Talstationshöhe: 3292 m
Bergstationshöhe: 3978 m
Nach dem genialen aber kräftezehrenden Vail Tag, gings am dritten nach Arapahoe Basin, nur wenige km von Dillon entfernt. An diesem Tag hatten wir keine Probleme mehr mit der Höhe. Vielleicht auch deshalb weil wir oben am Kamm keine Zeit hatten darüber nachzudenken weil es so schweinskalt war... Zum Glück war der Wind nur oben am Kamm richtig ekelhaft, darunter wars dann nur noch kalt. Wir haben eine schöne Wächte gefunden, man kann von einem flachen Weg über einen Rücken in einen steilen Kessel springen und dann im zerfahrenen Tiefschnee so richtig runterfräsen. Macht richtig Spaß, auch wenn die Videos die wir gemacht haben, nicht sehr cool aussehen. Man hört bei jedem Sprung einen Schrei, dann den Skifahrer, der aber nur ca. 2m weit springt... Der Nervenkitzel war, dass man überhaupt nicht gesehen hat, wohin man springt, da es recht steil war. Auf dem Video schauts leider lächerlich aus...
Ein Lift mit extrem geilen Abfahrten ist die Pallavicini DSB, ohne Fußraster und Sicherheitsbügel versteht sich. So nach dem Motto "wer hier runterfährt braucht auch keine Sicherheit beim Lifteln!". Die noch relativ breiten Abfahrten (alles unpräpariert) sind großteils gut eingefahrene Buckelpisten, wenn auch schon mit ein paar aperen Stellen. Das Highlight aber waren die Wald"lücken" (Abfahrt wäre übertrieben) im Double Diamond Revier Pallavicini. Eng, steil, eigentlich ein Schwachsinn für eine Ulraubsbetätigung aber trotzdem geil!
Am Ende unseres Tages wollten wir die künstliche Buckelpiste nahe der Talstation des Pallavicini testen. Künstliche Buckelpiste heißt es ist eine ausgefahrene Furche wodurch man in den Kurven ähnlich wie in einer Buckelpiste abfedern muss. Theoretisch! Ich hab von hinten gefilmt, was ganz optisch ganz ok war dachte ich. Dann kam ein Vater mit seiner Tochter (ca. 6-7 Jahre) und er ist in die Buckel gefahren. Hab mir gedacht das schau ich mir mal an. Der Vater war ganz imposant, der hats gecheckt. Dann kam die Kleine! hab zuerst gedacht sie fährt ein paar Buckel und das wars dann. Aber nein, in Falllinie runter die Knie hoch bis zum Kinn und zum Vater gefahren, der am 1.Kicker stand. Ich dachte "Wow", das ist ja der Hammer! Dann kam der eigentliche Hammer. Sie ist sogar über den Kicker drüber - mit einem Heli (!!!) und danach munter weitergebuckelt. Sowas hab ich noch überhaupt nicht gesehen, das war sowas von unglaublich! Wir haben natürlich angefeuert und geschrien. Als beide unten waren schrie der Vater hoch "can you top this?". Ich bin dann doch lieber nebendran die Piste runtergefahren, mein Ego sollte die restlichen Tage noch etwas halten...
Panoramakarte:
http://arapahoebasin.com/images/abasin_trailbig.jpg
Anfahrt:
ca. 15 Minuten
Wetter:
wolkenlos, saukalt, oben sehr windig
Temperatur:
ca. -20°C im Tal, oben mit Wind gefühlte Temperatur noch weit darunter
Schneehöhe:
offiziell 172-178 cm, aber Buckelpisten ins "Tal" hatten apere Flecken, da länger kein richtiger Schneefall mehr.
Schneezustand:
windgepresster Neuschnee
Geöffnete Anlagen:
alle außer Norway Lift
Geschlossene Anlagen:
Norway Lift
Offene Pisten:
alles außer East Wall
Geschlossene Pisten:
East Wall
Meisten Gefahren mit:
3SB Lenawee (ca. 10x)
Wenigsten Gefahren mit:
Exhibition Lift (2x)
Wartezeiten:
---
Gefallen:
Endlich mal alpines Panorama! Kleines aber anspruchsvolles Skigebiet, keine Anfänger und Möchtegerns unterwegs. Sehr schneidige, steile Wald"abfahrten" (teilweise nur 2-2,5m breit).
Nicht gefallen:
langsame Lifte
Fazit: 4 von 6 Maximalen.
Abzüge: -1 P.: langsame Lifte
-1 P.: Schneelage nicht optimal
Exhibition Lift, im Hintergrund die 3SB Lenawee.
Ganz links sieht man die East Wall. Die Rinnen kann man im Frühjahr (so wie z.B. jetzt) nach kurzem Aufstieg fahren. Bei uns war leider alles verblasen.
Ausblick Richtung Breckenridge
Blick Richtung Lake Dillon
P.S. Sobald ich Fotos von meinen Miturlaubern habe werde ich die Berichte noch mit Fotos updaten!