Augusthochwasser: Das lange Warten auf die Hilfsgelder

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mic
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Augusthochwasser: Das lange Warten auf die Hilfsgelder

Beitrag von mic »

Augusthochwasser: Das lange Warten auf die Hilfsgelder

Losgeschickt sollen fast alle Bescheide sein, angekommen sind sie jedenfalls nicht. Hochwasseropfer warten lange auf die Landesunterstützung.
Zwischen 10 und 20 % aller Tiroler Opfer haben noch keine konkrete Förderzusage erhalten.

Seit dem 23. August 2005, dem Tag der großen Flut, sind mehr als sechs Monate oder exakt 190 Tage vergangen. Das Hochwasser richtete in großen Teilen Tirols enorme Sachschäden an. Vielen Betroffenen wurde nach den Tagen des kollektiven Aufräumens schnell von unerwarteter Seite Hilfe zuteil: karitative Vereinigungen, Privatpersonen, Firmen und unzählige Vereine griffen in die Tasche und stelten neue Spendenrekorde auf.

Parallel dazu meldeten die Hochwasseropfer ihre Schäden beim Katastrophenfond an. Von Seiten des Landes Tirol wurde klar gemacht, dass zuerst natürlich alle Daten erhoben werden müssten, aber ab spätestens Jänner 2006 die Bescheide hinausgehen würden. Darin wird den Betroffenen mitgeteilt, wie hoch der Prozentsatz der Landeshilfe am jeweiligen Schadensausmaß sein wird. Über vorgelegte Instandsetzungs-Rechnungen kommen die Hochwasseropfer dann zu Bargeld.

Laut Alois Popeller vom Amt der Tiroler Landesregierung sind inzwischen fast 90 Prozent der Bescheide zugestellt. "Nur bei größeren Unternehmen, offenen Versicherungsfragen oder fehlenden Unterlagen bedarf es noch einer genaueren Abklärung. Gerade einfache Häuslebauer sind schnell bedient worden, die meisten haben einen Fördersatz von 50 Prozent bekommen", erklärt der Beamte am Dienstag gegenüber der Tiroler Tageszeitung.

Szenenwechsel nach Pflach im Außerfern. Nachdem immer mehr Betrofene im März bei der Gemeinde angefragt haben, wo denn die Bescheide bleiben würden, ließ Bürgermeister Helmut Schönherr einen Rundruf machen, wer das wertvolle Papier bereits in Händen hält. "Leider hat der Großteil der Pflacher Betroffenen noch nichts bekommen. Ich glaube, dass die zuständige Abteilung des Landes für diese außergewöhnliche Belastung einfach unterbesetzt ist. So lange darf es einfach nicht dauern. Die Leute müssen ja wissen, wie viel sie bekommen, sonst trauen sie sich die großen Investitionen ja gar nicht anzugehen."

Der Bezirkshauptmann von Reute liegt zwar mit schwerster Erkältung seit Tagen im Bett. Die Nachricht, dass immer noch Menschen in seinem Bezirk auf die Bescheide warten, lässt aber ihm keine Ruhe. Am Dienstag glüht der Draht mit Insbruck. Dietmar Schennach: "Alois Popeller hat mir bestätigt, dass er gerade vergangenen Freitag 13 weitere Bescheide nach Pflach abgeschickt hat. Sie müssten jeden Tag ankommen." Die BH Reute hatte sich in den letzten Monaten laut Popeller durch besonders akribische und detaillierte Antragsprüfung hervorgetan. Umso unverständlicher erscheint daher die lange Verzögerung des "Postweges" ins Außerfern.

Besser schaut es in andere Regionen Tirols aus: BM Arno Abler vermeldet aus Wörgl, dass 90 Prozent eine Zusage des Landes haben. In Pfunds haben laut BM Gerhard Witting vermutlich schon alle ihre Bescheide zugestellt bekommen.
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Af
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Beitrag von Af »

Tja, wir sind zwar nicht in dem Ausmass betroffen, aber haben letzte Woche von der Behörde Bescheid bekommen, dass die Abrechnung unserer Versicherung fehlt.... Nur hatten wir damals angegeben, dass wir gar keine Versicherung haben :twisted: Naja, mal schaun, wieviel Wochen wir jetzt warten dürfen...
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Oder so:
Tiroler Versicherung spendiert Jahresgewinn Hochwasseropfern

Anstatt den Vorjahresgewinn wie üblich für Rückstellungen zu verwenden, gehen 1,5 Mio. Euro an 153 Hochwasseropfer.

Bild
Das Vorstandsduo Franz Mair (li.) und Walter Schieferer.
Bild: Tiroler Versicherung


"Das Hochwasser des Sommers 2005 ist längst versiegt, die Schäden sind aber teilweise noch sichtbar", erklärte Walter Schieferer, Vorstandschef der als Verein organsierten Tiroler Versicherung, am Montag vor Journalisten.

Er kündigte an, über die bereits geleisteten Schadenszahlungen von rund neun Mio. Euro weitere 1,5 Mio. Euro an 153 Schwerstbetroffene auszuschütten. Die Summe entspreche dem durchschnittlichen Jahresgewinn der vergangenen Jahre und wäre sonst in Rückstellungen geflossen.

Schieferer geht davon aus, dass die Bundesregierung die nach dem Hochwasser des Vorjahres diskutierte Versicherungspflicht gegen Naturkatastrophen noch heuer beschließen könnte.

"Entweder es kommt eine Pool-Lösung, ein Versicherunsgverein nach Vorbild der Hagelversicherung ist aber wahrscheinlicher", geht Schieferer davon aus, dass die Katastrophen-Pflichtversicherung, die auch Schäden durch Terroranschläge abdecken soll, pro Haus und Jahr zwischen 150 und 200 Euro Prämie kosten dürfte.
Quelle: Tiroler Landeszeitung

Sind um und bei 9.000 Euro pro Hochwasseropfer, bei einigen Opfern wohl nur einen Tropfen auf den heißen Stein, aber besser als gar nichts. Und die Versicherungen haben das auf jeden Fall über ...
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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Af
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Beitrag von Af »

Klar, die Versicherungen zahlen bei den meisten Schadensfällen eh nix.
Unsere Nachbarn bekommen die verdorbenen Lebensmittel ersetzt, und sonst nix. 8O
Ganz tolle Klausel in deren Vertrag.
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