Lift-Monster & Riesen-Gondeln: Neue Seilbahnen in den Al

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PB_300_Polar
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Lift-Monster & Riesen-Gondeln: Neue Seilbahnen in den Al

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Tiscali hat geschrieben:
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Lift-Monster & Riesen-Gondeln: Neue Seilbahnen in den Alpen


Die Alpen rüsten auf: Lahme Schlepplifte und Mini-Gondeln sind Schnee von gestern. In den Ski-Metropolen gehen pünktlich zur neuen Saison jede Menge Bergbahn-Kolosse an den Start. Gigantische Gondeln und Riesen-Lifte lassen die Warteschlangen der Skifahrer schrumpfen und sorgen dafür, dass nicht nur die Abfahrt, sondern auch der Transport auf den Gipfel zum echten Erlebnis wird.

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«Unser Investitionsvolumen liegt diesmal bei etwa 500 Millionen Euro», sagt Ingo Karl, Vorsitzender des Fachverbandes der Seilbahnen Österreichs in Wien. Damit liege man nur wenig unter dem Niveau des Vorjahres, als 523 Millionen Euro für neue Beschneiungsanlagen und Lifte ausgegeben wurden. Die Bedrohung durch den Klimawandel werde von der Branche sehr ernst genommen. «Aber in den letzten neun Jahren sind die Winter bei uns nicht wärmer geworden, sondern eher kälter», sagt Karl und verweist auf den sehr schneereichen Winter 2005/06.
Absolutes Novum
Die wichtigsten Neuheiten in Österreich finden Skiläufer in Tirol. Rund 22 Millionen Euro werden allein für die neue Galzigbahn in St. Anton am Arlberg ausgegeben. «Das ist ein absolutes Novum in den Alpen», sagt Karl. Zu der Anlage gehört nach Angaben der Arlberger Bergbahnen unter anderem «das längste und schwerste Förderseil, das bisher weltweit für Personenseilbahnen produziert wurde» - es wiegt 120 Tonnen.

Der Clou an der neuen Galzigbahn soll das Einsteigeverfahren sein: Mit Hilfe von «Riesenrädern» werden die 28 Gondeln vom Niveau des Tragseils auf die Bodenhöhe heruntergebracht. «Das macht das Einsteigen viel bequemer, weil man nicht mehr mit Skiern in der Hand und in steifen Plastik-Skischuhen Treppen steigen muss», so Karl.
Mit der neuen Bahn verdreifacht sich in St. Anton die Zahl der auf den Galzig beförderten Skiläufer auf etwa 2200 pro Stunde. Das ist zwar deutlich mehr, als die neue Ahornbahn in Mayrhofen im Zillertal bewältigen wird. Aber die hat auch nur zwei Gondeln - und was für welche.

Gigantische Gondeln
Jeweils 160 Skiläufer können einsteigen und in 6,5 Minuten vom Ortszentrum auf das 2000 Meter hohe Ahornplateau bringen lassen. Damit bekommt Mayrhofen die größten Seilbahngondeln, die jemals für die österreichischen Alpen gebaut worden sind. Vom Plateau aus geht es in einer 5,5 Kilometer langen Abfahrt zurück in den Ort. Die örtlichen Bergbahnen geben 18 Millionen Euro für die Erneuerung aus

Neue Anlagen in Südtirol
Auch in anderen Teilen der Alpen sollen die Wege in die Skigebiete schneller und komfortabler werden. So hat zum Beispiel die Südtiroler Region Dolomiti Superski im Sommer neun bestehende Lifte durch neue Anlagen ersetzt. Unter anderem in Alta Badia, Gröden/Seiser Alm und in Val di Fiemme/Obereggen wurden ältere Sessellifte gegen modernere Kuppel-Sessellifte oder durch Kabinenbahnen ausgetauscht. Im Pitztal in Tirol geht es derweil besonders hoch hinaus: In 2689 Metern über dem Meer entsteht eine «Talstation» für einen Sechser-Sessellift und eine Achter-Gondelbahn, die bis auf 3287 Meter führt. An «Österreichs höchster Baustelle» werden insgesamt 15 Millionen Euro investiert.

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Ohne Umsteigen zum Schlappoldsee
In deutschen Skigebieten ändert sich ebenfalls einiges. So wird etwa am Fellhorn bei Oberstdorf die Sesselbahn-Endstation Schlappoldhöfle zur Zwischenstation gemacht: Insgesamt 94 Achter-Gondeln sollen künftig pro Stunde 2400 Fahrgäste zum 1770 Meter hoch gelegenen Schlappoldsee befördern. Bisher war ein Umsteigen in einen Schlepplift nötig. Eröffnung des 13,5-Millionen-Euro-Projektes soll im Dezember sein.
Schon am 8. Oktober nehmen dagegen die vier neuen Doppeltriebwagen der Bayerischen Zugspitzbahn den Betrieb auf. 19 Kilometer lang ist ihre Strecke von Garmisch-Partenkirchen zum Zugspitzplatt, pro Tag sollen sie bis zu 3000 Skiläufer in das Wintersportgebiet bringen.


Schweizer Weltneuheit
Auch die Schweiz modernisiert Anlagen und baut neue - insgesamt geben die Bergbahnbetreiber zur neuen Saison 200 Millionen Franken (121 Millionen Euro) aus, sagt Oliver Kerstholt von Schweiz Tourismus in Zürich. So bekommt Zermatt eine neue Gondelbahn von Furi auf den Riffelberg für bis zu 2400 Passagiere pro Stunde. In Flumserberg in der Ostschweiz entsteht die erste kuppelbare Achter-Sesselbahn des Landes, die bis zu 4000 Wintersportler in der Stunde nutzen sollen.
Als Weltneuheit angepriesen wird außerdem eine «Coaster» genannte Bergbahn in Arosa. Sie wird vom «Tschuggen Grand Hotel» betrieben, das gerade aufwendig renoviert und umgebaut wird und am 1. Dezember Neueröffnung feiert. Der «Coaster» soll ein «Taxi auf Schienen» sein und «wie ein Lift die Gäste auf die Piste bringen», wie es Kerstholt ausdrückt. Neun Wintersportler passen in die voll verglaste Kabine hinein, die jedoch ausschließlich «Tschuggen»-Gäste nutzen können.


Hohe Investitionsbereitschaft
Dass die Prognosen in Sachen Klimawandel in den kommenden Jahren die Neubau-Aktivitäten der Bergbahnbetreiber bremsen könnten, ist kaum zu erwarten. Von den 3200 Seilbahnen und Liften Österreichs zum Beispiel seien rund 1800 in den Jahren vor 1998 gebaut worden, sagt Verbandsvorsitzender Ingo Karl. «Da wird die Investitionsbereitschaft hoch bleiben.» Insbesondere gehe es darum, künftig mehr Strecken mit Kunstschnee beschneien zu können. Das sei in Österreich erst bei 50 Prozent der Pisten der Fall, «in Südtirol sind es schon 80 Prozent».

Mehr Infos im Netz:
www.stantonamarlberg.com
www.mayrhofner-bergbahnen.com
www.pitztaler-gletscher.at
www.fellhorn.de
www.zugspitze.de
www.dolomitisuperski.com
www.arosabergbahnen.ch
www.flumserberg.ch
www.austria.info
www.myswitzerland.com
www.suedtirol.info

[Christian Röwekamp, dpa]
Der Schnee kommt.....

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