Gläserner Gipfel in der Gletscherwelt

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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Der “Top Mountain Star”, eine futuristisch anmutende Aussichtsplattform und Panoramabar auf mehr als 3.000 m Seehöhe, stellt die Hauptattraktion eines rundum perfekten Winters dar.

Im obersten Geschoss der Alpen, am Wurmkogl auf 3.080 m Seehöhe, ragt mit dem “Top Mountain Star” ab sofort eine bizarre Aussichtsplattform in den Himmel, die zugleich als unverwechselbare Panoramabar dient. Architektonisch angepasst an die umliegenden Bergspitzen, hat man von hier einen atemberaubenden Rund- und Weitblick auf die Ötztaler Alpen bis zur Silhouette der berühmten Dolomiten im Süden. Das ganze garniert mit einem superexklusiven Lounge-Ambiente mit kulinarischen Leckerbissen, coolen bis “hotten” Drinks und edlem Soundteppich. Für außergewöhnliche Gipfelparties kann der “Top Mountain Star” übrigens auch gemietet werden.
Quelle: Skipresse
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Noch ein Artikel über den Top Mountain Star sowie über dies und das:
Ötztal Die Skiregion Obergurgl startet am kommenden Wochenende den Liftbetrieb
Gläserner Gipfel in der Gletscherwelt
Schneesicherheit ist hier garantiert, denn 92 Prozent der Pisten werden schon künstlich beschneit.

Von Hans-Werner Rodrian

Das ist nun wirklich die Höhe. Alban Scheiber steht oben am Wurmkogel. In 3080 Meter Höhe stützt sich der Hochgurgler Bergbahnboss genau auf den Alpenhauptkamm. Nach Süden, ins Passeiertal, geht es mehr als tausend Meter senkrecht hinunter. Richtung Norden be-trachtet er mit Wohlgefallen die weiß gepuderten Hänge unter sich.

Scheiber hat es wieder mal geschafft: Er blickt auf das schneesicherste Skigebiet der Alpen. Als erste Skiregion überhaupt öffnen Obergurgl und Hochgurgl zuverlässig Mitte November die Pisten. Möglich macht es einerseits natürlich die perfekte Lage, aber auch ein gigantischer Aufwand: Nicht weniger als 92 Prozent der Pisten werden künstlich beschneit - bis hinauf auf über 3000 Meter. Der steile Hang direkt vor ihm gehört dazu: "Da ist ein Gletscher drunter", meint er trocken, "aber den beschneien wir sicherheitshalber auch."

Höher geht's nicht mehr in den Alpen. Obergurgl ist mit 1930 Metern das himmelnächste Kirchdorf Europas, hat den höchsten Konzertsaal Österreichs und die exklusivste Verkehrsberuhigung unterm Alpenhauptkamm. Zu den Nachbarn fährt man von Hochgurgl aus waagerecht mit einer Kabinenbahn. Überhaupt hält das Innerötztal gern Abstand zu den weiter unten gelegenen, turbulenten Nachbarorten. So bleibt mehr Platz für die anspruchsvolle Stammkundschaft.

Mehr Klasse, mehr Komfort, mehr Kultur - dieser Dreiklang rechtfertigt in den Augen der Gurgler auch die gediegenen Preise. Der Stern Obergurgls ging bereits auf in einer Zeit, als es weit und breit noch keinen Lift gab: Der belgische Professor Auguste Piccard musste in den 1930er-Jahren einen Rekordversuch mit seinem Stratosphärenballon abbrechen und auf dem Gurgler Gletscher notlanden. Rettung und Bergung waren damals eine Sensation. Die ganze Welt blickte auf das kleine Dorf mit dem schlanken Kirchturm inmitten der Berge. Ein chromblitzendes Denkmal im Ortszentrum erinnert an das Ereignis.

Die Skifahrer kommen inzwischen natürlich aus anderen Gründen: wegen der vielseitigen Pisten, der Schneesicherheit und der hochklassigen Hotellerie. Der Dorfkern mit seinen mächtigen Komforthotels ist seit einigen Jahren verkehrsberuhigt, nachts besteht sogar ein striktes Fahrverbot. Touristisch ist man mittlerweile eingemeindet ins Ötztal, aber einen gemeinsamen Skipass mit Sölden und Vent gibt es immer noch nicht. Die meisten Urlauber in Gurgl sind ja schon mit dem hier Gebotenen mehr als ausgelastet. Immerhin misst das Pistenareal 110 Kilometer, je zur Hälfte aufgeteilt auf Hochgurgler und Obergurgler Pisten.

Hochgurgl, das kleine Hoteldorf vor der Mautstation an der im Winter gesperrten Timmelsjochstraße, bietet skifahrerische Verführung der feinen Art. Das Pistenrevier unterhalb des Wurmkogels erreicht man als Hochgurgl-Gast natürlich von der Hoteltür aus: Ski anschnallen genügt. Ganz oben, an der nagelneuen Aussichtsplattform "Top Mountain Star", steht man dann wirklich über den Dingen. Wo noch vergangenen Winter eine bessere Biwakhütte den Schneestürmen trotzte, haben die Gurgler eine futuristisch anmutende Glaskonstruktion mit zeitgeistig exklusivem Lounge-Ambiente errichtet. Drinnen gibt es kleine Delikatessen, coole Drinks und einen edlen Soundteppich. Wer mag, der kann die Plattform für eine wirklich exklusive Gipfelparty auch mieten.

Vor der Treppe, die eher ein Laufsteg ist, beginnt Hochgurgls stärkstes Stück: die achteinhalb Kilometer lange Genussabfahrt, vorbei an den sternegeschmückten Hochgurgler Herbergen, nach Pill. So nennt sich seit einigen Jahren das immerhin auch noch auf 1800 Meter gelegene Untergurgl. Das weite, baumfreie Terrain ist wie zugeschnitten auf Genießer mit einem Blick für die grandiose Bergwelt rundum. Der schönste Hüttenschwung führt zur Kirchenkarhütte. An ihrer Champagnerbar fließt das prickelnde Nass in Strömen.

Auch in Obergurgl wird nicht am falschen Ort gespart. Das sieht man den zahlreichen modernen Bergbahnen an. In den luftigen Sechsergondeln der Festkoglbahn geht es hinauf, und schon kann den Skifreund nichts mehr halten: Er wirft ein paar schnelle Schwünge aufs griffige Weiß, um mit der anschließenden Vierersesselbahn wieder hinaufzuschweben und dabei die magische Dreitausender-Marke zu durchbrechen.

Das gibt Courage für die Hohe Mut, die Krönung aller Gurgler Abfahrten. Ein letzter Blick auf die zwei Dutzend Gletscher rundum, aufmunternde Blicke aus den Liegestühlen der Sonnenterrasse - und dann geht's hinein in Österreichs wildeste Buckelpiste. Wer unten heil herauskommt, der hat sich eine Stärkung verdient.

Überhaupt zählen die Einkehrstationen zu Gurgls Schokoladenseite. David's Skihütte am Steinmannlift hält Österreichs Küchentraditionen hoch: Da gibt es Melange und Verlängerten, Frittatensuppe, Speckknödel und "Rippelen" mit Knoblauchbrot. Auch hundert Meter höher, in Rudi Gampers Nederhütte, wird noch bedient. Schinkenfleckerl und Bauernkrapfen sind legendär. Dass Rudi trotzdem den Boden unter den Füßen nicht verloren hat, zeigt er jeden Donnerstag. Da spielen er und seine "Nederlumpen" mit Gitarre und Quetschn zum Skischuhtanz auf. Und wer dann den Heimweg nicht mehr auf Ski schafft, der wird auf Wunsch mit dem Pistenbully sicher ins Tal gebracht.

erschienen am 18. November 2006
Quelle: Hamburger Abendblatt
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starli2
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Beitrag von starli2 »

Er blickt auf das schneesicherste Skigebiet der Alpen. Als erste Skiregion überhaupt öffnen Obergurgl und Hochgurgl zuverlässig Mitte November die Pisten.
Diese Lügerei kotzt mich jedes Jahr aufs neue an ...
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Af
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Beitrag von Af »

Naja, sie öffnen schon die Pisten....nur ob man drauf fahren kann? :lol:
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starli
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Beitrag von starli »

Aber die ersten sind sie wohl nicht immer - es gibt fast jedes Jahr irgendwo Skigebiete in den Alpen, die vor *gurgl schon geöffnet haben, oder gleichzeitig öffnen - und Sulden will bekanntlich immer Ende Oktober aufmachen (schaffts aber halt auch nur noch selten)

.. und von wegen Schneesicherheit - ohne "Kunstschnee" hätten die in den letzten Jahren so gut wie nie Mitte November aufmachen können..

Aber ich war heut schon zufrieden: Sölden strahlender Sonnenschein, *gurgl den ganzen Tag im Nebel (hats vom Süden reingedrückt) - hämisch grins :)
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Skihütten-Architektur in Hochgurgl: Balance auf dem Gipfel

Der "Top Mountain Star" von Architekt Peter Schuck unterwirft sich der Bergwelt nicht, sondern fordert sie heraus.

Von Gerhard Matzig

Im Restaurant des feinen, mit fünf Sternen ausgezeichneten Hotels ,,Top Hotel Hochgurgl‘‘ hängt ein Stich an der Wand. Darauf zu sehen sind eine kleine Kirche, zwei Ställe, eine Menge Schnee und eine einfache Inschrift: ,,Dorf Gurgl, der höchstgelegene Ort in Österreich‘‘.

Das Bild ist die Chiffre eines Idylls und das Signum alpiner Einsamkeit. Es stammt aus dem Jahr 1876. Wer aber an dem Stich vorbei und aus dem Fenster schaut, um in einer Höhe von 2150 Metern die grandiose Bergwelt der Gegenwart in den Blick zu nehmen, der begreift auf Anhieb, dass sich die Region am Ende des Tiroler Ötztals mittlerweile dramatisch verändert hat. Das Idyll ist nun alles andere als einsam.

Das Kirchlein St.Leonhard gibt es zwar immer noch - doch den Schutzheiligen des Viehs müsste man inzwischen umschulen: zum Schutzheiligen der Skifahrer.

Die bescheidene Architektur der Kirche, die sich vor 131 Jahren noch so malerisch behaupten konnte, scheint nun im Klammergriff zweier Liftstationen gefangen zu sein. Stählern schiebt sich der aufgeständerte Lindwurmkörper der Hochgurglbahn auf der einen Seite heran; und auf der anderen Seite nehmen die heranschwebenden Passagiere eines Sechser-Sesselliftes potentielle Kirchgänger mit ihren Skispitzen aufs Korn.

,,St.Leonhard schütze unser Vieh‘‘: Das ist auf dem Portal des Gotteshauses zu lesen. Aber der Heilige hat seine Gunst offenbar auch dem Skitourismus gnädig erwiesen. Das in der Tat herrlich gelegene Plateau wurde als Skigebiet Hochgurgl-Obergurgl zwar erst vor wenigen Jahrzehnten erschlossen, aber inzwischen wird es bereits auf der Hitliste der zehn besten Skigebiete der Welt geführt. Die Leute kommen gern hierher. Und sie kommen massenweise.

Der Preis dafür ist üblich. Er ist überall auf dem Terrain des immer noch boomenden Skizirkusses zu entrichten: Doppel-, Vierer- und Sechsersessellifte, dazu Gondelbahnen, Schneekanonen, Kinderclub, Funpark - bis hin zu jenen Hotels, die nur noch selten den ,,Enzian‘‘ und dafür immer öfter den Begriff ,,Alpen-Wellness-Resort‘‘ im Namen führen. Es ist laut geworden in den aufgerüsteten und zur Not sogar künstlich beschneiten Bergen.

Das wissen auch die Skifahrer und Hoteliers. Sie wissen, dass ihr ,,Naturerlebnis‘‘ ohne die Kultivierung und Technisierung der Bergwelt kaum so komfortabel zu haben wäre. Der artifizielle Triumph der Maschinenära über die Natur ist nirgendwo so anschaulich wie in jenen Regionen, in denen schreiend bunt gepolsterte Skifahrer bequem auf die Dreitausender gehievt werden, um sich von dort oben als menschliche Lawinen in die umliegenden Täler zu ergießen.

Vielleicht bestehen die üblichen Skihütten in solchen Gebieten auch deshalb meist aus einer reinen Kulissenarchitektur: aus alten Holzskiern, die man an die künstlich patinierten Wände geschraubt hat; aus einem Pferdegeschirr, dessen Nutzen in zwei- oder dreitausend Metern Höhe fraglich erscheint; aus Heugabeln, Heiligenbildern oder Schützenscheiben.

Die Funktion solcher alpinen Indoor-Grotesken besteht offenbar nicht nur darin, dem Selbstbedienungsrestaurant samt ,,Only Cash Payment‘‘ Hinweis eine räumliche Fassung zu geben - sondern auch darin, die Erinnerung an eine Bergwelt aufrechtzuerhalten, die wir einst ihrer Entrücktheit wegen erobert haben.

Die wie Antiquitätensammlungen hergerichteten Skihütten bemühen deshalb so angestrengt die Images eines längst untergegangenen Luis-Trenker-Jahrhunderts, weil sie uns mit der Wahrheit versöhnen müssen. Die Wahrheit aber ist: Die Magie der Berge ist uns schon längst abhanden gekommen.

Sie weiß sich auch in Hochgurgl fast nur noch in Zahlen auszudrücken: durch 110 Pistenkilometer, 23 Lifte, zwölf Loipenkilometer und endlose Winterwanderwege. Stündlich können hier bis zu 37000 Skifahrer von Gipfel- zu Gipfelglück geschaufelt werden. Die Alpen: Das ist im Grunde eine reibungsarme, funktionale Industrielandschaft, die allmählich auch die höchsten Gipfel überformt.

Mehr als nur eine weitere Attraktion
Genau hieraus speist sich aber die Bedeutung einer Sehenswürdigkeit namens ,,Top Mountain Star‘‘, die mehr sein könnte als nur eine weitere Attraktion. Gemeint ist eine spektakulär gestaltete, kürzlich eröffnete Panoramakanzel, die der Münchner Architekt Peter Schuck dem Wurmkogl-Gipfel wie einen aufreizenden Balanceakt aufgesetzt hat.

In unmittelbarer Nähe zum Ausstieg der bis auf 3082 Meter Höhe führenden Sesselbahn erleben die Skifahrer nun nicht nur eine weitere Maßnahme zur beschleunigten Umsatzsteigerung, sondern endlich auch einmal ein irritierendes Moment der Entschleunigung, so abgenutzt dieser Begriff inzwischen auch sein mag.

Vordergründig lässt sich in der Panoramakanzel, die einen geradezu fernsüchtigen Rundblick über die Ötztaler Alpen bis zu den Dolomiten bietet, gut essen. Aber hinter- und untergründig wirkt die gläserne, licht und transparent erbaute Kanzel wie ein großes, Raum gewordenes Staunen. Ein Innehalten ist das, welches einen daran erinnert, wo man eigentlich ist: auf dem Berg.

Peter Schuck hat zusammen mit seinen glücklicherweise ehrgeizigen Bauherren, der Familie Alban Scheiber (die auch das Top Hotel Hochgurgl mit Umsicht betreibt), einen imposanten Ort geschaffen, der sich anders als die üblichen Skihütten-Imitationen der Bergwelt nicht unterwirft, sondern sie geradezu herausfordert. Und erstaunlicherweise ist ihr damit durchaus gedient.

Nach allen Seiten einladend
Schon von weitem macht der kleine, auf dem schmalen Fundament einer alten Schutzhütte errichtete und kaum mehr als zehn Meter im Durchmesser zählende Baukörper auf sich aufmerksam. Nach allen Seiten scheint die kreisrund um einen festen Versorgungskern organisierte Architektur einladend zu winken.

Der einfache, aber wirkungsvoll möblierte Zentralraum, in dem sich die wenigen Materialien Stahl, Glas und warmes Lärchenholz harmonisch ineinanderfügen, ist vollständig aufgeglast und durch eine rundum auskragende Terrasse behutsam von innen nach außen geschichtet.

Hier können sich die Gäste, die nebenan vom Sessellift ausgespuckt werden, um sogleich abzufahren, auf angenehme Weise bewirten lassen: Aber auch feine Speisen und erlesene Getränke können es nicht aufnehmen mit dem Genuss, den der 360-Grad-Panoramablick gewährt. Er macht aus einem typischen Skigebiet wieder eine einzigartige Bergwelt, die aus Königsjoch, Hochfirst oder Liebenerspitze, also aus Charakteren besteht. Und aus Größe, Anmut, Fremdheit.

Eine Begegnung in Würde
Nur ein paar Meter neben dem Top Mountain Star sind ein paar schmale, lose zusammengenagelte und inzwischen verwitterte Bretter zu sehen: ein Ausguck, den sich einst tapfere Bergsteiger errichtet haben, um die Welt in aller Stille von oben zu betrachten. Die Bretter wirken wie Knochenfunde einer untergegangenen Epoche. Wie die Künder einer Alpenschönheit vor dem Massentourismus. Aber eben dort lässt sich nun auch studieren, wie man den Bergen sogar heutzutage in Würde begegnen könnte.
Fotos:

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^^ Bequem lässt sich der Gipfel des Wurmkogel mit dem Sessellift erreichen. Dann muss eine Entscheidung her: Rechts abschwingen auf die schwarze Abfahrt - oder geradeaus einkehren in eine der spektakulärsten Konstruktionen der Alpen.

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^^ Auf einem schmalen Berggrat in über 3000 Metern Höhe balanciert der Top Mountain Star.

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^^ Kaum mehr als zehn Meter Durchmesser hat der Baukörper aus Stahl, Glas und hellem Lärchenholz.

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^^ Von der Terrasse aus genießen Gipfelstürmer einen fantastischen Rundblick über umliegenden Berge.

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^^ Abseits der üblichen Hüttenhektik bekommt der Besucher wieder ein Ahnung von der majestätischen Schönheit der Alpenwelt.

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^^ Bei schönem Wetter reicht der 360-Grad-Blick bis in die Dolomiten.

Quellen: Süddeutsche (Text) // Stefan Herbke (alle Fotos)
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