Tirol.com hat geschrieben:Glaziologe gibt Entwarnung: Gletscher mit fetten Reserven
Glaziologe Michael Kuhn warnt vor Hysterie und hält Vorstöße für möglich.
Der Stubaier Gletscher ist geschrumpft.
Bild: Fasser
Den Tiroler Gletschern geht es wie den alten Familiendynastien: Sie leben gut von dem, was sie in den vergangenen Jahrhunderten angehäuft haben. Das Gold der Gletscher heißt Eis. Und es schmilzt langsam, Tropfen für Tropfen, von ihren bis zu 300 Meter dicken Körpern.
Den Gletschern fehle so etwas wie ein Ausgleich, sagt Michael Kuhn, Glaziologe und Vorstand am Institut für Meteorologie an der Uni Innsbruck. Der Professor sitzt im Restaurant Jochdohle am Stubaier Gletscher, blickt immer wieder durch die Scheibe zum Zuckerhütl, das in den nächsten Jahrzehnten zum Karamellhütl schmelzen könnte.
Der Problemferner
Wenn Kuhn über den fehlenden Ausgleich der Eisriesen spricht, erzählt er von deren negativer Energiebilanz: "Es schmilzt an der Zunge mehr ab, als oben an Schnee im Winter nachkommt." Der Mangel an Eis bremst die Fließgeschwindigkeit des Gletschers; Bäche im Untergrund schießen auf immer dieselbe Stelle im Eis, schmelzen Löcher in den wehrlosen Riesen. Kuhn erzählt vom Hintereisferner im Ötztal, der in den 80ern, bei seinem letzten Vorstoß, "50 Meter pro Jahr wanderte. Heute sind es fünf Meter."
Walter Müller schwingt vor der Jochdohle ab, stellt seine Skier in den Ständer, schüttelt dem "Herrn Professor" die Hand. Müller ist Pistenchef am Stubaier Gletscher, dessen Ferner er seit 30 Jahren mit der Pistenraupe präpariert. Der Professor und der Praktiker rutschen im patzigen Schnee des Gaißkarferners zum Schlepplift. Der Gletscher ist nur rund einen Kilometer lang, liegt in einem Südhang - und leidet. "Hoffentlich schneit's bald!", sagt Müller. Er könne sich an keinen Oktober erinnern, in dem so wenig Schnee gefallen sei.
Was macht das Klima?
Leidet der Gaißkarferner unter der Klimaerwärmung? Unter dem Kohlendioxid, das aus chinesischen Stahlwerken in die Atmosphäre steigt? Unter der Abholzung der Regenwälder, die sich dem Treibhauseffekt entgegenstemmen sollten?
"Möglicherweise", antwortet Kuhn auf die Frage. Kohlendioxid, Methangase und Schwefeldioxid nehmen zweifelsfrei Einfluss auf das Klima und das Wetter. Wie groß die Effekte sind, darüber lasse sich nur spekulieren, sagt Kuhn.
Noch komplizierter zu beantworten ist die Frage, wie sich das Klima in den nächsten 100 Jahren entwickeln wird. Forscher, die an Prognosemodellen rechnen, müssen Entwicklungen abschätzen, die kaum abzuschätzen sind: Etwa die Zahl der Menschen, die in hundert Jahren die Erde bevölkern werden. Mehr Menschen brauchen mehr Nahrung, bei deren Wachstum Kohlendioxid und Methangase freigesetzt werden. Und sie konsumieren mehr Güter, bei deren Produktion wiederum Kohlendioxid entsteht. Kuhn sagt, Klimamodelle seien wie Religionen: Man muss an sie glauben. "Es lässt sich nicht einmal sagen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass sie wie prognostiziert auch eintreffen."
Kuhn und Müller queren mit ihren Skiern eine Hang oberhalb des Daunferners, bleiben am Rand einer zwei Meter breiten Spalte stehen. Der Blick hinab scheint ein unendlicher zu sein. "Mehr als 100 Meter dick ist der Daunferner", sagt Müller. Die Ferner im Ötz- und Pitztal, ergänzt Kuhn, sind bis zu 300 Meter stark. Derzeit verlieren Tirols Eisriesen rund einen Meter an Stärke pro Jahr.
Gletscher bleiben
Das Abschmelzen ist für die Gletscher wie der Sport für die Menschen: Es macht sie ausgeglichen. Kuhn sagt, der Gletscher müsse mit dem aktuellen Klima harmonieren. Und die Anpassung brauche Zeit. Bei großen Gletschern mehr, bei kleinen weniger. Für kleine Gletscher unter 3000 Metern könne diese Anpassung an das neue Klima das Ende bedeuten, sagt Kuhn. Er erzählt vom Mieminger Schneeferner, seinem Lieblingsgletscher, "den es wohl nächsten Sommer putzen wird".
Zweimal im 19. Jahrhundert stoppte das Abschmelzen. Die Gletscher begannen plötzlich wieder zu wachsen. Einmal ab 1906, das zweite Mal in den 80ern.
Trotz Klimaerwärmung sei in Zukunft ein neuerlicher, dauerhafter Vorstoß möglich, sagt Kuhn. Als Beispiel nennt er die 70er, in denen es plötzlich kälter wurde. Dafür verantwortlich war vermutlich ein Molekül, das den sauren Regen zu verantworten hat: Schwefeldioxid. In hohen Schichten wandelt es sich nach chemischen Prozessen zu Feinpartikeln, die sich wie ein Sonnenschirm über die Erde spannen.
Von Manuel Fasser
29.10.2006
Glaziologe gibt Entwarnung: Gletscher mit fetten Reserven
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Glaziologe gibt Entwarnung: Gletscher mit fetten Reserven
Der Schnee kommt.....
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Na bitte, das ist doch mal geil - jetzt sind die Umweltschützer aus den 80ern Schuld daran, daß es heute so warm ist und die Gletscher schmelzen?!Dafür verantwortlich war vermutlich ein Molekül, das den sauren Regen zu verantworten hat: Schwefeldioxid. In hohen Schichten wandelt es sich nach chemischen Prozessen zu Feinpartikeln, die sich wie ein Sonnenschirm über die Erde spannen.
Oder anders ausgedrückt: Mehr Schwefeldioxid in den Himmel pusten stoppt die Klimaerwärmung ?!
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Nein, großen Vukan ausbrechen lassen. (Mount St. Helens sollte reichen) Bei großen Vulkanausbrüchen wird viel Schwefeldioxid in die Atmosphäre geblasen, welches dann zu einem Säurenebel verwandelt, welcher dann die Sonneneinstrahlung vermindert.starli2 hat geschrieben: Na bitte, das ist doch mal geil - jetzt sind die Umweltschützer aus den 80ern Schuld daran, daß es heute so warm ist und die Gletscher schmelzen?!
Oder anders ausgedrückt: Mehr Schwefeldioxid in den Himmel pusten stoppt die Klimaerwärmung ?!
Nur so noch nebenbei: Schon mal was von nuklearem Winter gehört?
MFG Dachstein
Zuletzt geändert von Dachstein am 18.11.2006 - 20:18, insgesamt 1-mal geändert.
Skitage 2012/13: 62 Stubaier Gletscher 11.10.12 Kurzbesuch, Hintertuxer Gletscher - 8.11.12 - Nach getaner Arbeit..., KSH 15.11.12 - Überm Nebelmeer, Obertauern (S) / 26.11.2012 / (Noch) klein, aber fein, Loferer Alm 8.12.12 - 8er Schwarzeck, Flachauwinkl - Kleinarl 9.12.12 - eine unbekannte Seite...,Schiwelt 13.12.12 - ein kalter Skinachmittag, Verbindungsbahn Alpbachtal 14.12.12,Dachstein West - 24.12.12 Antiweihnachtsstressski, Zinken, 31.12.12 --Jahresendski--, Heutal, 9.1.13 - Spaß im Schnee in der Näh', Rauris 9.1.13, Gemischte Gefühle, Gaißau Hintersee - 16.1.13 *Nebelflucht* Zauchensee 23.1.13, Reitherkogel 24.1.13 - Nachtschi überm Inntal, SFL - Ersatz Stubaier Gletscher 25.1.13, Fanningberg 2.3.13, Silvretta - Arena 24. / 25. 4. 13 - Ischg(ei)l, Sölden 5.5.13 - und die wollen wirklich zusperren?!
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Also wenn das Fakt ist, das einige Gletscher eine Stärke von 300m haben und in einem Jahr nur einen Meter verlieren, dann werden wir 2050 noch Gletscher haben...
Allerdings müsste man etwas gegen den ständigen Anstieg der Weltbevölkerung unternehmen...wie im Text geschrieben,
mehr Menschen = mehr CO²...
mfg Klare
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Wombat
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Die Aussagen in dem Bericht kann ich nicht nach voll ziehen. z.B. von wegen 1m Höhenverlust pro Jahr gerade im heissen Sommer 03 haben die Gletscher je nach Region bis zu 6m in der Höhe verloren. 1m ist wohl als Minimum anzusehen. Das mit dem Vorstossen der Gletscher ist auch so eine Sache. Diese Schwankungen gab es immer. Diese sind aber vom Klima abhängig. Mehrere schneereiche Winter und kalte Sommer und die Gletscher wachsen wieder. Bei kleinen Gletschern merkt man es schneller bei grossen dauert es Jahrzehnte. Im Moment sieht es aber nicht danach aus, dass wir kalte Sommer bekommen. Es könnte sogar noch Schlimmer kommen, wenn der Oktober und November so warm und Trocken bleiben wie in diesem und im letzten Jahr. Erstens fehlt der Schnee und zweitens schmelzen sie auch noch weiter ab.
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KnM
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Der Glaziologe sagt ja auch einmal so in etwa: Möglicherweise, genau wissen tun wirs nicht.
Das stimmt soweit natürlich, es ist durchaus denkbar, dass die Gletscher doch noch länger bleiben als angenommen. Tatsache ist aber ebenso, dass der Schmelzprozess in den letzten Jahrzehnten immer schneller wurde, und dies trotz des temporären Wachstums.
Das stimmt soweit natürlich, es ist durchaus denkbar, dass die Gletscher doch noch länger bleiben als angenommen. Tatsache ist aber ebenso, dass der Schmelzprozess in den letzten Jahrzehnten immer schneller wurde, und dies trotz des temporären Wachstums.
- Dachstein
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Das kannst du nie sagen. Schon die nächsten Sommer können kälter werden, als der heurige. Braucht ja nur zu einem, wie schon oben geschriebenen, Vulanausbruch in der Größe des Mount St. Helens kommen, dann werden die nächsten Sommer wieder kälter. Und wir haben auf der Erde verdammt viele Vulkane, die nur darauf waren, auszubrechen. Insbesondere in Fernost gab es ja in letzter Ziet einige Anzeichen auf erhöhte vulkanische Aktivität, in Europa hätten wir Vulcano und Vesuv, die sich schön langsam heben, und nebenbei die Charakteristik eines Subduktionszohnenvulkanes, also eher saure Magemencharakteristiken haben und daher als gefährlich einzustufen sind. Kann also gleich kommen oder auch nicht. Alles also ungewiss.Wombat hat geschrieben:Im Moment sieht es aber nicht danach aus, dass wir kalte Sommer bekommen.
MFG Dachstein
Skitage 2012/13: 62 Stubaier Gletscher 11.10.12 Kurzbesuch, Hintertuxer Gletscher - 8.11.12 - Nach getaner Arbeit..., KSH 15.11.12 - Überm Nebelmeer, Obertauern (S) / 26.11.2012 / (Noch) klein, aber fein, Loferer Alm 8.12.12 - 8er Schwarzeck, Flachauwinkl - Kleinarl 9.12.12 - eine unbekannte Seite...,Schiwelt 13.12.12 - ein kalter Skinachmittag, Verbindungsbahn Alpbachtal 14.12.12,Dachstein West - 24.12.12 Antiweihnachtsstressski, Zinken, 31.12.12 --Jahresendski--, Heutal, 9.1.13 - Spaß im Schnee in der Näh', Rauris 9.1.13, Gemischte Gefühle, Gaißau Hintersee - 16.1.13 *Nebelflucht* Zauchensee 23.1.13, Reitherkogel 24.1.13 - Nachtschi überm Inntal, SFL - Ersatz Stubaier Gletscher 25.1.13, Fanningberg 2.3.13, Silvretta - Arena 24. / 25. 4. 13 - Ischg(ei)l, Sölden 5.5.13 - und die wollen wirklich zusperren?!
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@Dachstein
Ich weis nicht worauf Du hinaus willst. Vulkanausbrüche lassen sich nicht vorhersagen. Daher stimmt mein Aussage. Ausserdem überschätzt Du die Auswirkungen eines Vulkanausbruchs von der Grösse des St. Helens.
Wikipeda zum Pinatubo:
Ich weis nicht worauf Du hinaus willst. Vulkanausbrüche lassen sich nicht vorhersagen. Daher stimmt mein Aussage. Ausserdem überschätzt Du die Auswirkungen eines Vulkanausbruchs von der Grösse des St. Helens.
Wikipeda zum Pinatubo:
Die Glaziologen sprechen von mindestens 5 kalten Jahren, die eine Auswirkung auf die Gletscher zu haben.Die gewaltige Eruption brachte eine enorme Menge an Aerosolen und Staub in die Stratosphäre. Schwefeldioxide oxidierten in der Atmosphäre und erzeugten Nebel aus Schwefelsäuretropfen, die sich während des Jahres stufenweise in die Stratosphäre ausbreiteten. Es wurden insgesamt 17 Millionen Tonnen in die Stratosphäre injiziert, was das größte Volumen seit der Eruption von Krakatau 1883 war.
Die Folge aus dieser gewaltigen Injektion war die Sonnenlichtreduktion um fünf Prozent. Dies wiederum führte zu einem durchschnittlichen Temperaturabfall um 0,5 bis 0,6 °C in der nördlichen Hemisphäre und 0,4 °C weltweit. In der gleichen Zeit stieg die Temperatur in der Stratosphäre um mehrere Grad Celsius. Die Wolken in der Stratosphäre, die durch die Eruption entstanden waren, blieben drei Jahre bestehen.
- Dachstein
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Hoppala, jetzt habe ich doch glatt den Karkatau mit dem St. Helens verdreht. Sehr Peinlich.
Jedoch beeinflusst ein großer Vulkanausbruch sehr wohl das Klima nachhaltig und in großen Ausmaß. Ich verlasse mich da lieber auf die Literatur, die ich zu den endogenen und exogenen Prozessen der Erde habe, und nicht so sehr auf Wikipedia.
Und zur Vorhersage von Vulkanausbrüchen: sie lassen sich in gewissen Maß voraussagen. Vor jedem Ausbruch wird durch das austeigende Magma in gewissen Abständen leichte Erdbeben ausgelöst, die dann analysiert werden. Der Vulkan brummt quasi ein Lied vor dem Ausbruch. Um das ganze zu Konkretisieren, werden noch die Vuklanexhalationen auf den Chemismus untersucht, auch das gibt einen Aufschluss über den Status.
Auch die Fumarolentemperatur gibt über den Status eines Vulkanes Aufschluss.
Letztlich wird der Vulkan auf Hebungsraten untersucht.
Dann kann man in etwa (
) vorhersagen, ob er in der nächsten Zeit ausbricht, oder nicht. Vesuv und Vulcano sind übrigens gerade dabei, sich zu heben.
MFG Dachstein
Jedoch beeinflusst ein großer Vulkanausbruch sehr wohl das Klima nachhaltig und in großen Ausmaß. Ich verlasse mich da lieber auf die Literatur, die ich zu den endogenen und exogenen Prozessen der Erde habe, und nicht so sehr auf Wikipedia.
Und zur Vorhersage von Vulkanausbrüchen: sie lassen sich in gewissen Maß voraussagen. Vor jedem Ausbruch wird durch das austeigende Magma in gewissen Abständen leichte Erdbeben ausgelöst, die dann analysiert werden. Der Vulkan brummt quasi ein Lied vor dem Ausbruch. Um das ganze zu Konkretisieren, werden noch die Vuklanexhalationen auf den Chemismus untersucht, auch das gibt einen Aufschluss über den Status.
Auch die Fumarolentemperatur gibt über den Status eines Vulkanes Aufschluss.
Letztlich wird der Vulkan auf Hebungsraten untersucht.
Dann kann man in etwa (
MFG Dachstein
Skitage 2012/13: 62 Stubaier Gletscher 11.10.12 Kurzbesuch, Hintertuxer Gletscher - 8.11.12 - Nach getaner Arbeit..., KSH 15.11.12 - Überm Nebelmeer, Obertauern (S) / 26.11.2012 / (Noch) klein, aber fein, Loferer Alm 8.12.12 - 8er Schwarzeck, Flachauwinkl - Kleinarl 9.12.12 - eine unbekannte Seite...,Schiwelt 13.12.12 - ein kalter Skinachmittag, Verbindungsbahn Alpbachtal 14.12.12,Dachstein West - 24.12.12 Antiweihnachtsstressski, Zinken, 31.12.12 --Jahresendski--, Heutal, 9.1.13 - Spaß im Schnee in der Näh', Rauris 9.1.13, Gemischte Gefühle, Gaißau Hintersee - 16.1.13 *Nebelflucht* Zauchensee 23.1.13, Reitherkogel 24.1.13 - Nachtschi überm Inntal, SFL - Ersatz Stubaier Gletscher 25.1.13, Fanningberg 2.3.13, Silvretta - Arena 24. / 25. 4. 13 - Ischg(ei)l, Sölden 5.5.13 - und die wollen wirklich zusperren?!
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Ad heuriger Sommer: Ich denke schon, daß es für die Gletscher besser war, der kühle schneereiche August und dann warmer September/Oktober/November.
.. wäre der August so warm gewesen wie der Juli, hätte es sicher mehr weggeputzt, selbst wenn es schon Mitte September den großen Herbstschnee gegeben hätte... viel weggetaut hat es nämlich im Oktober und November sicher nicht.. (außer vielleicht bei den Gletscherzungen < 2000m)
.. daß jetzt aktuell 1m Schnee fehlen, ist klar, aber für die Gesamtschneefallhöhe dieses Winters muß das noch gar nix bedeuten.
Da außerdem heuer der Winter sehr lang war - die Schneeschmelze auf den Gletschern hat ja praktisch erst Anfang/Mitte Juni eingesetzt .. kann für die nächsten Jahre alles drin sein.
Lassen wir uns überraschen ;)
Was die 300m am Daunferner angehen: Super. Die werden wohl an einer Steilwand gemessen sein ;) Wenns da 100m abgetaut hat, kann man aber nicht mehr so lockerflockig skifahren ....
.. wäre der August so warm gewesen wie der Juli, hätte es sicher mehr weggeputzt, selbst wenn es schon Mitte September den großen Herbstschnee gegeben hätte... viel weggetaut hat es nämlich im Oktober und November sicher nicht.. (außer vielleicht bei den Gletscherzungen < 2000m)
.. daß jetzt aktuell 1m Schnee fehlen, ist klar, aber für die Gesamtschneefallhöhe dieses Winters muß das noch gar nix bedeuten.
Da außerdem heuer der Winter sehr lang war - die Schneeschmelze auf den Gletschern hat ja praktisch erst Anfang/Mitte Juni eingesetzt .. kann für die nächsten Jahre alles drin sein.
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Re: Glaziologe gibt Entwarnung: Gletscher mit fetten Reserve
Seit wann war 1906 im 19. Jahrhundert?Tirol.com hat geschrieben:... Zweimal im 19. Jahrhundert stoppte das Abschmelzen. Die Gletscher begannen plötzlich wieder zu wachsen. Einmal ab 1906, das zweite Mal in den 80ern. ...
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Es ist klar, jetzt ist eine Warmzeit, wir Menschen extremisieren sie aber nur mehr. Aber ganz sicher gibt es auch wieder eine Eiszeit, das liegt an solchen Schwankungen von irgendetwas. Wann diese Eiszeit kommt, weiss niemand, vielleicht 2050, vielleicht erst 2300 oder 3000 oder 1000000, aber es wird eine geben. Man sieht vieles zu eng, habe ich das Gefühl, denn mit dem "rechnen" und das vorhersagen ist es noch lange nicht bewiesen, dass die Gletscher endgültig verschwinden werden.
Es ist klar, jetzt ist eine Warmzeit, wir Menschen extremisieren sie aber nur mehr. Aber ganz sicher gibt es auch wieder eine Eiszeit, das liegt an solchen Schwankungen von irgendetwas. Wann diese Eiszeit kommt, weiss niemand, vielleicht 2050, vielleicht erst 2300 oder 3000 oder 1000000, aber es wird eine geben. Man sieht vieles zu eng, habe ich das Gefühl, denn mit dem "rechnen" und das vorhersagen ist es noch lange nicht bewiesen, dass die Gletscher endgültig verschwinden werden.
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Das mit dem Vulkanausbruch stimmt natürlich schon.
Aber man muss auch beachten: Selbst Optimisten rechnen bis 2050 aufgrund der nach wie vor zunehmenden Problematik des ungebremsten CO2 Ausstosses mit einem globalen Temperaturanstieg von 2°C im Jahresmittel (wie gesagt, Optimisten; tendenziell werden's sogar eher mehr sein). Dies klingt zwar nach wenig, aber als Verlgeich: Zur letzten Eiszeit hatten wir nur gerade 4° weniger im globalen Jahresmittel als heute.
Und wenn eine Abkühlung von 4° einer Eiszeit gleichkommt, dürfte es klar sein, dass auch nur ein leichter Anstieg den Gletschern ziemlich zusetzen dürfte.
Aber man muss auch beachten: Selbst Optimisten rechnen bis 2050 aufgrund der nach wie vor zunehmenden Problematik des ungebremsten CO2 Ausstosses mit einem globalen Temperaturanstieg von 2°C im Jahresmittel (wie gesagt, Optimisten; tendenziell werden's sogar eher mehr sein). Dies klingt zwar nach wenig, aber als Verlgeich: Zur letzten Eiszeit hatten wir nur gerade 4° weniger im globalen Jahresmittel als heute.
Und wenn eine Abkühlung von 4° einer Eiszeit gleichkommt, dürfte es klar sein, dass auch nur ein leichter Anstieg den Gletschern ziemlich zusetzen dürfte.