Wintersaison brachte ein erfreuliches Plus
Noch Ende März war man im Lungau klar hinter den Nächtigungen des Winters 2004/2005 gelegen. Die späten Ostern und die ausgezeichnete Schneelage im April brachte aber doch noch eine Trendwende. So darf man sich in der Ferienregion Lungau im Winter 2005/2006 doch noch über ein Nächtigungsplus freuen. RUPERT BOGENSPERGER
Eine erfreuliche Bilanz für die Nächtigungen in der Wintersaison 2005/2006 können die Tourismus-Verantwortlichen im Lungau ziehen: Von November 2005 bis April 2006 hat es ein Plus von 2,88 Prozent gegeben, das sind um 26.766 Nächtigungen mehr als im Vorjahr. Diese Tatsache kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Lungau doch mit einigen Strukturproblemen zu kämpfen hat. So gab es in der vergangenen Wintersaison auch in neun von 15 Lungauer Gemeinden einen Nächtigungsrückgang. Der "Rausreißer" aus Lungauer Sicht war einmal mehr die Region Tweng-Obertauern.
"Die Nächtigungsbilanz im Lungau müssen wir allerdings sehr differenziert betrachten", sagt Ferienregion Lungau-Obmann Martin Sagmeister, "den Zuwachs haben vor allem wieder die Lungauer Betriebe in Obertauern erreicht, was die Statistik der Ferienregion Lungau leider verfälscht".
"Rechnet man die Nächtigungen von Tweng heraus, so kommt man für den restlichen Lungau auf ein knappes Minus von 0,6 Prozent", ergänzt SLT-Regionalbetreuer Markus Rosskopf. Deshalb will die Ferienregion Lungau in Zukunft auch eine Statistik mit und ohne Obertauern führen, um die touristische Lage im Lungau besser beurteilen zu können.
"Wir haben im Lungau generell ein Struktur-Problem, vor allem was die Betriebe in den höheren Kategorien betrifft", erklärt Sagmeister. "Im Gegensatz zum restlichen Salzburgerland sind es im Lungau leider viel zu
Der Lungau braucht mehr 4-Sterne-Betten wenige. Es gibt immer wieder Initiativen mehr 4-Sterne-Betten im Lungau entstehen zu lassen. Wir von der Ferienregion, die Bevölkerung, Politik und Wirtschaft sollten uns bemühen, diese positiven Ansätze bestmöglich zu unterstützen".
Für den Sommer gibt man sich vorsichtig pessimistisch: "Derzeit sieht die Buchungslage leider nicht sehr gut aus. Die Sommergäste kommen aber immer kurzfristiger, wir rechnen damit, dass sich die Betten bei schönem Wetter noch füllen", sagt Rosskopf. "Der Sommer ist sicher unser Sorgenkind, weil wir hier mit den Meeres-Destinationen konkurrieren. Wir müssen in Zukunft versuchen, durch innovative Pauschalangebote den Sommer-Urlaub im Lungau interessanter zu machen", so der SLT-Regionalbetreuer.
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max
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Lungauer Nachrichten, 01.06.2006