Alkoholmißbrauch auf Skipisten?

Medienberichte rund um den Wintersport: Aktuelle TV-Tipps, Presseartikel, Unfallmeldungen und Diskussionen zu Nachrichten aus der Alpinwelt.
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snowflat
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Alkoholmißbrauch auf Skipisten?

Beitrag von snowflat »

Die ganze Mediendiskussion entstand durch einen Unfall betrunkener Skifahrer am 30.12.06. Und um den aktellen Artikel (den letzten ganz unten) nicht ohne Bezug zum Geschehenen zu posten, die Artikel davor zur Vollständigkeit:
PONGAU: Betrunkene Skifahrer verunglückt

Drei stark betrunkene Skifahrer aus der Steiermark haben Freitagabend ihre nächtliche Abfahrt von einer Skihütte bei Mühlbach am Hochkönig (Pongau) nicht gerade sanft beendet. Einer wurde schwer verletzt, zwei leicht.

Viel Alkohol
Bei dem Zwischenfall wurden ein 19-Jähriger schwer, ein 23-Jähriger sowie ein weiterer Mann unbestimmten Grades verletzt, berichtet die Polizei. Ein vierter Betrunkener kam ohne Sturz ins Tal.

Auf der "Karbachalm" hatten die Zecher größere Mengen Alkohol konsumiert.

Drei Verletzte
Nach der so genannten "Hüttengaudi" unter den Augen der Wirtsleute schnallten sich die Männer ihre Ski an und schwangen sich bei Dunkelheit auf der Familienabfahrt ins Tal. Nur einer hatte eine Stirnlampe dabei.

Auf der Hälfte der Strecke verloren drei Skifahrer das Gleichgewicht und stürzten auf den beinharten Kunstschnee der Piste. Nur einer überstand das unverletzt. Der Fahrer eines Motorschlittens bemerkte durch Zufall die Verletzten und verständigte den Bergrettungsdienst und Alpinpolizisten.

Notarzt leistet Hilfe
Die Steirer wurden von einem Notarzt erstversorgt und vom Roten Kreuz ins Krankenhaus Schwarzach gebracht.
Quelle: ORF / 30.12.06


SKI-UNFÄLLE: Warnung vor Alkohol-Missbrauch

Beim Thema Alkohol gebe es nicht nur Eigenverantwortung von Wintersportlern, auch Wirte könnten zur Verhinderung von Unfällen viel beitragen. Das betont der Experte Walter Würtl vom Bundesverband der Bergrettung.

"Häufiges Muster"
Drei stark betrunkene Skifahrer aus der Steiermark haben am Freitagabend - wie ausführlich berichtet - ihre nächtliche Abfahrt von einer Skihütte bei Mühlbach am Hochkönig (Pongau) nicht gerade sanft beendet. Einer wurde schwer verletzt, zwei leicht.

Statistiken mit deutlicher Sprache
Wenn man sich Statistiken im Alpenraum ansehe, dann sei es ein häufiges Muster bei schweren Unfällen.

Dass nämlich Gäste zu lange auf der Hütte sitzen und zu sehr dem Alkohol zusprechen, sagt der Alpinwissenschafter Walter Würtl vom Bundesverband des Österreichischen Bergrettungsdienstes:

"Mittlerweile etwas Gewohntes"
"Das Abfahren bei Dunkelheit kann für Ungeübte ohnehin sehr gefährlich sein, auch wenn sie nicht betrunken sind."

"Dass es mit Alkoholisierten zu immer mehr Unfällen kommt, ist für Bergretter mittlerweile etwas Gewohntes."

Viele Gefahren bei Dunkelheit
In erster Linie seien es schwere Stürze, und diese seien bei zu viel Alkohol, mangelnder Kondition und fehlender Erfahrung einfach vorprogrammmiert.

Weiters könne man sehr schnell von der Piste abkommen und nicht mehr zurückfinden:

"Immer wieder lebensbedrohlich"
"Wer das schon einmal mitgemacht hat, sich im Wald zu verirren, der kann sich das gut vorstellen, wie gefährlich das ist."

"Es kommt immer wieder zu lebensbedrohlichen Situationen. Und es wäre nicht das erste Mal, dass jemand erfriert oder an Erschöpfung stirbt."

Wer trägt Verantwortung?
Walter Würtl betont, dass neben Wintersportlern auch Wirtsleute eine Verantwortung hätten:

"Nicht volllaufen lassen im Gebirge"
"Wir als Bergretter möchten nicht den Hüttenwirten den Schwarzen Peter zuschieben. Aber wir möchten schon sagen, dass es schon auch in der Verantwortung der Wirte in den Bergen liegt, ein bisschen auch auf die Gäste zu achten.

Die Wirte wissen ja oft ungleich besser Bescheid, wie leicht oder schwierig die Abfahrt dann ins Tal sein wird. Das ist das eine.

Andererseits muss man natürlich an die Eigenverantwortung von Snowboardern und Skiläufern appellieren, dass man sich aus Gründen des Selbstschutzes im Gebirge einfach nicht volllaufen lassen soll; und sei die Runde auch noch so lustig."

Hilfreiche Tipps
Gleichzeitig wären auch Hinweise auf den Hütten wichtig, appelliert der Unfall-Analytiker.

Wenn man sagen würde "Leute, passt bitte ein bissel auf, ihr solltet noch gesund ins Tal kommen" - solche Tipps wären in vielen Fällen hilfreich. Sie würden manchen Zwischenfall im Vorfeld verhindern helfen, sagt der Alpinwissenschafter der Bergrettung.

Walter Würtl gehört auch zum Redaktionsteam des Fachmagazins "berg & steigen", das sich ohne erhobene Zeigefinger mit alpinem Risiko-Management, gefährlichem Gruppendruck, "peer group education", Trainingslehre und Sozialpsychologie auseinandersetzt.
Quelle: ORF / 31.12.06

ALKOHOL AUF PISTEN?
Wirte wollen mehr auf Gäste achten


Skihütten sind ohne Alkohol undenkbar. Das sagt Anton Herzmaier, Sprecher der Salzburger Hüttenwirte, zur Diskussion um Betrunkene auf Salzburgs Pisten. Herzmaier, der acht Skihütten betreibt, kann sich eine Art "Pistenpolizei" vorstellen.

Appell an Eigenverantwortung
Jeder Skifahrer müsse selbst wissen, wie viel Alkohol er verträgt - und ab wann er besser nicht mehr auf Ski, sondern per Lift ins Tal fährt, sagt Anton Herzmaier:

"Es ist ein schwieriges Thema"
"Das liegt natürlich viel in der Eigenverantwortung der Wintersportler. Je mehr Mitarbeiter man hat, umso schwieriger wird es natürlich, dass diese sagen, okay, bei dem oder der reicht es jetzt.

Meistens geht es auch um die Bezahlung des Umsatzes, wo oft noch etwas getrunken wird. Das ist einfach ein schwieriges Thema."

Heute weniger Betrunkene als früher
Vor zehn Jahren sei auf den Hütten noch viel mehr getrunken werden. Mittlerweile habe sich die Jagatee-Kultur schon beinahe aufgehört.
Übrig blieb nur eine kleine Gruppe Unbelehrbarer, glaubt Herzmaier.

Immer öfter beobachte er auch Skifahrer, die selbst Alkohol aus dem Tal mit auf die Piste bringen. Strikte Maßnahmen wie ein Alkoholverbot auf Hütten kommen für ihn jedenfalls nicht in Frage:

"Alkoholverbot sehe ich nicht ein"
"99 Prozent bemühen sich, sind gut drauf, saufen sich nicht nieder. Und wegen dieses kleinen Haufens sehe ich ein Alkoholverbot auf den Bergen nicht ein."

Wäre Pistenpolizei sinnvoll?
Bisher ist ein solcher Vorschlag in der öffentlichen Diskussion noch von niemanden gemacht worden. Vorstellbar wäre für Herzmaier aber eine Art Ski-Polizei, die Betrunkene von den Pisten verweist.

In dasselbe Horn stößt auch Christian Ehrensberger von den Bergbahnen Werfenweng:

"Leute haben Verständnis"
"Das kann ich mir vielleicht schon vorstellen. Dass man Leute freundlich darauf hinweist - zu ihrer eigenen Sicherheit.

Ich glaube, da bringt man das schon in Griff. Viele haben schon Verständnis, bevor sie sich selbst verletzten oder jemand anderen niederfahren."

Brief an die Kollegen
Hüttensprecher Herzmaier will nun seine Kollegenschaft in einem Brief daran erinnern, an betrunkene Gäste keinen Alkohol mehr auszuschenken.
Quelle: ORF / 04.01.07


Ist das nicht wie beim Autofahren? - Setze Dich nicht alkoholisiert ans Steuer, denn so bringst Du Dich und andere in (Lebens)gefahr!!! Und so halte ich das auch beim Skifahren. Alkohol gibts, aber wenn erst herunten im Tal, so dass man dann zur Not zu Fuß den Heimweg antreten kann.

Ich habe schon so einige Hüttenabende am Berg mitgemacht, die teils bis in die Nacht gingen; mensch da haben einige mächtig gebechert. Dann kommen sie aus der miefigen Hütte an die frische Luft, bekommen einen mit der Keule auf den Kopf und wollen dann noch mit den Ski ins Tal fahren. Wie viele Worte haben mich solche Situationen schon gekostet, um an die Vernunft zu apellieren, da es immer die Möglichkeit gab, mit einem Bully oder einem Skidoo ins Tal zu gelangen. Aber meist war es doch die Eitelkeit; man fährt doch auf Ski ins Tal und nicht mit dem "Taxi". Zum Glück ist nie etwas Gefährliches passiert, da stets in einer Gruppe mit langsamer Geschwindigkeit in weiten Bögen ins Tal gefahren wurde. Nur einmal hat einer die Kontrolle verloren, konnte nicht mehr bremsen, hat fast eine andere Teilnehmerin mitgenommen und landete abseits der Piste im Wald. Im Tal kam es dann zu wilden Wortgefechten zwischen dem Teilnehemer und den Skilehrern, die die Talabfahrt begleitet haben. Meiner Ansicht nach hätten sie sich jedoch vor Abfahrt am Berg auch von der Fahrtauglichkeit der Teilnehmer überzeugen müssen. Zwar ist jeder für sich selbst verantwortlich, aber eine gewisse Verantwortung haben sie doch zu tragen, wenn sie die Gruppe ins Tal führen. Da den schwarzen Peter ausschließlich dem Betroffenen zuzuschieben ist doch etwas unfair, vor allem bei einer Vier- gegen Eins-Situation im Tal. Da war der Betroffene doch ziehmlich alleine da. Gut, sowviel zum eigenen Erlebnis. Zurück zum generellem Thema: Alkohol auf der Piste.

Was oben im Artikel auch steht, habe ich die letzten Jahre auch festgestellt: Es wird auf die Masse gesehen weniger "gesoffen". Klar gibt es Gruppen, die immer wieder auf den Putz hauen und sich vollaufen lassen. Dies ist aber m.E. weniger geworden. Ich erinnere mich immer gerne an die Bilder auf den Skihütten, wo draußen auf den Terassen die "Promillekünstler" die leeren Obstergläser an der Biertischkante aufgereiht haben und erst weitergefahren sind, wenn der Kreis auf dem Biertisch entlang der Kante geschlossen war. Dann ging es erst auf die Ski und von 2.200m bis ins Tal. Ob auf direktem Weg oder zwischendurch aufgetankt wurde entzieht sich meiner Kenntnis. Von Unfällen auf der Talabfahrt habe ich dann zwar nichts gehört, aber Kinder und Besoffene haben ja das meiste Glück.
Solche "Sauforgien" habe ich die letzten Jahre fast nicht mehr gesehen, gut nun kostet das ja auch ein paar Eurönchen mehr als vor zehn Jahren. Das kann wohl auch ein Grund sein.

Die Frage ist doch, ob man hier nicht die Wirte mit in die Verantwortung ziehen kann? Entweder, dass sie keinen Alkohol mehr an jemanden ausschenken - aber das geht ja zu Lasten des Umsatzes - oder vielmehr, dass man Betrunkene anhält, nicht mehr ins Tal zu fahren und Alternativen aufzeigt (Pistenbully, SKidoo etc.). Nun kann man keinen dazu zwingen, aber an die Vernunft kann man doch apellieren. Und wenn der Apell dann nicht von Erfolg gekrönt war und dann was passiert, könnte ich mir nicht vorwerfen, es zumindest nicht probiert zu haben. Es gibt doch nichts schlimmeres, als wenn man über das "Elend" eines Skifahrers Kenntnis hat, ihm sein Schicksal übrläßt und bei einem Unfall, der ja durchweg auch tödlich enden kann (evtl. noch Unbeteiligte betrifft), sich vorwerfen muss, nichts getan zu haben. Vielleicht bin ich, was dies angeht, auch zu sozial eingetsellt. Aber wenn es darum geht andere vor einem Unglück zu bewahren, halte ich nicht hinterm Berg. Auch wenns mir schon so manche Abfuhr gebracht hat. Doch die geht dann links rein und rechts raus, wers besser weiß ... bitte.
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Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!

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Alohol auf da Pistn

Beitrag von schifreak »

Es iss schlimm, daß sich die Leut oft net im Griff habn,auf der anderen Seitn, es iss doch so, daß eigentlich Alle Abfahrten ab 17.00 geschlossen sind, zwegs Seilwindenpräparierung. Und das is sogar schon bis ins bayrische Brauneck vorgedrungen. Da sind wir früher grundsätzlich nachts umanadagfahrn-- wenn des ausartet, dann müßte man eigentlich die Hüttn so schliessen, so daß noch jeder vorher im Tal druntn iss.
Und nur noch Hüttengäste die dort übernachten um diese Zeit nen Alkohol bekommen.

Zur Zeit iss halt auch die Schneelage vemutlich ein Problem-- die Karbachabfahrt iss durchwegs steil, und ich könnt mir vorstellen, daß sie auch hart und eisig iss.
Also ich persönlich halte von Saufereien gar nix.
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Beitrag von Mad Banana »

Ein hübsches Gesprächsthema...
Im Allgemeinen bin ich der Meinung, dass jeder SKifahrer sich des Risikos bewusst ist, welche mit dem Skisport zusammenhängen. Egal wie man das betrachten möchte... einerseits ist bekannt, dass Skifahren von Grund auf nicht ungefährlich ist, weil man sich dabei verletzten oder von anderen verletzt werden kann. Andererseits ist bekannt, dass Alkohol die Sinne benebelt und man nach übermässigem Alkoholkonsum wahnsinnig lustig wird.

IMHO fehlt für ein Alkoholverbot eine rechtliche Grundlage. Hinzu kommt, dass es absolut ineffizient wäre, den Ausschank von Alkohol auf den Pisten zu beschränken oder zu verbieten. Etliche kleine Hütten oder Après-Ski Bars entlang der Piste würden dadurch sicherlich an den Rande ihrer Existenz gedrängt, was nicht Sinn der Sache sein kann.
Bei einer Pistenpolizei drängt sich die Frage auf, wie eine Finanzierung aussehen könnte. Dazu kommt, dass sich viele Skifahrer nicht von einem "Pistenpolizisten" sagen lassen, was sie zu tun haben und was nicht. IMHO fehlt auch hier eine rechtliche Grundlage, welche es den Pistenpolizisten erlaubt, den Leuten Vorschriften zu machen. Schlussendlich geht es so weit, dass man beim Kauf der Tageskarte auch die Hausordnung ausgehändigt bekommt und per Unterschrift bestätigen muss, dass man sie zur Kenntnis genommen hat. :?

Auch wenn ich einigen damit auf den Schlips treten werde... Es bedarf keiner Regelung für den Alkoholgenuss auf Skipisten! Wer fähig ist, sich selbständig in ein Skigebiet zu begeben der sollte auch fähig sein, die Risiken des Skisports zu erkennen.
Der Nutzen, welcher durch ein Alkoholverbot entsteht ist äusserst marginal - die Kosten hingegen wären unvertretbar.
:abgelehnt:
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Beitrag von Baldwin »

Mad Banana hat geschrieben: Der Nutzen, welcher durch ein Alkoholverbot entsteht ist äusserst marginal - die Kosten hingegen wären unvertretbar.
:abgelehnt:
Welche Kosten denn? Die Restaurants bieten einfach keinen Alkohol mehr an und das Problem ist gelöst. Die Leute werden dann eben auf nicht-alkoholische Getränke ausweichen müssen.
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Re: Alohol auf da Pistn

Beitrag von Skihase »

schifreak hat geschrieben: Zur Zeit iss halt auch die Schneelage vemutlich ein Problem-- die Karbachabfahrt iss durchwegs steil, und ich k�nnt mir vorstellen, da� sie auch hart und eisig iss.
Also ich pers�nlich halte von Saufereien gar nix.
Im Artikel stand, sie seinen die Familienabfahrt gefahren - und die ist echt himmelblau, verfahren kann man sich da auch nicht... Seilwinden wird die auch nicht haben; ist leider in M�hlbach �blich, die noch sp�tabends in mehr oder weniger angetrunkenem Zustand zu fahren, auch die Einheimischen/H�ttenbediensteten haben wir schon sp�tabends getroffen (wir wohnen immer am Skiweg), aber die haben wenigstens Stirnlampen, sind aber auch kein gutes Vorbild ;-).

Aber egal, welche Abfahrt, stimme Deinem letzten Satz voll und ganz zu!
Asmol und Plankenhorn - da lacht das Skihasen-Herz! Innamorati in Falcade - einfach nur schön...
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Beitrag von TPD »

Es bedarf keiner Regelung für den Alkoholgenuss auf Skipisten! Wer fähig ist, sich selbständig in ein Skigebiet zu begeben der sollte auch fähig sein, die Risiken des Skisports zu erkennen.
Es ist zwar jedem Bewusst, dass man nicht besoffen eine Piste runter fahren sollte. Aber sobald man besoffen ist, sieht man das eben ganz anders...

Ein totales Alkoholverbot in Skihütten wäre nicht unbedingt notwendig. Denn man könnte bei einem Unfall auch denjenigen zur Verantwortung ziehen der den Alkohol ausschenkte, sofern man ihm nachweisen kann dass er gewusst hat dass der andere noch mit den Skier nach Hause fährt und er nichts dagegen unternommen hat.
Eine solche Regelung gibt es in der Schweiz auch beim Autofahren.
https://www.skichablais.net, seit 20 Jahren über Bergbahnen der Region Chablais und Umgebung.
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Beitrag von Mad Banana »

@ Baldwin
Man nehme an, dass z.B. in Sölden kein Alkohol mehr auf den Pisten ausgeschenkt werden darf und das davon 10 Bergrestaurants betroffen wären. Weiter nehme man an, dass dadurch jedes dieser Restaurants 10% weniger Umsatz macht (eine wohl sehr restriktive Schätzung). Als drittes gehe man davon aus, dass der Umsatz jedes dieser Restaurants pro Saison 200'000 € beträgt, was ebenfalls eher vorsichtig geschätzt ist, wenn man sich die Gastro-Einnahmen grosser Bergbahngesellschaften ansieht.
10% * 200'000€ = 20'000 € Umsatzeinbusse pro Restaurant
20'000€ Umsatzeinbusse * 10 Restaurants = 300'000€ Umsatzeinbusse für das Skigebiet, welche irgendwie getragen werden müssen. Ich würde da vorsichtig auf Stellenabbau oder verkürzte Öffnungszeiten tippen.
Hinzu kommen z.B. Lohnkosten für Skipolizisten (wenn man die denn einsetzen will) und evtl. negative Reputation durch Mund-zu-Mund Propaganda.

Ganz so einfach ist das ganze eben nicht... 8)
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Beitrag von powder-fan »

wenn jemand abends auf einer hütte feiert, ordentlich was trinkt und bei der anschließenden abfahrt dann stürzt, dann ist das in erster linie mal sein problem. er schädigt dabei ja nur sich selbst und niemand anderen. die kosten für den abtransport... sollte er dann aber meiner meinung nach auch zahlen. mann kann eigentlich von einem erwachsenen menschen erwarten, dass er sich der gefahren bei einer solchen aktion bewusst ist.

viel schlimmer finde ich es wenn leute besoffen bei liftschluss ins tal fahren und dann leute die nichts getrunken haben umfahren. sowas finde ich unter alles sau! ein alkohol verbot halte ich aber auch nicht für sinvoll, einerseits wegen den umsatzeinbußen und andererseits seh ich es auch nicht ein, dass wegen ein paar solche idioten ein normaler mensch kein kleines radler oder so mehr zum abschluss trinken kann. klar ist es schwierig hier den richtigen weg zu finden und ich muss gestehen mir fällt auch keine besonders gute lösung ein. außer an den gesundenmenschverstand zu appellieren, aber dsa dürfte dann doch eher wenig nützen:)
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Beitrag von Stani »

bei den derzeitigen Verhältnissen braucht man jede Menge Alkohol, um die Kratzer aufm Belag so schnell wie möglich vergessen zu können

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schifreak
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Alohol auf da Pistn

Beitrag von schifreak »

Álso wegs einem kleinen Radler sag ma ja gar nix-- und wers verträgt, der kann a no mehra trinkn. Schlimm iss meiner Meinung nach, Jagatee, und Schnaps. Und wer halt nix verträgt, der soll auch a bisserl weniger Bier trinken. I red da aus Erfahrung, mei früherer Spezl hat auch n Alkoholproblem, mir sind ein einhalb Stunden auf der Scheffauer Talabfahrt unterwegs gwesen, AB der Mittelstation allerdings, weil da iss die Neualm. Und da wars halt so guat, allerdings hatte der schon einen Aufgwärmten. Und der stürzte alle 2 Meter... i war fast narrisch gworn.
Der verträgt halt aber auch gar nix, nach 2 Bier lallt er, und dann gehts dahin. Schlimm sind meiner Meinung nach die, die da herkommen-- und sogenannte Sauforgien veranstalten, rumschrein und sich aufführn. Das sind meiner meinung nach auch keine Sportler, Null Kondition-- in der früh sind s mit schwerem Kopf in der Gondel, und stöhnen -- mei war das gestern wieder geil...um 3 san ma ins Bett... oje, und jetz den gaaanzen Tag wieder auf die Piste...auf welche Hüttn gehn ma als erstes...und wo gehn ma auf d nacht hin ?-- erlebt in Ischgl... Und viele gebn s ja gleich zu, das Beste am Schiurlaub iss der Apres Schi. So isses doch.

Man machts den Leuten aber auch irgendwie zu leicht, ich denk mal früher wo s noch mehr Schlepper als Sessellifte gab, da wars noch a bisserl anders. Und auch die Schirmbars und Partysound gabs damals noch eher im Tal. ( Am Paß Thurn war eine der ersten, die ich kannte)--

Aber heut iss wirklich n Problem, die Leut ruhen sich im bequemen Sessel aus-- die Lifte fahrn schneller, man macht mehr Abfahrten und iss schneller fertig. Der Schnee iss auch a bisserl anstrengender,also braucht ma öfters mal ne Hüttn. Und Spezi trinkt da kaum jemand.

Man sollt auf den Hüttn auch mal so ne Alkohol-Pegelstandsanzeigen Anlagen wie in so manchen Discos anbringen, mich würd mal intressiern, was da bei so manchen rauskommt.
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Beitrag von PB_300_Polar »

^^ zu den Alkoholmessanlagen :dafür: aber es gibt da ein Problem, wie willst du die Leute dazu bringen das selber auszuprobieren?
Der Schnee kommt.....
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schifreak
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Alkohol

Beitrag von schifreak »

Ganz einfach: das Gerät wird vor der Ausgangstür aufgstellt,und danach iss ne Schranke. Wer net reinbläst bleibt In der Hütte, und erst nach m Blasn geht die Schranke auf. Wer über 2 Promille hat, da kommt der Rettungswagen, und ab in die Ausnüchterungszelle. Ne, das kanns t natülich net machen, so ne Hütte hat meist mehrere Ausgänge.

Die Leut müßtn selber so vernünftig sein, und ihre Grenzen kennen. So n Apparat iss ja eigentlich zur Selbstkontrolle. Wer seine Grenzen NICHT kennt, der kanns dort selber sehn, ob er besser dableibt,und in der Hütte übernachtet, oder ob er in der Lage iss, ohne Schaden ins Tal zu fahrn.

Jetz hoff ich natürlich daß ihr mich jetz nicht als totalen Pessimisten oder Moralapostel seht, ich denk mal, die Meisten Leut sind ja vernünftig. Und ich geh oft schifahrn, und es iss eigentli noch nie was passiert. Da wo ich am liebsten hinfahr, sind eigentlich auch keine solchen Hochburgen wie Sölden oder Ischgl, i bin gern in Söll auf der Salve, und da iss zum Glück gar keine Schirmbar, und die Leut machens wie ich, geniessen die schöne Stimmung dort oben, und gebn Ruhe. Und Halligalli iss im Tal, in dem alten Kuhstall, oder wie das auch immer heißt. Da ko nachad nix mehr passiern, zmindascht net auf die Schi.
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Beitrag von PB_300_Polar »

Das wär doch ne Idee für verstehen Sie spass?, oder? :D Ich glaube ich schreibe den mal ne Mail.
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Ram-Brand
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Beitrag von Ram-Brand »

Naja auf gesunden Menschenverstand kann man bei manchen nicht mehr hoffen oder appellieren.

Wie schon gesagt, manche fahren ja wirklich nur zum Saufen dort hin. Die Ski sind nur modische Begleiter.

Die freuen sich wenn der Blasehase in Ischgl vorbei kommt. Pust. Was nur 2.0 Promille. Zu wenig. Gleich mal ne weitere Runde bestellen. ....
:?
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Beitrag von molotov »

2 Promille und Blasehase, die zwei Wörter rufen doch sofort folgende Bilder in Erinnerung:


Die Bilder können, da sie aus dem Zusammenhang gerissen wurden, dazu führen daß das Persönlichkeitsrecht mancher Forennutzer angetastet wird.

Daher wurden die Bilder entfernt.

Admin: Ram-Brand
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Beitrag von mic »

Ram-Brand hat geschrieben:Naja auf gesunden Menschenverstand kann man bei manchen nicht mehr hoffen oder appellieren.

Wie schon gesagt, manche fahren ja wirklich nur zum Saufen dort hin. Die Ski sind nur modische Begleiter.

Die freuen sich wenn der Blasehase in Ischgl vorbei kommt. Pust. Was nur 2.0 Promille. Zu wenig. Gleich mal ne weitere Runde bestellen. ....
:?
Ich glaube es besteht Redebedarf!!!!

Hier gehts um ALK AUF DER PISTE!! Die Bilder sind ganz klar von Abend!
Solche Unterstellungen sollte man sich als Außenstehender, Kollege und Forumsmitglied schon verkneifen!

Mal sehen was der User dazu sagt!
mic/ mod
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Oscar
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Beitrag von Oscar »

So wenn du mich mal besoffen auf der Piste siehst dann gib Bescheid, aber so alt wirste eh ned und Fragen hätteste können ob du die Bilder posten darfst!

Erwarte da von molotov eine Richtigstellung und zwar schnell!
Ich persönlich distanziere mich auf gröbste zu diesem Kommentar!!!


Bei mir wirst du nicht erleben, dass ich Bilder von anderen poste ohne zu fragen und schon gar nicht aus dem Zusammenhang gerissen! Wenn dan nehm ich Bilder von mir oder habe abgeklärt ob ich das nehmen darf!

Schon gar nicht unterstelle ich anderen Sachen, die dem Ansehen derer schaden könn(t)en!
Zuletzt geändert von Oscar am 07.01.2007 - 17:38, insgesamt 4-mal geändert.

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Re: Alkohol

Beitrag von Oscar »

schifreak hat geschrieben:Ganz einfach: das Gerät wird vor der Ausgangstür aufgstellt,und danach iss ne Schranke. Wer net reinbläst bleibt In der Hütte, und erst nach m Blasn geht die Schranke auf. Wer über 2 Promille hat, da kommt der Rettungswagen, und ab in die Ausnüchterungszelle. Ne, das kanns t natülich net machen, so ne Hütte hat meist mehrere Ausgänge.
...
Du weisst um die Aufgaben eines RTWs (Rettungswagens)?
Wenn ja dann musst du mal kräftig editieren,
Wenn nein dann informiere dich bevor du sowas postest!

Bin selbst oft genug mit nem RTW rumgefahren, sowas ist Aufgabe der Polizei und NUR der Polizei! Feuerwehr und Rettungsdienst sind für Notfälle vorgesehen und nicht für Taxidienste angeschlagener Menschen. Ausserdem darf das rettungspersonal keinen zur Ausnüchterungszelle fahren...
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Ram-Brand
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Beitrag von Ram-Brand »

Ich hab hier niemanden direkt erwähnt und auch an niemanden aus dem Forum gedacht.

Mein Beitrag bezog sich auf Schifreaks:
.... Ganz einfach: das Gerät wird vor der Ausgangstür aufgstellt,und danach iss ne Schranke. Wer net reinbläst bleibt In der Hütte, und erst nach m Blasn geht die Schranke auf. Wer über 2 Promille hat, da kommt der Rettungswagen, und ab in die Ausnüchterungszelle. Ne, das kanns t natülich net machen, so ne Hütte hat meist mehrere Ausgänge. ....
Anstatt Maschine Blasehase.
Aber wie gesagt ob Maschine oder Mensch. Es gibt Leute die wollen ja gerade Hohe Promillewerte erreichen.

Mehr und nicht weniger steht in meinem Beitrag.


Dachte das wäre so wie ich es geschrieben habe eindeutig, sollte es auch.
Also brauche ich hier nix richtig stellen. Und wenn andere Leute dazu unpassende Bilder reinstellen kann ich dafür auch nix.
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Dachstein
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Re: Alkohol

Beitrag von Dachstein »

Oscar hat geschrieben:
Bin selbst oft genug mit nem RTW rumgefahren, sowas ist Aufgabe der Polizei und NUR der Polizei! Feuerwehr und Rettungsdienst sind für Notfälle vorgesehen und nicht für Taxidienste angeschlagener Menschen. Ausserdem darf das rettungspersonal keinen zur Ausnüchterungszelle fahren...
Naja, seien wir uns mal ehrlich, eine Rettung sollte für den Notfall da sein, aber du wirst es nicht glauben, wieviele besoffene Menschen ich ins Spital gekarrt habe. :roll:
Das mit der Exekutive funktioniert bei uns leider nicht wirklich, denn wenn es nur die geringsten Anzeichen gibt, dass der "Patient" gestürzt ist, so fährt die Rettung aus, die dann das zweifelhafte Vergnügen hat, den Typen ins nächstgelegene Spital zu karren.
Oder Lösung Nummer 2: Patient liegt auf dem Gehsteig (weil er nicht mehr gehen kann mit dem Rausch), ein Passant ruft die Rettung, wir haben das Vergnügen.

Und ja, die im Krankenhaus haben mindestens so viel Spaß mit diesen teils uns schon bekannten Persönlichkeiten :twisted:

MFG Dachstein
Zuletzt geändert von Dachstein am 06.01.2007 - 20:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Oscar
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Beitrag von Oscar »

Es ging einzig und alleine um den Promilewert beim Blasen warum der RTW kommen soll und darauf war mein Kommentar bezogen! Sonst nix!
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Beitrag von snowflat »

In diesem Topic soll es ja nun nicht darum gehen, ob, wann, wie, warum, wer etc. womit abgeholt wird. Leider sind wir hier durch die Verfehlung eines Users vom eigentlichen Thema abgekommen, deren Richtigstellung es dringend bedarf. Es geht NICHT darum, sich nach dem Skifahren das eine oder andere zu gönnen (wenn überhaupt), wenn die Ski bereits für den nächsten Tag die vertikale Stellung eingenommen haben und man anschließend den Heimweg zu Fus antritt. Die Überschrift zum Topic ...
Alkoholmißbrauch auf Skipisten?
... ist da doch eigentlich nicht mißzuverstehen? Soviel dazu.

Die Thematik ist doch, wie man dafür Sorge tragen kann, dass sich Besoffene nicht auf die Piste stürzen, denn bringen sie auch andere in Gefahr. Wenn sie sich selber den Hals brechen - p.P. (persönliches Pech). Ich habe ja schon angerissen, dass ich teilweise mit persönlichen Apellen auf taube Ohren gestoßen bin, was vielleicht auch am verminderten Wahrnehmungsvermögen gelegen haben kann. Zieht man hier nun die Wirte in die Verantwortung, betrunkene Skifahrer an Weiterfahrt zu hindern? Wird ein Wirt dies tun? Spielt da nicht mehr der Gedanke eine Rolle, sich evtl. einen Gast zu verprellen, wenn man seine Absichten, ins Tal zu fahren versucht zu durchkreuzen. Andererseits muss man eben auch daran denken, dass der Betrunkene doch eben andere ins Verderben reißt. Ich hätte ein Problem damit, wenn ich einen Betrunkenen gedultet die Piste fahren lasse und sich dann herausstellt, dieser hat einen Unfall verursacht und jemand anderes vielleicht sogar schwer verletzt. Für einen Gastronom sicher eine schwere Entscheidung.

Ernsgemeinter Alkotester am Ausgang? Ob das ein Wirt so machen wird? Ich glaube weniger. Dies kommt ja fast einem Rauchverbot gleich und dürfte was den Umsatz angeht eher kontraproduktiv sein. Obwohl, wenn ich ein oder zwei Biere trinke, muss man vorm "Blasen" ja keine Angst haben. In diesem Zusammenhang fällt mir noch die Planung der Automobilindustrie ein, um das Fahren unter Alkoholeinfluss in Griff zu bekommen: Das Auto läßt sich erst starten, wenn der Fahrer in den eingebauten Alkotester geblasen hat. Und was ist daraus geworden? Nichts, weil man erkennen musste, dass der, der bläst ja nicht der Fahrer sein muss. Und wer sagt denn, dass der der am Ausgang bläst auch noch mit Ski fährt. Okay, die Wahrscheinlichkeit ist ziehmlich groß. Beim Auto und bei Ski wirds halt so sein, dass der, der Fahren will auch fahren wird. Egal ob getrunken oder nicht.

Pistenpolizei? Hmm, da wurde ja bereits geschrieben, dass es dazu ja keine rechtliche Grundlage gibt, die irgendelche Befugnisse einräumt, wie z.B. eine Geldstrafe oder bei Wiederholungstätern der Skipassentzug - also das Gegenstück, wie mans im Straßenverkehr handhabt. Aber dafür wäre doch eine ordentlicher bürokratischer Aufwand nötig, der zu finanzieren ist. Und wenn einer Bergbahngesellschaft dies (Pistenpolizei) ein Anliegen ist, wird diese auch für die Finanzierung sorgen müssen.
Obwohl eine rechtliche Grundlage sich ja schnell schaffen läßt: Bei befahren gesperrter Pisten, behalten es sich die Bergbahen ja auch, den Skipass zu entziehen. So kann man es mit "Fahren unter übertreibenen Alkoholeinfluss" (muss halt eine Grenze festgelegt werden) auch halten. Oder?
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Alkohol

Beitrag von schifreak »

AN Oscar-- ich habs ja bereits schon edidiert, und Du hast ja auch mitgepostet-- ich sagte ja, nee iss ja klar, das geht natürlich nicht...
Und n Rettungswagen kommt net zu ner strassenlose Schipiste. Das ganze war doch mal wieder mal mein komischer Humor-- allerdings, ich dachte an ein ganz frühes Erlebnis, als mein Daddy mal mit einem Spezl´( der war auch der Anstifter)-- auf der ``Lärchfilzhochalm `` in Fieberbrunn zu viel gebechert hat. Der Jagatee muß verdammt gut sein dort oben....jedenfalls, iss mei Dad runtergfahrn, zu dem kleinen Lift, der 2. Teil vom ex Doischberglift, und der lief natürlich nimmer. Es wurd ja schon bald dunkel. Also, wenn der Lift nimmer geht, dann legt ma sich in den Schnee, und wartet, irgendwann kommt scho ne Pistnraupe. Und das war dann der sogenannte ``Rettungswagen``, weil-- wär der nicht gekommen, und mein Vata wär allein gwesen, der wär bestimmt erfrorn. Da wars verdammt kalt, bereit s schon am nachmittag.( Mei Vata war da auch allein, allerdings hätt ich dann vom Tal aus einen Suchtrupp angefordert...der dann das ganze Gebiet absuchen muß, für viel Geld...)

Wo der Spezl von meim Vata war, das wußte übrigens niemand, der iss irgendwie ganz woanders runtergfahrn,und kam irgendwann im Tal an. Das iss natürlich sehr schön, wenn dann die Spezl net mal miteinader ins Tal fahrn können. Das iss aber das Alkoholproblem bei einigen, die wissen dann gar nix mehr, die wissen net amal, daß sie net allein unterwegs sind... sowas iss doch schlimm, wenn ma dann die Besten Freunde nicht mehr kennt.

Und das schlimme für mi, ich war mit dem Buam von dem Andern in Tal, und wußte nix, was los iss. Und da hab i mir gesagt, ich trink nie im Lebn an Jagatee, da hats ma dann glangt.Aba Echt.
Fabi,alpiner Schifreak

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Beitrag von molotov »

Oscar hat geschrieben:So wenn du mich mal besoffen auf der Piste siehst dann gib Bescheid, aber so alt wirste eh ned und Fragen hätteste können ob du die Bilder posten darfst!

Erwarte da von molotov eine Richtigstellung und zwar schnell!
Ich persönlich distanziere mich auf gröbste zu diesem Kommentar!!!


Bei mir wirst du nicht erleben, dass ich Bilder von anderen poste ohne zu fragen und schon gar nicht aus dem Zusammenhang gerissen! Wenn dan nehm ich Bilder von mir oder habe abgeklärt ob ich das nehmen darf!

Für mich ist klar, es gibt keine Bilder und Berichte mehr im Forum von mir und keine mehr wo ich drauf bin (egal von wem die sind)!!!!!!!!
Schon gar nicht unterstelle ich anderen Sachen, die dem Ansehen derer schaden könn(t)en!
Entschuldigung Oscar! die Bilder sind für diejenigen, die den Bericht nicht gelesen haben, sehr missverständlich gewesen! Noch einmal für die die Bilder gesehen haben: Das war Apresski! Weder Oscar noch einer der anderen Personen die auf den Bildern mit drauf waren sind danach noch Ski gefahren!

Für mich persönlich war es in dem Moment klar als ich die Bilder gepostet hab, das da niemand mehr Ski fährt nachm Party machen (Ich wusste es ja), da hat der Denkprozess wohl wirklich ausgesetzt bei mir!
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