Ernüchterung bei den Bündner Hoteliers und Bergbahnen: Trotz guten Witterungsbedingungen verlief die Wintersaison enttäuschend.
Mit viel Optimismus starteten die Bündner Unternehmungen in die Wintersaison 2005/06. Doch die erhoffte Zunahme der Übernachtungszahlen hat offenbar nicht stattgefunden, wie provisorische Auswertungen von Graubünden Ferien zeigen. Insgesamt erwartet man sogar einen leichten Rückgang bei den Gästezahlen gegenüber der Wintersaison 2004/05, wie Gieri Spescha, Mediensprecher von Graubünden Ferien, gestern auf Anfrage bestätigte.
Ernüchternd ist dieses Ergebnis insbesondere deshalb, weil bereits in der Wintersaison 2004/05 ein Rückgang von rund 2,8 Prozent bei den Logiernächtezahlen hingenommen werden musste.
Zurückzuführen ist das schlechte Ergebnis laut Spescha vor allem darauf, dass der erwartete Zustrom der deutschen Gäste in diesem Winter erneut ausgeblieben ist. Eine durchzogene Bilanz im Tourismusgeschäft müssen gemäss Spescha jedoch auch andere Schweizer Wintersportregionen wie beispielsweise das Wallis hinnehmen.
Betroffen von den stagnierenden Gästezahlen sind insbesondere die grossen Bergbahnunternehmungen. Diese verloren zudem viele Tagesgäste an die Voralpendestinationen, welche aufgrund der guten Schneeverhältnisse in tieferen Lagen zum Teil ausgezeichnete Ergebnisse verzeichnen konnten.
von hansruedi berger, SO