Hainzenberg: Längster Rodelbahn droht das Aus
Ob die längste Rodelbahn im Zillertal nächstes Jahr ihre Pforten öffnet, steht in den Sternen. Einige Grundbesitzer fordern die Schließung.
"Für unsere Gemeinde wäre die Rodelbahn-Schließung eine Katastrophe. Denn damit sind auch der Skigebietsbetrieb am Gerlosstein und somit etliche Arbeitsplätze in Gefahr", sorgt sich BM Georg Wartelsteiner. Auch Bergbahn-Chef Dieter Grepl sieht schwarz: "Das Rodeln hält den Bahnbetrieb aufrecht, bei dem wir uns an der Kostenuntergrenze bewegen. Es macht 30 Prozent vom Umsatz aus."
Einstimmigkeit nötig
Seit elf Jahren ist die mit 7,5 km längste beleuchtete Rodelbahn im Zillertal eine Attraktion. Mit Ende dieser Saison läuft der ZehnJahres-Vertrag inklusive Kündigungsfrist zwischen Gemeinde, Bergbahn und Grundbesitzern aus. Da die Strecke nach dem Güter- und Seilwege-Landesgesetz (GSLG) verhandelt wird, braucht es einstimmige Beschlüsse.
"Von den über 20 Wegeberechtigten wollen drei keinen neuen Vertrag", nennt der Dorfchef das Problem. Damit entstünden auch für Anrainer Probleme, die entlang der Strecke ihren Hauptwohnsitz haben. "Laut GSLG darf der Weg nur für land- und forstwirtschaftliche Zwecke genutzt werden", weiß Wartelsteiner. Er hofft, beide Probleme auf einmal zu lösen, indem die Rodelstrecke fortan nach dem Straßengesetz verhandelt wird.
Straßengesetz als Ziel
"Dann hätten auch die Anrainer ein Mitspracherecht. Zudem wäre eine einfache Mehrheit bei Beschlüssen ausreichend, sofern mit dieser Mehrheit 75 Prozent der Fläche umfasst sind", klärt er auf und hofft auf eine diesbezügliche Entscheidung bei einer Verhandlung unter Leitung der Bezirkshauptmannschaft, die Ende des Monats ansteht.
"Diese Änderung käme einer Enteignung gleich", ist Familie Huber als einer der Grundbesitzer empört. "Die Rodelbahn ist illegal. Damals sagte uns die Agrarbehörde bereits, dass wir den Vertrag gar nicht hätten machen dürfen. Es geht schließlich auch um Haftungsfragen", so die Familie weiter, die nun einen Anwalt eingeschaltet hat.
Von A. Dähling
31.01.2007 20:04
Zillertal: Längster Rodelbahn droht das Aus
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Quelle: TTHainzenberg: Die Zeitbombe "Rodelbahn" tickt
Die Mehrheit der Grundeigentümer und Anrainer will die Rodelbahn in Hainzenberg erhalten.
Die erste Hürde zum Erhalt der längsten Rodelbahn im Zillertal scheint genommen. Denn die erforderlichen Mehrheiten zur Umwidmung der Gerlossteinstraße in eine öffentliche Interessentschaftsstraße kamen bei der mündlichen Verhandlung am Mittwoch zustande. Das Damoklesschwert schwebt trotzdem weiter über der Rodelbahn.
Rechtliche Probleme
Wie berichtet, läuft mit Ende der Wintersaison der Zehn-Jahres-Vertrag über die Nutzung der Gerlossteinstraße als Rodelbahn zwischen den Grundeigentümern und der Bergbahn ab. Da die Strecke nach dem Güter- und Seilwege-Landesgesetz verhandelt wird, gibt es zum einen rechtliche Probleme, zum anderen braucht es einstimmige Beschlüsse.
Doch drei der mehr als 20 Grundeigentümer wollen laut BM Georg Wartelsteiner keinen neuen Vertrag. Ein Aus für die Rodelbahn würde zudem die Zukunft der Gerlosstein-Bergbahn in Frage stellen.
Derzeit hätten die Grundeigentümer auch das Recht, Anrainern die Durchfahrt zu verbieten. Diese Probleme würden sich durch die Umwandlung in eine öffentliche Interessentschaftsstraße lösen.
Beschränkte Rechte
Bei der diesbezüglichen Verhandlung unter der Leitung von BHStv. Wolfgang Löderle war der Tenor unter den Anwesenden zwar pro Erhalt der Rodelbahn. Doch die mit der Umwidmung verbundenen Einschränkungen im Eigentumsrecht stimmten einige Bauern skeptisch. "Jetzt kann ich anschaffen, danach nur mit einer Zweidrittelmehrheit", brachte es einer der Landwirte auf den Punkt. Zustimmen würden er und seine Kollegen nur, wenn eine zuvor mit ihnen ausgearbeitete Satzung dabei zum Tragen komme, in der u.?a. auch Zahlungen an die Grundeigentümer verankert sind.
Die Zeit läuft davon
Die meisten Grundbesitzer und Anrainer waren bei der Abstimmung sowohl für die Gründung der Straßeninteressentschaft als auch für die durch das Land erstellte Berechnung der Beitragsanteile. Ein Grundeigentümer stimmte gegen alles, auch gegen die Satzung. Er hatte seinen Rechtsanwalt mitgebracht.
"Der Bescheid, den die BH jetzt erstellt, wird wahrscheinlich angefochten werden", schätzt daher BHStv. Löderle die Lage ein. "Dann läuft uns die Zeit davon", sorgt sich BM Georg Wartelsteiner, der befürchtet, dass deshalb bis zum nächsten Winter kein neuer Vertrag für die Rodelbahn zustande kommt.
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