Pustertal: Glockengeläut vertreibt Urlaubsgäste
56.000 Euro Schadenersatz gefordert: Die Pensionsgäste der Nachbarin reisen wegen des Lärms der Kuhglocken ab.
^^ Die lauten Glocken seiner Kühe bringen einen Pustertaler Bauern in große Schwierigkeiten.
Bild: Böhm
Ein junger Bauer im Pustertal versteht die Welt nicht mehr. Im Sommer weiden 20 seiner Kühe auf der Wiese oberhalb seines Hofes. Der Lärm der Kuhglocken stört aber die Gäste einer angrenzenden Pension. Viele sind deshalb vorzeitig abgereist.
Die Pensionsbetreiberin behauptet, der Bauer habe den Tieren absichtlich große Kuhglocken umgehängt. Der Bauer weist allerdings darauf hin, dass nur vier Tiere eine Glocke tragen - und die sei von normaler Größe.
Obwohl er seiner Nachbarin angeboten habe, die Glocken nur tagsüber einzusetzen und sie nachts abzumachen, konnte keine gütliche Einigung erzielt werden.
Die Pensionsbetreiberin klagte auf Schadenersatz. Der Bezirksrichter hat die Kontrahenten vorerst aufgefordert, sich bis Ende September gütlich zu einigen. Die Verantwortlichen beim Südtiroler Bauernbund befürchten eine wahre Prozesslawine, sollte der Bauer verurteilt werden.
Bauernbund und Tourismusverein verstehen, dass die Gäste im Urlaub die Ruhe der Natur suchen. Sie sind aber dagegen, dass wegen einzelner Gäste die lokalen Traditionen verboten werden.
Quelle: TT
Sollens doch ihren Urlaub im Sanatorium buchen ...