Geplante feierliche Eröffnung des neuen Doppelschleppliftes am Donnerstag fällt dem Schneemangel zum Opfer
Von Heinz Wernitznig
Die oö. Skiliftbetreiber sind derzeit wahrlich nicht zu beneiden. Zum akuten Schneemangel, der bis dato in den Wintersportgebieten zu einem Gästeminus von rund 30 Prozent geführt hat, kommen jetzt auch noch Temperaturen von über zehn Grad. „Möglicherweise kommen wir in dieser Woche zum Stehen“, befürchtet im VOLKSBLATT-Gespräch Richard Brillinger, Geschäftsführer der Hochficht Bergbahnen GmbH. Als erste Konsequenz wurde die für Donnerstag geplante Eröffnung des neuen Doppelschleppliftes Holzschlag I und II, in den das Unternehmen 1,2 Mio. Euro investiert hat, auf unbestimmte Zeit verschoben.
Semesterferien haben großes Potenzial
Brillinger zeigt sich aber dennoch optimistisch, einen Teil der Gästeeinbußen im Verlauf des Winters aufholen zu können und damit unter dem Strich ein positives Ergebnis zu erzielen. „Im Schnitt haben wir seit dem Jahr 1965 beachtliche 102 Betriebstage“, so der Bergbahnen-Chef. Im Rekordwinter 2005/06 waren es so gar 126 Betriebstage, die dem Hochficht insgesamt 268.000 Gäste bescherten. So entfällt rund ein Drittel der Gästeanzahl einer Win- tersaison auf die Semestesterferien. Und der Rückkehr des Winters inklusive tiefer Temperaturen würde sich positiv auswirken.