Millionen für Kunstschnee: Liftler fordern Solidarität

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snowflat
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Millionen für Kunstschnee: Liftler fordern Solidarität

Beitrag von snowflat »

Millionen für Kunstschnee: Liftler fordern Solidarität

Mehr als 30 Mio. Euro kostet eine komplette Beschneiung der Tiroler Skipisten. Die Seilbahner wollen diese Summe nicht mehr allein aufbringen.

Bild
^^ Nichts geht mehr ohne Kunstschnee.
Bild: Böhm


In der Nacht zum Freitag liefen in den meisten Skigebieten Tirols die Schneekanonen heiß. Endlich Schnee machen! Aber Nächte wie jene zum Freitag sind kostspielig. "Drei Euro kostet der Kubikmeter Schnee", rechnet Ingo Karl, Österreichs oberster Seilbahner, vor.

Er selber braucht in seinem Skigebiet in St.Johann bis zu 100.000 Kubikmeter pro Saison - und legt dafür 300.000 Euro auf den Tisch. "Natürlich kostet das unheimlich viel", stöhnt Karl.

Tirol verfügt über eine Pistenfläche von 7200 Hektar. Drei Viertel davon sind künstlich beschneit. Ausgehend von diesen Zahlen, kostet eine 20 Zentimeter dicke Kunstschnee-Decke 33 Millionen Euro.

Für Ingo Karl jedenfalls ist die Belastungsgrenze schon lange erreicht. Er fordert mehr Solidarität ein: "Mittel- bis langfristig müssen sich alle, die vom Tourismus profitieren, an den Kosten beteiligen. Vom Hotelier über den Sportartikelhändler bis hin zum Taxler."

Laufen die tausenden Schneekanonen und Schneelanzen auf Hochtouren, dann ist das äußerst stromintensiv. Wenn an kalten Tagen rund um die Uhr beschneit wird, dann verschlingt das bis zu zwei Gigawattstunden - der Stromverbrauch Tirols steigt an diesen Tagen um ein Siebentel an. Oder anders gesagt: Das ist so viel Strom, wie sonst 100.000 Tiroler an einem Tag verbrauchen. Derzeit kann aber maximal nachts beschneit werden.

Selbst auf Gletschern wird beschneit. Sie profitieren derzeit von der Schneelosigkeit in allen restlichen Skigebieten. Anita Kofler, Marketingleiterin am Hintertuxer Gletscher, erzählt von plus 20 Prozent mehr Gästen gegenüber dem Vorjahr. 11.000 Wintersportler kommen derzeit pro Wochenende ins hintere Zillertal.

Die Stubaier Gletscherbahnen freuen sich über einen "regen Andrang, speziell am Wochenende", sagt Sprecherin Caroline Suitner. Dennoch würde auch sie sich über einen baldigen Schneefall freuen: "In unserem Hauptmarkt Deutschland ist es zu warm. Die Leute denken noch nicht ans Skifahren."

Wer inspiriert von den Übersee-Weltcups dennoch ans Skifahren denkt, würde gerne nach St. Anton kommen, sagt Tourismusdirektor Martin Ebster. Läge Schnee, wäre viel los am Arlberg. "Der Verlust ist jedoch schwer zu beziffern."

Pragmatischer sieht man die Lage in der Zugspitzregion: Dort beginnt die Saison erst eine Woche vor Weihnachten.
Quelle: TT

Sorry, aber das Thema ist doch bekannt bei den Seilbahngesellschaften. Und nun fangen sie das stöhnen an. Welches Skigebiet hat denn vor 10 - 15 Jahren mal daran gedacht Mitte/Ende November die Skisaison zu beginnen. So wie ich mich erinnern kann begann größtenteils die Saison eine, max. zwei Wochen vor Weihnachten, Exoten die noch früher begannen gabs da zwar auch schon, aber nicht so extrem wie jetzt. Aber das Problem ist doch hausgemacht. Von Jahr zu Jahr wurde die Eröffnung der Skigebiete immer mehr nach vorne verschoben. Klar will immer jemand der erste sein, ist ja auch eine Marketingstrategie. Aber wenn sich ein Gebiet im Klaren ist, sich übermäßige Beschneiung nicht leisten zu können, sollen sie es halt in Ihrem wirtschaflichen Rahmen halten. Wenn ich 1000 Euro habe, kann ich keine 2000 Euro ausgeben, wenn ich weiß, dass ich es nicht finanzieren kann.
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seilreiter
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Re: Millionen für Kunstschnee: Liftler fordern Solidarität

Beitrag von seilreiter »

snowflat hat geschrieben:Welches Skigebiet hat denn vor 10 - 15 Jahren mal daran gedacht Mitte/Ende November die Skisaison zu beginnen. So wie ich mich erinnern kann begann größtenteils die Saison eine, max. zwei Wochen vor Weihnachten, Exoten die noch früher begannen gabs da zwar auch schon, aber nicht so extrem wie jetzt. Aber das Problem ist doch hausgemacht.
So ist es. Das Gejammere ist fadenscheinig. Im Zusammenhang mit dem vergangenen Rekord-Herbst und den ausbleibenden Schneefällen wurde hier und dort auch erwähnt dass es durchaus normal ist wenn Ende Nov. noch fast gar kein Schnee liegt

Ich zitiere mal sinngemäss aus dem Großen DSV Skihandbuch 1977. Da wurden mal alle Skimonate Nov bis Mai hinsichtlich Schneesicherheit, temp. usw bewertet.
Dezember: weitere Schneefälle verbessern die Verhältnisse, vor allem über 2000m. [...] Bei mangelhafter Unterlage (kein ergiebiger Schneefall im Nov) [...] nur brauchbare Verhältnisse in hoch gelegenem Almgelände.
April/Mai: Wer Glück hat kann phantastische Skitage erleben [...] da in diesen Monaten sehr oft noch ausgiebige Schneefälle hervorragende Verhältnisse mit sich bringen
Da die 70er schneereich waren ist anzunehmen dass tendentiell zu optimistisch bewertet wurde, d.h. man muss die Ansprüche an Skifahren im Nov/Dez eher noch weiter zurückschrauben.

Im Herbst schon auf den Gletscher zu rennen war vor 15 + x Jahren eine Angelegenheit für Rennfahrer und Einheimische, das boomt erst so seit ein gesteigertes Freizeitverhalten dazu geführt hat, die Jahreszeiten möglichst gut für die jeweilige Sportart zu nutzen. Ab April ist dann oft schon Sommersport angesagt (Radeln am Gardasee, wandern, surfen), aber was tun im Okt. / Nov. --> war ja bisher für den ambitionierten Multisportler sauere Gurken -Zeit?

Also was soll das? Die Nachfrage hat sich zeitlich von den Idealbedingungen wie sie die Natur vorgibt entfernt, die einzige Möglichkeit das zu korrigieren ist viiieeeeel Geld. 8O Sollen die Liftler endlich mal das Frühjahr gescheit bewerben und das Geld da rein stecken, kommt auf lange sicht wahrscheinlich billiger.
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Beitrag von PB220DR »

Wenns bei uns 2 Wochen vor Weihnachten anfängt mit schneien, sind wir eigentlich zufrieden, der letzte Winter war mal ne ausnahme, und soweit ich mich erinnern kann, ist es bei uns ( Im nördl. Schwarzwald) normal dass der richtige Schnee erst im Januar kommt....

:arrow: Aber trotzdem würd ich mich saumäßig freuen wenns jetzt dann los geht...
Pistenbully, das Fahrzeug der Zeit, viel Comfort und stets bereit.
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Pistenbully kaum einer zieht eine längere Spur....
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Beitrag von TPD »

A: Ist doch immer das selbe Theater. Die Schwimmbäder beklagen sich auch im März über das schlechte Wetter und Ende Saison präsentieren sie dann Rekordzahlen.

B: Eine Beschneiungsanlage ist ja schön und recht um die kritischen Stellen einer Piste zu eliminieren. Aber wird eine Piste zu 100% künstlich beschneit, damit man schon vor dem natürlichen Schneefall runter fahren kann, muss ich nur den Kopf schütteln. Und da erstaunt es mich ehrlich gesagt auch nicht mehr, dass die Umweltorganisationen jedes Mal ein solches Theater machen wenn eine neue Beschneiungsanlage gebaut wird.
Für Ingo Karl jedenfalls ist die Belastungsgrenze schon lange erreicht. Er fordert mehr Solidarität ein: "Mittel- bis langfristig müssen sich alle, die vom Tourismus profitieren, an den Kosten beteiligen. Vom Hotelier über den Sportartikelhändler bis hin zum Taxler."
Klar gibt es viele Leute, die vom Skigebiet profitieren. Stellt sich nur die Frage ob ein Skigebiet auch ohne Hotels, Ferienwohnungen, Sportgeschäfte etc. existieren kann ?
Also die Skigebiete sind abhängig von den Hotels und umgekehrt. Somit ist eine Beteiligung nur bedingt sinnvoll. Die Kosten werden vermutlich eh auf den Kunden überwälzt und somit hätten die Tagesgäste einen Vorteil.
Im Prinzip müssten die Beschneiungskosten durch die Einnahmen mit den Skipässe gedeckt werden. Mein Vorschlag dazu:
Die Ticketpreise sind abhängig von der Menge des Natur- und Kunstschnees. Dies hätte im Normalfall zur Folge dass ein Ticket im November wesentlich teurer ist als im Hochwinter.
Und da wäre ich dann gespannt wieviele Leute noch Lust und genügend Geld haben um im November auf die Piste zu gehen...
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Jens
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Beitrag von Jens »

... aber dann dürfen die Gäste die im November nicht den Kusntschnee bazahlt haben nur die Pisten fahren die eine Naturschnee Unterlage haben, die beschneiten Pisten sind dann nur für die, die im November den Kunstschnee schon bezahlt haben oder im Hochwinter einen Aufschlag zahlen. :lol:

Eine Beschneiungsanlage ist eigentlich erstmal da um den Skibetrieb zu sichern, hat man nämlich zur Hauptsaison (Weihnachten) keinen Schnee, dann siehts mau aus mit den Einnahmen, da ja Gäste nur Karten kaufen wenn die Schneelage entsprechend ist. Anders bei Hotels, die werden ja schon Monate im Voraus gebucht und sind bei Schneemangel nur sehr schwer ohne Kosten zu stornieren.
Das die Beschneiung beginnt, sobald die Temperaturen im entsprechenden Bereich sind ist nur logisch, da sich die Temperaturen ja nicht durchgängig in diesem Bereich befinden.
Desweiteren nutzen halt einige Skigebiete die große Nachfrage bei geringem Angebot (v.a. Gletscher) im November um Umsatz auf ihren schon eingeschneiten Pisten zu machen. Diese Gäste zahlen im Endeffekt ja auch mehr als der Hochwintergast, weil ja meist nur ein beschränktes Angebot zur Verfügung steht.

Das Thema Beschneiungsfinanzierung durch die Hotels oder Tourismusverbände kommt ausserdem jedes Jahr, genauso wie Weihnachten und Ostern. Allerdings hat sicher ein Hotelier in einem Ort mit Schneesicherheit durch Beschneiungsanlagen eine höhere Chance auf Buchungen als einer ohne Beschneiungsanlagen im Skigebiet.
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Beitrag von TPD »

Wieviele Betriebsstunden benötigt man um eine 2 km Piste künstlich zu beschneien ?
Wieviele Tage muss es schneien damit es auf einer Piste genügend Naturschnee hat ?
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Pharao
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Beitrag von Pharao »

Jens hat geschrieben:... aber dann dürfen die Gäste die im November nicht den Kusntschnee bazahlt haben nur die Pisten fahren die eine Naturschnee Unterlage haben, die beschneiten Pisten sind dann nur für die, die im November den Kunstschnee schon bezahlt haben oder im Hochwinter einen Aufschlag zahlen. :lol:


Als man die ersten Schneekanonen einführte war die (angebliche) Intention, diese an besonders kritischen Geländestellen zu positionieren um Schäden am Untergrund zu vermeiden. Kunstschnee als Naturschutzbestandteil – witzig. Die Entwicklung der letzten 25 Jahre hat gezeigt, dass sich das „leicht“ verändert hat. Die zunehmenden Klimaveränderungen haben dazu geführt, dass es die sog. Wedelwochen ab Ende November nicht mehr gibt.

Ohne den Einsatz großflächiger Beschneiungsanlagen wäre der Skibetrieb heutzutage ein völlig anderer. Orte wie Schladming waren früher ab Februar oft nur bis Mittelstation – Level befahrbar. Was das bei heutigen Temperaturen bedeuten würde mag, ich mir nicht vorstellen.
Auch in bekannt schneesichren Gebieten wäre die Saison um ein vielfaches kürzer (späterer Beginn und früheres Saisonende). Man hätte vielleicht noch echte 2 – 3 Monate „echte“ Saison. Sogar in dieser Zeit wären Abfahrten bis ins Tal < 2000 m oft nicht möglich.

Die wirtschaftliche Abhängigkeit der Skigebiete vom Schnee liegt auf der Hand. Die Diskussion an sich ist ein Politikum. Es geht natürlich um Profit.

Im Moment zahlen wir die Kosten über die Skipasspreise. Eine teilweise Umlage der Kosten auf die örtlichen Betriebe ändert nichts. Sie würden auch über den Preis an uns Konsumenten weitergegeben. Wobei ich ernsthaft bezweifle, dass die Skipasspreise dann sinken oder weniger
schnell steigen würden.

Veränderungen kann ich mir nur vorstellen, wenn entweder die Temperaturen nach unten gingen oder die Nachfrage der Kunden nachliesse. Beides ist illusorisch.
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Jens
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Beitrag von Jens »

TPD hat geschrieben:Wieviele Betriebsstunden benötigt man um eine 2 km Piste künstlich zu beschneien ?
Wieviele Tage muss es schneien damit es auf einer Piste genügend Naturschnee hat ?
Gegenfrage: Was kostet es wenn ein Skigebiet zur Hauptsaison (Weihnachten) geschlossen ist, weil der Naturschnee dummerweise ausgeblieben ist?
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TPD
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Beitrag von TPD »

Wieviele Tage werden benötigt um eine Piste zu beschneien ?
Denke kaum dass man da schon Ende Oktober beginnen muss, damit an Weihnachten genügend Schnee vorhanden ist.
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Pharao
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Beitrag von Pharao »

Na ja - Wie sinnvoll es ist ab Oktober Schneedepots anzulegen, die dann bei Warmperioden wieder abtauen ist sicher eine berechtigte Frage.
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moglrat
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Beitrag von moglrat »

TPD hat geschrieben:Wieviele Tage werden benötigt um eine Piste zu beschneien ?
Denke kaum dass man da schon Ende Oktober beginnen muss, damit an Weihnachten genügend Schnee vorhanden ist.
Kleines Beispiel:
Am Kronplatz benötigt man noch 4-5 Tage minus Temperaturen und alle Pisten können geöffnet werden.
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Jens
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Beitrag von Jens »

Müssen tut man sicher nicht, aber man kann.
Wie man dieses Jahr sieht, kann es auch mal vorkommen, dass es nicht unendlich viele Tage gibt an denen man Beschneien kann. Die Skigebiete die Anfang November beschneit haben, haben eine Piste andre eben nicht.

Deshalb bekommt jetzt ja die Reiteralm auch einen Weltcup.

Und das man die eingeschneite Piste auch in Umsatz umwandelt ist ja nix verwerfliches finde ich. Bevor man sie bis Weihnachten nicht nutzt, kann man auch Teile des Skigebiets öffnen, zumal die Nachfrage ja stark ist.

Das einschneien einer Piste ist abhängig von der Länge, Breite und der Anzahl der zur Verfügung stehenden Kanonen. Achja und von der Temperatur und Luftfeuchte.

Achja zur Kundenzufriedenheti trägt ne gute Grundlage sicher auch bei, da man dann nicht soviel auf Steinen und Erde rumrutschen muss.
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Re: Millionen für Kunstschnee: Liftler fordern Solidarität

Beitrag von oli »

"....", sagt Sprecherin Caroline Suitner. Dennoch würde auch sie sich über einen baldigen Schneefall freuen: "In unserem Hauptmarkt Deutschland ist es zu warm. Die Leute denken noch nicht ans Skifahren."
Das ist ja mal ne außergewöhnliche Aussage aus dem Stubai. Vor ein paar Monaten habe ich mit Frau Suitner mal ein paar Mails zum Thema "Frühlingsskilauf" ausgetauscht. Damals war der Tenor: "Ab Mitte September freuen sich die Skifahrer auf den Herbstskilauf. Jeder brennt darauf, dass es endlich losgeht. Spätestens nach den Osterferien wollen alle vom Schnee nichts mehr wissen, sondern nur noch Sonne und Meer."
Das war der Grund, weshalb man im Stubai im Frühling die Lifte so früh schließt, obwohl die Schneebedingungen noch sehr gut sind. Da finde ich es schon interessant, dass die Kunden bei der aktuellen Wärme ebenfalls weg bleiben.
Da würde ich doch mal glatt behaupten: Dann kann man sich auch wieder auf den Frühling besinnen, wenn eh keine Leute kommen, kann man die Lifte auch im Frühjahr laufen lassen. Dann bietet man den wenigen Leuten zumindest tolle Bedingungen, die es ja im Moment wohl eher nicht zu geben scheint.
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März: Skitour _________März: 3 Vallees
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Pharao
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Beitrag von Pharao »

Jens hat geschrieben:Und das man die eingeschneite Piste auch in Umsatz umwandelt ist ja nix verwerfliches finde ich. Bevor man sie bis Weihnachten nicht nutzt, kann man auch Teile des Skigebiets öffnen, zumal die Nachfrage ja stark ist.

Das einschneien einer Piste ist abhängig von der Länge, Breite und der Anzahl der zur Verfügung stehenden Kanonen. Achja und von der Temperatur und Luftfeuchte.

Achja zur Kundenzufriedenheti trägt ne gute Grundlage sicher auch bei, da man dann nicht soviel auf Steinen und Erde rumrutschen muss.
Ich vermute dass das auch nur geht weil die keine Südlage haben, viel Wald und Trainingsbedingt früh verdichtet haben.
Wie Obertauern das immer schafft ist mir ein Rätsel
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Beitrag von Stani »

TPD hat geschrieben:Wieviele Tage werden benötigt um eine Piste zu beschneien ?
Denke kaum dass man da schon Ende Oktober beginnen muss, damit an Weihnachten genügend Schnee vorhanden ist.
Oder doch? die heurige Saison ist dafür ein Musterbeispiel. Am Anfang November war es genug kalt um beschneien zu können. Einige haben es gemacht, aber viele haben nur geschmunzelt, als einige Skigebiete die Schneekanonen gestartet haben. Und was ist jetzt? Diejenige, die mit der Beschneiung "so früh" angefangen haben sind schon bereit für die heurige Saison. zum Beispiel: Reiteralm, Obertauern etc etc

Übrigens, zwischen Anfang November und Weichnachten gibt's in der Regel nicht so viele kalte Tage/Nächte. Irgendwo hab ich 10-12 Tage/Nächte gelesen. Das heißt, dass die Wintersporte alle, für Beschneiung entsprechende Tage ausnützen müssen, um die weiße Pracht zu Weichnachten garantieren zu können. Natürlich damit meine ich die Depotbeschneiung und nicht die normale, was so früh bringt eher nichts, vor allem wenn das Wetter so anhaltend mild ist, wie heuer.

Für die Gäste ist die Pre-Saison Beschneiung ebenfalls wichtig, denken wir an die Saisonkarteninhaber oder an die Gäste, die zB in der Mitte November buchen möchten und plötzlich sehen, dass im Skigebiet X noch die Kühe ganz schön ruhig weiden, aber bei dem Nachbar brüllen schon die Kanonen...
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Beitrag von trincerone »

Also soweit ich weiß, muss schon recht früh anfangen, um bis zum Hauptgeschäft genügend Kunstschnee zu haben...

Gibts nicht in Tirol einen sog. Beschneiungseuro? War da nicht was?

Ich hab so dunkel in Erinnerung, dass sich da Einheimische ganz gern drüber aufregen, weil ja nicht alle ein *****-Wellnesshotel an der EUB Talstation betreiben und es jetzt ja auch nicht gerade so, dass sich jeder in Tirol über tonnenweise Piefkes Winter für Winter freut. Und denen auch noch den Schnee zahlen? ;)

Egal, ich bin jedenfallls gegen irgendwelche staatlichen Supports für Schigebiete: entweder man verzahlt was oder eben nicht - und in letzterem Fall ist es halt unwirtschaftlich und man lässts bleiben. Sonst müssten wir ja in DE dem Daimler auch seinen SMART Roadster und die ganzen anderen unwirtschaftlichen Schwester Modelle bezahlen, damit er sie weiter produziert. Ein Markt funktioniert aber anders (außer vielleicht früher in der DDR :) ).
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Beitrag von thun »

^^

So schauts aus. Die Österreicher Seilbahnen müssen nur den halben Mehrwertsteuersatz zahlen, das sollte doch Subvention genug sein. Bei uns ist das politisch nicht durchsetzbar, da gibt's gar kein Geld.

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snowflat
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Beitrag von snowflat »

15 Millionen für Fertigschnee

Drei Millionen Kubikmeter Kunstschnee „rieselt“ jährlich auf die Ländle-Skipisten. Und dafür müssen die Liftbetreiber des Landes ganz schön tief in die Tasche greifen.

Für die drei Millionen Kubikmeter Schnee aus landesweit 636 Gerätschaften müssten immerhin fünfzehn Millionen Euro lockergemacht werden, rechnet Michael Manhart von den Skiliften Lech vor.

Fünf Euro pro Kubik
Ein Kubikmeter Kunstschnee schlage sich mit Wasserzuleitung, Wartung und Pumpenanlage unterm Strich mit fünf Euro zu Buche. “ All jene, die einen geringeren Kubikmeterpreis angeben, rechnen ganz einfach völlig falsch“ , kritisiert Manhart, der vor 33 Jahren die erste Schneekanone aus den USA importierte und deshalb als “ Schneekanonenpapst“ gilt. Allein am Arlberg, wo beispielsweise in der Vorjahressaison 830.000 Kubikmeter Kunstschnee erzeugt wurden, mussten dafür mehr als vier Millionen berappt werden. “ Heuer wirds wohl mehr werden“ , befürchtet Manhart mit einem Hinweis auf Wetterprognosen, der (noch) alles andere als Neuschnee ankündigt. Aus seiner Sicht “ ist eine Skisaison mit Hochleistungspisten ohne Kunstschnee heutzutage nicht mehr denkbar.“
Quelle: VN
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Beitrag von snowflat »

Obertauern hat bereits 500.000 Kubikmeter Schnee erzeugt und somit 2 Mio. Euro verschossen:
AUCH IN OBERTAUERN
Ohne Kunstschnee läuft gar nichts


Selbst im hochgelegenen Obertauern müssen Schneekanonen die Wintersaison retten. Ohne Kunstschnee wäre rund um den Pass an der Grenze zwischen Pongau und Lungau das Pistenvergnügen nur ein frommer Wunsch.

8.000 Betten voll
Die 160 Schneekanonen auf den Pisten erweisen sich momentan als goldrichtige Investition für die Hoteliers in der 8.000-Betten-Wintermetropole Obertauern.

Gerhard Krings, Obmann der Liftgemeinschaft, berichtet, früher habe man immer gesagt, Obertauern sei ein Schneeloch, das gebe es nicht, dass es einmal keinen Schnee geben könnte:

"Hätten kaum vier Lifte zusammengebracht"
"Wenn wir heuer nicht beschneien hätten können, dann wäre ich nicht sicher, ob wir drei oder vier Lifte oder Seilbahnen zusammengebracht hätten, die ohne Schneekanonen in Betrieb hätten gehen können."

Bis zu 12.000 pro Tag
Tatsächlich sind derzeit Weiß alle 26 Lifte in Obertauern in Betrieb und zwar schon seit 17. November. Und die ausgezeichnete Vorsaison mit bis zu 12.000 Besuchern pro Tag scheint den Liftbetreibern Recht zu geben.

Möglich war das alles allerdings nur Dank des künstlich erzeugten Weiß, das alles andere als billig ist:

"Zwei Millionen verpulvert"
"Um die 500.000 Kubikmeter Schnee wurden erzeugt. Vier bis fünf Euro kostet der Kubikmeter. Wir haben also an die zwei Millionen Euro verpulvert."

Zehn Beschneiungsteiche
Angesichts der bisher erfolgreichen Saison sei das aber sinnvoll verpulvert worden, heißt es in Obertauern.

Für die Arbeit der Schneekanonen wurden in den vergangenen Jahren nicht weniger als zehn Beschneiungsteiche mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 280.000 Kubikmetern angelegt. Das berichtet Jakob Schneider, Obmann der neu gegründeten Wassergenossenschaft Obertauern:

"Ein Viertel des Wassers noch übrig"
"Wir haben drei Viertel schon verbraucht. Die beim Weihnachtsbetrieb sehr exponierten Stellen können wir mit dem verbleibenden Viertel noch nachbeschneien.

Wir hoffen, dass endlich der Naturschnee kommt. Für 1. Jänner sind ja Schneefälle prognostiziert nach derzeitiger Lage."

Zukunftsangst?
Und mit den Hoteliers hofft natürlich auch Liftboss Gerhard Krings. Was geschieht jedoch, wenn Winter wie der heurige nicht mehr Ausnahme sind sondern zur Regel werden?

Werden dann Liftkarten nicht noch viel teurer? Gerhard Krings, Obmann der Liftgemeinschaft,

"Wenig neue Anlagen angeschafft"
"Wir können das bei der Kalkulation schon in der üblichen Teuerungsrate unterbringen, weil wir den großen Modernisierungsschub bei den Liftanlagen schon hinter uns haben.

Dadurch haben wir in der Hardware nicht so viele neuen Anlagen. Dadurch schadet es uns nicht so sehr, wenn wir einmal für den Schnee mehr bezahlen muss."
Quelle: ORF
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Beitrag von Pilatus »

Wenn ich zwei Millionen für Beschneiung ausgegeben hätte, dann würde ich glaub am Frühling der Schnee von der Piste kratzen und unter Planen bunkern :wink:
max
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Beitrag von max »

Pilatus hat geschrieben:Wenn ich zwei Millionen für Beschneiung ausgegeben hätte, dann würde ich glaub am Frühling der Schnee von der Piste kratzen und unter Planen bunkern :wink:
und das bunkern kostet dann noch mal zwei millionen :lol:
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Teurer Winter: Mehrkosten für weiße Pisten

So teuer wie in diesem Jahr ist die Pistenpräparierung für die Liftbetreiber noch nie gewesen. Der Schnee muss künstlich erzeugt werden, im Gelände zusammenkratzt und mühsam verteilt werden.

Die Kosten
In den Skigebieten fließt mindestens ein Viertel des Umsatzes in die Pistenpräparierung. Bei der derzeitigen Situation kostet ein Kubikmeter Schnee inklusive der Abschreibung der Anlagen, der Ausbringung und Verteilung etwa fünf Euro.

Ein Kilometer Piste, 20 Meter breit, 30 Zentimeter hoch beschneit, kostet rund 35.000 Euro. Auch die Pistenraupen kosten Geld: 300.000 Euro pro Gerät. Alle sechs bis acht Jahre muss der Fuhrpark erneuert werden.

Bild
^^ Pistenarbeit bei Nacht (Bild: ORF)

Die ganze Nacht über Bereitschaft
Alle größeren Skigebiete haben eigene Teams für Pistenpräparierung und Beschneiung. Ihr Dienst beginnt am späten Nachmittag und dauert je nach Wetterlage oft bis Mitternacht. Der Schneemeister und der technische Leiter haben in Zeiten wie in diesem Winter die ganze Nacht über Bereitschaft - denn es könnte ja sein, dass es gegen Morgen doch noch kalt genug wird, um die Schneekanonen einzuschalten.
Quelle: ORF
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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powder-fan
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Beitrag von powder-fan »

ich finde die sache hat 2 seiten. einerseits zwingt niemand die liftbetreiber ihre gebiete so früh zu öffnen und zum beschneien zwingt sie auch niemand. wenn es ihnen zu teuer ist und es sich nicht rechnet dann sollen sie es meinetwegen bleiben lassen.

andererseits werden andere branchen wie zb die bauern bei schlechtem wetter ja zt auch vom staat unterstützt. warum also nicht auch die liftbetreiber. dann stellt sich aber die frage von welche größen man die beihilfen abhängig macht!
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gerrit
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Beitrag von gerrit »

powder-fan hat geschrieben:andererseits werden andere branchen wie zb die bauern bei schlechtem wetter ja zt auch vom staat unterstützt. warum also nicht auch die liftbetreiber. dann stellt sich aber die frage von welche größen man die beihilfen abhängig macht!
Also brauchen wir einen EU-Kommissar für künstliche Beschneiung! Und dann gibts natürlich - wie in der Landwirtschaft - die Streitereien, wonach die Subventionen berechnet werden. Beförderungskapazität? Pistenfläche? Anzahl der Schneekanonen? Größe der Beschneiungsteiche? Anzahl der öffentlichen WC-Muscheln im Skigebiet? Körpergewicht des Betriebsleiters? :lol:
Erinnerungen: meine Berichte seit 2005 (bzw. 1983)
Daß wir echt waren, werde ich auch noch erfinden! (Josef Zoderer)
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Beitrag von Pharao »

powder-fan hat geschrieben:ich finde die sache hat 2 seiten

andererseits werden andere branchen wie zb die bauern bei schlechtem wetter ja zt auch vom staat unterstützt. warum also nicht auch die liftbetreiber. dann stellt sich aber die frage von welche größen man die beihilfen abhängig macht!
Na ob Subventionen hier eine Lösung wären bezweifle ich sehr. Diese sindauch bei uns (Kohle/Landwirtschaft) in vielen Fällen äusserst fragwürdig.
Malt man mal ein Horrorszenario an die Wand und nimmt an die jetzige Klimasituation würde schnell zum Dauerzustand. Ich wette ähnliche Forderungen würden unter Verweis auf die Arbeitsplätze im Tourismus gestellt werden.
Die Lösung Kunstschnee funktioniert auch nur eingeschränkt (Wasserressourcen) wenn es kalt genug ist. Evtl. mit finanziell sinnlos hohem Aufwand.

Bei allem Verständnis für die Tourismusindustrie und Hoteliers winterliche Alternativangebote werden hier realistisch betrachtet nur sehr eingeschränkt funktionieren.

Man muss das ganze unter Marketingaspekten beurteilen. Wenn das "Produkt" Skisport unter ökologisch/ökonomischen Aspekten wetterbedingt nicht mehr funktioniert hat es seinen Produkt-Lebenszyklus überschritten.

Es würde dann sterben, so traurig das ist. Natürlich mit einschneidenten Folgen für die dort angesiedelten Wirtschaftsbetriebe.
Den Wert eines Menschenlebens bestimmt nicht seine Länge, sondern seine Tiefe.

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