Seilbahn auf den Pöstlingberg

Medienberichte rund um den Wintersport: Aktuelle TV-Tipps, Presseartikel, Unfallmeldungen und Diskussionen zu Nachrichten aus der Alpinwelt.
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Alpenkoenig
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Seilbahn auf den Pöstlingberg

Beitrag von Alpenkoenig »

Alle Jahre wieder ... die Schlagzeile der Linzer Rundschau vom 11.Oktober 2006
Linzer Rundschau hat geschrieben: Unternehmer will Seilbahn auf den Pöstlingberg errichten

Der Unternehmer und Vize Präsident der oö Wirtschaftskammer Haslauer willl für das Kulturhauptstadtjahr 2009 eine Gondelbahn auf den Pöstlingberg errichten. Am Rande einer Sitzung wurde die Rundschau Ohrenzeuge dieser spektakulären Idee. Pläne liegen bereits bein Landeshauptmann Pühringer (ÖVP) und Bürgermeister Franz Dobusch (SPÖ). Dem Vernehmen nach sind die beiden in der Bewertung des Projektes gespalten: Pühringer scheint grundsätzlich nicht abgeneigt, Dobusch hingegen hegt starke Zweifel. Ebenfalls zu den Befürwortern dürfte Wirtschaftskammerpräsident .... fix ist die Neugestaltung der Pöstlingbergbahn
Apropos Neugestaltung der Pöstlingbergbahn, orf.at Juli 2006:
orf.at hat geschrieben: Linzer Pöstlingbergbahn wird revitalisiert
Der Startschuss für die Revitalisierung der Linzer Pöstlingbergbahn ist gefallen. Das Bundesdenkmalamt hat per Bescheid die Bewilligung dazu erteilt. Die Streckenführung der Adhäsionsbahn soll erhalten bleiben.
Der Linzer Bürgermeister Franz Dobusch (SPÖ) und Mobilitätsstadtrat Jürgen Himmelbauer (Grüne) informierten am Donnerstag gemeinsam mit Generaldirektor Alois Froschauer und Vorstandsdirektor Walter Rathberger vom Bahnbetreiber Linz AG über Details.
11,6 Prozent steile Adhäsionsbahn
Die Streckenführung der bis zu 11,6 Prozent steilen Adhäsionsbahn soll erhalten bleiben, hieß es in der Pressekonferenz. Die Züge bekommen zeitgemäße Bremsen, die historischen Waggons werden saniert, neue behindertengerechte Niederflur-Wagen sollen die alten Garnituren ergänzen.
Auch die Haltestellen werden barrierefrei gestaltet. Modernere Vignolschienen ersetzen künftig die bestehenden Keilkopfschienen.
Anbindung an das Linzer Straßenbahnnetz
Ein wichtiger Punkt in den Diskussionen um die Pöstlingbergbahn, die seit Monaten die Stadtpolitik beschäftigt hat, war die mögliche Anbindung der Bergbahn an das Linzer Straßenbahnnetz.
Die geplante Änderung der Spurweite ermögliche diese Verbindung, allerdings sei dafür noch eine eigene Genehmigung des Bundesdenkmalamtes nötig, so die Betreiber.
Mehr Touristenfahrten erwartet
Von einer Weiterführung bis auf den Linzer Hauptplatz erhoffe man sich eine deutliche Steigerung von Touristenfahrten auf den Pöstlingberg, die den wirtschaftlichen Bestand der Bahn dauerhaft sichern würde, hieß es in der Pressekonferenz.
Baubeginn 2008
Die Sanierung der alten Fahrzeuge und der Ankauf der Niederflur-Wagen dürfte rund 15 Mio. Euro kosten. Für die Adaptierungen an der Gleistrasse inklusive Betriebsverlängerung zum Hauptplatz werden weitere 15 Mio. Euro veranschlagt.
Die Bauarbeiten an der Trasse sollen 2008 beginnen. Im März 2009 hofft man, die revitalisierte Bahn in Betrieb nehmen zu können. Über die Gestaltung soll eine Jury entscheiden.
Eine der weltweit steilsten Adhäsionsbahnen
Das mehr als 100 Jahre alte Linzer Wahrzeichen ist eine der weltweit steilsten Adhäsionsbahnen, die auf einer Streckenlänge von 2,9 Kilometern einen Höhenunterschied von mehr als 250 Metern überwindet. Mit einer Geschwindigkeit von zwölf Kilometern pro Stunde erreicht die Pöstlingbergbahn in 16 Minuten ihr Ziel. Dabei schafft sie eine maximale Steigung von 11,6 Prozent.
Die geplanten neuen Bahngarnituren und Überlegungen, die Gleise von der Talstation bis ins Stadtzentrum weiter zu führen, hatten in den vergangenen Monaten in Linz für Aufregung gesorgt.

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Dachstein
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Beitrag von Dachstein »

Schön langsam frage ich mich, warum diese Seilbahnschlagzeile nicht mal am 1. April in die Zeitung kommt, würde da sogar einen Sinn machen. sfg.
Kann mir bitte wer erklären, welchen Sinn die Seilbahn haben soll, wenn Linz die Pöstlingbergbahn hat? Und übrigens: Finger weg von dem Technikdenkmal Pöstlingbergbahn! Ich will noch in 100 Jahren mit den offenen Sommerwagen auf den Berg fahren, und nicht mit irgendwelchen Niederflurstraßenbahnwagen von der Kunstuni!

MFG Dachstein
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Beitrag von snowflat »

Letzte Fahrt der "alten" Pöstlingbergbahn

Eine Ära geht am Montag zu Ende. Zum letzten Mal werden auf der Pöstlingbergbahn die alten Garnituren eingesetzt. Am Dienstag beginnen die Modernisierungsarbeiten, die bis zum April 2009 abgeschlossen sein sollen.

Die Pöstlingbergbahn ist heuer bereits 110 Jahre alt, und es existieren sogar noch einige der historisch besonders wertvollen Triebwagen aus der Anfangszeit. Sie werden in dieser Form nicht mehr auf den Pöstlingberg fahren können, wenn die Bauarbeiten erst einmal abgeschlossen sind.

Fahrt bis zum Hauptplatz
Dann sollen die Züge nämlich bis zum Hauptplatz fahren, und das geht nur, wenn die gesamte Pöstlingbergbahn umgespurt wird auf die etwas kleinere Spurweite der Linzer Straßenbahn. Der Betrieb soll dann ab April 2009 mit neuen Triebwagen aufgenommen werden.

Allerdings sollen auch drei historische Garnituren umgebaut und weiter eingesetzt werden. Die Linz-Linien begründen den Umbau unter anderem mit Sicherheitserfordernissen.
Quelle: ORF
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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Beitrag von Dresdner »

nachrichten.at schrieben:
Die alte Pöstlingbergbahn fuhr gestern zum letzten Mal
LINZ. Gestern, Ostermontag, um 20.40 Uhr fuhr die alte Linzer Pöstlingbergbahn zum letzten Mal. Ein Jahr lang wird die steilste Adhäsionsbahn der Welt (überwindet ohne Hilfsmittel wie Zahnräder eine Steigung von 10,5 Prozent) um- und ausgebaut.

Im April 2009 fährt die Bergbahn wieder auf den Linzer Hausberg. Die Garnituren starten dann nicht mehr vom alten Bergbahnhof in Linz-Urfahr, sondern auf dem Linzer Hauptplatz. Durch diese Streckenverlängerung erhoffen sich die Verantwortlichen mehr Touristen für die Bergbahn.

Die Pöstlingbergbahn beförderte zuletzt pro Jahr 450.000 Menschen, 60 Prozent von ihnen waren Bergbewohner. Der Kostendeckungsgrad war sehr gering. Nur 20 Prozent der Kosten der Bergbahn kamen wieder herein.

Damit die Pöstlingbergbahn bis auf den Hauptplatz kommt, sind große Umbauten nötig. Denn die am 29. Mai 1898 eröffnete Bahn hat ein Spurweite von 1000 Millimetern. Die Linzer Straßenbahn, deren Trasse die Bergbahn ab 2009 zwischen Urfahr und Hauptplatz mitbenützt, hat eine Spurweite von 900 Millimetern.

Mit den Schienen wird auch der Unterbau auf der 2,9 Kilometer langen Bergstrecke ausgetauscht. Um mehr Personen mit einer Fahrt befördern zu können, schafft die städtische Linz AG drei neue Garnituren an. Diese im Retro-Look (sehen alt aus, sind aber neu) gestalteten Wagen, die der Konzern Bombardier herstellt, kosten 13,8 Millionen Euro.

Drei alte, aus den Fünfzigerjahren stammende Triebwagen werden mit einem Aufwand von sechs Millionen Euro umgebaut. Insgesamt kostet die neue Pöstlingbergbahn 35 Millionen Euro. Finanziers sind Linz AG, Stadt Linz und Land.
Eine gute Lösung, die den Spagat zwischen heutigen betriebswirtschaftlichen Erfordernissen und Nostalgie gelingen lassen sollte.
Denkt dabei auch an die Arbeitsbedingungen des Fahrpersonals in den alten Wagen, die, bezogen auf den täglichen Regelbetrieb, nicht mehr zeitgemäss waren.
Dresdner
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