Quelle: TTZillertal-Express und Ziller als Seenland vorgeschlagen
Visionen von Studenten: Mit der Hochschaubahn durchs Tal, am ausgeuferten Ziller baden oder Messen in 154 Stadeln.
^^ Modelle dokumentieren die Visionen.
Bild: Schwaiger
Noch sind Staus im Zillertal Alltag. Dem setzt Johannes Lettenmeyer seine Vision eines fast autofreien Tales entgegen: "Eine Panorama-Hochbahn namens Zillertal-Express könnte durchs Tal schweben", meint der Student der TU München. Die Bahn sollte, so die Idee, alle Seilbahntalstationen von Fügen bis zur Sommerbergbahn in Tux anfahren.
Für Aha-Erlebnisse oder Kopfschütteln, sicher aber für Staunen sorgen alle visionären Projekte, die 18 Architekturstudenten der Technischen Universität mit Professor Matthias Reichenbach-Klinke vom Lehrstuhl für ländlichen Raum im Europahaus Mayrhofen präsentieren. Die Gemeinden Hippach und Schwendau hatten im Zuge des Dorferneuerungsprozesses "Agende 21" den Kontakt geknüpft.
Angestaubtes Zillertal
"Einzigartiges schaffen statt Nachmachen" lautet die Devise der angehenden Architekten, um die angestaubte Marke Zillertal neu zu besetzen.
Die Expertin für Freizeit und Tourismus, Felizitas Romeiss-Stracke, rät: "Inszenierung ist notwendig, um die Attraktivität gewachsener Tourismus-Destinationen zu sichern. Dabei sollten Wohlbefinden, Freude, Orientierung und Genuss gesteigert werden, ohne dass der Besucher dies direkt als Inszenierung erkennt." Längst sei es an der Zeit, ergänzt Projektleiter Reichenbach-Klinke, den Megatrend Gesundheit aus den Kellern der Hotels in die Landschaft zu holen.
Wie das umgesetzt werden könnte, zeigen die Visionen der Studenten. Sie reichen von der Nutzung der Wildbachverbauungen als Kaltwasserterrassen im Kneippsinne über eine innovative Musikakademie bis hin zum Bau von Sonnenhotels und neuartigen Berghütten-Siedlungen.
Wasserspaß am Ziller
Eine weitere spektakuläre Idee ist es, den gebändigten Ziller aus seinem Flussbett wieder herauszuholen. "Durch Anstauungen, Flussbettverbreiterungen bis hin zu großen Seeflächen würde der Ziller zum Erlebnisort", erläutern die Projektanten Marie-Helen Goltermann und Tobias Back. Hart hätte eine Angelzone in Hart, Kaltenbach einen Wasserspaßpark und Aschau eine Eventinsel.
Linda Müller und Sabrina Schuppener regen indes fürs Zillertal eine große Sport- und Freizeitmesse wie die ISPO in München an, die in der Natur erlebbar sei: 154 Stadel, die von der Talstation der Horbergbahn aus bergwärts am Weg liegen, werden als Messepavillons genutzt und mit neuen Pavillons ergänzt.
Die "Visionen Zillertal" sind noch bis 13. Dezember im Europahaus Mayrhofen zu sehen.
"Visionen Zillertal": Panorama-Hochbahn ...
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Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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