Steuersätze Schweiz

... darf auch mal absolut nix mit dem Thema des Forums zu tun haben!
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trumb23
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Steuersätze Schweiz

Beitrag von trumb23 »

ich habs gesucht aber nicht gefunden leider :cry: deshalb frag ich euch wie hoch sind die steuern in der schweiz?
also:

lohnsteuer: ?
kirchensteuer: ?

rentenversicherung: ?
arbeitslosenversicherung: ?
krankenversicherung: ca: ?
pflgeversicherung: ?

oder sonstige steuern die in der schweiz vo b ruttolohn ab gezogen werden! gibts auch ne art lohnzettel?

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TPD
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Beitrag von TPD »

oder sonstige steuern die in der schweiz vo b ruttolohn ab gezogen werden!
Schön wärs, wenn in der Schweiz die Steuern vom Bruttolohn abgezogen würden.
Nun vom Bruttolohn werden eigentlich nur ein Teil der Arbeitslosen- Invaliden und Rentenversicherungen abgezogen.
Bei der Unfallversicherung bin ich mir nicht sicher ob dies auch vom Lohn abgezogen wird oder ob dies vom Arbeitgeber bezahlt wird.

Den grösste Teil der Steuern muss man selber bezahlen.
Jedes Jahr erhält man da ein kompliziertes Formular, bei dem man sein Einkommen und Vermögen deklarieren muss. Anhand dieser Daten werden dann die Bundes- / Kantons- / Gemeinde- und Kirchensteuern berechnet.
(Kosten: Ein Normalsterblicher darf da durchaus zwei Monatslöhne oder mehr abliefern. Also darum das Geld erst versaufen wenn man die definitive Steuerrechnung kennt. ;) )

Krankenversicherung ist zwar obligatorisch muss man aber selber bezahlen.
(So zwischen 1200 und 2000 CHF pro Jahr. Kann aber auch mehr kosten. Ist abhängig welche Leistungen die Versicherung übernehmen soll)

Die obligatorische Renten- und Arbeitslosenversicherung muss man auch separat bezahlen. (mindestens 420 CHF pro Jahr.)
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molotov
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Beitrag von molotov »

interessant ist doch was am ende übrig bleibt und ich glaube da sind die belastungen nicht so hoch
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buzi
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Beitrag von buzi »

jop, das würd emich auch interessieren, wie die Abzüge sich prozentual auf den gesamtverdienst auswirken. Wichtig ist doch zum Schluß, wieviel übrig bleibt zum selberausgeben und das dürfte ja nicht so schwer sein, dass es mehr ist, als in Deutschland. Nicht umsonst wandern viele Deutsche in die Schweiz aus. Ich selber habe vor nach dem Studium ebenfalls nach Österreich oder in die Schweiz auszuwandern...
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cm
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Beitrag von cm »

Also ich kenn mich eher im deutschen Steuer- und Sozialversicherungsrecht aus. Da ich da aber auch hin und wieder Berührungspunkte zum schweizer Recht habe, geb ich gerne mein rudimentäres Wissen weiter:

Bei der Einkommen-/Lohnsteuer lässt sich nicht pauschal sagen wie hoch die Steuerbelastung ist. Denn es gibt neben einer Bundes- auch Kantons- und Lokalsteuern. Die Kantone und Gemeinden bestimmen die Höhe ihrer Steuer selbst, so dass die Höhe der Steuern von Gemeinde zu Gemeinde differiert. Dementsprechend besteht eine Wettbewerbssituation zwischen den einzelnen Kantonen und Gemeinden. Mancherorts wird mit Dumpingsteuern geworben. Darüber hinaus habe ich schon öfter von Firmen und wohlhabenden Privatleuten gehört, die mit den Behörden einen Deal machen wie hoch ihre persönliche Steuer angesetzt wird.

Generell kann aber gesagt werden, dass die Steuerbelastung im Vergleich zu Deutschland geringer ist. Als besonders günstig gelten nach dem was ich weiß Obwalden, Schwyz, Tessin und Zug.

Kirchensteuer: auch hier gelten kantonale Bestimmungen.

Krankenversicherung: Es gibt eine Pflichtbasisversicherung, die ca. 200 - 250 sFr/Monat kostet. Diese deckt Grundrisiken ab und ist mit Selbstbehalten usw. verbunden. Wer mehr möchte, muss Zusatzversicherungen abschließen, z. B. für die Zähne. Die Krankenversicherung trägt der Arbeitnehmer allein, manche Firmen geben einen Zuschuss.

Für Arbeitslosigkeit, Invalidität, Tod und Rente sind von Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammen 10,1 % (je 5,05 %) auf Gehälter, ohne Beitragsbemessungsgrenze, zu zahlen. Zusätzlich sind auf Gehälter bis zu SFr 106.800 2 % in einen Arbeitslosenfonds zu zahlen, hälftig von Arbeitnehmer und Arbeitgeber.(Stand 2005)

Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssen zudem Pflichtbeiträge zu einem Pensionsplan leisten. Die Arbeitgeber müssen davon mindestens 50 % übernehmen.

Generell kann wohl gesagt werden, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis in der schweizer Sozialversicherung besser als in Deutschland ist.

Ich habe zwar noch keine schweizer Lohnabrechnung gesehen, aber natürlich muss es das auch dort geben. Dementsprechend wird dort auch Steuer und Sozialversicherungsbeitrag abgezogen.

Ich muss zugeben, dass meine Kenntnisse eher theoretischer Natur sind . Vielleicht können die Schweizer unter uns hier aber noch ein bißchen ergänzen und ggf. auch korrigieren, da vielleicht nicht alles was ich geschrieben habe auch noch topaktuell ist.
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TPD
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Beitrag von TPD »

Ich habe da einen interessanten Vergleich gefunden:

http://www.standortschweiz.ch/seco/inte ... PHPSESSID=
Wichtig ist doch zum Schluß, wieviel übrig bleibt zum selberausgeben und das dürfte ja nicht so schwer sein, dass es mehr ist, als in Deutschland.
Dafür sind dann auch die Lebensmittel, Mieten usw. wesentlich teurer. Somit ist es dann wieder fraglich ob da so viel mehr übrig bleibt...

Nicht umsonst wandern viele Deutsche in die Schweiz aus
Nun das ist richtig das es z.B in den schweizer Spitäler sehr viele deutsche Ärzte und Pflegepersonal gibt, da die Arbeitsbedingugen wesentlich besser sind. Aber dafür ist das Gesundheitssystem unbezahlbar und treibt viele Leute in finanzielle Schwierigkeiten.
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Migi
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Beitrag von Migi »

Als jemand, der an seiner Auswanderung nach Deutschland arbeitet habe ich mich da auch informiert.

Fakt ist, dass die Steuern in der Schweiz tiefer sind (liegen um die 15 - 20% des Bruttolohns). Allerdings kommt dann wie schon gesagt vom Bruttolohn so einiges weg. Dies macht in meinem Fall ungefähr weitere 10% aus.

Btw. geht die Steuer nicht automatisch weg. Quellensteuer gibts hier nur für EU-Bürger.

Ich nehme mal meinen Fall. Ich habe, wenn ich die Steuern vom Nettogehalt abziehe noch ca. CHF 3200.- zur freien Verfügung. Umgerechnet entspricht dies ca. 2000.- EUR. Gut, jetzt darf man eine Miete bezahlen. Die sind hier enorm hoch. Meine 70qm-Wohnung kostet mich inkl. Garage pro Monat 850 Euro warm (habe die Nebenkosten, die Heizung- und Wasser beinhaltet zum Glück pauschal und nicht a Konto geregelt). Dann haben wir die Krankenversicherung mit weiteren knapp 100 Euro. Dann haben wir noch die TV-Gebühren mit ca. 22 Euro. Und schwupps sind von den 2000 Euro nicht mehr soviel da. Dann ists aber mit den TV-Gebühren nicht getan. Das Kabelfernsehen kostet nämlich nochmal 20 Euro extra. Dann will ich Internet haben. Und schwupps, gleich nochmal 70 Euro weg. Hand kostet auch. Sind nochmals gegen die 50 Euro (inkl. Grundgebühr). Dann will die Wohnung versichert sein, und ne Haftpflicht braucht man auch. Sind nochmal 30 Euro. Die Bundessteuer ist auch noch nicht bezahlt. Gleich nochmal 30 Euro. Dann ist noch der Strom. Der kostet mich pro Monat auch ca. 40 Euro.

Grob gerechnet sind wir damit bei einem Rest von 800 Euro. Das ist nicht wirklich viel wenn du in der Schweiz lebst und auch hier einkaufen musst...

Bei diesen Berechnungen ist das 13. Monatsgehalt nicht miteinbezogen. Ebenso habe ich den bei mir fälligen Militärdienstersatz weggelassen. Ebenso die Fahrtkosten, da diese bei mir mehr oder weniger zu null ausfallen.

Ich habe das ganze mal mit einem Freund in Deutschland genau durchgerechnet. Er hat umgerechnet leicht weniger verdient als ich (mit Wohnort in Riehen...). Schlussendlich kam raus, dass er am Schluss effektiv mehr übrig hatte als ich (Lebenserhaltungskosten entsprechend berücksichtigt).

Die Schweiz ist definitiv alles andere als günstig, bietet aber für EU-Bürger hervorragende Arbeitsbedingungen. Mit der Quellensteuer sind diese auch optimal bedient. Denn es ist schon immer noch ein zusätzlicher Aufwand wenn man noch dran denken muss, dass irgendwann noch ne Steuerrechnung kommt...
Zuletzt geändert von Migi am 14.09.2006 - 11:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von molotov »

wie bitte tv-gebühren und kabelgebühren jeweils über 200€? ich glaub die spinnen die schweizer!
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Schiffle
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Beitrag von Schiffle »

molotov hat geschrieben:wie bitte tv-gebühren und kabelgebühren jeweils über 200€? ich glaub die spinnen die schweizer!
Ich glaube da sind nicht die monatlichen Gebühren gemeint.
In Deutschland zahlt man pro Jahr auch knapp über 200 Euro an die GEZ.
Ich habe mal gehört, dass die TV-Gebühren in der Schweiz ca. 330 Euro pro Jahr betragen.

molotov
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Beitrag von molotov »

ja gut im jahr in der aufstellung machte es den eindruck dass es pro monat wäre. und die gez in deutschland....
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Migi
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Beitrag von Migi »

Sorry, war ein Denkfehler. Ja, sind die jährlichen Gebühren.
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