Die Schneekanonen laufen auf Hochtouren
Tourismus rüstet sich für die kommende Wintersaison
In Obergurgl laufen die Schneekanonen auf Hochtouren, im Pitztal freut man sich über neue Lifte und in Imst setzt man weiterhin auf das Familienschigebiet. Was sich Oberländer Touristiker von der kommenden Wintersaison erhoffen. Obergurgl-Hochgurgl lädt am 17. November zur Eröffnung des Schigebietes – die Touristiker hoffen bislang auf die weiße Pracht. RS-Foto: Wieser
Obergurgl-Hochgurgl lädt am 17. November zur Eröffnung des Schigebietes – die Touristiker hoffen bislang auf die weiße Pracht. RS-Foto: Wieser
Obergurgl-Hochgurgl lädt nächstes Wochenende zur Eröffnung des Schigebietes. Doch sogar im schneesicheren Ort im hinteren Ötztal hofft man heuer auf die weiße Pracht. Bisher war’s aper, die Schneekanonen laufen auf Hochtouren, berichtete Hubert Koler, Büroleiter der Infostelle des Ötztal Tourismus, vergangenen Freitag. Bisher sei die Nachfrage nach Gästebetten in Obergurgl-Hochgurgl sehr verhalten, durch die Absage des Weltcup-Openings fehle zweifelsohne die Winterbotschaft. Für die Buchungslage in der kommenden Wintersaison ist Koler dennoch zuversichtlich. "Wenn auch der Naturschnee besser wäre, schaffen wir mit Kunstschnee akzeptable Pistenverhältnisse. Immerhin beschneien wir bis auf 3.000 Meter Höhe”, sagt der Touristiker.
FAMILIENSCHIGEBIET. In Imst scheint die Buchungslage laut TVB-Obmann Horst Friedl zumindest an Weihnachten ganz gut zu sein. "In Hoch-Imst setzen wir vor allem auf Kinder und Familien”, erklärt Friedl. Aufgrund der Größe des Schigebietes sei dies die beste Strategie. Einen großen Vorteil ortet er weiters mit dem Alpine Coaster, der auch im Winter das Freizeit-Angebot aufpeppt. Ein Problem sieht Friedl hingegen in der Schi-Safari. "In Imst bleiben die Gäste oft nur zum Wohnen, Schi fahren tun sie anderswo. Das ist Geld, das uns fehlt”, analysiert der Touristiker.
TAL-EINHEIT. Zuversicht auch im Pitztal: Zwei neue Lifte und die genehmigte Talabfahrt am Gletscher lassen TVB-Obmann Othmar Walser froh-locken. "Auch für den Ausbau am Hochzeiger bin ich optimistisch”, sagt Walser. Im Pitztal will man – gleich wie im Sommer – eine möglichst breite Zielgruppe ansprechen: von Jugendlichen bis zu den Senioren. Ein touristischer Höhepunkt werde heuer sicher das Schneefest in Mandarfen am Ostermontag. Hansi Hinterseer wird dort auftreten. Walsers Ziel: ein talweites Schibus-System, ähnlich dem Wanderbus-Modell im Sommer. Generell hält er fest: "Das ganze Pitztal muss zusammenarbeiten. Ohne diese Einheit werden wir auch touristisch weniger erreichen.”
Soll das etwa heißen, dass man evtl. 2007 das Projekt Wennerberg umsetztAuch für den Ausbau am Hochzeiger bin ich optimistisch