Skisaison: Mehr Gäste, mehr Kosten

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flo
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Skisaison: Mehr Gäste, mehr Kosten

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Skisaison: Mehr Gäste, mehr Kosten

von Carola Holler
Wer gerne Ski fährt, muss seine Bretter noch nicht in den Keller räumen. Denn auf dem Arber und im Skizentrum Mitterfirmiansreut wird man noch bis Ostern über die Pisten sausen können. Neben einigen Liften sind im Bayerischen Wald derzeit auch noch zahlreiche Langlaufloipen gespurt.
Am Geißkopf dagegen ging - wie in zahlreichen anderen Skigebieten im Bayerischen Wald auch - die Skisaison bereits zu Ende. Alexander Achatz, Betriebsleiter der Geißkopfbahn, ist rundum zufrieden: „Wir hatten in dieser Saison 150 000 Besucher - ein neuer Rekord.“ Im Vorjahr wurden am Geißkopf 120 000 Skifahrer gezählt, „obwohl die Saison 2004/ 2005 auch nicht schlecht war“. Und selbst nach gut vier Monaten Schnee hatten viele Gäste diesmal auch Mitte März noch nicht genug vom Ski- oder Snowboardfahren: „Wir haben am Sonntag, 19. März, noch über 2000 Liftkarten verkauft - so viele wie noch nie im März“, erklärt Achatz. Kurz nach Ende der aktuellen Saison hat der Betriebsleiter aber bereits die kommende im Visier: Am Geißkopf wird eine neue Nordhang-Abfahrt gebaut, zudem sollen Flutlicht- und Beschneiungsanlagen ausgeweitet werden.
Rekordzahlen meldet auch Manfred Selwitschka, Geschäftsführer des Zweckverbands, aus dem Skizentrum Mitterfirmiansreut: „Wir haben das Rekordergebnis des Vorjahres von 1 035 000 Euro bereits Mitte März getoppt.“ Für ihn ein gutes Ergebnis, zumal man bedenken müsse, dass der Sessellift zu Weihnachten zwei Wochen wegen der Schneebrucharbeiten still stand. „Zudem war die Konkurrenz mit anderen Liftbetreibern heuer so groß wie nie - man konnte ja überall Ski fahren.“ Auch Ende März liegt im Skizentrum noch jede Menge Schnee: „Die Bedingungen sind traumhaft.“ Der Zweckverband hat sich daher entschlossen, die Skisaison am Kleinen Almberglift noch bis Ostern zu verlängern. „In drei Bundesländern sind nächste Woche Schulferien - also lassen wir für unsere Gäste und alle Skibegeisterten die Lifte offen.“
Auch Tomas Liebl, Betriebsleiter der Arber-Bergbahn, hat die Osterferien im Visier - vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. „Wenn die Sonne scheint, kommen immer noch sehr viele Gäste.“ Allein am Wochenende, 18. und 19. März, waren 3500 Skifahrer auf den Pisten unterwegs. „Das ganze Skigebiet war voll. Bei Regen allerdings will niemand fahren.“ Bis Ostern sind die Gondelbahn und die 6er-Sesselbahn in Betrieb.
Am Hochficht/OÖ laufen noch alle Lifte. Ob die Saison verlängert wird, soll sich noch diese Woche entscheiden. Beim Rückblick auf die vergangenen vier Wintermonate fällt auch die Bilanz von Richard Brillinger, Geschäftsführer der Hochficht-Bergbahnen, sehr positiv aus: „Bis jetzt kamen bereits 265 000 Besucher - fast 20 000 mehr als im Vorjahr.“ Parallel dazu seien aber auch die Kosten gewaltig gestiegen: „Durch die starken Schneefälle hatten wir doppelt so hohe Präparierungskosten für die Pisten, weil wir zwei Meter Schnee bändigen mussten.“
Auf den Tourismus hat sich der Schnee positiv ausgewirkt. „Viele Gäste kamen spontan, nachdem sie die Berichte in den überregionalen Medien verfolgt hatten“, sagt Ulrike Eberl-Walter vom Tourismusverband Ostbayern. Das wirke sich vermutlich bis in die nächste Saison aus. Die Resonanz aus den ostbayerischen Tourismuszentralen sei durchwegs positiv: „ Wir können wir mit diesem Winter wirklich zufrieden sein.“
Quelle: PNP 30.3.06

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