Quelle: http://salzburg.orf.at/stories/105710/LAWINENABGANG 28.04.2006
Schülergruppe in Obertauern verschüttet
In Obertauern (Pongau/Lungau) wurde Freitagvormittag eine Schülergruppe mit Begleitpersonen von einer Lawine verschüttet. Vier Schüler und zwei Erwachsene konnten lebend geborgen werden, ein Mädchen wird noch vermisst.
Nassschneelawine auf Piste
Die Nassschneelawine ging kurz nach 12.00 Uhr zwischen Zehnerkar und Gamsleitenspitze auf einen Ziehweg - eine abgesperrte Verbindungspiste - ab. Sie verschüttete die Schüler eines Wiener Gymnasiums, ihre Lehrerin und eine Schulärztin. Sechs Verschüttete konnten relativ rasch ausgegraben werden.
Der Lawinenkegel ist bis zu sechs Meter hoch und über 100 Meter breit. Bergrettung, Rotes Kreuz, Alpinpolizei und Feuerwehr sind mit Unterstützung durch Suchhunde aber nach wie vor im Einsatz: Allerdings sind die Hoffnungen, die vermisste Schülerin noch zu finden, relativ gering
Schüler leicht, Erwachsene schwer verletzt
Die Verletzten wurden zur Behandlung in die Krankenhäuser nach Schwarzach (Pongau) und Tamsweg (Lungau) geflogen. Nach derzeitigem Informationsstand sollen die Schüler relativ leicht verletzt sein. Die Lehrerin und die Schulärztin sollen dagegen schwere Verletzungen erlitten haben.
Das Rote Kreuz hat zwei Notfallpsychologen zur Betreuung der Jugendlichen nach Obertauern geschickt.
Selbstauslösung von Lawinen möglich
Derzeit herrscht Lawinenwarnstufe zwei und damit mäßige Gefahr. Oberhalb von 2.000 Meter sind aber bis zu 40 Zentimeter Neuschnee gefallen. Selbstauslösungen von Lawinen sind laut Lawinenwarnzentrale möglich.
Tragische Sache, sollte der Vermissten nicht mehr geholfen werden können.
Könnte das Konsequenzen für die Aufsichtsperson (en)haben, wenn die Piste gesperrt war?
Maximus