Neue Sommerrodelbahn in Pfaffstätten

... darf auch mal absolut nix mit dem Thema des Forums zu tun haben!
Forumsregeln
Bitte beachte unsere Forum Netiquette
Antworten
Jay
Moderator a.D.
Beiträge: 5019
Registriert: 11.07.2002 - 01:06
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 1049 Mal
Danksagung erhalten: 460 Mal

Neue Sommerrodelbahn in Pfaffstätten

Beitrag von Jay »

Aus der Badener Zeitung:
Pfaffstätten/Gumpoldskirchen (Woche 20 - 14.05.2003; keine Angabe)

Streit um Sommerrodelbahn am Anninger ist prolongiert

Keine Einigung bei Verhandlungen von Betreibern und Gemeinde

GUMPOLDSKIRCHEN. – Zwecks Präsentation des Vorhabens Sommerrodelbahn in Gumpoldskirchen wurden die beiden möglichen Betreiber Christoph Gogl und Robert Schnitzer vorgestern, Dienstag, ins Gemeindeamt geladen. Abermals herrschte wenig Einigkeit. Die Fronten scheinen verhärtet.

Kontra Sommerrodelbahn argumentierte Ortschef Bgm. Dr. Richard Göd (Liste Aktives Gumpoldskirchen), der einen „Disneyland-Charakter“ im Ort vermeiden will. „Die eingereichten Pläne sind noch lange nicht projektierungsfähig, vielerlei Fragen, wie jene bezüglich Verkehr und Umweltschutz sind ungeklärt“, so die Sicht des Ortschefs, der davon überzeugt ist, dass bis zu einem konkreten Verhandlungsstadium noch drei Jahre verstreichen könnten. Details hinterfragt auch GGR Thomas Marosch (AG), der jedoch, gleich dem restlichen Gemeinderat, Sympathie für das Vorhaben erkennen lässt. Ebenfalls in die dienstägige Debatte involviert: GR Sissy Feischl, GR Christine Binder, Vzbgm., Didi Schiller (alle ÖVP), GR Friedrich Vondruska, GR Manfred Grabner (beide FPÖ), GR Daniele Kirner (AG), GR Ferdinand Köck (ÖVP) sowie GR Josef Wieseneder (SPÖ). Feischl: „Die Rodelbahn würde eine Belebung der gesamten Region mit sich bringen. Sich dagegen zu positionieren, ist wirtschaftlich unverantwortlich.“ Göd: „Ich habe den Eindruck, dass die Projektbetreiber überfordert sind und es ihnen an Managementqualitäten mangelt.“ Anders die Sicht der Betreiber Gogl und Schnitzer, die der „BZ“ Einblicke in Akten und den Schriftverkehr mit den Landesbehörden gewähren. „Die Gemeinde ist lediglich für ein Grundstück zuständig, das im ursprünglichen Streckenverlauf eingebunden war“, so Gogl verärgert. Nun soll dieses Grundstück umfahren werden, die Gemeinde wäre somit aus dem Spiel. Für die Kommissionierung der Anlage und Erteilung der Baugenehmigung sei laut Gogl und Schnitzer die Verkehrsbehörde des Landes NÖ zuständig. Die Kompetenz liege in Landeshänden, weil es sich bei der zugehörigen Aufstiegshilfe um eine Seilbahn handelt, die wiederum in der Landes-Eisenbahngesetzgebung geregelt sei. „Im Zuge dieser Kommissionierung werden dann auch alle weiteren Schritte mitverhandelt“, sind sich die beiden sicher, noch in diesem Sommer mit dem Bau zu beginnen. Sie erachten Bgm. Göd mit dem Projekt als überfordert und vermuten, dass dieser seine persönlichen Antipathien auf dem politischen Parkett demonstriere. Was die beiden allerdings in jedem Fall von der Gemeinde benötigen: eine offizielle Willenserklärung. „Und diese ist mit dem Beschluss (18:1 für die Bahn!) im Gemeinderat bereits gefallen, sind sie sich gewiss. „Der genannte Beschluss zählt gar nichts“, sind sich Göd, aber auch GR Friedrich Vondruska sicher.
Gruss
Jakob

Antworten

Zurück zu „Off Topic“