Quelle: Nürnberger NachrichtenBischofsgrün will die erste Skihalle Süddeutschlands bauen
20 Millionen Euro-Projekt soll 2009 fertig sein - bürgermeister überzeugt: "Gute Investition"
Ganz egal, ob die Sonne für 30 Grad im Schatten sorgt, es Bindfäden regnet oder milde Winter Skipisten in grüne Wiesen
verwandeln - mit der ersten Skihalle Süddeutschlands am Fuße des Ochsenkopfes wollen sich die Bischofsgrüner von 2009 an vom Wetter unabhängig machen.
BISCHOFSGRÜN - Die Pläne sind ambitioniert. Skifahrer und Snowboarder könnten sich auf einer rund 300 Meter langen Piste vergnügen, erläutert
Götz Carius von der Planungsgruppe. Mit einer Skihalle allein sei es jedoch nicht getan. Das bestehende Freibad soll zu einem Hallenbad umgebaut
werden und die im vergangenen Winter unter der Schneelast eingestürzten Tennishalle könnte wieder aufgebaut werden.
Auch einen gastronomischen Bereich, einen Campingplatz und Möglichkeiten für die Kinderbetreuung soll es geben.
die Investitionskosten werden auf mehr als 20 Millionen Euro geschätzt. Die Gemeinde Bischofsgrün will eine Projektgesellschaft gründen, das
Projekt europaweit ausschreiben und an einen Generalunternehmer vergeben. Dieser könntedann die Skihalle mitsamt Schwimmbad, Tennishalle und Gastronomie an einen
oder mehrere Pächtern vergeben, erläutert Carius mögliche Finanzierung des Projektes.
Dass in schneereichen Wintern die Gäste ausbleiben, fürchten die Bischofsgrüner nicht. "Wir planen für die nächsten Jahrzehnte", sagte Carius.
Winter mit viel Schnee würden schließlich immer seltener. Bundesweit gibt es nach seinen Angaben bisher fünf Skihallen, keine davon in einem Mittelgebirge.
Die Skihalle, das verspricht zumindest Carius, soll so umweltverträglich wie möglich gebaut werden. Vorgesehen ist zum Beispiel eine Photovoltaikananlage.
Die Abwärme dieser Anlage reiche aus, um damit die Energie für das Hallenbad zu erzeugen. Und der Standort sei so ausgewählt, dass möglichst
geringe Eingriffe in die Landschaft notwendig seien.
Kreisvorsitzende des Bundes Naturschutz (BN), Helmut Korn, steht dem Projekt allerdings kritisch gegenüber. "So bekämpft man etwa den Klimawandel",
meint der Naturschützer ironisch. Eine solche Skihalle benötige sehr viel Energie. Zudem sollte der Sport mit der Natur und nicht gegen die Natur betrieben werden.
Bischofgrüns Bürgermeister Stephan Unglaub (SPD) bezeichnet dagegen die Skihalle als gute Investition für die Zukunft seiner Gemeinde - der Ort lebe
zu 90% vom Tourismus.
CHRISTOPH GAHLAU (dpa)
Skihalle Bischofsgrün
- noggler
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Es gab schon viele solcher Skihallen-Visionen. Und so recht an eine Umsetzung dieser großen Pläne, will ich auch hier nicht glauben. Von der Erreichbarkeit und der Infrastruktur her hätte die Halle ja nicht unbedingt den günstigsten Standort. Interessant ist natürlich, dass die Halle dann eine mehr oder weniger direkte Anbindung an ein richtiges "Winter-Skigebiet" hätte.
Alles in allem würde ich die Sache als interessantes Gedankenspiel einschätzen, aber halt auch nicht mehr.
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- schifreak
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Schihalle
Eins iss guat, die A 9 München Berlin iss net weit weg... da ko ma nach der Loveparade noch schnell a Stund schifahrn...
vielleicht auch ne Anziehung der naheliegenden Tschechei. -- die kommen zum schifahrn, und wir fahrn rüber wegs Tanken und Zigaretten... achja, und sommerodeln kann ma auch...allerdings `´Open Air``
Fabi,alpiner Schifreak
TSC 2012-13, Stand 20.01.2013 - 17 Sektionen Bike, 20 Schitage in Tirol ; Zillertal, Stubaital, Ötztal, Kitzbühel,Schiwelt , Schijuwel Alpbach ;
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- noggler
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Ich denk auch, dass des ein ziemliches Hirngespinst is, was meiner Meinung nach nie realisiert wird. In der gegend würde sich so ein Riesending nie rentieren.
Dann sollten sie doch lieber eine zwischen Erlangen, Fürth und Nürnberg möglichst nahe an eine Autobahn hinstellen.
Ich denk auch, dass es da genug Bedarf gibt, vor allem weil für eine Tagesfahrt in die Alpen zu weit is und die paar Gebiete Richtung Ochsenkopf
vom Schnee her sehr unsicher sind.
Gruß noggler
Dann sollten sie doch lieber eine zwischen Erlangen, Fürth und Nürnberg möglichst nahe an eine Autobahn hinstellen.
Ich denk auch, dass es da genug Bedarf gibt, vor allem weil für eine Tagesfahrt in die Alpen zu weit is und die paar Gebiete Richtung Ochsenkopf
vom Schnee her sehr unsicher sind.
Gruß noggler
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Quelle: SüddeutscheSkihalle im Fichtelgebirge: Wintersport das ganze Jahr
Weil auf den richtigen Winter auch kein Verlass mehr ist, nimmt der Kurort Bischofsgrün die Sache nun selbst in die Hand: In einem Freizeitpark mit Skihalle soll bald ganzjähriges Wedeln möglich sein.
Von Peter Schmitt
Es gibt sie in Neuss, in Bottrop und demnächst in Berlin. Hallen mit Skipisten auf Kunstschneebasis sollen bald auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten der Hit für ein verwöhntes Urlaubspublikum sein. Dubai machte den Vorreiter.
Warum also sollte es nicht auch dort Hallen-Pisten geben, wo der Wintersport seit mehr als hundert Jahren zuhause ist? Geht es nach den Plänen einer Arbeitsgemeinschaft für Strukturplanung in Nordostbayern im Landkreis Tirschenreuth und nach den Wünschen des Bischofsgrüner Gemeinderats, wird demnächst auch das Fichtelgebirge eine Kunstschneelandschaft unter Dach bekommen, in der das ganze Jahr über Winter herrscht.
,,Wenn sich uns diese Chance bietet, werden wir sie beim Schopf packen‘‘, sagte der Bischofsgrüner Bürgermeister Stephan Unglaub. Die Pläne reifen nun schon seit zwei Jahren. Pate stand der frühere bayerische Innen- und Wirtschaftsminister Gustl Lang. Der 2004 gestorbene CSU-Politiker hatte es sich zum Anliegen gemacht, seiner Heimat in der nördlichen Oberpfalz und dem angrenzenden Oberfranken strukturelle Hilfe zu verschaffen, wo immer es nur ging.
Auch die Tirschenreuther Arbeitsgemeinschaft Kommunale Infrastrukturplanung geht auf sein Wirken zurück. In ihr haben sich ehemalige Beamte verschiedener Landesministerien und Unternehmer aus der Region zusammengetan.
In groben Umrissen ist nun auch das Freizeit-Projekt einigermaßen gediehen. An die 60 Hektar Grundfläche werden benötigt. Vorgesehen sind unter anderem eine Tennishalle und ein Campingplatz. Kernstück des Schnee- und Freizeitparks soll die 300 Meter lange Skihalle werden, mit einer Abfahrtspiste wie in Neuss und dazu Loipen für Langlauf und Biathlon. ,,Das wäre besonders für unseren nordischen Skinachwuchs eine wichtige Trainingsstätte‘‘, meinte Unglaub.
Senkung des Altersschnitts
Vor allem aber hofft er auf große Anreize für das Fremdenverkehrsgeschäft. Eine Reihe schneearmer Winter hatte dem Wintertourismus zuletzt empfindlich zugesetzt. Erst der Superwinter 2005/2006 brachte die Wende. ,,Die Lage hat sich stabilisiert bis leicht verbessert‘‘, sagte Unglaub.
Neue Beschneiungsanlagen am Ochsenkopf sollen das Geschäft mit den Skifahrern sicherer machen. Der Ganzjahresbetrieb in der Halle könnte zudem jüngeres Publikum auch im Sommer in das hauptsächlich von Senioren und Wanderern mittleren Alters besuchte Mittelgebirge bringen. Außer den bis zu 50 Arbeitsplätzen in und um den Freizeitpark erwartet sich Unglaub positive Auswirkungen auf das Gastgewerbe.
Allerdings gibt es noch keinerlei Klarheit, wer die derzeit geschätzten 24 Millionen Euro aufbringen soll. Die 2000-Einwohner-Gemeinde Bischofsgrün im Kreis Bayreuth wird es jedenfalls nicht sein. Sie spiele nur den Türöffner für die Beschaffung der Grundstücke, meinte Unglaub.
Das Konzept sollte in diesem Jahr so weit stehen, dass in einer europaweiten Ausschreibung ein Generalunternehmer und danach eine Betreibergesellschaft gefunden werden können. ,,Wir gehen jetzt an die Detailplanung‘‘, erklärte Götz Carius von der in Friedenfels im Kreis Tirschenreuth ansässigen Arbeitsgruppe.
Kritik von den Grünen
Es regt sich aber auch Widerstand gegen die Hallenpläne. Der Bezirksvorstand der Grünen Jugend in Oberfranken glaubt, dass hinter dem Vorhaben große Energieversorger stecken. Der ganzjährige Winter verschlinge enorme Mengen an Strom und Wasser.
Die Einheimischen würden die Lust am nicht eben billigen Skivergnügen bald wieder verlieren, mutmaßt die Vorsitzende der Parteinachwuchsorganisation, Anna-Lena Memmel. Es sei pervers, den Schneemangel als Folge des Klimawandels durch zusätzliche Klimakiller abfangen zu wollen.
Der Bischofsgrüner Bürgermeister will das Argument ,,nicht vom Tisch wischen‘‘. Er gehe aber davon aus, dass zur Energieversorgung des Skibetriebs im Sommer- und Winterhalbjahr vor allem Sonnenenergie und Erdwärme und Strom aus erneuerbaren Ressourcen eingesetzt werden. ,,Das könnte ein echtes Pilotprojekt werden‘‘, meinte er.
Carius weist die Vermutungen der Grünen Jugend zurück. ,,Wir legen den Bischofsgrünern kein fremdes Ei ins Nest‘‘, sagte er. Die Finanzierung setze sich aus Zuschüssen aus diversen Förderprogrammen, Bankkrediten und einer sogenannten Public Privat Partnership zusammen. Wie hoch die einzelnen Anteile sein werden, könne er gegenwärtig noch nicht sagen. Die Gemeinde Bischofsgrün werde aber nicht belastet.
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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bayer
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Nun, der Ochsenkopf ist ja schon ein "Rentnerhang", flach und langweilig.
Aber eine 300m lange Skihallen - Abfahrt??? Also mal ehrlich, da schlafen einen ja die Füße ein.... Ich mein als Anwohner mal ein Stündchen rumrutschen, OK. Aber wer fährt denn in den Urlaub( ins Fichtelgebirge um dann eine Woche auf ner 300m Piste Skizufahren?
Tzzzzz, also entweder richtig oder garnicht, oder halt weiter weg!
Aber eine 300m lange Skihallen - Abfahrt??? Also mal ehrlich, da schlafen einen ja die Füße ein.... Ich mein als Anwohner mal ein Stündchen rumrutschen, OK. Aber wer fährt denn in den Urlaub( ins Fichtelgebirge um dann eine Woche auf ner 300m Piste Skizufahren?
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- buzi
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Ich halte 300m auch für zu kurz! Wenn man schon im Mittelgebirge ist, könnte man ohne weiteres etwas Längeres bauen, da man ja keine Stützkonstruktion für den "Berg" braucht. Auch der Spaßfaktor wäre größer!
Die Kombination mit einem Hallenbad finde ich gut, da dies eine gute Ausnützung der Energie ermöglicht.
Aber ich denke, es wird daran scheitern, dass es im Mittelgebirge ist! So wars doch auch bei der geplanten Skihalle im Schwarzwald. Damals meinte man, man hätte ja die Skigebiete im Winter vor der Haustüre.... Ja, so wie dieses Jahr ohne Schnee.... Super.
Die Kombination mit einem Hallenbad finde ich gut, da dies eine gute Ausnützung der Energie ermöglicht.
Aber ich denke, es wird daran scheitern, dass es im Mittelgebirge ist! So wars doch auch bei der geplanten Skihalle im Schwarzwald. Damals meinte man, man hätte ja die Skigebiete im Winter vor der Haustüre.... Ja, so wie dieses Jahr ohne Schnee.... Super.