Diesen Presseartikel wollte ich Euch nicht vorenthalten. Entweder hat der Mann einen Dachschaden oder die Journalisten haben ihn kräftig verarscht... da fehlem einen die Worte, aber lest selbst:
Schneeerzeuger sieht grün
Herbert Steiner ist Salzburgs einziger Schneekanonen-Erzeuger und ein Querdenker. "Der Bedarf wird sinken, denn das Klima ist hin", sagt er.
anton kaindlradstadt (SN). Herbert Steiner (57) aus Radstadt beobachtet das Wetter mit der Akribie eines Klimaforschers. "Früher lag bei uns im Oktober Schnee und es hatte minus zehn Grad", sagt der gelernte Automechaniker. Als er sich 1972 selbstständig machte, erzeugte er Geräte zur Schneevernichtung auf dem Bau.
Dann wurde es immer milder. Vor 20 Jahren sattelte der Unternehmer auf Schneeerzeugung um und baute seine erste Schneekanone. "Damals hat man mich belächelt. Die Entwicklung der Geräte steckte in den Kinderschuhen." Heute gibt es kein Skigebiet mehr, dass ohne Schneekanonen auskommt.
Steiners Firma TPS ist der einzige Erzeuger von Schneekanonen in Salzburg. Seine Geräte seien leistungsfähiger und günstiger als jene der Konkurrenz, sagt er. Dennoch sei der Boom der letzten Jahre an seiner Firma vorbeigegangen. "Wir erzeugen 30 Schneekanonen im Jahr. Etwas mehr könnte es schon sein", grübelt Steiner. "Vielleicht habe ich nicht den richtigen Zugang zu den Kunden. Ich behaupte nicht, dass Schneekanonen 100 Prozent Sicherheit bieten."
Die Zukunft sieht Steiner mit Skepsis: "Wenn die klimatische Situation so weitergeht, wird der Bedarf sinken. Jetzt rufen mich schon Kunden aus Russland an, dass sie nicht schneien können, weil es zu warm ist. Das Klima ist hin." Zwar könne man mit flüssigem Stickstoff auch bei 30 Plusgraden Schnee erzeugen, aber man solle Politik und Wirtschaft nicht in trügerische Sicherheit wiegen. Die Kosten könne man irgendwann nicht mehr auf die Liftpreise aufschlagen.