Osttirol: Bergbahnen ziehen Positives Resümee

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maartenv84
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Osttirol: Bergbahnen ziehen Positives Resümee

Beitrag von maartenv84 »

Bergbahnen ziehen positives Resümee

Schneemangel und dadurch eingeschränkter Pistenspass hielten in der Weihnachtszeit vor allem die Urlauber nicht davon ab, die Skier anzuschnallen. Die Liftbetreiber sind mehr als zufrieden.


Obwohl Osttirol diesen Winter mit der weißen Pracht nicht gesegnet ist, die Temperaturen eher frühlingshaft anmuten und im Tal Straßen und Felder trocken sind, ließen sich die Skifahrer während der Weihnachtstage von ihrem Vergnügen nicht abbringen.

„Wir sind sehr zufrieden, haben gegenüber dem Vorjahr sogar ein Plus von rund 15 Prozent“, teilt Dipl.-Ing. Andreas Kleinlercher von den Bergbahnen St. Jakob. Traumhaftes Wetter und bestens präparierte Talabfahrten würden Gäste wie Einheimische scharenweise auf die Pisten locken. Neben zahlreichen Osttirolern und Oberkärntner genießen vor allem Gäste aus Deutschland das Skifahren auf der Brunnalm, die zurzeit bis auf einen von sieben Liften über die gesamt 27 Pistenkilometer komplett befahrbar ist. „Und weil die Temperaturen passen, können wir auch beschneien“, meint Kleinlercher.

„Pisten- und gästemäßig lief es eigentlich sensationell“, berichtet Ulrich Walder, Direktor des Sporthotels Sillian. Vis a vis der Residenz wird bis ins Tal beschneit. Sämtliche 45 Pistenkilometer und die sechs Aufstiegshilfen sind in Betrieb. „Die Weihnachtstage waren sicherlich keine schlechte Zeit, die Gäste waren alle zufrieden“, kann Geschäftsführerin Martha Schultz auch von „ihrem“ dritten Skigebiet in Kals nichts Negatives vermelden.

Warten auf Schnee

Weniger euphorisch, aber immer noch positiv gestimmt klingt Dipl.-Ing. Werner Stiebellehner, Geschäftsführer der Lienzer Bergbahnen: „In Anbetracht der Situation sind wir mit den Tagen um Weihnachten bis Silvester sehr zufrieden. Die Parkplätze sind voll, es gibt keine Beschwerden von den Gästen, weil sie sehen, dass wir hier richtig arbeiten.“ Das schöne Wetter mit den warmen Temperaturen habe sicherlich mitgeholfen, das „Weihnachtsgeschäft“ mit einem maximalen Schwund von zehn Prozent gegenüber dem Jahr zuvor über die Bühne zu bringen. „Da hat man gesehen, dass die Leute hinauf fahren, um die Sonne zu genießen“, betont Stiebellehner, der sich wie in den letzten Jahren auch auf Gäste aus Deutschland und den übrigen Bundesländern Österreichs verlassen konnte. „Der Einheimische ist eben etwas ausgeblieben. Aber der kann es auch abwarten, bis endlich Schnee fällt.“ Dem Bergbahnen-Chef zufolge sind auf dem Zettersfeld die Einseilumlaufbahn, die Sesselbahnen Steinermandl, Wartschenbrunn und Faschingalm sowie der Übungslift Bidner in Betrieb, auf dem Hochstein die Sesselbahnen I und II sowie der Übungslift Taxermoos. Nur das Schoberköpfl und die dritte Sektion auf dem Hochstein ließen bis dato kein Skierlebnis zu. „Oben konnte einfach zu wenig beschneit werden, weil es zu warm war. Aber sonst herrschen tolle Pistenverhältnisse, und aufgrund des eingeschränkten Pistenangebots gibt es auch ermäßigte Preise“, teilt Stiebellehner mit.

Ähnlich die Situation bei den Matreier Goldried-Bergbahnen, wo nur vier von acht Aufstiegshilfen (zwei Übungslifte, die Gondel und der Doppel- Sessellift von der Mittel- zur Bergstation) in Betrieb sind: „Es ist ein kleiner Wermutstropfen, dass wir heuer die Beschneiungsanlage noch nicht komplett ausgebaut haben, aber es sind sehr viele Skifahrer aus den umliegenden Gemeinden auf den Pisten gewesen, und wir sind mit einem blauen Auge davongekommen“, erklärt LA Dr. Andreas Köll, Matreis Bürgermeister und Obmann der ARGE Bergbahnen. Kommenden Winter werde man dafür über eine Anlage verfügen, die mit 200 Liter pro Sekunde (im Moment 20 Sekundenliter) beschneit. Zwei Schlepplifte sowie die Talabfahrt konnten noch nicht geöffnet werden. „Aber Happeck geht jetzt in Betrieb, und dann wäre Naturschnee vonnöten“, meint Köll.

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