Saison noch bis 1. Mai, wobei einige Anlagen schon im März ihren Betrieb beenden
So schöne Verhältnisse wie hier an der Lagalb, gab es in diesem Winter nicht oft.
So schöne Verhältnisse wie hier an der Lagalb, gab es in diesem Winter nicht oft.
Die Schneefälle im Februar und März haben die Oberengadiner Skigebiete nach einem relativ schwierigen Start mit wenig Niederschlägen zwar schön eingedeckt, aber um auch die letzten beliebten Abfahrten zu öffnen, ist es nach wie vor ungenügend. Die Gründe sind unterschiedlicher Art. Vorab der Wind machte im Verlaufe des Winters zu schaffen. Oder wie im Falle der geschlossenen Gletscherabfahrt Morteratsch die zu geringen Niederschläge in den letzten drei Jahren. Es habe gesamthaft einfach zu wenig geschneit für eine gute Gletscherpiste, erklärt Diavolezza-Direktor Peter Dübendorfer. Aus der Not traf die Diavolezza-Bahn mit der Bergsteigerschule Pontresina eine Übereinkunft. Nun werden von Bergführern geführte Gletscherabfahrten angeboten, direkt über die Gletscherbrüche und nicht via Isla Pers, wo zu wenig Schnee vorhanden ist.
Das Problem Wind
Die geschlossene Gletscherabfahrt ist nur ein Problem-Beispiel mit denen sich die Oberengadiner Bergbahnen in diesem Winter konfrontiert sehen. Zwölf der insgesamt 89 vorhandenen Pisten sind zu, weil sie beispielsweise aufgrund von Schneeverwehungen oder zu wenig bindendem Schnee nicht präpariert werden können. Immerhin gibt es auch Lichtblicke: So konnte die Corvatschbahn nach schwierigem Start den «Berg» doch noch für den Skifahrer öffnen und mittlerweilen gibt es sogar gute Verhältnisse in der oberen Sektion, auch wenn die Georgi-Piste nach wie vor geschlossen ist. Und der Wind des Öfteren Sorgen bereitet. So versah er am Donnerstag am Corvatsch innert Stundenfrist eine vorher präparierte perfekte Piste mit Schneeverwehungen von einem Meter Höhe.
Offen ist seit dem 24. Februar jeweils ab Mittag die Hahnenseeabfahrt – sofern keine Lawinengefahr herrscht. Die Schneefälle der letzten Wochen haben eine Präparation im steinigen Gelände möglich gemacht. Sehr zur Freude vieler St. Moritzer, die nun am frühen Abend statt mit dem Bus via Skipiste die Heimfahrt nach St.Moritz-Bad antreten können.
Durchschnitts-Umsatz
Umsatzmässig verläuft die Wintersaison für die Bergbahnen im Oberengadin «den Umständen entsprechend», wie sich BEST-Geschäftsführer Dieter Bogner auf Anfrage der «Engadiner Post» ausdrückt. Bis zum jetzigen Zeitpunkt liege man zwar leicht unter Vorjahresniveau, aber aufgrund der späteren Ferienzeiten verschiebe sich vieles in den März hinein. Er ist überzeugt, dass die Bahnen bis nach Ostern Mitte April die Zahlen des letzten Jahres (Durchschnittsjahr) erreichen werden.
Zurück weist Bogner vorhandene Gastkritik, wonach die Kommunikation bei schwierigen Wetter- und Windbedingungen immer noch nicht wunschgemäss klappe. Jedes Hotel, jeder Skilehrer erhalte am Morgen entsprechende Mails mit den nötigen Informationen. Und an den Talstationen gäben die Info-Tafeln genau Auskunft über geschlossene und offene Pisten oder Lifte. «Man muss halt auch mit offenen Augen durchs Leben gehen und die Informationen beachten», sagt Bogner. Im Übrigen wolle man die Information noch ausbauen und künftig sogar die Loipen in die täglichen Bulletins einbeziehen.
Bis Ostern oder sogar 1. Mai
In den nächsten beiden Wochen werden einige Anlagen ihren Wintersaison-Betrieb bereits beenden. Wobei Provulèr in Celerina und Samedan ihren auf den 12. März (morgen) beabsichtigten Schliessungstermin aufgrund der guten Verhältnisse auf den 19. März (Samedan) und 26. März (Provulèr) hinausgeschoben haben. Zuoz wird in einer Woche entscheiden, ob man noch länger als bis zum 19. März die Skiliftanlagen geöffnet lässt. «Je nach Verhältnissen», heisst es auf Anfrage. Auf den 19. März terminiert ist auch die Schliessung des Liftes in La Punt. Am 26. März will die Languardbahn in Pontresina zu machen.
Für die anderen Unternehmungen im Oberengadin dauert die Saison allerdings noch einige Zeit an. Am nächsten Samstag beginnen die Top-Hit-Angebote, die bis zum 1. Mai verfügbar sind. Bis zu diesem Datum halten Corvatsch und Diavolezza ihre Anlagen geöffnet. Eine Woche zuvor werden Lagalb und Furtschellas schliessen. Das Haupt-Saisonende ist jedoch auf den 17. April (Ostermontag) angesetzt. Dann ist Ende Schneesport in Maloja, Suvretta, bei der Signalbahn, auf Corviglia-Piz Nair, in Celerina-Marguns, und auf Muottas Muragl angesagt. Die Wiedereröffnung der Anlagen für die Sommersaison wird im Verlaufe des Juni und Juli erfolgen.
Quelle: Engadiner Post Autor: Stephan Kiener
Ort: 7500 St. Moritz
Datum: 11.03.2006
Rubriken: Diverses, Tourismus
Oberengadiner Bergbahnen mit schwierigem Winter
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Oberengadiner Bergbahnen mit schwierigem Winter
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