Guter Winter bei den Murtaler Schibergen (Kleine Zeitung)

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Turrachfan
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Guter Winter bei den Murtaler Schibergen (Kleine Zeitung)

Beitrag von Turrachfan »

Murtaler Schiberge: "Heuer fahren wir erstmals durch..."
Diese Schneelage lädt noch immer zum Wedeln auf manch Murtaler Schiberg ein. Die Bilanz eines Winters, der wieder ein "normaler" war.


Der lange Winter brachte dem Kreischberg erfreuliche Zuwächse Foto: APA
"Jetzt gehe ich dann Schi fahren!" freut sich Josef Duscher auf ein paar Schwünge im Firn der Frühlingssonne. Während "seine" Frauenalpe Mitte März die Lifte abschaltete, kann man auf manch anderem Murtaler Schiberg diesen Winter noch hochhalten. Der wieder einmal ein "normaler" war, wie Ägydius Plank von der Grebenzen festhält. Auch dort wie in Hohentauern wurde die Saison bereits beendet, während die tolle Schneelage Fritz Gambs von der Turracher Höhe zu Faxen animiert: "Wie es ausschaut, werden wir heuer erstmals durchfahren..." Ernsthaft ist traditionell am 1. Mai Schluss, bis Ostermontag lässt es sich noch am Lachtal und Kreischberg wedeln.

Tolles Ergebnis. Wie liest er sich also in der Bilanz, dieser "normale" Winter? 25 Prozent Plus in Hohentauern und fünf bis sieben am Kreischberg ergeben laut Karl Schmidhofer für beide "das beste Ergebnis seit Bestehen". "Am Tauern waren sicher die Investitionen in Schneeanlagen und neue Pisten maßgeblich, am Kreischberg waren wir mit Snowboard- und Schicross-Weltcup medial gut vertreten", so der Geschäftsführer, der allseits "gute Schistimmung" ortete. Sehr positiv wirke sich im geografisch günstig gelegenen Murtal auch die Ostöffnung aus.

"Vorsorge ist wichtig". Fünf bis sieben Prozent Plus auch am Lachtal, wo der neue Chef Thomas Gell auf eine "sehr gute Übernahme und Vorsaison" zurückblickt und bereits in der Sommerplanung steckt. "Wir setzen auf noch mehr Beschneiung, Vorsorge ist wichtig." Das Lachtal ist mit mehr als 300 das Dorado der Zweitwohnsitze, die Tagesgäste machen etwa zur Hälfte die Einheimischen "von Oberzeiring bis Leoben" aus.

Die Grebenzen schloss mit plus zehn Prozent und verbreitert für die nächste Saison die Pabstin-Piste: "Damit wir besser abtrennen können, nachdem bei uns viele Teams und Sportvereine trainieren", erklärt Plank.

Logisch. Gröbere Ausbaupläne hegt man auf der Turracher Höhe, die wie die Frauenalpe diesmal kein Plus einheimst. Für Fritz Gambs logisch: Genug weiße Pracht für alle, deswegen keine Konzentration auf das auch in traurigen Wintern sichere Nocki-Schneeloch und ein Einbruch beim Weihnachtsgeschäft. Gambs, dennoch vollauf zufrieden: "Eigentlich müssten wir 30 Prozent Minus haben, aber wir liegen knapp hinter dem Vorjahr."

Bleibt die Frauenalpe, nach wie vor als einzige kanonenfrei und damit ein echtes "Nischenprodukt" mit seit drei Jahren nicht verteuerten Tageskarten. Zudem freut Josef Duscher der Murauer und Laßnitzer Ansturm auf eine spezielle Saisonkarte für Einhemische.

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