngassl sondern etwas rechts (südlich) davon IM Wald ereignet hat (eine Kollegin von mir ist bei der Bergrettung dort). Das Sterngassl selbst ist sicherlich weniger steil als die Abfahrten, die Ihr am Wochenende gemacht habt.
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Die ursprünglichen Angaben des ORF-Berichts waren in der Tat sehr vage.
Das Sterngassl ist an sich ein Klassiker und findet sich bereits im "Schwanda-Buch" (Hans Schwande: Skiglück vom Wienerwald bis zum Dachstein, Schroll-Verlag, Wien, 1965).
Darin findet man folgenden Eintrag beim Tirolkerkogel:
Zum Vergleich:
Abfahrt vom Sonnwendstein wird mit II-III bewertet
Rettenegg-Abfahrt am Stuhlecke: II-III
Osthang-Semmering (Piste): II-III
Lahngraben-Rax: III
Einfahrt Breite Ries-Schneeberg: III-IV
Lahning Ries-Schneeberg: IV.
Das Sterngassl ist an sich ein Klassiker und findet sich bereits im "Schwanda-Buch" (Hans Schwande: Skiglück vom Wienerwald bis zum Dachstein, Schroll-Verlag, Wien, 1965).
Darin findet man folgenden Eintrag beim Tirolkerkogel:
Bezüglich der Schwierigkeitsangaben (geht in dem Buch von I bis IV) muss man natürlich die Entstehungszeit des Buchs (frühen 1960er Jahre) beachten.Abfahrt in nordöstlicher Richtung über die Hochfläche bis zum Punkt 1339m. Sodann etwas abwärts, mit kleiner Gegensteigung zum Plateaurand, und weiter durch das "Sterngassl" (III), steil und schwierig, bis zum Ende des Grabens. Querung nach links an steiler Grabenwand in den Wald ....
Zum Vergleich:
Abfahrt vom Sonnwendstein wird mit II-III bewertet
Rettenegg-Abfahrt am Stuhlecke: II-III
Osthang-Semmering (Piste): II-III
Lahngraben-Rax: III
Einfahrt Breite Ries-Schneeberg: III-IV
Lahning Ries-Schneeberg: IV.