Gemeinde soll für Erhalt von Tarrenzer Lift einspringen

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Gemeinde soll für Erhalt von Tarrenzer Lift einspringen

Beitrag von snowflat »

Gemeinde soll für Erhalt von Tarrenzer Lift einspringen

Der Tarrenzer Zwergenlift sucht einen neuen Betreiber. Der Tourismusverband fühlt sich nicht (mehr) zuständig.

Bild
^^ Der Lift sorgt für Debatten im Gurgltal.
Bild: Perktold


Einige Aufregung verursacht der überraschende Rückzug des Tourismusverbandes Imst-Gurgltal als Betreiber des Tarrenzer Liftes. So mancher ortete gar das Aus für den wichtigen Trainingshang der heimischen Skijugend.

Obmann Horst Friedl meint dazu: "Es gibt einen jährlichen Abgang von mehreren tausend Euro zu verkraften. Das ist aber nicht der eigentliche Grund unserer Entscheidung. Die Tourismusabteilung des Landes hat nämlich unlängst entschieden, dass derartige Kleinanlagen, wie sie in Tarrenz und auch anderswo zu finden sind, keine touristischen Einrichtungen darstellen. Deshalb ist auch die Zuständigkeit unsererseits nicht mehr gegeben. Allerdings haben wir der Gemeinde Tarrenz ein faires Angebot unterbreitet, über das nun hoffentlich seriös verhandelt wird."

Der Tarrenzer Bürgermeister Rudolf Köll glaubt jedenfalls an eine baldige Lösung: "Der Lift wird sich auch heuer sicher weiterdrehen. Ein Angebot des Tourismusverbandes liegt vor, nun liegt es am Gemeinderat, einen entsprechenden Beschluss zu fassen. Wir sind nun mit einer völlig neuen Situation konfrontiert, denn bisher war der Betrieb des Liftes vertraglich mit dem Tourismusverband festgelegt." Erst vor zwei Jahren investierten die Tarrenzer stolze 40.000 Euro in die Beschneiungsanlage samt Pistengeräten. Beinahe undenkbar erscheint unter diesen Gesichtspunkten eine Schließung des Gurgltaler Zwergenliftes. Auch im Regio-Angebot ist die Kleinst­anlage aufgenommen. In den kommenden Wochen soll eine Entscheidung fallen, die den Weiterbetrieb sichern soll.

"Wir haben gute Gespräche geführt. Beide Seiten können sich nun weitere Gedanken zum Thema machen. So viel ist aber sicher, der Tarrenzer Lift muss weiterlaufen", erklärt TVB-Obmann Friedl optimistisch.


Quelle: TT
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!

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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Schneemacher hoffen jetzt auf Geldregen

Lifte liegen dem Tourismusverband Imst-Gurgltal derzeit etwas im Magen. Es geht, wie meistens, ums Geld.

Bild
Der neue Speicherteich bei der Latschenhütte.
Bild: Jäger


Viel Wirbel hatte die Ankündigung des TVB gebracht, den kleinen Bunggerlochlift in Tarrenz nicht mehr zu unterstützen. "Wir können eine rein von Einheimischen benutzte Anlage nicht als Betreiber führen", erläutert TVB-Obmann Horst Friedl. Klarerweise nicht einverstanden damit war man in Tarrenz.

Kompromiss

Doch das ist Schnee von gestern, mittlerweile hat man eine Einigung erzielt. Der TVB wird den Lift, der von der Gemeinde betrieben wird, jährlich mit 7000 Euro unterstützen, dazu kommen 1200 Euro vom Tirol-Regio-Verband und 800 Euro von den Imster Bergbahnen als Abgeltung für die Regiocards bzw. Imster Saisonkarten, mit denen man auch in Tarrenz fahren kann. Außerdem ist in dem auf drei Jahre abgeschlossenen Kompromiss vom TVB zugesichert worden, dass man sich an Investitions- und Revisionskosten beteiligt. "Eine Sache, mit der alle leben können", sagt der Tarrenzer Bürgermeister Rudolf Köll.

So weit ist man in Imst noch nicht. Dort wurde um etwa eine halbe Million Euro eine neue Beschneiungsanlage gebaut. Speicherteich,­ fünf Schneekanonen und 1800 Meter Druckrohrleitungen sorgen für jede Menge Schnee. Doch noch fehlen 25.000 Euro, wie Gemeinderat Stefan Weirather bei der letzten Gemeinderatssitzung erläuterte, denn der TVB will nur 100.000 statt der erhofften 125.000 Euro bezahlen.

Weniger Prospekte

Bürgermeister Gerhard Reheis ärgert das: "Die Gemeinde hat einstimmig viel Geld für die Beschneiung in die Hand genommen: Ich würde mir da auch vom TVB das Engagement wünschen. Dann müssen sie halt ein paar Prospekte weniger drucken."

Eine Aussage, die Friedl sauer aufstößt: "Wir investieren viel in die Infrastruktur, das müssen wir uns nicht sagen lassen." Friedl erinnert an die Loipen, die Rodelbahn, die Fitnessparcours. "100.000 Euro für die Beschneiung ist ein einstimmiger Beschluss im Vorstand, mehr haben wir nicht, mehr gibt es nicht." Außerdem zahle man heuer auch 60.000 Euro Kreditrückzahlung für den Lift.

Für die fehlenden 25.000 Euro ist nun der Lift eingesprungen. "Wir haben den Betrag vorgestreckt", sagt Geschäftsführer Bernhard Schöpf, "wir hoffen aber immer noch auf eine andere Lösung mit dem TVB."
Quelle: TT
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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